Wenn Windows Media Player MP4-Dateien verweigert, liegt das fast immer an fehlenden oder inkompatiblen Codecs, einem ungeeigneten Dateiformat oder an beschädigten Videodateien. In vielen Fällen lässt sich das Problem mit ein paar Einstellungen, einem Update oder einem anderen Player in wenigen Minuten beheben.
Mit einem systematischen Vorgehen findest du schnell heraus, ob dein Windows, dein Player oder die MP4-Datei selbst die Ursache ist – und kannst das Video danach meist problemlos abspielen.
Grundlagen: Was Windows Media Player mit MP4 eigentlich macht
Windows Media Player (WMP) ist ein integrierter Medienplayer unter Windows, der Audio- und Videoformate über sogenannte Codecs decodiert. Ein Codec ist ein Baustein, der Video- oder Audiodaten komprimiert und dekomprimiert, damit sie abgespielt werden können.
Eine MP4-Datei ist ein sogenannter Container. Dieser Container kann verschiedene Video- und Audio-Codecs enthalten, zum Beispiel H.264 oder H.265 für das Bild und AAC oder MP3 für den Ton. Selbst wenn der Dateityp .mp4 lautet, kann der eigentliche Inhalt so codiert sein, dass WMP ihn nicht versteht.
Aus dieser Kombination entstehen die typischen Szenarien: Der Player spielt einige MP4-Dateien problemlos ab, andere zeigen nur ein schwarzes Bild, nur Ton oder gar nichts. Das liegt dann fast immer am Inhalt der Datei, nicht nur an der Endung.
Typische Symptome, wenn MP4 im Windows Media Player nicht läuft
An den Symptomen erkennst du bereits grob, wo du suchen solltest. Je genauer du beobachtest, was passiert, desto gezielter kannst du vorgehen.
- Die Datei startet gar nicht, WMP zeigt eine Fehlermeldung an.
- Du hörst Ton, siehst aber kein Bild.
- Du siehst ein Bild, aber es gibt keinen Ton.
- Der Player schließt sich beim Start der Datei oder friert ein.
- Die Wiedergabe startet, ruckelt aber massiv oder bleibt stehen.
Jedes dieser Symptome deutet auf andere Ursachen hin: Fehlende Video-Codecs, fehlerhafte Audio-Codecs, beschädigte Datei oder ein Performance-Problem deines Systems.
Schrittweiser Start: Liegt es wirklich am Windows Media Player?
Bevor du dich tief in Einstellungen vergräbst, solltest du abklären, ob das Problem tatsächlich vom Windows Media Player ausgeht oder ob die Datei selbst kaputt ist.
- Teste dieselbe MP4-Datei mit einem alternativen Player (zum Beispiel einem modernen Drittanbieter-Player).
- Versuche eine andere MP4-Datei im Windows Media Player zu öffnen.
- Überprüfe, ob die Datei lokal auf der Festplatte liegt oder von einem Netzlaufwerk/USB-Stick abgespielt wird.
Wenn die Datei in einem anderen Player ebenfalls nicht läuft, ist sie häufig beschädigt oder mit einem exotischen Codec codiert. Läuft sie in einem anderen Player problemlos, aber im WMP nicht, handelt es sich meist um ein Codec- oder Einstellungsproblem im Windows Media Player.
Unterschiede zwischen Windows-Versionen: WMP ist nicht gleich WMP
Welche MP4-Dateien Windows Media Player abspielen kann, hängt stark von der verwendeten Windows-Version ab. Je neuer das System, desto mehr Codecs sind standardmäßig vorhanden.
Grob lässt sich sagen:
- Windows 7: MP4-Unterstützung ist vorhanden, aber eingeschränkt. Moderne Codecs wie H.265 (HEVC) fehlen normalerweise.
- Windows 8/8.1: Bessere MP4-Unterstützung, aber auch hier fehlen je nach Edition einige Codecs.
- Windows 10: MP4 mit H.264 und AAC wird in der Regel gut unterstützt, HEVC nur mit zusätzlicher Erweiterung.
- Windows 11: Vergleichbar mit Windows 10, mit Fokus auf moderne Apps wie Filme & TV, während WMP eher im Hintergrund bleibt.
