Wo sind Passwörter auf meinem PC gespeichert?

Lesedauer: 14 Min
Aktualisiert: 19. Februar 2026 13:51

In den meisten Fällen gilt: Passwörter liegen auf einem Windows-PC nicht „als Datei in einem Ordner“, sondern verteilt in mehreren sicheren Speicherbereichen. Das ist Absicht, weil Windows und Programme verhindern sollen, dass man Passwörter einfach auslesen kann. Genau dadurch entsteht aber im Alltag Verwirrung: Du erinnerst dich an ein WLAN-Passwort, einen Browser-Login, ein Netzlaufwerk oder ein Programm-Konto, findest aber keinen klaren Ort. Manchmal wirkt es so, als wären Passwörter „weg“, obwohl sie nur in einem anderen Tresor liegen oder über Synchronisation von einem Konto kommen.

Damit du zuverlässig herausfindest, wo deine Zugangsdaten gespeichert sind, ist der wichtigste Schritt, zuerst die Kategorie zu bestimmen: Browser, Windows-Anmeldeinformationen, WLAN, Microsoft-Konto, Drittanbieter-Passwortmanager oder Apps wie Outlook. Jede Kategorie hat ihren eigenen Speicherort, eigene Schutzmechanismen und auch eigene typische Stolperfallen. Wenn du das sauber trennst, kannst du Passwörter schnell wiederfinden, ohne an gefährlichen Tools herumzuspielen oder versehentlich Sicherheitseinstellungen zu schwächen.

Was Windows mit Passwörtern macht und warum du sie nicht im Explorer findest

Windows speichert Passwörter in der Regel verschlüsselt und an Konten gebunden. Das bedeutet: Selbst wenn irgendwo eine Datei beteiligt ist, ist sie ohne die passende Windows-Anmeldung und die richtigen Schlüssel nicht sinnvoll lesbar. In der Praxis ist das gut, weil es dich vor einfachen „Passwort-Dieben“ schützt, die nur Dateien kopieren. Es hat aber die Nebenwirkung, dass die Suche im Explorer praktisch nie zum Ziel führt.

Typische Speicher-Logik in Windows:

  • Zugangsdaten werden verschlüsselt abgelegt
  • Zugriff ist an dein Benutzerkonto gekoppelt
  • Viele Daten werden zusätzlich durch Systemdienste geschützt
  • Browser und Passwortmanager bauen eigene Tresore darüber

Wenn du also „Wo sind Passwörter gespeichert?“ fragst, lautet die ehrliche Antwort: in mehreren Tresoren, je nachdem, wo du sie eingegeben und gespeichert hast. Genau diese Tresore schauen wir jetzt nacheinander an.

Bereich 1: Passwörter im Browser

Browser sind der häufigste Ort, weil viele Menschen Logins direkt im Browser speichern. Das kann bequem sein, führt aber schnell zu Verwirrung, wenn mehrere Browser genutzt werden oder wenn Synchronisation eingeschaltet ist.

Microsoft Edge

Edge nutzt einen integrierten Passwortspeicher, der sich über dein Profil verwalten lässt. Wenn du mit einem Microsoft-Konto angemeldet bist, können Passwörter zudem synchronisiert werden. Dann sind sie nicht nur lokal, sondern auch an dein Konto gebunden.

Typische Hinweise, dass Edge der Speicherort ist:

  • Du loggst dich auf Webseiten ein und Edge fragt „Passwort speichern?“
  • Logins werden automatisch ausgefüllt
  • Du nutzt mehrere Geräte und die Logins erscheinen überall

Wichtig ist: Der Zugriff auf die Anzeige gespeicherter Passwörter wird meist durch Windows-Anmeldung abgesichert. Du siehst also nicht einfach alles ohne Bestätigung.

Google Chrome

Chrome speichert Passwörter ähnlich und kann sie über ein Google-Konto synchronisieren. Gerade hier passiert oft die Verwechslung: Du denkst, das Passwort sei „auf dem PC“, in Wahrheit wird es durch die Google-Synchronisation bereitgestellt. Das ist praktisch, aber bei mehreren Profilen schnell unübersichtlich.

