Der schwarze Bildschirm unter Windows 11, verursacht durch Nvidia-Grafikkarten, ist ein häufiges Problem, das viele Nutzer vor Herausforderungen stellt. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Treiber-Fehlermeldungen bis hin zu Hardwarekomponenten, die nicht optimal zusammenspielen. Hier sind einige nützliche Ansätze, um das Problem zu beheben.
Ursachen des Problems
Ein schwarzer Bildschirm kann durch unterschiedliche Faktoren verursacht werden. Oft sind es Treiberprobleme, die nach einem Windows-Update oder einer Software-Installation auftreten. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Grafikkarte nicht richtig im System erkannt wird, was manchmal durch ein einfaches Streichen der Hardware-Einstellungen behoben werden kann.
Weitere Ursachen können mit der Konfiguration der Bildschirmeinstellungen oder der Energieverwaltung des Systems zusammenhängen. Wenn beispielsweise die Grafikkarte auf einen Energiesparmodus eingestellt ist, kann dies zu einer schwachen Leistung und einem schwarzen Bildschirm führen.
Diagnose und erste Schritte
Bevor tiefere Reparaturansätze gewählt werden, ist eine systematische Diagnose wichtig. Ein sinnvoller Ansatz wäre:
- Überprüfen Sie die Verbindung Ihrer Grafikkarte und des Monitors.
- Starten Sie Ihren PC im Abgesicherten Modus neu. Dies hilft festzustellen, ob die Probleme weiterhin bestehen.
- Wenn der Bildschirm in diesem Modus korrekt funktioniert, liegt das Problem wahrscheinlich an den Treibern.
Treiberprobleme beheben
Eine der häufigsten Lösungen besteht darin, die Nvidia-Grafiktreiber zu aktualisieren oder erneut zu installieren. Besuchen Sie die offizielle Nvidia-Website und laden Sie die neuesten Treiber herunter. Achten Sie dabei darauf, die richtige Version für Ihre Grafikkarte und das Betriebssystem auszuwählen.
Neben Updates gibt es auch die Option, den Treiber vollständig zu deinstallieren und dann neu zu installieren. Dazu gehen Sie in die Systemsteuerung, wählen „Geräte-Manager“, suchen den Bereich „Grafikadapter“, klicken mit der rechten Maustaste auf Ihre Nvidia-Grafikkarte und wählen „Deinstallieren“. Starten Sie anschließend den PC neu und installieren Sie den neuesten Treiber.
Praxisbeispiele
Praxisbeispiel 1: Ein Nutzer stellte fest, dass sein Bildschirm nach einem Windows-Update schwarz wurde. Er hatte die Treiber aktualisiert und das Problem bestand weiterhin. Nachdem er den grafischen Treiber deinstallierte, der Bildschirm neu startete und die neuesten Treiber installierte, wurde das Problem behoben.
Praxisbeispiel 2: Eine andere Person berichtete über einen schwarzen Bildschirm, während sie ein Spiel spielte. Nach der Überprüfung der Bildschirmeinstellungen und Rücksetzung der Energieoptionen in Windows funktionierte ihr Monitor wieder normal.
Praxisbeispiel 3: Ein weiterer Fall trat auf, als der Nutzer über HDMI eine Verbindung zu einem Fernseher herstellen wollte. Der Fernseher zeigte nur einen schwarzen Bildschirm. Indem er die Auflösung im Windows-Display-Menü auf eine niedrigere Stufe änderte, konnte er sowohl Bild als auch Ton aktivieren.
Grafik- und Anzeigeeinstellungen anpassen
Manchmal sind die Auflösungs- oder Bildwiederholfrequenzeinstellungen nicht optimal. Gehen Sie zu den Anzeigeeinstellungen von Windows und prüfen Sie, ob die verwendete Auflösung die native Auflösung Ihres Monitors ist. Ebenso kann das Anpassen der Bildwiederholrate vom 60 Hz auf 30 Hz oder vice versa helfen, besonders bei älteren Monitoren.
Wenn Sie mehrere Monitore angeschlossen haben, vergewissern Sie sich, dass die richtige Anzeige als Hauptmonitor definiert ist. Dies geschieht ebenfalls über die Anzeigeeinstellungen.