Wenn du ein älteres System verwendest, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass neue MP4-Dateien mit modernen Codecs nicht abgespielt werden können. Das ist kein Fehler im engeren Sinne, sondern eine fehlende Unterstützung.
Codec-Probleme als häufigste Ursache
In der Praxis sind fehlende oder inkompatible Codecs die häufigste Ursache dafür, dass MP4 im Windows Media Player scheitert. Der Player kann dann zwar den Dateityp erkennen, aber den Inhalt nicht decodieren.
Typische Anzeichen für Codec-Probleme:
- Die Datei wird geöffnet, aber es erscheint nur ein schwarzer Bildschirm bei laufender Wiedergabezeit.
- Nur der Ton ist zu hören, das Bild fehlt.
- WMP meldet, dass der Codec nicht verfügbar ist oder ein Problem bei der Wiedergabe aufgetreten ist.
Um die Situation besser einschätzen zu können, kannst du die Eigenschaften der MP4-Datei prüfen. Unter Windows geht das so:
- Rechtsklick auf die MP4-Datei.
- Eigenschaften auswählen.
- Auf den Reiter Details wechseln.
- Unter Video und Audio nach Einträgen wie H.264, HEVC, AAC oder ähnlichem suchen.
Wenn dort moderne oder ungewöhnliche Codecs auftauchen, ist die Chance groß, dass WMP sie ohne zusätzliche Komponenten nicht wiedergeben kann.
Einstellungen im Windows Media Player überprüfen
Bevor du an zusätzliche Codecs denkst, lohnt sich ein Blick in die Einstellungen des Windows Media Players. Manchmal ist nur eine Option verstellt, die das Abspielen von Videos behindert.
So gelangst du zu den wichtigsten Bereichen:
- Öffne Windows Media Player.
- Drücke je nach Version die Alt-Taste, um die klassische Menüleiste einzublenden.
- Wähle dann Extras und anschließend Optionen.
Wichtige Reiter, die du prüfen solltest:
- Leistung: Hier lassen sich Videobeschleunigung, Pufferung und Netzwerkoptionen anpassen.
- Player: Einstellungen zur automatischen Aktualisierung und Internetfunktionen.
- Dateiformate (oder Dateitypen): Hier legst du fest, welche Dateitypen der Player standardmäßig öffnen soll.
Wenn MP4 dort nicht angehakt ist, kann es sein, dass Windows Media Player sich nicht zuständig fühlt. In diesem Fall kannst du MP4 zuweisen:
- Im Reiter Dateiformate nach MP4 oder Filmdateien suchen.
- Die entsprechenden Häkchen setzen.
- Mit OK bestätigen und den Player neu starten.
Windows Media Player als Standard-Anwendung für MP4 setzen
Manchmal landen MP4-Dateien in einem anderen Programm oder öffnen gar nicht, weil Windows ihnen keinen Player zugeordnet hat. Dann wirkt es so, als könne WMP sie nicht abspielen, obwohl er nur nicht benutzt wird.
So weist du MP4-Dateien Windows Media Player zu (Beispiel Windows 10/11):
- Rechtsklick auf eine MP4-Datei.
- Öffnen mit auswählen.
- Auf Andere App auswählen klicken.
- Windows Media Player in der Liste wählen.
- Haken bei Immer diese App zum Öffnen von .mp4-Dateien verwenden setzen.
- Mit OK bestätigen.
Ab diesem Zeitpunkt sollten Doppelklicks auf MP4-Dateien automatisch den Windows Media Player nutzen.
MP4-Codec-Erweiterungen und Alternativen
Wenn dein System MP4-Inhalte mit H.264 oder AAC problemlos abspielt, aber bei neueren oder exotischen Codecs streikt, kann eine Codec-Erweiterung helfen. Bei Windows 10 und 11 spielt dabei insbesondere HEVC (H.265) eine Rolle, der für viele neuere Videos verwendet wird.
Je nach Windows-Edition gibt es HEVC-Unterstützung als optionale Erweiterung. Wenn diese fehlt, können neuere MP4-Videos zwar vorhanden sein, bleiben im Player aber schwarz oder unspielbar. Die Installation solcher Erweiterungen erfolgt in der Regel über den Microsoft Store oder über Windows-Komponenten.
