Was ist „OneDrive“ auf dem PC und wie kann man es installieren oder deinstallieren?

Lesedauer: 16 Min – Beitrag erstellt: 13. April 2026, zuletzt aktualisiert: 13. April 2026

OneDrive ist der Cloudspeicher von Microsoft, der auf vielen Windows-PCs schon vorinstalliert ist und Dateien automatisch online sichert und zwischen Geräten synchronisiert. Du kannst OneDrive bei Bedarf neu installieren, einrichten oder auch entfernen, wenn du es nicht nutzen möchtest.

OneDrive verbindet deinen PC mit einem Online-Speicherplatz, der an dein Microsoft-Konto gekoppelt ist. Dateien, die im OneDrive-Ordner liegen, können zwischen mehreren PCs, Laptops und mobilen Geräten abgeglichen werden. Gleichzeitig lässt sich der Dienst wieder deaktivieren oder deinstallieren, wenn du lieber nur lokal auf der Festplatte arbeitest.

Was OneDrive auf deinem PC eigentlich macht

OneDrive ist ein Cloudspeicher-Dienst von Microsoft, der auf deinem PC wie ein ganz normaler Ordner erscheint, aber im Hintergrund mit dem Online-Speicher synchronisiert. Damit kannst du Dateien zentral ablegen und von verschiedenen Geräten darauf zugreifen. Der Dienst ist eng in Windows integriert, vor allem in aktuellen Versionen wie Windows 10 und Windows 11.

Standardmäßig legt OneDrive einen Ordner im Benutzerprofil an, in dem du Unterordner wie Dokumente, Bilder, Desktop oder eigene Verzeichnisstrukturen speichern kannst. Alles, was darin liegt, kann – je nach Einstellung – mit der Cloud abgeglichen werden. Das spart lokalen Speicher, schützt vor Datenverlust bei einem PC-Defekt und erleichtert den Dateizugriff von unterwegs.

OneDrive bietet zudem die Möglichkeit, ausgewählte Dateien nur online verfügbar zu halten und sie bei Bedarf nachzuladen. Diese Funktion nennt sich Dateien bei Bedarf und erkennt man an kleinen Wolken-Symbolen im Explorer. So kann selbst ein PC mit wenig Speicherplatz mit sehr vielen Dateien arbeiten, die in der Cloud liegen.

Wie OneDrive in Windows integriert ist

Auf einem typischen Windows-Computer ist OneDrive direkt in den Datei-Explorer eingebunden. Im linken Navigationsbereich findest du einen Eintrag mit dem Namen des Dienstes, darunter deine Ordnerstruktur. In der Taskleiste erscheint häufig ein kleines Wolken-Symbol im Infobereich, über das du Statusmeldungen und Einstellungen erreichst.

Ist ein Microsoft-Konto auf dem PC hinterlegt, wird häufig beim ersten Start des Systems abgefragt, ob du den Cloudspeicher einrichten möchtest. Bestätigst du dies, werden wichtige Ordner wie Dokumente, Bilder oder Desktop oft in den OneDrive-Speicher verschoben und von dort synchronisiert. Lehnst du ab, ist der Dienst zwar installiert, aber zunächst inaktiv oder nur teilweise eingerichtet.

Unter Windows 10 und Windows 11 zählt OneDrive zu den Systemkomponenten, die regelmäßig über Windows Update aktualisiert werden. Dadurch ändert sich das Verhalten meist nur leicht, während grundlegende Funktionen stabil bleiben. Einstellungen und Deinstallationswege können je nach Windows-Version leicht unterschiedlich aussehen, folgen aber ähnlichen Mustern.

Vorteile und typische Einsatzszenarien

Der Cloudspeicher bietet mehrere Vorteile für den Alltag am PC. Wer mobil arbeitet oder mehrere Geräte nutzt, profitiert besonders von der automatischen Synchronisierung. Auch Backups wichtiger Dokumente werden durch die Ablage im OneDrive-Ordner deutlich vereinfacht.