Anleitung
1Kläre zuerst, wo du das Passwort ursprünglich eingegeben hast: Browser, Windows-Verbindung, App, Passwortmanager.
2Prüfe dann den naheliegendsten Tresor: Browser-Passwörter oder Windows-Anmeldeinformationsverwaltung.
3Wenn Synchronisation im Spiel ist, prüfe, ob du im richtigen Profil angemeldet bist.
4Wenn es WLAN ist, suche nicht in Browsern, sondern in Netzwerkprofilen.
5Wenn ein Passwort nicht sichtbar ist, überlege, ob es tokenbasiert sein kann und ob ein Neuverbinden sinnvoller ist.

Typische Hinweise für Chrome:

  • Du nutzt Chrome-Profile (privat/arbeit)
  • Passwörter tauchen nach Anmeldung am Google-Konto wieder auf
  • Du hast auf dem Handy dieselben Logins

Wenn du mehrere Chrome-Profile hast, ist das ein Klassiker: Das Passwort ist vorhanden, aber in einem anderen Profil. Dann wirkt es so, als wäre es weg.

Mozilla Firefox

Firefox hat ebenfalls einen Passwortspeicher. Oft wird das Ganze zusätzlich mit einem Primärpasswort (früher Master-Passwort) abgesichert. Dann sind die Logins ohne diese zusätzliche Entsperrung nicht sichtbar.

Typische Hinweise für Firefox:

  • Firefox fragt beim Login nach Speichern
  • Du hast ein Primärpasswort gesetzt
  • Du nutzt Firefox Sync

Gerade bei Firefox ist es wichtig zu wissen, ob ein Primärpasswort aktiv ist. Ohne dieses wirkt der Tresor „leer“, obwohl Daten vorhanden sind, die einfach gesperrt sind.

Häufiger Stolperstein: Passwörter sind im Browser, aber nicht im richtigen Profil

Viele nutzen mehrere Profile oder mehrere Browser. Dann existiert das Passwort, aber nicht dort, wo du suchst. Ein typisches Szenario ist: Ein Passwort ist in Chrome gespeichert, du schaust aber in Edge nach. Oder du bist in Chrome im Arbeitsprofil, das Passwort wurde aber im Privatprofil gespeichert.

Ein schneller Abgleich ist: In dem Browser, der automatisch ausfüllt, sind die Daten fast immer gespeichert oder synchronisiert.

Bereich 2: Windows-Anmeldeinformationsverwaltung

Neben Browsern hat Windows selbst einen eigenen Speicherbereich für Anmeldeinformationen. Das betrifft nicht nur Webseiten, sondern vor allem Dinge wie:

  • Netzlaufwerke und Freigaben
  • Remote-Zugriffe
  • gespeicherte Windows-Anmeldungen für Dienste
  • manche Programme, die Windows als Tresor nutzen

Dieser Bereich ist besonders relevant, wenn du dich mit einem NAS verbindest, ein Netzlaufwerk gemappt hast oder wenn ein Programm bei jedem Start automatisch Zugangsdaten nutzt, ohne dass du sie eintippen musst.

Wichtig ist die Unterscheidung, die Windows dort häufig macht:

  • Web-Anmeldeinformationen (häufig in Verbindung mit Browser- oder Konto-Integrationen)
  • Windows-Anmeldeinformationen (Netzwerk, Dienste, interne Zugänge)

Viele erwarten, dort „alle Passwörter“ zu sehen. Das stimmt nicht. Du findest dort nur das, was Windows oder Programme bewusst in diesen Tresor gelegt haben.

Typischer Stolperstein: Alte Einträge verursachen ständige Passwort-Abfragen

Manchmal sind Zugangsdaten nicht „falsch gespeichert“, sondern veraltet. Dann fragt Windows immer wieder nach einem Passwort, obwohl du es korrekt eingibst. Ursache sind alte Einträge, die Windows weiterhin bevorzugt. In solchen Fällen hilft es, den alten Eintrag zu entfernen, damit Windows frisch fragt und neue Daten sauber speichert.

Bereich 3: WLAN-Passwörter in Windows

WLAN-Passwörter sind ein eigener Fall. Windows speichert sie, sobald du dich einmal erfolgreich verbunden hast und das Netzwerk als bekannt gespeichert wird. Das ist praktisch, weil du nicht jedes Mal neu eingeben musst. Es ist aber auch der Grund, warum viele denken, Windows hätte irgendwo eine „Liste aller Passwörter“.