Alternativ kannst du einen zusätzlichen Medienplayer installieren, der eigene Codecs mitbringt. Viele dieser Player sind bei der Wiedergabe moderner Formate deutlich toleranter als der klassische WMP. Das löst zwar nicht das Problem im Windows Media Player selbst, ermöglicht dir aber, die Datei trotzdem anzusehen.
System- und Treiberprobleme: Wenn Bild oder Ton stockt
Selbst wenn alle Codecs vorhanden sind, kann es vorkommen, dass MP4-Videos ruckeln, hängenbleiben oder der Ton nicht synchron ist. In solchen Fällen spielen Systemressourcen und Grafiktreiber eine wichtige Rolle.
Typische Ursachen:
- Veraltete oder fehlerhafte Grafiktreiber.
- Überlastete CPU durch andere Programme im Hintergrund.
- Zu wenig RAM, insbesondere bei mehreren offenen Anwendungen.
- Defekte oder langsame Festplatte/SSD, auf der die Datei liegt.
Um das zu überprüfen, kannst du während der Wiedergabe den Task-Manager öffnen:
- Rechtsklick auf die Taskleiste, Task-Manager öffnen (oder Strg+Shift+Esc).
- Reiter Leistung auswählen.
- CPU, Arbeitsspeicher und Datenträger beobachten.
Wenn einer der Werte dauerhaft im sehr hohen Bereich arbeitet, liegt die Wiedergabeschwäche eventuell nicht an WMP, sondern an der Systemlast. In diesem Fall hilft es, Hintergrundprogramme zu schließen, Autostart zu bereinigen und Grafiktreiber über das jeweilige Hersteller-Tool oder den Geräte-Manager zu aktualisieren.
Beschädigte oder unvollständige MP4-Dateien erkennen
Eine defekte oder nur teilweise heruntergeladene MP4-Datei wird oft vom Windows Media Player geöffnet, bricht aber an einer bestimmten Stelle ab oder zeigt Fehlermeldungen an. In manchen Fällen bleibt der Player sogar hängen.
Typische Anzeichen:
- Die Wiedergabe bricht an genau derselben Stelle ab.
- Beim Vorspulen treten Pixelblöcke, Farbstörungen oder Fehlertöne auf.
- Die Datei ist deutlich kleiner als vergleichbare Videos in ähnlicher Qualität und Länge.
Ein einfacher Test besteht darin, die Datei auf einem anderen Gerät oder mit einem anderen Player abzuspielen. Bricht sie dort an derselben Stelle ab, ist die Datei selbst fehlerhaft.
Je nach Wichtigkeit der Datei kommen dann zwei Wege in Frage: erneut herunterladen oder kopieren, oder ein Reparatur-Tool für MP4-Dateien ausprobieren. Reparaturprogramme können manche Fehler im Container beheben, allerdings gelingt das nur, solange der grundlegende Datenstrom noch halbwegs intakt ist.
Fallbeispiele aus dem Alltag
Konkrete Situationen helfen dabei, die eigene Lage einzuordnen und die nächsten Schritte zu planen.
Praxisbeispiel 1: Handyvideo läuft nur im Alternativ-Player
Angenommen, du hast ein Video mit einem neueren Smartphone aufgenommen und auf deinen Windows-10-PC übertragen. Beim Doppelklick darauf öffnet sich Windows Media Player, aber es erscheint nur Ton ohne Bild. Wenn du denselben Clip in einem modernen Drittanbieter-Player startest, läuft er problemlos.
In diesem Fall ist das Video höchstwahrscheinlich mit HEVC/H.265 kodiert. Der alternative Player bringt den passenden Codec bereits mit, WMP nicht. Eine HEVC-Erweiterung oder ein dauerhaft verwendeter Player mit integriertem Codec-Paket löst hier das Problem.
Praxisbeispiel 2: Alte Windows-Version und neue MP4-Dateien
Stell dir vor, du nutzt noch einen Windows-7-Rechner, auf dem du ältere AVI- und WMV-Dateien ohne Schwierigkeiten abspielst. Neue MP4-Dateien, etwa aus einem Download-Portal, verweigert der Windows Media Player jedoch mit Fehlermeldung.
Hier ist der Player technisch nicht mehr auf einem Stand, der viele moderne MP4-Varianten unterstützt. Ein Umstieg auf einen Player mit integriertem Codec-Paket oder ein System-Upgrade auf eine neuere Windows-Version wäre eine sinnvolle Lösung, weil du damit viele neue Formate ohne basteln öffnen kannst.