Weitere Schritte zur Problemlösung
Wenn die obigen Schritte nicht zur Lösung des Problems führen, können andere Maßnahmen ergriffen werden. Eine Überprüfung der Hardware ist sinnvoll; manchmal sind es defekte Kabel oder sogar das Netzteil, das nicht genügend Strom liefert. Die Möglichkeit, das System zurückzusetzen oder einen Wiederherstellungspunkt zu verwenden, kann auch helfen, insbesondere wenn ein Softwarekonflikt vermutet wird.
Spezielle Szenarien mit schwarzem Bildschirm und wie man sie einordnet
Ein schwarzer Bildschirm im Zusammenhang mit einer Nvidia-Grafikkarte unter Windows 11 tritt nicht immer gleich auf, und die Art des Auftretens liefert wertvolle Hinweise für die Fehlersuche. Manche Systeme zeigen bereits beim Windows-Anmeldebildschirm nichts mehr an, während andere erst beim Start eines Spiels oder beim Wechsel in den Vollbildmodus Probleme entwickeln. In einigen Fällen bleibt der Cursor sichtbar, während der Rest des Displays schwarz bleibt, in anderen bricht die Ausgabe vollständig weg, als wäre der Monitor ausgeschaltet. Wer diese Unterschiede bewusst beobachtet, grenzt die potenziellen Ursachen schneller ein und vermeidet unnötige Schritte.
Besonders häufig treten Schwierigkeiten direkt nach einem Treiber-Update oder nach der Installation eines größeren Windows-Updates auf. Manchmal läuft das System zunächst stabil und zeigt den Fehler erst nach einem Neustart oder einem Standby-Zyklus. Auch das Verhalten der Status-LEDs am Monitor oder der Hinweis auf dem Bildschirm, dass kein Signal empfangen wird, helfen weiter. Zeigt der Bildschirm die Meldung für fehlendes Signal, spricht vieles für ein Problem in der Verbindung zwischen Grafikkarte und Monitor oder für einen Absturz des Treibers. Bleibt der Monitor dagegen aktiv, aber nur schwarz, kann ein hängender Anmeldebildschirm, ein fehlerhafter Explorer-Prozess oder eine falsch gewählte Anzeigeeinstellung die Ursache sein.
Ebenso wichtig ist der Zeitpunkt, zu dem der schwarze Bildschirm auftritt. Passiert es kurz nach der Passworteingabe, ist oft der Übergang vom Anmeldebildschirm zur Benutzeroberfläche betroffen. Tritt es beim Start einer bestimmten Anwendung auf, liegt der Fokus auf deren Grafik-API, den Einstellungen oder auf einer Interaktion zwischen Spiel, Overlay-Software und Treiber. Reagiert das System noch auf Tastenkombinationen wie Strg+Shift+Win+B (Grafiktreiber neustarten) oder Strg+Alt+Entf, deutet das auf einen teilweise noch funktionierenden Desktop hin, was wiederum andere Maßnahmen nahelegt als ein komplett eingefrorenes System, das nur noch per Reset reagiert.
Typische Muster und ihre Bedeutung
- Schwarzer Bildschirm direkt nach der Windows-Anmeldung: Häufig ein Problem mit Shell, Explorer oder Autostart-Programmen in Verbindung mit dem Grafiktreiber.
- Bild bricht beim Start eines Spiels weg: Möglicher Konflikt mit Vollbildmodus, G-Sync, HDR oder zu aggressivem Übertaktungspreset.
- Monitor meldet fehlendes Signal nach kurzer Laufzeit: Mögliche Instabilität der GPU, des Netzteils oder der Energieeinstellungen.
- Schwarzes Bild nach dem Aufwachen aus Standby oder Ruhezustand: Verdacht auf buggy Energiesparprofile oder fehlerhaftes Wiederherstellen der Nvidia-Treiberinstanz.
Wer diese Muster dokumentiert und bei jeder Änderung der Einstellungen beobachtet, kann später besser nachvollziehen, welche Anpassung den schwarzen Bildschirm ausgelöst oder beseitigt hat. Notizen zu Uhrzeit, gestarteten Programmen und vorgenommenen Änderungen ersparen viele Versuche ins Blaue hinein.