WLAN-Daten werden nicht als Klartext im Explorer abgelegt. Sie stecken in gespeicherten Netzwerkprofilen und werden geschützt. Du kannst sie in der Regel nur anzeigen, wenn du passende Rechte hast und dich bestätigst.

Typische Situationen:

  • Du willst das WLAN-Passwort an jemanden weitergeben
  • Du musst ein anderes Gerät verbinden
  • Der Router wurde zurückgesetzt, aber du willst das alte Passwort noch wissen

Wichtig: Wenn du das WLAN-Profil irgendwann gelöscht hast oder wenn du dich nie verbunden hast, kann Windows es nicht anzeigen, weil es dann schlicht nicht gespeichert ist.

Bereich 4: Passwörter für Microsoft-Konto und Windows-Anmeldung

Viele Windows-11-Systeme laufen mit einem Microsoft-Konto. Dann ergeben sich zwei Ebenen:

  • Dein Windows-Anmeldekennwort (oder PIN, oder Windows Hello)
  • Passwörter, die über dein Microsoft-Konto synchronisiert werden (z. B. in Edge)

Hier passiert eine weitere typische Verwechslung: Du meldest dich am PC mit einer PIN an und glaubst, die PIN sei das „Passwort“. In Wahrheit ist die PIN meist nur ein lokaler Entsperrmechanismus, der an dieses Gerät gebunden ist. Das eigentliche Konto-Passwort ist das Microsoft-Konto-Passwort.

Das kann wichtig werden, wenn du:

  • dich an einem neuen Gerät anmelden willst
  • dein Konto wiederherstellen musst
  • Synchronisation aktiv ist und du kontrollieren willst, wo Daten liegen

Wenn du Windows Hello nutzt (Fingerabdruck, Gesicht), werden Passwörter dadurch nicht „ersetzt“, sondern nur bequemer entsperrt. Die Zugangsdaten bleiben trotzdem in Tresoren gespeichert, und Windows Hello hilft nur beim sicheren Zugriff.

Bereich 5: Passwortmanager-Programme

Wenn du Tools wie Bitwarden, 1Password, KeePass oder ähnliche nutzt, ist das in vielen Fällen der Hauptspeicherort deiner Passwörter. Dann liegt das Passwort nicht „in Windows“, sondern in einem Tresor der jeweiligen App, entweder:

  • lokal in einer verschlüsselten Tresordatei
  • synchronisiert in einem Cloud-Tresor
  • oder kombiniert, je nach Produkt

Das ist oft die sicherste und übersichtlichste Lösung, weil du nicht von einem einzelnen Browser abhängig bist. Gleichzeitig ist es die häufigste Ursache dafür, dass man „nichts findet“, wenn man in Windows sucht: Die Daten liegen dann schlicht im Manager und werden nur beim Ausfüllen in Apps oder Browsern bereitgestellt.

Typische Hinweise, dass ein Passwortmanager zuständig ist:

  • Du hast eine Browser-Erweiterung, die Logins ausfüllt
  • Du nutzt einen Tresor mit Master-Passwort
  • Du hast eigene Kategorien, Notizen oder 2FA-Einträge im Manager

Wenn das auf dich zutrifft, ist die Frage nach Windows zweitrangig. Der richtige Ort ist dann die Manager-App.

Bereich 6: Passwörter in Programmen wie Outlook, Teams, Remote-Tools

Viele Programme speichern Zugangsdaten nicht sichtbar „in sich selbst“, sondern greifen auf Windows-Tresore zurück oder nutzen Konten-Token. Das ist wichtig zu verstehen, weil du dann kein Passwort findest, obwohl das Programm dich automatisch anmeldet.

Typische Beispiele:

  • E-Mail-Konten: oft Token-basiert oder über Windows-Anmeldeinformationen
  • Remote-Desktop: nutzt gespeicherte Windows-Anmeldeinformationen
  • Cloud-Clients: speichern oft Tokens statt Klartextpasswörter

Das erklärt auch, warum du ein Passwort manchmal gar nicht mehr anzeigen kannst: Das Programm hat kein Klartextpasswort gespeichert, sondern ein Zugriffstoken, das erneuert wird. In solchen Fällen lautet die Lösung meist nicht „anzeigen“, sondern „Passwort zurücksetzen“ oder „Konto neu verbinden“.