Praxisbeispiel 3: Wiedergabe ab Netzwerk und Ruckler
Du speicherst Filme im MP4-Format auf einem Netzwerkspeicher (NAS) und greifst von deinem Windows-PC per Windows Media Player darauf zu. Bei kürzeren Clips läuft alles glatter, bei großen Dateien mit hoher Auflösung ruckelt die Wiedergabe oder bricht ab.
Hier kann die Ursache in der Netzwerkgeschwindigkeit liegen. Wenn die Verbindung zu langsam oder instabil ist, gerät der WMP-Puffer ins Leere. Testweise kannst du die Datei auf die lokale Festplatte kopieren und dort abspielen. Läuft sie lokal sauber, deutet das stark auf eine Netzwerkbremse hin. Eine kabelgebundene Netzwerkverbindung oder ein schnellerer WLAN-Standard kann das Problem reduzieren.
MP4-Dateien in ein kompatibles Format umwandeln
Eine sehr wirkungsvolle Lösung besteht darin, die MP4-Dateien in ein Format oder in eine Codec-Kombination umzuwandeln, die Windows Media Player problemlos beherrscht. Dazu nutzt du einen sogenannten Video-Converter.
Idealerweise wählst du als Ziel:
- Video: H.264 (auch AVC genannt)
- Audio: AAC oder MP3
- Container: MP4 oder WMV, je nach Vorliebe
Die Vorgehensweise ähnelt sich bei den meisten Konvertern:
- Programm starten und die gewünschte MP4-Datei hinzufügen.
- Als Ausgabeformat MP4 (H.264/AAC) oder WMV wählen.
- Optional Auflösung und Qualität anpassen, um die Dateigröße im Rahmen zu halten.
- Konvertierung starten und auf Abschluss warten.
- Die neue Datei im Windows Media Player testen.
Der Nachteil sind längere Wartezeiten bei großen Dateien und ein möglicher Qualitätsverlust, wenn du stark komprimierst. Dafür erhältst du jedoch Dateien, die auch auf älteren Systemen problemlos wiedergegeben werden.
Relevante Einstellungen im Reiter „Leistung“
Im Reiter Leistung der Optionen des Windows Media Players verstecken sich Einstellungen, die die Bildqualität, Pufferung und Hardwarebeschleunigung beeinflussen. Eine ungünstige Kombination kann dafür sorgen, dass MP4-Videos stottern oder gar nicht starten.
So gelangst du dorthin:
- Windows Media Player öffnen.
- Alt-Taste drücken, Extras und dann Optionen auswählen.
- Zum Reiter Leistung wechseln.
Dort sind unter anderem folgende Bereiche interessant:
- Videobeschleunigung: Hier lässt sich einstellen, wie stark der Player die Grafikkarte nutzt.
- Netzwerkpuffer: Wichtig, wenn Videos aus dem Netzwerk gestreamt werden.
- DVD- und Video-Wiedergabeeinstellungen: Je nach Version zusätzliche Feineinstellungen.
Wenn die Wiedergabe stockt, kann ein Test helfen, bei dem du die Videobeschleunigung etwas reduzierst oder auf einen Mittelwert stellst. In Einzelfällen läuft WMP stabiler, wenn die Last nicht komplett auf der Grafikkarte liegt.
Windows-Komponenten und Updates einbeziehen
Windows Media Player hängt stark von Systemkomponenten und Windows-Updates ab. Wenn wichtige Multimedia-Bestandteile fehlen oder beschädigt sind, zeigen sich Probleme bei der Videowiedergabe.
Ein sinnvoller Weg umfasst daher:
- Windows Update ausführen und optionale Updates prüfen, insbesondere solche mit Medien- oder Codec-Bezug.
- Im Windows-Feature-Dialog prüfen, ob Medienfunktionen aktiv sind (je nach Edition).
- Gegebenenfalls Windows Media Player als Feature deaktivieren, neu starten und wieder aktivieren, um beschädigte Komponenten zu reparieren.
Der Weg zu den Windows-Features (Beispiel Windows 10/11):
- Windows-Taste drücken und Windows-Features eintippen.
- Windows-Features aktivieren oder deaktivieren auswählen.
- Nach Medienfeatures suchen und prüfen, ob alles Nötige markiert ist.
