Wie prüfe ich die Gesundheit meines Laptop-Akkus?

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 19. März 2026, zuletzt aktualisiert: 19. März 2026

Am zuverlässigsten prüfst du die Gesundheit des Laptop-Akkus nicht über das Akkusymbol in der Taskleiste, sondern über den in Windows eingebauten Akkubericht, die Akkuverbrauchs-Anzeige in den Einstellungen und ein paar klare Vergleichswerte wie Designkapazität, Vollladekapazität und Ladeverlauf. Genau diese Kombination zeigt dir, ob dein Akku nur normal gealtert ist, ob einzelne Programme zu viel Strom ziehen oder ob die Laufzeit bereits deutlich von der ursprünglichen Akkuleistung abweicht. 

Viele schauen nur darauf, ob Windows noch 100 Prozent, 82 Prozent oder 37 Prozent anzeigt. Für die eigentliche Akkugesundheit sagt dieser Momentwert aber erstaunlich wenig aus. Entscheidend ist nicht nur, wie voll der Akku gerade ist, sondern wie viel Energie er im Vergleich zu seinem ursprünglichen Zustand überhaupt noch speichern kann. Ein Laptop kann also scheinbar normal laden und trotzdem deutlich an Laufzeit verloren haben.

Genau deshalb lohnt sich eine systematische Prüfung. Du brauchst dafür kein Zusatzprogramm und auch kein kompliziertes Diagnosewissen. Windows bringt die wichtigsten Werkzeuge bereits mit. Wenn du die Werte richtig einordnest, erkennst du meist recht schnell, ob dein Akku nur normal gealtert ist, ob bestimmte Hintergrundprogramme unnötig Strom ziehen oder ob ein Austausch langsam sinnvoll wird. 

Warum die Prozentanzeige allein nicht reicht

Die normale Prozentanzeige zeigt dir nur, wie weit der Akku im aktuellen Moment geladen ist. Sie sagt aber nicht, ob dein Akku heute noch annähernd so viel Energie speichern kann wie am Anfang. Genau hier liegt der Unterschied zwischen Ladezustand und Akkugesundheit.

Ein einfaches Beispiel macht das greifbar. Zwei Laptops können beide bei 100 Prozent stehen. Der erste Akku speichert noch fast seine ursprüngliche Kapazität, der zweite hat bereits deutlich verloren. Auf dem Bildschirm sieht beides gleich aus. In der Praxis läuft der erste Rechner aber vielleicht noch viele Stunden, während der zweite schon deutlich früher ans Netzteil muss. Deshalb führt der Blick auf die Prozentzahl allein oft in die falsche Richtung.

Hinzu kommt, dass moderne Geräte die Anzeige manchmal bewusst begrenzen, um den Akku zu schonen. Wenn intelligentes Laden aktiv ist, kann ein Laptop unter 100 Prozent stehen, obwohl er am Strom hängt. Das ist dann nicht automatisch ein Fehler, sondern kann gewollt sein, um die Akkualterung zu reduzieren. 

Der schnellste Weg unter Windows

Der wichtigste Schritt ist der Akkubericht. Windows kann einen HTML-Bericht erzeugen, in dem die Nutzung, die geschätzte Kapazität und weitere Akkudaten aufgeführt werden. Dafür nutzt du das eingebaute Werkzeug powercfg. Microsoft beschreibt dafür den Befehl powercfg /batteryreport; der Bericht wird als HTML-Datei gespeichert und lässt sich danach im Browser öffnen. 

So gehst du vor:

  • Öffne das Startmenü.
  • Suche nach Eingabeaufforderung oder Terminal.
  • Starte das Fenster mit Administratorrechten.
  • Gib den Befehl powercfg /batteryreport ein.
  • Bestätige mit Enter.
  • Windows zeigt dir danach an, wo der Bericht gespeichert wurde.

Wenn du den Speicherort gern selbst festlegen willst, kannst du auch mit einer Ausgabe-Datei arbeiten, etwa so: powercfg /batteryreport /output C:\battery-report.html. Auch diese Möglichkeit ist im Befehl vorgesehen. 