Typische Gründe, den Dienst zu verwenden, sind etwa gemeinsame Projekte mit anderen Personen, das Bearbeiten von Office-Dokumenten an verschiedenen Orten oder das Teilen großer Dateien ohne E-Mail-Anhang. Gerade in Verbindung mit Word, Excel oder PowerPoint lassen sich Dateien nahtlos öffnen und speichern, ohne dass du eigene Speicherorte mühsam verwalten musst.

Gleichzeitig gibt es Situationen, in denen die Nutzung weniger sinnvoll wirkt. Auf sehr schwachen Internetverbindungen kann die Synchronisierung lange dauern, und bei knappem Cloudspeicher musst du gut überlegen, welche Ordner abgeglichen werden sollen. In diesen Fällen ist es hilfreich zu wissen, wie man den Dienst anpassen oder sogar vollständig entfernt.

Wann OneDrive eher stört als hilft

Nicht jeder Anwender möchte Dateien automatisch in der Cloud speichern. Manche Nutzer bevorzugen lokale Datenspeicherung, anderen bereiten die vielen Symbole und Synchronisierungsstatusanzeigen im Explorer eher Verwirrung. Auch bei sensiblen Daten oder strengen Unternehmensrichtlinien wird der Cloudspeicher manchmal deaktiviert.

Anleitung
1Den Einrichtungsdialog durch Doppelklick auf die Wolke in der Taskleiste oder über das Startmenü öffnen.
2Deine E-Mail-Adresse für das Microsoft-Konto eingeben und mit dem Kennwort anmelden.
3Einen Vorschlag für den lokalen Speicherort prüfen und bei Bedarf anpassen.
4Auswählen, welche Unterordner von Anfang an synchronisiert werden sollen.
5Optional die Funktion Dateien bei Bedarf aktivieren, um Speicher zu sparen.

Ein häufiges Szenario ist ein neuer Windows-PC, der beim ersten Start vorschlägt, Ordner wie Desktop oder Dokumente zu synchronisieren. Stimmt man zu, liegen plötzlich sehr viele Dateien im Online-Speicher, was das kostenlose Kontingent schnell ausreizen kann. Kommt dann noch ein zweiter Rechner hinzu, kann es unübersichtlich werden, was lokal und was online liegt.

Wer den PC überwiegend stationär an einem Ort nutzt und regelmäßige Backups auf externe Festplatten macht, braucht nicht zwingend einen Cloudspeicher. In diesem Fall kann es Sinn ergeben, OneDrive nur minimal zu nutzen, die Synchronisierung einzuschränken oder den Dienst zu deinstallieren, um Ressourcen zu sparen.

Prüfen, ob OneDrive auf deinem PC installiert ist

Bevor du den Cloudspeicher einrichtest oder entfernst, lohnt ein Blick darauf, ob der Dienst bereits vorhanden ist. In vielen Windows-Versionen ist er schon integriert, teilweise aber deaktiviert oder nicht vollständig eingerichtet.

Du erkennst die Installation meist an drei Stellen:

  • Im Datei-Explorer sollte im linken Bereich ein Eintrag mit der Wolke und dem Namen des Dienstes erscheinen.
  • In der Taskleiste, im Infobereich rechts unten, kann eine Wolke als Symbol angezeigt werden.
  • In den Einstellungen unter Apps oder Apps & Features findest du einen Eintrag für den Dienst.

Fehlt der Eintrag im Explorer, aber der Eintrag in den Apps ist vorhanden, ist der Dienst zwar installiert, möglicherweise aber abgemeldet oder pausiert. In diesem Fall kannst du ihn über die Wolke in der Taskleiste oder direkt über einen Startmenü-Eintrag neu konfigurieren. Ist weder im Explorer noch in der App-Liste etwas zu finden, musst du ihn nachinstallieren.