Wenn du WMP dort kurz deaktivierst, neu startest und wieder aktivierst, erzwingt Windows teilweise eine Art Neuinstallation der entsprechenden Komponenten. Das hilft in Einzelfällen bei seltsamen Wiedergabeproblemen.
Fehlermeldungen im Windows Media Player verstehen
Windows Media Player zeigt bei MP4-Problemen gelegentlich recht knappe Fehlermeldungen. Auch wenn diese nicht besonders ausführlich wirken, lassen sie trotzdem Rückschlüsse zu.
Häufige Meldungen sind zum Beispiel:
- „Beim Wiedergeben der Datei ist in Windows Media Player ein Problem aufgetreten.“
- „Der Player kann die Datei nicht wiedergeben.“
- „Die Datei wird möglicherweise von Windows Media Player nicht unterstützt.“
Diese Aussagen klingen ähnlich, meinen aber häufig:
- Datei wird grundsätzlich nicht unterstützt: Container oder Codec zu neu oder zu exotisch.
- Datei ist beschädigt oder verschlüsselt: Der Player kann den Datenstrom nicht fehlerfrei lesen.
- Zugriffsproblem: Netzwerkrechte, Dateirechte oder Speichermedium machen Ärger.
Wenn du dir die Fehlermeldung notierst und parallel mit einem anderen Player testest, lässt sich in vielen Fällen eingrenzen, ob es sich um ein Support-Problem oder um eine defekte Datei handelt.
Schrittweise Eingrenzung: Vom einfachsten zum aufwendigsten Schritt
Um nicht unnötig viel Zeit in seltene Spezialfälle zu stecken, hilft eine klare Reihenfolge bei der Fehlersuche. Der rote Faden geht dabei vom naheliegendsten zum komplexeren Schritt.
- Datei in einem anderen Player testen, um zu prüfen, ob sie grundsätzlich in Ordnung ist.
- Andere MP4-Dateien im Windows Media Player ausprobieren, um allgemeine Probleme zu erkennen.
- Einstellungen im WMP prüfen (Dateiformate, Leistung, Standardzuordnung).
- Windows-Updates und Medienfunktionen überprüfen und gegebenenfalls WMP-Komponenten neu aktivieren.
- Systemressourcen und Grafiktreiber kontrollieren, falls es ruckelt oder abstürzt.
- Fehlermeldungen notieren und mit dem Verhalten anderer Player abgleichen.
- Gegebenenfalls Codec-Erweiterungen installieren oder die Datei in ein kompatibles Format umwandeln.
Wenn du dieser Reihenfolge folgst, findest du in der Regel einen praktikablen Weg, MP4-Videos auch mit dem Windows Media Player oder zumindest insgesamt auf deinem System wiederzugeben.
Häufig gestellte Fragen zur MP4-Wiedergabe im Windows Media Player
Warum funktionieren einige MP4-Videos und andere nicht?
MP4 ist nur ein Container, der unterschiedliche Video- und Audio-Codecs enthalten kann. Der Windows Media Player beherrscht nur einen Teil dieser Kombinationen, daher laufen einige Dateien problemlos, während andere wegen eines nicht unterstützten Codecs scheitern.
Wie finde ich heraus, welcher Codec in meiner MP4-Datei steckt?
Installieren Sie ein Analyse-Tool wie MediaInfo und öffnen Sie damit die betreffende Datei. In der Übersicht sehen Sie, welche Video- und Audio-Codecs verwendet werden und können vergleichen, ob diese grundsätzlich vom installierten Windows Media Player bzw. von Ihrem System unterstützt werden.
Hilft ein Codec-Paket wirklich bei der Wiedergabe von MP4-Dateien?
Ein sorgfältig ausgewähltes Codec-Paket kann fehlende Decoder nachrüsten und damit viele MP4-Dateien abspielbar machen. Achten Sie darauf, nur etablierte Pakete zu verwenden und während der Installation alle zusätzlichen Komponenten zu prüfen, um unerwünschte Software zu vermeiden.
Was kann ich tun, wenn der Ton abgespielt wird, aber kein Bild erscheint?
In diesem Fall fehlt meist der passende Video-Codec, während der Audio-Codec vorhanden ist. Prüfen Sie die Codec-Informationen der Datei und installieren Sie den entsprechenden Decoder oder verwenden Sie einen Player, der den verwendeten Codec bereits integriert mitbringt.