So gehst du systematisch vor, ohne Chaos zu erzeugen

Wenn du in Zukunft nicht mehr raten willst, hilft eine feste Reihenfolge. Die funktioniert für fast alle Fälle, egal ob du ein Web-Passwort, ein WLAN-Passwort oder ein Netzlaufwerk-Passwort suchst.

  1. Kläre zuerst, wo du das Passwort ursprünglich eingegeben hast: Browser, Windows-Verbindung, App, Passwortmanager.
  2. Prüfe dann den naheliegendsten Tresor: Browser-Passwörter oder Windows-Anmeldeinformationsverwaltung.
  3. Wenn Synchronisation im Spiel ist, prüfe, ob du im richtigen Profil angemeldet bist.
  4. Wenn es WLAN ist, suche nicht in Browsern, sondern in Netzwerkprofilen.
  5. Wenn ein Passwort nicht sichtbar ist, überlege, ob es tokenbasiert sein kann und ob ein Neuverbinden sinnvoller ist.

Damit vermeidest du typische Fehler wie „ich lösche mal alles“ oder „ich installiere irgendein Tool, das angeblich Passwörter ausliest“. Solche Tools sind oft riskant, weil sie entweder unseriös sind oder unnötig tief ins System eingreifen.

Was du besser nicht machst, wenn du deine Passwörter schützen willst

Viele wollen ein Passwort „irgendwie herausfinden“ und greifen dann zu gefährlichen Abkürzungen. Das führt nicht selten zu echten Sicherheitsproblemen.

Typische riskante Schritte:

  • dubiose Passwort-Ausleseprogramme aus dem Internet installieren
  • Registry-Cleaner oder „Tuning“-Tools nutzen, die Tresore bereinigen
  • Zugangsdaten exportieren und unverschlüsselt speichern
  • Passwörter in Textdateien oder Notizen ohne Schutz sammeln

Wenn du Passwörter wirklich verwalten willst, ist ein seriöser Passwortmanager oder der gut gepflegte Browser-Tresor deutlich sicherer als jede Bastellösung.

Wenn du ein Passwort nicht anzeigen kannst: Gründe, die viele überraschen

Es gibt Fälle, in denen du ein Passwort zwar „nutzt“, aber nicht als Klartext sehen kannst. Das ist kein Bug, sondern ein Schutzmechanismus oder ein Token-System.

Häufige Gründe:

  • Das Programm speichert nur ein Zugriffstoken, kein Passwort.
  • Ein Passwort wurde nur einmal eingegeben und dann durch einen Anmeldestatus ersetzt.
  • Eine Organisation oder Richtlinie verhindert die Anzeige.
  • Du hast nicht die nötigen Rechte auf dem System.
  • Der Eintrag ist zwar gespeichert, aber durch zusätzliche Sperre geschützt (z. B. Primärpasswort im Browser).

In solchen Fällen ist der beste Weg oft, das Konto sauber neu zu verbinden oder das Passwort über den Dienst zurückzusetzen, statt es „herauszuziehen“.

Praxisbeispiel 1: Du suchst ein Webseiten-Passwort, das automatisch ausgefüllt wird

Du öffnest eine Seite und sie ist sofort eingeloggt. Du willst das Passwort sehen, um es in einer App einzutragen. Der schnellste Weg ist dann nicht Windows, sondern der Browser, der ausfüllt.

Ein sinnvoller Ablauf:

  • Prüfe, welcher Browser wirklich ausfüllt (Edge, Chrome, Firefox).
  • Stelle sicher, dass du im richtigen Profil bist.
  • Öffne die Passwortverwaltung im Browser.
  • Suche nach der Webseite und lasse dir den Eintrag anzeigen.

Wenn du mehrere Profile nutzt, ist das der entscheidende Punkt: Der falsche Profilbereich wirkt wie „leer“, obwohl die Daten nur woanders liegen.