Der Vorteil dieses Berichts ist groß: Du musst nicht raten, sondern bekommst eine deutlich bessere Grundlage als nur eine spontane Beobachtung der Laufzeit. Vor allem dann, wenn dein Laptop plötzlich schneller leer wird, sich früh abschaltet oder nur noch kurze Akkulaufzeiten erreicht, ist dieser Bericht der sinnvollste Startpunkt.

Welche Werte im Akkubericht wirklich wichtig sind

Wer den Bericht zum ersten Mal öffnet, sieht viele Angaben. Du musst davon nicht jede Zeile im Detail verstehen. Für eine brauchbare Einschätzung reichen ein paar zentrale Bereiche.

Designkapazität und Vollladekapazität

Die Designkapazität beschreibt die ursprünglich vorgesehene Kapazität des Akkus. Die Vollladekapazität zeigt, wie viel davon aktuell noch erreicht wird. Je näher diese beiden Werte beieinanderliegen, desto besser ist der Akku in Schuss. Je weiter die Vollladekapazität unter der Designkapazität liegt, desto stärker ist der Akku bereits gealtert. Der Akkubericht ist genau dafür gedacht, solche Unterschiede sichtbar zu machen. 

Für die Praxis heißt das: Diese beiden Zahlen sind der wichtigste Kern der ganzen Prüfung. Wenn du nur einen Bereich des Berichts anschaust, dann diesen. Er beantwortet nicht jede Frage, aber er zeigt dir sofort, ob dein Akku noch nah am ursprünglichen Niveau arbeitet oder schon deutlich nachgelassen hat.

Du musst dabei nicht in Panik geraten, wenn die Werte nicht identisch sind. Lithium-Ionen-Akkus altern ganz normal mit der Zeit und durch Nutzung. Das ist kein besonderer Mangel, sondern der übliche Verlauf. Relevant wird es erst dann, wenn der Abstand deutlich wird und du die Folgen auch im Alltag merkst, etwa durch spürbar kürzere Laufzeiten oder ein schnelleres Entladen unter Last. 

Akkunutzung und Verlauf

Im Bericht findest du außerdem Bereiche zur jüngeren Nutzung und zur Akkubelastung. Dort wird sichtbar, wann der Laptop auf Akku lief, wann er geladen wurde und wie sich der Verbrauch entwickelt hat. Das hilft besonders dann, wenn du das Gefühl hast, dass der Akku an manchen Tagen plötzlich viel schneller sinkt als sonst.

Hier geht es weniger um die nackte Akkugesundheit als um das Nutzungsmuster. Vielleicht ist der Akku gar nicht ungewöhnlich schwach, sondern ein bestimmtes Programm zieht im Hintergrund zu viel Energie. Genau dafür lohnt sich zusätzlich ein Blick in Einstellungen > System > Power & Akku > Akkuverbrauch. Dort kannst du sehen, welche Apps den Akku stärker beanspruchen. Windows zeigt diesen Bereich ausdrücklich als Möglichkeit an, den Stromverbrauch von Apps nachzuvollziehen. 

Kapazitätsverlauf über längere Zeit

Ein besonders nützlicher Teil des Berichts ist die Kapazitätshistorie. Dort lässt sich erkennen, wie sich die Vollladekapazität im Zeitverlauf verändert hat. Genau dieser Verlauf ist hilfreich, wenn du nicht nur einen Momentwert sehen, sondern eine Entwicklung verstehen willst.

Wenn die Werte langsam und über längere Zeit sinken, spricht das meist für normale Alterung. Wenn der Einbruch dagegen auffällig abrupt erscheint, lohnt sich ein genauerer Blick. Dann kann zwar weiterhin normale Nutzung dahinterstecken, aber auch eine Veränderung im Ladeverhalten, eine häufige Dauerladung, hohe thermische Belastung oder einfach ein Akku, der deutlich schneller abbaut als früher.

