Papierkorb in Windows 11 leeren – Anleitung

Lesedauer: 14 Min
Aktualisiert: 17. Februar 2026 16:10

Den Papierkorb zu leeren klingt nach einer Kleinigkeit, ist in Windows 11 aber ein Thema mit vielen Sonderfällen. Manchmal ist der Papierkorb sofort leer, manchmal bleibt er „hängen“, manchmal sind einzelne Dateien nicht löschbar, und manchmal räumt Windows den Papierkorb scheinbar von allein wieder voll, obwohl du ihn gerade geleert hast. Genau deshalb lohnt ein sauberer Ablauf, der nicht nur das Leeren zeigt, sondern auch erklärt, was im Hintergrund passiert, warum Dateien im Papierkorb manchmal riesige Mengen Speicher blockieren und wie du Probleme löst, wenn Windows sich querstellt.

Der Papierkorb ist kein echter Ordner wie „Dokumente“, sondern eine Schutzschicht: Gelöschte Dateien werden zunächst in einen versteckten Bereich verschoben, damit du sie wiederherstellen kannst. Dieser Bereich existiert getrennt für jedes Laufwerk. Deshalb kann sich der Papierkorb auf Laufwerk C leer anfühlen, während auf Laufwerk D oder einer zweiten SSD weiterhin Daten liegen. Und deshalb kann ein Papierkorb auch dann „voll“ wirken, wenn du nur glaubst, du hättest alles gelöscht.

Was beim Leeren des Papierkorbs wirklich passiert

Wenn du eine Datei löschst, wird sie in den Papierkorb verschoben und bekommt intern einen neuen Namen. Windows merkt sich dazu Metadaten wie ursprünglicher Pfad, Löschdatum und Größe. Beim Leeren löscht Windows diese Einträge und entfernt die Dateien endgültig aus diesem Zwischenbereich. Endgültig heißt dabei: Sie sind nicht mehr normal wiederherstellbar, außer über spezielle Rettungswege, die aber nicht zuverlässig sind und bei SSDs zusätzlich durch TRIM erschwert werden.

Wichtig ist auch: Der Papierkorb kann pro Laufwerk eine maximale Größe haben. Wenn er diese Größe überschreitet, kann Windows ältere Einträge automatisch entfernen oder Dateien beim Löschen direkt „endgültig“ löschen, ohne sie vorher im Papierkorb abzulegen. Wenn du dich also wunderst, warum manche Dateien nie im Papierkorb landen, liegt es häufig an Dateigröße, Papierkorbgröße oder dem Löschweg (zum Beispiel über bestimmte Apps oder Netzlaufwerke).

Schnellster Weg: Papierkorb über den Desktop leeren

Das ist der Klassiker und reicht in den meisten Fällen.

  1. Auf dem Desktop den Papierkorb suchen.
  2. Rechtsklick auf das Papierkorb-Symbol.
  3. „Papierkorb leeren“ auswählen.
  4. Die Sicherheitsabfrage bestätigen.

Wenn danach noch Speicherplatz fehlt oder der Papierkorb weiterhin Elemente anzeigt, geht es meist um einen der typischen Sonderfälle: mehrere Laufwerke, gesperrte Dateien, beschädigte Papierkorb-Struktur oder ein Anzeigeproblem.

Alternative 1: Papierkorb im Explorer leeren

Manchmal ist der Papierkorb zwar auf dem Desktop sichtbar, aber das Kontextmenü reagiert nicht oder Explorer zeigt andere Inhalte. Dann ist der Explorer-Weg hilfreich.

  1. Explorer öffnen.
  2. In der linken Navigation den Papierkorb auswählen.
  3. Oben in der Befehlsleiste „Papierkorb leeren“ anklicken.
  4. Bestätigen.

Dieser Weg ist besonders praktisch, wenn du vorher noch einzelne Dateien prüfen willst, statt alles zu löschen. Du kannst im Papierkorb nach Größe, Datum oder ursprünglichem Speicherort sortieren und gezielt einzelne Elemente entfernen.