Praxisbeispiel 2: Netzlaufwerk fragt ständig nach einem Passwort, obwohl du es gespeichert hast

Du verbindest dich mit einem NAS oder einem Netzwerkordner und Windows fragt immer wieder nach dem Kennwort. Das passiert häufig, wenn ein alter Eintrag gespeichert ist, der nicht mehr passt.

Ein sauberer Ablauf:

  • Öffne die Windows-Anmeldeinformationsverwaltung.
  • Suche nach Einträgen, die zum NAS oder Server passen.
  • Entferne veraltete Einträge.
  • Verbinde neu und speichere die aktuellen Zugangsdaten.

Das wirkt fast zu einfach, löst aber sehr viele „Windows vergisst das Passwort“-Probleme, die in Wahrheit „Windows nutzt das alte Passwort“-Probleme sind.

Praxisbeispiel 3: Du willst das WLAN-Passwort herausfinden, weil ein neues Gerät verbunden werden soll

Hier bringt dir ein Browser gar nichts. Das Passwort liegt in den gespeicherten WLAN-Profilen.

Ein sinnvoller Ablauf:

  • Prüfe, ob der PC aktuell mit diesem WLAN verbunden ist oder es zumindest gespeichert hat.
  • Öffne die WLAN-Eigenschaften in Windows und lasse dir das Kennwort anzeigen.
  • Wenn das Netzwerkprofil nicht existiert, kann Windows das Passwort nicht anzeigen, weil es nie gespeichert wurde.

Wenn du mehrere WLANs nutzt, ist es wichtig, wirklich das richtige Netzwerkprofil zu wählen. Namen können ähnlich sein, besonders bei Repeatern oder Mesh-Netzen.

Typische Orte, an denen Passwörter indirekt stecken, ohne dass du sie siehst

Manchmal liegen Passwörter nicht als Passwort, sondern als „Anmeldung“:

  • Windows Hello ersetzt nicht das Konto-Passwort, sondern entsperrt nur lokal.
  • Browser-Sync bedeutet, dass Passwörter an ein Konto gekoppelt sind.
  • Cloud-Apps speichern Tokens, nicht das Passwort.
  • Firmenkonten nutzen oft moderne Anmeldung, bei der das Passwort nicht mehr lokal auslesbar ist.

Das ist wichtig, weil es deine Erwartung korrigiert: Du kannst nicht immer „anzeigen“, auch wenn du dich automatisch anmeldest. Dann ist die richtige Lösung oft: Zugang neu setzen oder über den Dienst verwalten.

Häufige Fragen zum Thema

Sind Passwörter in Windows irgendwo als Datei gespeichert?

Meist nicht in einer Form, die du im Explorer sinnvoll findest. Windows und Browser speichern Zugangsdaten verschlüsselt in Tresoren, die an dein Benutzerkonto gebunden sind. Der Zugriff erfolgt über die jeweilige Verwaltung, nicht über Ordner.

Wo finde ich gespeicherte Passwörter für Webseiten?

In der Regel im Browser, der sie gespeichert hat, also Edge, Chrome oder Firefox. Wenn du Synchronisation nutzt, können sie zusätzlich an dein Konto gebunden sein. Wichtig ist, im richtigen Browserprofil zu suchen.

Wo liegen Zugangsdaten für Netzlaufwerke oder NAS-Verbindungen?

Sehr häufig in der Windows-Anmeldeinformationsverwaltung als Windows-Anmeldeinformationen. Dort können auch alte Einträge liegen, die ständig neue Abfragen auslösen. Das Entfernen veralteter Einträge und ein neuer Verbindungsaufbau löst das Problem oft.

Kann ich WLAN-Passwörter in Windows anzeigen lassen?

Ja, wenn das WLAN-Profil gespeichert ist und du die nötigen Rechte hast. Windows zeigt WLAN-Passwörter nicht als Klartextdatei, sondern über die Eigenschaften des gespeicherten Netzwerkprofils. Wenn das Profil gelöscht wurde, kann Windows das Passwort nicht mehr liefern.

Warum sehe ich in der Anmeldeinformationsverwaltung nicht alle Passwörter?