Geschätzte Laufzeiten

Der Bericht enthält auch Laufzeitschätzungen. Diese Angaben sind interessant, aber sie sollten nicht isoliert betrachtet werden. Sie hängen stark davon ab, wie du den Laptop nutzt. Ein Gerät mit heller Anzeige, vielen Hintergrundprogrammen, Funkverbindungen, Browser-Tabs und Videostreaming erreicht im Alltag andere Zeiten als ein Gerät, das nur für Textarbeit mit mittlerer Helligkeit genutzt wird.

Darum ist die Kapazitätsdifferenz meist die verlässlichere Größe für die Gesundheitsprüfung. Die Laufzeitschätzung hilft dir eher dabei, dein eigenes Empfinden einzuordnen. Wenn sich die geschätzten Zeiten und deine Alltagserfahrung beide klar verschlechtern, dann ergibt das zusammen ein deutliches Bild.

So deutest du die Werte ohne Rätselraten

Viele Nutzer sehen den Bericht, lesen die Zahlen und bleiben trotzdem unsicher. Deshalb hilft eine einfache Einordnung.

Wenn die Vollladekapazität noch nah an der Designkapazität liegt und du im Alltag keine deutlichen Laufzeitprobleme hast, ist die Gesundheit des Laptop-Akkus meist noch ordentlich. Wenn die Abweichung größer wird, der Laptop schneller leer ist und du häufiger schon nach kurzer Zeit laden musst, zeigt der Bericht sehr wahrscheinlich normale, aber deutliche Alterung.

Wichtig ist der Zusammenhang. Eine gesunkene Vollladekapazität allein ist noch nicht automatisch dramatisch. Erst wenn dazu spürbar sinkende Laufzeit, häufiges Nachladen, starke Entladung unter Last oder auffällige Ladeprobleme kommen, wird das Thema im Alltag wirklich relevant.

Noch wichtiger: Ein Akku kann altersbedingt an Kapazität verlieren, obwohl der Laptop ansonsten völlig normal funktioniert. Nicht jeder schwächere Akku ist gleich ein Defekt. Manchmal bedeutet die Prüfung schlicht, dass du jetzt schwarz auf weiß siehst, warum dein Gerät unterwegs nicht mehr so lange durchhält wie früher.

So prüfst du den Stromverbrauch einzelner Apps

Der Akkubericht zeigt dir viel, aber nicht jede Ursache. Wenn dein Laptop-Akku plötzlich auffällig schnell leer wird, solltest du zusätzlich den Akkuverbrauch in den Windows-Einstellungen ansehen. Dort erkennst du, welche Anwendungen in den letzten Stunden oder Tagen besonders viel Energie verbraucht haben. Windows führt diesen Bereich unter System > Power & Akku > Akkuverbrauch

Das ist vor allem dann wichtig, wenn du zwischen schlechter Akkugesundheit und hoher aktueller Belastung unterscheiden willst. Ein Akku kann noch recht ordentlich sein und trotzdem schnell leer wirken, wenn ein Browser mit vielen Tabs, eine Videokonferenz-App, Cloud-Synchronisation, ein Spiel oder Hintergrunddienste ungewöhnlich viel Strom ziehen.

Gerade auf Laptops ist das ein häufiger Irrtum. Viele vermuten sofort einen schwachen Akku, obwohl in Wirklichkeit die Nutzung der größere Faktor ist. Erst die Kombination aus Akkubericht und Akkuverbrauch trennt beides sauberer voneinander.

Was intelligentes Laden mit der Akkugesundheit zu tun hat

Wenn dein Laptop nicht immer bis 100 Prozent lädt, ist das nicht automatisch ein Fehler. Einige Geräte und Windows-Funktionen arbeiten mit intelligentem Laden. Dabei wird die Ladung bewusst begrenzt oder angepasst, um den Akku auf Dauer zu schonen. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin, dass bei aktiviertem intelligentem Laden ein Herzsymbol am Akkusymbol erscheinen kann und der Akkustand unter 100 Prozent bleiben darf, obwohl das Gerät angeschlossen ist. Das ist gewollt und dient dem Schutz des Akkus. 