OneDrive neu installieren oder einrichten

Sollte der Cloudspeicher nicht mehr richtig funktionieren, sich nicht mehr starten lassen oder komplett fehlen, hilft eine Neuinstallation oder Neueinrichtung. Dabei wird die Verbindung zum Microsoft-Konto und der lokale Ordner neu angelegt, ohne dass deine bereits online gespeicherten Dateien verloren gehen.

Typischer Ablauf bei einer Neueinrichtung auf einem Windows-PC:

  • Überprüfen, ob ein Eintrag im Startmenü oder in den Apps existiert.
  • Die Anwendung starten und mit deinem Microsoft-Konto anmelden.
  • Speicherort für den lokalen OneDrive-Ordner auswählen.
  • Festlegen, welche Ordner synchronisiert werden sollen.
  • Warten, bis die erste Synchronisierung abgeschlossen ist.

Wenn die App in den installierten Programmen auftaucht, aber nicht reagiert, kann ein Ab- und erneutes Anmelden helfen. Über das Wolken-Symbol in der Taskleiste erreichst du Einstellungen, in denen du das Konto trennen und danach wieder hinzufügen kannst. Der lokale Ordner wird dabei meist beibehalten und erneut mit der Cloud abgeglichen.

Wurde der Dienst vollständig entfernt, lässt er sich von Microsoft erneut beziehen und installieren. Nach der Installation meldest du dich mit deinem Microsoft-Konto an, legst den Speicherort fest und bestimmst, welche Ordner abgeglichen werden. Dieser Vorgang kann je nach Datenmenge einige Minuten bis mehrere Stunden dauern.

Erste Einrichtung Schritt für Schritt erklärt

Bei der ersten Einrichtung auf einem neuen oder zurückgesetzten PC startet meist ein Assistent, der dich durch die wichtigsten Entscheidungen führt. Dabei spielt die Wahl des lokalen Ordners und der zu synchronisierenden Verzeichnisse eine große Rolle.

Typischer Einrichtungsablauf auf einem frischen System:

  1. Den Einrichtungsdialog durch Doppelklick auf die Wolke in der Taskleiste oder über das Startmenü öffnen.
  2. Deine E-Mail-Adresse für das Microsoft-Konto eingeben und mit dem Kennwort anmelden.
  3. Einen Vorschlag für den lokalen Speicherort prüfen und bei Bedarf anpassen.
  4. Auswählen, welche Unterordner von Anfang an synchronisiert werden sollen.
  5. Optional die Funktion Dateien bei Bedarf aktivieren, um Speicher zu sparen.

Nach Abschluss des Assistenten erscheint der Ordner in deinem Benutzerprofil, und im Explorer siehst du die gewählte Ordnerstruktur. Symbole neben jeder Datei zeigen an, ob sich die Datei offline auf deinem Gerät, nur online oder in Synchronisierung befindet. Über das Kontextmenü einer Datei kannst du jederzeit ändern, ob sie dauerhaft offline bereitstehen soll oder nur bei Bedarf geladen wird.

OneDrive komplett von der automatischen Synchronisierung trennen

Es gibt einen Unterschied zwischen dem Abmelden vom Dienst und der vollständigen Deinstallation. Wenn du dich nur abmeldest oder das Konto trennst, bleibt das Programm installiert, synchronisiert aber keine neuen Änderungen mehr mit der Cloud. Die bereits heruntergeladenen Dateien im lokalen Ordner bleiben auf dem PC erhalten.

Um die automatische Synchronisierung zu beenden, ist dieser Weg meist ausreichend:

  • Wolken-Symbol in der Taskleiste anklicken.
  • Über das Menü in die Einstellungen wechseln.
  • Zum Bereich Konto gehen und die Option zum Trennen dieses PCs wählen.
  • Die Abfrage bestätigen und einige Momente warten.