Interaktion mit weiterer Software: Overlays, Aufnahme-Tools und Tuning-Programme
Neben Windows 11 und dem Nvidia-Treiber selbst spielen Zusatzprogramme eine entscheidende Rolle, wenn der Bildschirm plötzlich schwarz bleibt. Tools für Bildschirmaufnahmen, Streaming-Software, Overlays von Chat- oder Voice-Diensten und Game-Optimierer greifen teilweise tief in die Darstellungskette ein. Sie injizieren eigene Komponenten in laufende Prozesse, um Statistiken anzuzeigen, Hotkeys auszuwerten oder Bildmaterial abzugreifen. Gerät eine dieser Schichten ins Stocken, kann die Darstellung hängen bleiben oder komplett abbrechen, obwohl der eigentliche Grafiktreiber stabil arbeitet.
Zu solchen Programmen gehören etwa Aufnahme- und Streaming-Anwendungen, Voice-Chat-Overlays, Performance-Monitore, Tuning-Tools der Mainboard-Hersteller und einige RGB-Steuerungen mit Overlay-Funktion. Werden mehrere dieser Komponenten gleichzeitig aktiv, steigt die Komplexität der Interaktionen, und kleine Inkompatibilitäten zeigen sich eher auf bestimmten Systemkonfigurationen. Gerade nach Treiberupdates oder nach Funktionsupdates von Windows 11 kann eine bis dahin unauffällige Softwareversion beginnen, Darstellungsfehler auszulösen, weil Schnittstellen angepasst wurden.
Ein strukturierter Test hilft, hier Klarheit zu gewinnen. Zuerst sollten alle nicht zwingend notwendigen Hintergrundanwendungen deaktiviert oder beim Systemstart ausgesetzt werden. Anschließend wird geprüft, ob der schwarze Bildschirm weiterhin auftritt. Bleibt das System stabil, können die Programme nacheinander wieder aktiviert werden, bis der Fehler erneut ausgelöst wird. Dieser schrittweise Ansatz trennt systematische Probleme des Nvidia-Treibers von Konflikten mit einzelner Zusatzsoftware, ohne pauschal alle Anwendungen dauerhaft entfernen zu müssen.
Vorgehen zum Eingrenzen störender Zusatzsoftware
- Über den Task-Manager oder den Autostart-Tab alle unnötigen Programme für einen Testlauf deaktivieren.
- Das System neu starten und die typischen Schritte ausführen, die vorher zum schwarzen Bildschirm geführt haben.
- Tritt das Problem nicht mehr auf, schrittweise jeweils nur ein Programm wieder aktivieren und erneut testen.
- Sobald der Fehler wieder erscheint, die zuletzt aktivierte Software verdächtigen und nach Updates oder alternativen Tools suchen.
- Optional in den Einstellungen der Streaming- oder Overlay-Anwendungen Hardwarebeschleunigung, In-Game-Overlays oder Hook-Methoden variieren und die Stabilität prüfen.
Gerade Aufnahme-Tools bieten häufig mehrere Renderpfade oder Aufnahmemethoden. Ein Wechsel von einem hookenden Modus auf die reine Desktopaufnahme oder umgekehrt kann genügen, um Aussetzer der Anzeige zu verhindern. In manchen Fällen reicht es auch, in den Nvidia-Einstellungen die Optimierung durch bestimmte Drittanbieter-Software zu unterbinden und die Kontrolle über die Grafikprofile ausschließlich im Treiber zu belassen.
Besonderheiten bei Mehrschirmbetrieb, Dockingstations und externen Monitoren
Wer unter Windows 11 mehrere Displays mit einer Nvidia-Karte verbindet, sieht sich mit zusätzlichen Variablen konfrontiert. Unterschiedliche Auflösungen, Bildwiederholraten, Anschlusstechniken und Energiesparmodi erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass eine Kombination problematisch reagiert. Gerade wenn nur ein Bildschirm während des Startvorgangs oder beim Wechsel vom Login zum Desktop schwarz bleibt, sollte der Mehrschirmbetrieb genauer betrachtet werden. Dabei spielt nicht nur die Treiberkonfiguration eine Rolle, sondern auch die Firmware externer Geräte, das verwendete Kabel und der gewählte Anschluss an der Grafikkarte.