Alternative 2: Papierkorb über die Einstellungen leeren

Windows 11 bietet dir zusätzlich Funktionen, die indirekt auf den Papierkorb wirken, vor allem über Speicherverwaltung. Der Papierkorb ist hier Teil eines größeren Konzepts: temporäre Dateien, Downloads, alte Updates, Cache-Dateien und vieles mehr.

Anleitung
1Auf dem Desktop den Papierkorb suchen.
2Rechtsklick auf das Papierkorb-Symbol.
3„Papierkorb leeren“ auswählen.
4Die Sicherheitsabfrage bestätigen.

  1. Einstellungen öffnen.
  2. „System“ auswählen.
  3. „Speicher“ öffnen.
  4. In der Speicherübersicht auf „Temporäre Dateien“ gehen.
  5. Prüfen, ob der Papierkorb als Kategorie angeboten wird und auswählen.
  6. Bereinigung starten.

Das ist weniger „direkt“ als Rechtsklick auf den Papierkorb, aber sehr nützlich, wenn du ohnehin Speicher freimachen willst und neben dem Papierkorb gleich mehrere Speicherfresser bereinigen möchtest.

Papierkorb auf mehreren Laufwerken: Warum er manchmal nicht wirklich leer ist

Ein häufiger Grund für Verwirrung ist die Annahme, es gebe nur einen Papierkorb. In der Oberfläche wirkt es so, technisch existiert er aber pro Laufwerk. Wenn du mehrere Partitionen oder mehrere physische Datenträger hast, kann das zu dem Eindruck führen, der Papierkorb sei leer, aber Speicher bleibt belegt oder der Papierkorb zeigt später wieder Inhalte.

Das typische Szenario:

  • Du löschst viele Dateien auf D: (zweite SSD, Datenplatte, externe Festplatte).
  • Du leerst den Papierkorb.
  • Du schaust auf C: nach freiem Speicher und siehst kaum Veränderung.
  • Oder umgekehrt: Du erwartest, dass D: wieder frei wird, aber Windows zeigt weiterhin belegt.

Hier hilft eine klare Kontrolle: Öffne den Papierkorb im Explorer, sortiere nach „Ursprünglicher Speicherort“ oder „Größe“ und prüfe, ob dort Dateien von mehreren Laufwerken liegen. Wenn ja, ist das normal, und das Leeren wirkt sich jeweils auf die Laufwerke aus, von denen die Dateien stammen.

Papierkorb leeren, aber einzelne Dateien bleiben: die häufigsten Ursachen

Wenn der Papierkorb beim Leeren meldet, dass nicht alle Dateien gelöscht werden können, oder wenn er danach weiterhin Elemente anzeigt, steckt meist einer dieser Gründe dahinter.

Ursache 1: Datei wird noch verwendet

Manche Dateien liegen im Papierkorb, sind aber noch durch einen Prozess gesperrt. Das passiert zum Beispiel, wenn ein Programm noch Zugriff hält, eine Vorschau aktiv ist oder ein Synchronisationsdienst im Hintergrund arbeitet.

Was du dann tun kannst:

  • Alle Explorer-Fenster schließen und neu öffnen.
  • Programme schließen, die mit der Datei zusammenhängen könnten.
  • Danach erneut leeren.

Wenn das nicht reicht, hilft oft ein Neustart. Der Neustart ist hier nicht „die Standardausrede“, sondern ein echter Reset von Dateisperren und Hintergrunddiensten.

Ursache 2: Berechtigungen oder Besitzrechte

Wenn Dateien aus bestimmten Bereichen stammen oder über ein anderes Benutzerkonto gelöscht wurden, kann der Papierkorb Einträge enthalten, die sich unter deinem aktuellen Konto nicht sauber entfernen lassen. In solchen Fällen wirkt es so, als wäre der Papierkorb „kaputt“, obwohl es ein Rechteproblem ist.

Typische Hinweise sind Fehlermeldungen, die auf Zugriff oder Berechtigungen verweisen. Dann lohnt es, den Papierkorb nicht nur zu leeren, sondern die Papierkorb-Struktur des Laufwerks zurückzusetzen (siehe weiter unten). Das klingt drastisch, ist aber oft der sauberste Weg, wenn sich Rechte verhakt haben.