Für die Praxis ist das wichtig, weil viele genau hier eine falsche Diagnose stellen. Wenn ein Laptop dauerhaft bei etwa 80 Prozent stehen bleibt, denken manche sofort an einen Defekt. Tatsächlich kann das schlicht ein Schutzmechanismus sein. Bevor du also an einen kaputten Akku glaubst, solltest du prüfen, ob intelligentes Laden aktiv ist.

Dazu passt auch die allgemeine Akku-Pflegeempfehlung, den Ladezustand nicht ständig zwischen ganz leer und ganz voll pendeln zu lassen. Windows nennt ausdrücklich den Bereich zwischen 20 und 80 Prozent als günstiger für die Lebensdauer, wenn das Gerät dies unterstützt oder wenn dein Nutzungsverhalten das zulässt. 

Woran du erkennst, dass es nicht mehr nur um normale Alterung geht

Es gibt einen Unterschied zwischen normal gealtertem Akku und einem Akku, der dich im Alltag wirklich einschränkt. Auf folgende Anzeichen solltest du achten:

  • Die Vollladekapazität liegt im Bericht deutlich unter der Designkapazität.
  • Die Laufzeit ist im Alltag klar kürzer als früher.
  • Der Laptop entlädt sich unter Last ungewöhnlich schnell.
  • Das Gerät springt bei mittleren Prozentwerten plötzlich in einen sehr niedrigen Bereich.
  • Der Akkustand wirkt unplausibel oder verändert sich sprunghaft.
  • Der Laptop schaltet sich früher ab als erwartet.

Keiner dieser Punkte allein beweist sofort einen schweren Defekt. Wenn mehrere davon zusammenkommen, ist die Gesundheit des Laptop-Akkus aber sehr wahrscheinlich bereits deutlich eingeschränkt.

Ein weiteres Warnzeichen ist ein starker Unterschied zwischen leichter und schwerer Nutzung. Wenn der Laptop bei Textarbeit noch halbwegs lange läuft, unter Video, vielen Tabs oder höherer Helligkeit aber fast sofort einbricht, steckt dahinter oft nicht nur normale Nutzung, sondern auch ein Akku, der mit Belastung schlechter zurechtkommt.

So gehst du in wenigen Minuten zu einer klaren Einschätzung

Du brauchst keine lange Diagnosekette. Eine gute Erstprüfung lässt sich in kurzer Zeit machen.

Öffne zuerst den Akkubericht und sieh dir die Designkapazität und die Vollladekapazität an. Danach prüfst du in den Windows-Einstellungen den Akkuverbrauch der Apps. Anschließend überlegst du, ob die Laufzeit im Alltag zu diesen Werten passt oder ob dein Eindruck deutlich davon abweicht.

Dann schaust du auf dein Ladeverhalten. Hängt der Laptop fast immer am Netzteil? Bleibt er oft sehr lange bei hoher Temperatur im Einsatz? Wird er häufig nur kurz nachgeladen? All das kann die Alterung beeinflussen. Windows weist darauf hin, dass Lithium-Ionen-Akkus mit der Zeit und Nutzung abbauen und dass ein schonenderes Ladeverhalten helfen kann, die Leistung länger zu erhalten. 

Diese kurze Prüfung bringt oft schon mehr Klarheit als jede spontane Vermutung. Du weißt danach nicht nur, ob der Akku schwächer geworden ist, sondern auch, ob eher Alterung, Nutzung oder beides zusammen dahintersteckt.

Wenn der Laptop im Alltag schnell leer wird, der Bericht aber noch ordentlich aussieht

Auch das kommt vor. Dann ist die Gesundheit des Laptop-Akkus nicht unbedingt das Hauptproblem. Häufiger steckt dann die aktuelle Nutzung dahinter. Helle Displays, dauerhafte Funkverbindungen, viele Browser-Tabs, Videokonferenzen, cloudbasierte Programme und hohe Leistungsmodi ziehen deutlich mehr Strom als einfache Büroarbeit.