Nach dem Trennen des PCs ist der lokale Ordner weiterhin verfügbar, aber er kommuniziert nicht mehr mit dem Online-Speicher. Öffnest du Dateien aus diesem Ordner, bearbeitest du sie nur noch lokal. Später kannst du den Dienst wieder verbinden und der PC wird erneut mit der Cloud abgeglichen.

OneDrive deinstallieren – welche Möglichkeiten es gibt

Wenn du den Dienst überhaupt nicht nutzen möchtest, kannst du ihn deinstallieren. Damit wird die Anwendung von deinem System entfernt, während deine Daten in der Cloud unangetastet bleiben. Auf einem anderen Gerät mit demselben Microsoft-Konto stehen sie weiterhin zur Verfügung.

Die Deinstallation funktioniert je nach Windows-Version über die Einstellungs-App oder die klassische Systemsteuerung. In neueren Versionen findest du den Eintrag unter Apps oder Installierte Apps. Nach dem Entfernen verschwindet die Wolke aus der Taskleiste und der Eintrag im Explorer meistens ebenfalls.

Wichtig ist, vorher zu klären, ob sich im lokalen Cloud-Ordner Dateien befinden, die nur online existieren und nicht offline verfügbar gemacht wurden. Diese erkennst du im Explorer an einem Wolken-Symbol ohne Häkchen. Solche Dateien werden beim Entfernen der App nicht automatisch auf die Festplatte kopiert. Hier solltest du offline-Kopien anlegen oder relevante Dateien auf einen anderen Ordner ziehen, bevor du den Dienst entfernst.

Nur bestimmte Ordner vom Abgleich ausschließen

Manchmal ist die App an sich nützlich, aber nicht jeder Ordner soll abgeglichen werden. In dem Fall kannst du gezielt einstellen, welche Ordner synchronisiert werden. Das entlastet die Internetverbindung und spart Speicherplatz im Online-Konto.

Du erreichst diese Auswahl über die Einstellungen der Anwendung. Dort lässt sich für jeden Hauptordner entscheiden, ob er auf dem PC und in der Cloud vorhanden sein soll. Entfernst du das Häkchen bei einem Ordner, wird er auf dem PC nicht mehr angezeigt, bleibt aber im Online-Speicher bestehen, sofern du ihn dort nicht löschst.

Für Desktop, Dokumente und Bilder gibt es in vielen Windows-Versionen eine besondere Integration. Diese geläufigen Ordner können vollständig in den Cloud-Speicher verschoben werden, wodurch alle Dateien darin automatisch gesichert werden. Wenn du diese Integration deaktivieren möchtest, musst du in den Sicherungs- oder Synchronisierungseinstellungen des Dienstes die Verknüpfung wieder aufheben.

Speicherplatz auf der Festplatte mit Dateien bei Bedarf sparen

Die Funktion Dateien bei Bedarf hilft dabei, den lokalen Speicherverbrauch gering zu halten. Dateien können im Explorer sichtbar sein, ohne vollständig auf der Festplatte zu liegen. Sie werden automatisch aus der Cloud geladen, sobald du sie öffnest, sofern eine Internetverbindung besteht.

Dateisymbole geben dir Auskunft über den Status:

  • Eine Wolke bedeutet, dass die Datei nur online liegt und bei Bedarf heruntergeladen wird.
  • Ein Häkchen in einem Kreis symbolisiert eine lokal zwischengespeicherte Datei, die bei Bedarf wieder freigegeben werden könnte.
  • Ein grünes Häkchen in einem ausgefüllten Kreis zeigt an, dass die Datei dauerhaft auf dem Gerät gespeichert ist.

Über das Kontextmenü einer Datei kannst du festlegen, ob sie immer auf dem Gerät bleiben oder nur bei Bedarf heruntergeladen werden soll. Diese Einstellung ist besonders hilfreich bei großen Dateien oder umfangreichen Ordnern, die selten benötigt werden. So bleibt der Überblick im Explorer erhalten, ohne dass die Festplatte überlastet wird.