Ursache 3: Beschädigte Papierkorb-Datenbank

Wenn Windows den Papierkorb nicht mehr sauber verwaltet, bleiben „Geistereinträge“ hängen, die du siehst, aber nicht löschen kannst. Das passiert zum Beispiel nach Abstürzen, Stromausfällen, erzwungenem Herunterfahren oder wenn ein Laufwerk kurzzeitig getrennt war.

Hier führt der Weg meist über einen Papierkorb-Reset pro Laufwerk.

Papierkorb-Größe in Windows 11 einstellen, damit er nicht ausufert

Wenn der Papierkorb sehr groß werden darf, belegt er im Hintergrund entsprechend viel Platz, auch wenn du „nur mal kurz“ große Dateien gelöscht hast. Wenn du regelmäßig mit großen Videos, Images oder Projektordnern arbeitest, lohnt es sich, die Papierkorb-Einstellungen bewusst zu setzen.

So stellst du die Größe ein:

  1. Papierkorb auf dem Desktop rechtsklicken.
  2. „Eigenschaften“ öffnen.
  3. Das gewünschte Laufwerk auswählen (wichtig, weil es pro Laufwerk getrennt ist).
  4. Entweder maximale Größe festlegen oder aktivieren, dass Dateien sofort endgültig gelöscht werden sollen.
  5. Übernehmen.

Die Option „sofort löschen“ ist nur dann sinnvoll, wenn du sehr sicher bist und den Papierkorb nicht als Sicherheitsnetz brauchst. Für viele ist es besser, die Größe zu begrenzen, statt die Funktion komplett zu umgehen.

Papierkorb leeren, ohne Bestätigungsabfrage

Manche möchten die Nachfrage beim Leeren nicht jedes Mal sehen, etwa weil sie sehr häufig aufräumen oder regelmäßig Skripte nutzen. Das lässt sich in Windows 11 über Papierkorb-Einstellungen anpassen.

  1. Papierkorb rechtsklicken.
  2. „Eigenschaften“ öffnen.
  3. Haken bei „Bestätigung zum Löschen anzeigen“ anpassen.
  4. Übernehmen.

Wenn du die Abfrage deaktivierst, lohnt es, sich eine Gewohnheit anzugewöhnen: erst kurz in den Papierkorb schauen, dann leeren. Das reduziert das Risiko, etwas zu entfernen, das du eigentlich noch gebraucht hättest.

Sonderfall: Dateien landen nicht im Papierkorb

Manchmal möchtest du den Papierkorb leeren, stellst aber fest, dass er oft leer bleibt, obwohl du viel gelöscht hast. Das ist kein Widerspruch, sondern hängt vom Löschweg ab.

Typische Gründe:

  • Du hast Dateien mit Shift + Entf gelöscht. Dann werden sie direkt endgültig entfernt.
  • Du löscht von einem Netzlaufwerk oder bestimmten externen Orten. Viele Netzpfade nutzen keinen Papierkorb wie lokale Laufwerke.
  • Die Datei war größer als der Papierkorb auf diesem Laufwerk erlaubt, Windows kann sie dann direkt löschen.
  • Bestimmte Programme löschen intern und umgehen den Papierkorb.

Wenn du erwartest, dass alles im Papierkorb landet, prüfe die Papierkorbgröße pro Laufwerk und den Löschweg. Gerade Shift + Entf wird oft unbewusst genutzt, weil es sich wie „normal löschen“ anfühlt, aber einen anderen Effekt hat.

Speicher wird nicht frei, obwohl der Papierkorb leer ist

Das ist ein Klassiker und hat oft nichts mit dem Papierkorb selbst zu tun. Du leerst, aber der freie Speicher wächst kaum. Dann kommen meist diese Ursachen infrage:

  • Die Dateien lagen auf einem anderen Laufwerk als gedacht.
  • Der Papierkorb wurde geleert, aber andere Speicherfresser sind größer (Downloads, temporäre Dateien, alte Updates).
  • Der Speicheranzeige-Counter ist verzögert, besonders bei sehr vielen Dateien.
  • Schattenkopien oder Wiederherstellungspunkte belegen Platz, nicht der Papierkorb.
  • Cloud-Synchronisation hält lokale Kopien.