In solchen Fällen lohnt sich ein Blick auf die Energieeinstellungen. Windows 11 bündelt diese unter System > Power & Akku. Dort findest du Energiesparfunktionen, Energiesparmodus, Empfehlungen für effizientere Einstellungen und je nach Gerät auch den Energiemodus. Diese Bereiche helfen nicht bei der reinen Gesundheitsmessung, aber sehr wohl bei der Einordnung, warum die reale Laufzeit von deinem Gefühl oder von Herstellerangaben abweicht. 

Gerade bei neuen oder leistungsstarken Laptops wird das oft unterschätzt. Herstellerlaufzeiten entstehen unter anderen Bedingungen als dein echter Alltag. Wenn dein Gerät ständig viel leisten muss, ist eine kürzere Laufzeit nicht automatisch ein Zeichen für schlechten Akkuzustand.

Was du besser nicht als alleiniges Urteil nimmst

Verlass dich nicht nur auf eine einzelne Zahl, einen einzelnen Tag oder einen einmaligen Eindruck. Ein Akku kann an einem heißen Tag, bei hoher Helligkeit und starker Last deutlich schlechter wirken als an einem ruhigen Arbeitstag mit leichter Nutzung. Ebenso wenig sollte ein einzelner kurzer Test direkt zu einem endgültigen Urteil führen.

Auch Zusatzprogramme sind nicht automatisch genauer als der Windows-Bericht. Für eine erste und oft auch völlig ausreichende Einschätzung liefern die Bordmittel bereits genug. Wer gleich mit mehreren Tools, unterschiedlichen Anzeigen und widersprüchlichen Prozentwerten arbeitet, macht die Sache oft eher unklarer.

Besser ist ein ruhiger, nachvollziehbarer Vergleich: aktueller Bericht, Blick auf Akkuverbrauch, eigene Laufzeiterfahrung und ein paar Tage Beobachtung. Genau daraus entsteht ein belastbares Bild.

Was du tun kannst, um den Akku länger fit zu halten

Die Prüfung ist nur die eine Hälfte. Die andere ist das Verhalten danach. Wenn die Gesundheit des Laptop-Akkus noch ordentlich ist, lohnt es sich, jetzt pfleglich damit umzugehen.

Hilfreich sind vor allem ein gemäßigter Ladebereich, intelligentes Laden, weniger Dauerhitze und ein bewusster Umgang mit Leistungsprofilen. Windows empfiehlt bei Lithium-Ionen-Akkus, den Ladezustand häufiger im mittleren Bereich zu halten, statt ständig sehr kurze Ladezyklen bis ganz oben zu provozieren. Wenn dein Gerät intelligentes Laden unterstützt, solltest du diese Funktion nicht vorschnell abschalten, nur weil die Anzeige nicht ständig 100 Prozent erreicht. 

Ebenso sinnvoll ist es, stromhungrige Hintergrundprogramme zu begrenzen. Nicht jede App muss dauerhaft im Hintergrund arbeiten. Windows bietet dafür bei vielen Apps Einstellmöglichkeiten zur Hintergrundaktivität. Wenn du dort aufräumst, verbessert das nicht direkt die chemische Gesundheit des Akkus, aber oft spürbar die nutzbare Laufzeit. 

Wann ein Akkutausch sinnvoll wird

Nicht jeder gealterte Akku muss sofort ersetzt werden. Entscheidend ist, ob er dich im Alltag stört. Wenn dein Laptop stationär genutzt wird und die Laufzeit kaum eine Rolle spielt, kannst du auch mit einer deutlich reduzierten Kapazität noch gut arbeiten. Wenn du das Gerät unterwegs brauchst und die Laufzeit stark eingebrochen ist, sieht das anders aus.

Ein Tausch wird besonders dann sinnvoll, wenn der Bericht eine klar reduzierte Vollladekapazität zeigt und die reale Nutzung das bestätigt. Dann ist die Prüfung nicht mehr nur eine Zahlenspielerei, sondern eine konkrete Hilfe für die Entscheidung.

Wichtig ist dabei die nüchterne Sicht: Ein Akku ist ein Verschleißteil. Ziel der Prüfung ist nicht, jeden Kapazitätsverlust als Störung zu behandeln, sondern den Zustand realistisch einzuschätzen.