Typische Probleme bei der Verwendung und was du tun kannst

Beim Umgang mit der Anwendung treten immer wieder ähnliche Schwierigkeiten auf, die sich meist auf Synchronisierung, Speicherplatz oder Kontoprobleme beziehen. Je nachdem, welches Symptom du beobachtest, führen unterschiedliche Schritte zur Lösung.

Wenn Dateien im Explorer mit einem Synchronisierungssymbol hängen bleiben und nicht fertig abgeglichen werden, ist oft die Internetverbindung instabil oder unterbrochen. Prüfe in diesem Fall zuerst die Verbindung und starte anschließend den PC neu. Bleibt das Problem bestehen, hilft es häufig, das Konto in den Einstellungen zu trennen und wieder zu verbinden.

Ein anderes typisches Szenario ist eine Meldung über zu wenig Speicher in der Cloud. In diesem Fall musst du entweder nicht mehr benötigte Dateien im Online-Speicher löschen, Ordner aus der Synchronisierung nehmen oder dein Speicherpaket erweitern. Wenn dein lokaler Datenträger dagegen an seine Grenzen kommt, kann die Aktivierung von Dateien bei Bedarf Entlastung bringen.

Warum Dateien manchmal mehrere Versionen haben

Gerade bei gemeinsam genutzten Ordnern kann es vorkommen, dass Dateien mehrere Varianten mit ähnlichem Namen erhalten. Das passiert häufig, wenn mehrere Geräte oder Personen gleichzeitig an derselben Datei arbeiten und sich die Synchronisierung überschneidet. Der Dienst legt dann meist zusätzliche Kopien mit Zusätzen im Dateinamen an.

Um dieses Durcheinander zu vermeiden, lohnt es sich, bei geteilten Dokumenten klare Abstimmungen zu treffen. Arbeitet nur eine Person gleichzeitig an einer Datei, verringert sich das Risiko von Konflikten deutlich. Sollte dennoch eine Konfliktdatei entstehen, kannst du die inhaltlichen Unterschiede prüfen und die endgültige Version festlegen, während du überflüssige Varianten löschst.

Wer mit Office-Dokumenten arbeitet, profitiert von der integrierten Versionsverwaltung. Damit lassen sich ältere Stände wiederherstellen, wenn sich eine Datei unerwünscht verändert hat. Diese Funktion ist besonders wertvoll bei umfangreichen oder geschäftlich wichtigen Dokumenten.

OneDrive und mehrere Geräte im Alltag

Sobald du mehr als einen PC, Laptop oder ein zusätzliches mobiles Gerät verwendest, zeigt der Cloudspeicher seine Stärken. Änderungen an Dateien werden im Idealfall automatisch zwischen allen Geräten abgeglichen, sodass du an unterschiedlichen Orten nahtlos weiterarbeiten kannst.

Ein typisches Szenario ist ein stationärer PC zu Hause und ein leichtes Notebook unterwegs. Speichere Dateien zentral im Cloud-Ordner, und du hast sie auf beiden Geräten verfügbar. Ergänzt du noch ein Smartphone, kannst du unterwegs schnell auf Dokumente schauen oder Fotos automatisch hochladen lassen, die später am PC bereitstehen.

Damit der Datenabgleich glätten verläuft, sollten alle Geräte mit demselben Microsoft-Konto verbunden sein. Außerdem empfiehlt es sich, auf besonders wichtigen Rechnern bewusst zu entscheiden, welche Ordner synchronisiert werden, damit lokale Festplatten nicht überlastet werden.

Typische Fehlannahmen rund um OneDrive

Viele Missverständnisse beruhen auf der Frage, wo Dateien tatsächlich liegen und was beim Deinstallieren passiert. Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass beim Entfernen der App alle Online-Dateien gelöscht würden. Tatsächlich bleiben diese im Microsoft-Konto gespeichert, solange du sie nicht aktiv aus dem Online-Speicher löschst.