Der beste Weg ist dann: In den Speicher-Einstellungen prüfen, welche Kategorien den Platz belegen. Der Papierkorb ist nur eine davon. Gerade alte Update-Dateien oder temporäre Installationsreste können deutlich mehr Speicher fressen als ein voller Papierkorb.

Papierkorb hängt beim Leeren: So gehst du vor, ohne Chaos zu verursachen

Wenn Windows beim Leeren „arbeitet“ und scheinbar nicht fertig wird, ist das meist ein Mengenproblem oder ein Dateisystemproblem. Besonders viele kleine Dateien können das Leeren spürbar verlangsamen, weil Windows jede Datei einzeln verarbeitet.

Sinnvolle Vorgehensweise:

  • Warte kurz, wenn sehr viele Dateien im Papierkorb sind.
  • Wenn es sichtbar hängt: Explorer schließen und neu öffnen.
  • Danach erneut leeren.
  • Wenn es wieder hängt: PC neu starten und zuerst direkt nach dem Start leeren, bevor viele Programme laufen.

Wenn selbst das nicht hilft, ist der Papierkorb-Reset pro Laufwerk oft der stabilste Schritt, weil damit die Papierkorb-Struktur neu erstellt wird.

Papierkorb-Struktur zurücksetzen, wenn er defekt wirkt

Manchmal ist der Papierkorb so beschädigt, dass er falsche Inhalte zeigt oder sich nicht mehr leeren lässt. In solchen Fällen hilft ein Reset. Dabei wird die Papierkorb-Struktur auf dem jeweiligen Laufwerk neu aufgebaut. Das klingt stark, ist aber häufig genau die Reparatur, die Windows selbst intern auch anstrebt.

Wichtig ist: Wenn du noch etwas aus dem Papierkorb wiederherstellen möchtest, sichere es vorher. Nach einem Reset ist der Papierkorb wirklich leer.

Ein typisches Anzeichen, dass ein Reset sinnvoll ist:

  • Papierkorb zeigt nach dem Leeren weiterhin Elemente.
  • Es gibt wiederkehrende Fehlermeldungen beim Löschen.
  • Datenträgerverwaltung oder Dateisystem wirken sonst stabil, nur der Papierkorb spinnt.

Bei internen Laufwerken ist das meist unkompliziert. Bei externen Laufwerken kann es helfen, sie einmal sicher zu entfernen, neu anzuschließen und dann den Reset durchzuführen, damit Windows den Datenträger sauber neu einbindet.

Papierkorb auf externen Laufwerken und USB-Sticks: Was du wissen solltest

Externe Laufwerke können ihren eigenen Papierkorbbereich haben. Bei USB-Sticks ist das Verhalten oft anders, weil viele Sticks in der Praxis wie „Wechselmedien“ behandelt werden. Je nach Formatierung und Laufwerkstyp kann es passieren, dass Windows Dateien direkt löscht oder dass der Papierkorb nur eingeschränkt arbeitet.

Wenn du von externen Datenträgern regelmäßig löschst und den Papierkorb als Sicherheitsnetz brauchst, ist es sinnvoll, das Verhalten einmal bewusst zu testen: eine kleine Datei löschen, prüfen, ob sie im Papierkorb landet, und dann erst mit großen Aufräumaktionen starten. So ersparst du dir später Überraschungen.

Papierkorb und Cloud-Synchronisation: Warum Dateien manchmal wieder auftauchen

Wenn du Ordner synchronisierst, kann es passieren, dass Dateien nach dem Löschen wieder erscheinen. Das ist nicht, weil der Papierkorb sie „zurückholt“, sondern weil ein Sync-Dienst Unterschiede zwischen Geräten ausgleicht. Wenn ein anderer Rechner eine Datei noch hat oder gerade wieder hochlädt, kommt sie lokal wieder an. Danach wirkt es, als würde der Papierkorb sich „selbst füllen“.

In solchen Situationen ist die Lösung nicht ein aggressiveres Leeren, sondern eine kurze Klärung: Wird dieser Ordner synchronisiert, gibt es mehrere Geräte, und wird die Datei noch irgendwo als „aktuell“ angesehen? Sobald du die Synchronisationslogik verstehst, verschwinden diese Effekte meist von allein.