Wie gehe ich vor, wenn MP4-Dateien nach einem Windows-Update nicht mehr laufen?
Überprüfen Sie zuerst, ob optionale Medienfunktionen in Windows noch aktiviert sind und führen Sie gegebenenfalls eine Reparatur der Windows-Funktionen durch. Falls der Fehler bleibt, installieren Sie den Windows Media Player beziehungsweise die Medien-Features neu oder setzen Sie ein vorher funktionierendes Systemabbild zurück.
Kann ich den Windows Media Player zurücksetzen, wenn gar nichts mehr funktioniert?
Sie können in den Optionen des Windows Media Players alle Einstellungen auf Standard zurücksetzen und die Medienbibliothek neu aufbauen lassen. Wenn das nicht ausreicht, hilft häufig das Deaktivieren und anschließende erneute Aktivieren der Windows-Medienfunktionen über die Windows-Features.
Warum ruckelt die MP4-Wiedergabe trotz aktuellem Codec?
Ruckler entstehen oft durch eine zu hohe Auflösung oder Bildwiederholrate für die vorhandene Hardware oder durch Energiesparfunktionen, die die Grafikleistung drosseln. Reduzieren Sie die Videogröße über eine Konvertierung oder passen Sie Energie- und Grafiktreibereinstellungen an, damit der Player auf die volle Leistung zugreifen kann.
Ist das Umwandeln von MP4 in ein anderes Format eine gute Dauerlösung?
Eine gelegentliche Konvertierung ist hilfreich, wenn einzelne Dateien im Medienplayer nicht laufen und Sie diese dennoch dort nutzen möchten. Auf Dauer ist es jedoch effizienter, die eigentliche Ursache zu beheben, etwa über passende Codecs oder einen moderneren Player, um Qualitätseinbußen und Mehrarbeit zu vermeiden.
Wie gehe ich vor, wenn nur MP4-Dateien aus dem Netzwerk Probleme machen?
Prüfen Sie zunächst die Netzwerkgeschwindigkeit und testen Sie das gleiche Video lokal auf der Festplatte, um Übertragungsengpässe auszuschließen. Reduzieren Sie bei Bedarf die Qualität der Datei oder aktivieren Sie Puffer- und Leistungsoptionen im Player, damit die Wiedergabe stabiler läuft.
Spielt es eine Rolle, mit welcher App das MP4-Video erstellt wurde?
Ja, je nach Aufnahmesoftware oder Kamera kommen moderne Codecs oder ungewöhnliche Kombinationen zum Einsatz, die ältere Player-Versionen nicht verstehen. In solchen Fällen helfen oft entweder ein Update des Betriebssystems, ein zusätzlicher Codec oder eine Umwandlung in ein kompatibleres Profil.
Was tun, wenn der Windows Media Player beim Öffnen von MP4 abstürzt?
Starten Sie zunächst den Rechner neu und testen Sie eine andere MP4-Datei, um einen Einzelfall auszuschließen. Falls der Absturz nur bei bestimmten Dateien auftritt, liegt meist eine beschädigte Datei oder ein inkompatibler Codec vor, bei generellen Abstürzen sollten Sie dagegen den Player über die Windows-Features reparieren.
Kann ich die Wiedergabequalität im Windows Media Player beeinflussen?
Über die Leistungs- und Erweiterungsoptionen des Players können Sie Effekte, Beschleunigung und Pufferverhalten anpassen, um Bild und Ton zu stabilisieren. Gerade bei schwächerer Hardware oder hohen Auflösungen lohnt sich das Reduzieren grafischer Effekte, damit der Player mehr Reserven für die eigentliche Dekodierung hat.
Fazit
Mit systematischem Vorgehen lassen sich nahezu alle Wiedergabeprobleme mit MP4 und dem Windows Media Player klären. Durch das Prüfen der Codecs, das Anpassen der Einstellungen, eventuelle Nachrüstungen und den gezielten Einsatz von Konvertierung oder Alternativ-Playern entsteht eine zuverlässige Umgebung für Video und Audio. Wer die beschriebenen Schritte der Reihe nach durchgeht, bringt in den meisten Fällen auch anspruchsvollere MP4-Dateien wieder zum Laufen.