Ein weiteres Missverständnis betrifft die Ablageorte Dokumente, Bilder und Desktop. Wenn diese Ordner mit dem Cloudspeicher verknüpft sind, befinden sie sich physisch unterhalb des lokalen Cloud-Ordners. Wer diesen Umstand ignoriert, verschiebt Dateien manchmal versehentlich an Stellen, von denen sie nicht mehr synchronisiert werden.

Auch die Symbole im Explorer führen gelegentlich zu falschen Schlüssen. Eine Datei mit Wolkensymbol ist nicht automatisch verloren, wenn keine Verbindung besteht, sondern schlicht im Online-Speicher geparkt. Sobald der PC wieder online ist, kann sie heruntergeladen und geöffnet werden, sofern sie nicht zwischenzeitlich im Online-Konto entfernt wurde.

So behältst du die Kontrolle über deine Daten

Unabhängig davon, ob du den Cloudspeicher intensiv nutzt oder nur gelegentlich, solltest du immer genau wissen, wo deine wichtigen Daten liegen. Dazu gehört die Unterscheidung zwischen lokal gespeicherten Dateien und solchen, die ausschließlich online existieren. Nur so kannst du gezielt Backups planen und im Ernstfall schnell reagieren.

Eine sinnvolle Herangehensweise besteht darin, besonders wichtige Ordner regelmäßig zu überprüfen. Lege dir beispielsweise einen zusätzlichen lokalen Ordner außerhalb des Cloud-Verzeichnisses an, in dem du besonders sensible oder unverzichtbare Daten ablegst. Diesen Ordner kannst du dann separat, etwa auf eine externe Festplatte, sichern.

Außerdem lohnt es sich, die Speicherbelegung sowohl auf dem PC als auch im Online-Konto im Blick zu behalten. In den Einstellungen des Dienstes und im Datei-Explorer findest du Informationen über genutzten und freien Speicher. So erkennst du frühzeitig, ob eine Aufräumaktion notwendig ist oder ob du die Synchronisierung anpassen solltest.

Häufige Fragen zu OneDrive auf dem PC

Bleiben meine Dateien erhalten, wenn ich OneDrive entferne?

Dateien, die lokal auf der Festplatte in einen OneDrive-Ordner gespeichert wurden, bleiben grundsätzlich erhalten, solange du sie nicht selbst löschst. Die Inhalte in der Cloud bleiben zudem in deinem Microsoft-Konto verfügbar, bis du sie online entfernst oder das Konto schließt.

Kann ich OneDrive nur für ausgewählte Ordner nutzen?

Du kannst festlegen, welche Ordner mit der Cloud abgeglichen werden sollen und welche ausschließlich lokal bleiben. In den OneDrive-Einstellungen wählst du im Bereich zur Ordnerauswahl gezielt die Verzeichnisse aus, die synchronisiert werden sollen.

Wie verhindere ich, dass OneDrive beim Start von Windows mitläuft?

In den Einstellungen von OneDrive lässt sich die Option zum automatischen Start beim Anmelden deaktivieren, sodass der Dienst nur noch manuell gestartet wird. Alternativ kannst du über den Task-Manager im Reiter Autostart den Eintrag für OneDrive deaktivieren.

Was passiert, wenn ich die Synchronisierung für einen Ordner beende?

Wird ein Ordner aus der Synchronisierung entfernt, trennt OneDrive den Abgleich zwischen PC und Cloud für diesen Pfad. Bereits in der Cloud vorhandene Dateien bleiben im Online-Speicher bestehen, während die lokale Kopie auf Wunsch gelöscht oder beibehalten werden kann.

Kann ich OneDrive neu installieren, ohne Daten zu verlieren?