Papierkorb regelmäßig automatisch leeren, ohne ständig daran zu denken

Wenn du dich nicht jedes Mal kümmern willst, ist eine automatische Bereinigung oft angenehmer als dauerndes manuelles Leeren. Windows 11 bietet dafür eine Speicherfunktion, die alte Inhalte automatisch entfernt. Das wirkt nicht nur auf temporäre Dateien, sondern kann auch den Papierkorb nach einer bestimmten Zeit bereinigen.

Das ist besonders praktisch, wenn du den Papierkorb als Sicherheitsnetz behalten willst, aber nicht möchtest, dass er sich über Monate ansammelt. So bleibt die Wiederherstellung kurzfristig möglich, aber langfristig wird der Speicher nicht dauerhaft blockiert.

Typische Fehlerbilder und passende Lösungen

„Papierkorb kann nicht geleert werden“ ohne echte Erklärung

Oft steckt eine gesperrte Datei dahinter. Vorgehen:

  • Explorer schließen, Programme schließen, neu versuchen.
  • Neustart, direkt danach leeren.
  • Wenn es wieder passiert: Papierkorb-Struktur neu aufbauen.

„Zugriff verweigert“ beim Leeren

Das deutet auf Rechte oder Besitz hin. Vorgehen:

  • Prüfen, ob Dateien aus Systembereichen stammen oder von einem anderen Benutzerkonto.
  • Papierkorb pro Laufwerk zurücksetzen, wenn sich Rechte nicht sauber auflösen.
  • Bei Firmenrechnern können Richtlinien eingreifen, dann hilft häufig nur die IT-Freigabe.

Papierkorb ist leer, aber Speicherplatz bleibt knapp

Dann ist der Papierkorb meist nicht der Hauptfaktor. Vorgehen:

  • Speicherübersicht prüfen und die größten Kategorien identifizieren.
  • Temporäre Dateien, Downloads, alte Windows-Update-Reste prüfen.
  • Wiederherstellungspunkte als Speicherfresser nicht vergessen.

Papierkorb enthält extrem große Dateien, aber das Leeren dauert ewig

Viele große Dateien oder sehr viele kleine Dateien können Zeit kosten. Vorgehen:

  • Geduld bei großen Mengen, danach einmal neu starten, damit Windows Speicherverwaltung sauber aktualisiert.
  • Wenn es dauerhaft hängt: Reset der Papierkorb-Struktur ist oft schneller als wiederholtes Probieren.

Häufige Fragen zum Thema

Kann ich gelöschte Dateien nach dem Leeren des Papierkorbs wiederherstellen?

Nach dem Leeren sind Dateien für Windows normal nicht mehr wiederherstellbar. Es gibt Rettungswege, aber sie sind nicht zuverlässig und bei SSDs durch moderne Speicherverwaltung oft deutlich schwieriger. Wenn es wichtig ist, ist es besser, vor dem Leeren kurz zu prüfen, ob wirklich alles entbehrlich ist.

Warum lässt sich der Papierkorb manchmal nicht leeren, obwohl ich Admin bin?

Adminrechte bedeuten nicht automatisch, dass jede Datei frei löschbar ist. Dateien können gesperrt sein, oder Berechtigungen sind so gesetzt, dass selbst Admin-Aktionen blockiert werden, solange ein Prozess Zugriff hält. Ein Neustart oder ein Reset der Papierkorb-Struktur löst viele dieser Fälle.

Was ist der Unterschied zwischen normalem Löschen und Shift + Entf?

Beim normalen Löschen wird die Datei in den Papierkorb verschoben, damit du sie zurückholen kannst. Shift + Entf löscht direkt endgültig, ohne den Papierkorb zu nutzen. Das ist praktisch, aber riskant, wenn du dich vertust.

Warum landet manches nicht im Papierkorb?

Das hängt oft am Speicherort und an der Dateigröße. Netzlaufwerke, bestimmte externe Medien oder sehr große Dateien umgehen den Papierkorb. Zusätzlich können Programme Dateien direkt entfernen, ohne sie in den Papierkorb zu verschieben.

Kann ich den Papierkorb so einstellen, dass er sich automatisch leert?