Häufige Fragen zur Gesundheit des Laptop-Akkus

Reicht die Akkuanzeige in der Taskleiste aus?

Nein. Sie zeigt nur den aktuellen Ladezustand. Für die Gesundheit des Laptop-Akkus brauchst du vor allem den Akkubericht mit Designkapazität und Vollladekapazität. 

Wo finde ich den Akkubericht in Windows?

Du erstellst ihn über die Eingabeaufforderung oder das Terminal mit powercfg /batteryreport. Danach speichert Windows den Bericht als HTML-Datei und zeigt dir den Ort an. 

Was ist wichtiger: Laufzeit oder Kapazitätswert?

Beides gehört zusammen. Die Kapazitätswerte zeigen den Zustand des Akkus, die Laufzeit zeigt die Wirkung im Alltag. Wirklich aussagekräftig wird es erst, wenn du beides gemeinsam betrachtest.

Ist es schlimm, wenn mein Laptop nur bis etwa 80 Prozent lädt?

Nicht automatisch. Wenn intelligentes Laden aktiv ist, kann das bewusst so gewollt sein, um den Akku zu schützen. Ein Herzsymbol am Akkusymbol ist ein typischer Hinweis darauf. 

Kann ein Akku gesund sein und trotzdem schnell leer wirken?

Ja. Wenn bestimmte Programme viel Strom ziehen oder die Energieeinstellungen auf hohe Leistung ausgerichtet sind, kann die Laufzeit sinken, obwohl der Akku selbst noch recht ordentlich ist. Genau deshalb ist der Blick auf den Akkuverbrauch der Apps so wichtig. 

Wie oft sollte ich die Werte prüfen?

Es reicht meist, den Bericht gelegentlich zu erstellen oder dann, wenn dir eine spürbar kürzere Laufzeit auffällt. Eine tägliche Kontrolle bringt in der Regel keinen Mehrwert.

Muss ich für die Prüfung Zusatzsoftware installieren?

Nein. Für eine gute Erstbewertung reichen die eingebauten Windows-Funktionen völlig aus. Der Akkubericht, die Akkuverbrauchsanzeige und die Energieeinstellungen decken schon einen großen Teil ab. 

Was schadet einem Laptop-Akku auf Dauer besonders?

Dauerhafte Hitze, ungünstige Ladegewohnheiten und generell normale Alterung durch Nutzung spielen die größte Rolle. Windows empfiehlt deshalb einen schonenderen Ladebereich und intelligentes Laden, wenn das Gerät es unterstützt. 

Fazit

Wenn du die Gesundheit des Laptop-Akkus prüfen willst, brauchst du keine komplizierten Zusatzprogramme und keine bloßen Schätzungen aus dem Bauch heraus. Der sauberste Weg führt über den Windows-Akkubericht, den Akkuverbrauch einzelner Apps und eine nüchterne Einordnung der wichtigsten Werte. Vor allem Designkapazität und Vollladekapazität zeigen dir, ob dein Akku noch nahe am ursprünglichen Zustand arbeitet oder schon klar an Reserven verloren hat. 

Ebenso wichtig ist der zweite Blick: Nicht jede kurze Laufzeit bedeutet automatisch schlechte Akkugesundheit. Oft spielen hohe Helligkeit, anspruchsvolle Programme, viele Hintergrundprozesse oder bewusste Ladebegrenzungen mit hinein. Genau deshalb ist die Kombination aus Bericht, Einstellungen und echter Alltagserfahrung so viel wertvoller als ein einzelner Prozentwert.

Am Ende geht es nicht darum, ob dein Akku perfekt ist. Es geht darum, ob du seinen Zustand realistisch einschätzen kannst. Wenn du die genannten Werte einmal sauber prüfst, bekommst du genau diese Klarheit.

Checkliste
  • Öffne das Startmenü.
  • Suche nach Eingabeaufforderung oder Terminal.
  • Starte das Fenster mit Administratorrechten.
  • Gib den Befehl powercfg /batteryreport ein.
  • Bestätige mit Enter.
  • Windows zeigt dir danach an, wo der Bericht gespeichert wurde.

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