Weil dort nur die Zugangsdaten landen, die Windows oder Programme bewusst in diesen Tresor schreiben. Browser-Passwörter liegen meist im Browser-Tresor, Passwortmanager haben eigene Tresore. Es gibt keinen einzigen Ort, der alles sammelt.

Was ist der Unterschied zwischen Windows-PIN und Konto-Passwort?

Die PIN ist in vielen Fällen lokal an das Gerät gebunden und dient zum Entsperren. Das Konto-Passwort ist das eigentliche Passwort deines Kontos, besonders bei Microsoft-Konten. Für manche Kontoaktionen brauchst du das Konto-Passwort, auch wenn du dich sonst mit PIN anmeldest.

Warum kann ich ein Passwort manchmal nicht anzeigen, obwohl ich automatisch angemeldet bin?

Viele Apps speichern statt des Passworts ein Zugriffstoken. Das ermöglicht eine sichere Anmeldung, ohne das Passwort lokal verfügbar zu halten. In solchen Fällen ist „anzeigen“ oft nicht vorgesehen, und ein Neuverbinden oder Zurücksetzen ist der übliche Weg.

Sind Browser-Passwörter sicher genug?

Für viele Nutzer sind sie okay, besonders wenn Windows-Anmeldung, Gerätesperre und ein starkes Kontopasswort genutzt werden. Ein eigenständiger Passwortmanager ist aber oft besser, weil er browserunabhängig arbeitet und mehr Kontrolle bietet. Entscheidend ist, dass du Synchronisation und Profile im Blick behältst.

Was passiert, wenn ich gespeicherte Passwörter lösche?

Dann werden automatische Logins nicht mehr funktionieren, und du musst Passwörter neu eingeben. Bei Netzlaufwerken kann das sogar hilfreich sein, wenn alte Daten stören. Bei Browsern solltest du vorsichtig sein, wenn du nicht sicher bist, ob du das Passwort noch an anderer Stelle hast.

Wie erkenne ich, ob meine Passwörter synchronisiert werden?

Du siehst es meist daran, dass du in Browsern oder Passwortmanagern mit einem Konto angemeldet bist und Passwörter auf mehreren Geräten verfügbar sind. Bei Edge ist es oft das Microsoft-Konto, bei Chrome das Google-Konto, bei Firefox Firefox Sync. Wenn du abgemeldet bist, sind Passwörter in vielen Fällen nur lokal.

Was ist der sicherste Weg, Passwörter langfristig zu verwalten?

Ein seriöser Passwortmanager mit starkem Master-Passwort und sauberer Gerätesperre ist für viele die stabilste Lösung. Alternativ kann auch der Browser-Tresor funktionieren, wenn du nur einen Browser nutzt und Profile nicht durcheinanderbringst. Wichtig ist, keine ungeschützten Listen oder Textdateien zu führen.

Zusammenfassung

Passwörter sind auf einem Windows-PC in mehreren Bereichen gespeichert: Browser-Tresore, Windows-Anmeldeinformationsverwaltung, WLAN-Profile, Kontosynchronisation und Passwortmanager-Apps. Du findest sie am schnellsten, wenn du zuerst klärst, in welchem Kontext du das Passwort benutzt: Webseite, Netzwerk, WLAN oder Programm. Danach gehst du direkt in den passenden Tresor, statt im Explorer nach Dateien zu suchen. Viele „Passwort ist weg“-Probleme sind in Wahrheit Profil- oder Synchronisationsprobleme.

Fazit

Passwörter gespeichert heißt in Windows fast immer: sicher verschlüsselt und verteilt nach Einsatzzweck. Browser sind für Webseitenlogins meist der Hauptort, Windows selbst verwaltet vor allem Netzwerk- und Systemanmeldeinformationen, und WLAN-Passwörter liegen in gespeicherten Netzwerkprofilen. Wenn du dich an eine feste Reihenfolge hältst und Profile sowie Synchronisation im Blick behältst, findest du Passwörter schnell wieder, ohne riskante Tools zu nutzen oder Sicherheit zu opfern.

Checkliste
  • Zugangsdaten werden verschlüsselt abgelegt
  • Zugriff ist an dein Benutzerkonto gekoppelt
  • Viele Daten werden zusätzlich durch Systemdienste geschützt
  • Browser und Passwortmanager bauen eigene Tresore darüber

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