Ja, Windows 11 kann den Papierkorb im Rahmen der Speicherverwaltung regelmäßig bereinigen. Du kannst einstellen, nach welcher Zeit Inhalte entfernt werden sollen. Das ist ein guter Mittelweg zwischen Sicherheitsnetz und dauerhaftem Speicherverlust.

Warum tauchen Dateien manchmal wieder im Papierkorb auf?

Meist liegen sie nicht „wieder im Papierkorb“, sondern es handelt sich um eine Anzeigeaktualisierung oder um Inhalte von einem anderen Laufwerk, die vorher übersehen wurden. In synchronisierten Ordnern können Dateien außerdem durch Abgleich wieder erscheinen. Ein kurzer Check in den Speicher- und Sync-Einstellungen hilft meist mehr als mehrfaches Leeren.

Ist es sinnvoll, die Papierkorbgröße sehr klein zu setzen?

Eine kleinere Größe verhindert, dass sich der Papierkorb über Monate aufbläht. Der Nachteil ist, dass große Dateien eventuell direkt endgültig gelöscht werden oder alte Einträge schneller verschwinden. Für viele ist ein moderater Wert sinnvoll, der zu den typischen Dateigrößen passt, mit denen sie arbeiten.

Was passiert, wenn ich den Papierkorb auf einer externen Festplatte leere?

Windows löscht dann die Papierkorb-Inhalte, die zu diesem Laufwerk gehören. Bei externen Laufwerken ist wichtig, sie stabil angeschlossen zu haben, damit der Löschvorgang nicht unterbrochen wird. Nach dem Leeren lohnt es sich, das Laufwerk sauber zu entfernen, damit das Dateisystem keinen Schaden nimmt.

Warum dauert das Leeren manchmal so lange?

Viele kleine Dateien brauchen Zeit, weil jede Datei einzeln verarbeitet wird. Zusätzlich kann ein langsames Laufwerk oder eine externe Verbindung den Vorgang bremsen. Wenn es dauerhaft ungewöhnlich lange dauert, lohnt es sich, auf Dateisystemfehler und Hintergrundprozesse zu prüfen.

Kann ich einzelne Dateien im Papierkorb dauerhaft löschen, ohne alles zu leeren?

Ja, du kannst im Papierkorb einzelne Elemente markieren und entfernen. Das ist praktisch, wenn du nur große Dateien sofort loswerden willst, aber kleinere Dinge noch als Sicherheitsnetz behalten möchtest. Danach bleibt der Rest im Papierkorb, bis du ihn komplett leerst.

Ist der Papierkorb ein sicherer Ort für sensible Daten?

Für sensible Daten ist der Papierkorb eher eine Zwischenstation als eine sichere Lösung. Die Dateien sind zwar „gelöscht“, aber noch vorhanden, bis du den Papierkorb leerst. Wenn es wirklich um sensible Inhalte geht, solltest du sie nicht nur in den Papierkorb verschieben, sondern bewusst und endgültig entfernen und zusätzlich überlegen, wie du Daten generell sicher verwaltest.

Fazit

Den Papierkorb in Windows 11 leeren ist schnell erledigt, solange es um den Standardfall geht. Sobald aber mehrere Laufwerke im Spiel sind, Dateien gesperrt werden oder der Papierkorb beschädigt wirkt, braucht es ein systematisches Vorgehen. Die wichtigsten Schritte sind: zuerst über Desktop oder Explorer leeren, dann bei Problemen in den Speicher- und Laufwerkskontext schauen, und bei wiederkehrenden Fehlermeldungen die Papierkorb-Struktur pro Laufwerk neu aufbauen. Wenn du außerdem die Papierkorbgröße passend einstellst und eine automatische Bereinigung nutzt, bleibt dein System aufgeräumt, ohne dass du ständig daran denken musst.

Checkliste
  • Du löschst viele Dateien auf D: (zweite SSD, Datenplatte, externe Festplatte).
  • Du leerst den Papierkorb.
  • Du schaust auf C: nach freiem Speicher und siehst kaum Veränderung.
  • Oder umgekehrt: Du erwartest, dass D: wieder frei wird, aber Windows zeigt weiterhin belegt.

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