Eine Neuinstallation ändert nichts an den bereits in der Cloud gespeicherten Dateien, da diese an dein Microsoft-Konto gebunden sind. Nach der erneuten Einrichtung werden die ausgewählten Ordner wieder synchronisiert, sodass die Dateien erneut auf deinem PC erscheinen.

Wie erkenne ich, ob eine Datei nur online gespeichert ist?

Im Windows-Explorer zeigen kleine Symbole neben den Dateinamen an, ob eine Datei lokal verfügbar oder nur in der Cloud abgelegt ist. Eine Wolke steht für eine reine Online-Datei, ein gefülltes Häkchen bedeutet lokale Verfügbarkeit, und ein Umriss-Häkchen kennzeichnet intelligente Speicherung bei Bedarf.

Kann ich OneDrive parallel zu anderen Cloud-Diensten verwenden?

Mehrere Cloud-Dienste lassen sich parallel auf demselben PC installieren und nutzen, solange ausreichend Speicherplatz und Systemressourcen vorhanden sind. Es empfiehlt sich, die jeweiligen Synchronisationsordner getrennt zu halten, um versehentliche Überschneidungen zu vermeiden.

Ist eine Internetverbindung erforderlich, um mit OneDrive zu arbeiten?

Für das Synchronisieren zwischen PC und Cloud ist eine Verbindung zum Internet notwendig, während lokal gespeicherte Dateien jederzeit ohne Netzwerkzugang nutzbar sind. Änderungen an Offline-Dateien werden bei der nächsten bestehenden Verbindung automatisch hochgeladen.

Wie gehe ich vor, wenn die Synchronisation dauerhaft hängt?

In vielen Fällen hilft es, OneDrive über das Symbol im Infobereich kurz zu beenden und neu zu starten, damit der Client den Abgleich erneut anstößt. Bleibt das Problem bestehen, solltest du die Konto-Verknüpfung trennen, OneDrive neu verbinden und anschließend die relevanten Ordner erneut zur Synchronisierung auswählen.

Kann ich auswählen, auf welcher Festplatte der OneDrive-Ordner liegt?

Bei der Ersteinrichtung und auch später über die Einstellungen kannst du den Speicherort des OneDrive-Ordners auf ein anderes Laufwerk verschieben. Dabei wird der bisherige Synchronisationsordner neu angelegt, und die Dateien werden an den neuen Speicherplatz übertragen.

Was muss ich beachten, wenn mehrere Benutzer ein Konto am gleichen PC verwenden?

Jeder Windows-Benutzer hat ein eigenes Profil mit einer eigenen OneDrive-Instanz, sofern er sich mit einem Microsoft-Konto anmeldet und die Einrichtung durchführt. Achte darauf, dass sensible Ordner nur in dem Nutzerkonto synchronisiert werden, das auch tatsächlich Zugriff auf diese Daten erhalten soll.

Lässt sich der OneDrive-Ordner wieder aus dem Explorer ausblenden?

Ein Teil der Integration von OneDrive ist der Eintrag im Navigationsbereich des Explorers, der sich über Gruppenrichtlinien oder Registry-Anpassungen ausblenden lässt, sofern dies für deine Windows-Edition verfügbar ist. Wenn du den Client vollständig deinstallierst, verschwindet der Explorer-Eintrag in der Regel ebenfalls.

Fazit

Mit der richtigen Einrichtung wird OneDrive zu einem nützlichen Werkzeug für Datensicherung und Zugriff über mehrere Geräte hinweg, ohne dass du die Kontrolle über deine Dateien abgeben musst. Du kannst genau festlegen, was synchronisiert wird, wann der Dienst aktiv ist und wie viel Speicherplatz lokal belegt sein darf. Ob du die Anwendung intensiv nutzt, nur punktuell einsetzt oder komplett entfernst, lässt sich jederzeit an deine Arbeitsweise anpassen.

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