Ein häufiger Auslöser sind Mischkonfigurationen mit HDMI- und DisplayPort-Monitoren, bei denen ein Bildschirm 60 Hz und ein anderer 144 Hz oder mehr nutzt. Windows 11 versucht, für alle angeschlossenen Displays einen funktionsfähigen Kompromiss zu finden, während der Nvidia-Treiber eigene Optimierungen beisteuert. Kommt noch eine Dockingstation oder ein USB-C-Adapter hinzu, entstehen zusätzliche Protokollschichten und mögliche Fehlerquellen. Dass ein Monitor kurz das Bild verliert oder komplett schwarz wird, muss daher nicht zwangsläufig vom eigentlichen Grafikchip herrühren, sondern kann ebenso gut in einer störanfälligen Signalkette begründet sein.
Zur Eingrenzung bietet es sich an, den Aufbau zu vereinfachen. Zunächst sollte die Grafikausgabe nur über einen einzigen Monitor direkt an der Grafikkarte laufen, ohne Dockingstation, Switch oder Adapter. Bleibt das System stabil, kann danach schrittweise erweitert werden. Treten die Probleme erst ab einem bestimmten zweiten oder dritten Bildschirm auf, lohnt sich ein genauer Blick auf dessen Spezifikationen, die verwendeten Kabel und eventuelle Firmwareupdates des Monitors. Einige Hersteller bieten Aktualisierungen an, die insbesondere DisplayPort-Verbindungsprobleme und Wake-up-Szenarien verbessern.
Praktische Hinweise für stabile Mehrschirmkonfigurationen
- Nach Möglichkeit alle Bildschirme direkt an die Grafikkarte anschließen, nicht an das Mainboard oder dazwischen geschaltete Adapter, sofern diese nicht zwingend erforderlich sind.
- Für hohe Auflösungen und Bildwiederholraten hochwertige DisplayPort- oder HDMI-Kabel mit ausreichender Spezifikation verwenden.
- In den Nvidia-Einstellungen sicherstellen, dass primärer Monitor, Auflösung und Bildwiederholrate eindeutig gesetzt sind und nicht automatisch wechseln.
- Für Testzwecke ein einheitliches Profil nutzen, bei dem alle Bildschirme die gleiche Bildwiederholrate nutzen, um Taktwechsel zu minimieren.
- Bei Verdacht auf Wake-up-Probleme aus Standby den Schnellstart von Windows zeitweise deaktivieren und prüfen, ob das Verhalten sich bessert.
Wenn ein externer Monitor an einem Notebook mit Nvidia-Grafik genutzt wird, spielen zusätzlich die Umschaltmechanismen zwischen integrierter und dedizierter GPU eine Rolle. Manche Systeme leiten das Bildsignal grundsätzlich über die integrierte Grafik, selbst wenn die Nvidia-Karte die Rechenarbeit übernimmt. In solchen Fällen sollte in den Energie- und Grafikoptionen des Geräts geprüft werden, ob sich das Umschaltverhalten anpassen lässt, um Aussetzer beim Aufbau des Bildsignals zu vermeiden.
Langfristige Stabilität: Wartungsroutinen, Monitoring und vorbeugende Maßnahmen
Ist der akute schwarze Bildschirm behoben, lohnt ein Blick auf vorbeugende Strategien, damit das Zusammenspiel aus Nvidia-Grafik und Windows 11 dauerhaft stabil bleibt. Ein zentrales Element ist eine bewusste Update-Strategie. Anstatt jeden neuen Treiber oder jedes optionale Windows-Update sofort zu installieren, kann es sinnvoll sein, auf erste Rückmeldungen aus der Community zu achten oder bekannte Problemberichte zu prüfen. Gerade produktiv genutzte Systeme profitieren von einem vorsichtigen Vorgehen, bei dem vorher ein Wiederherstellungspunkt eingerichtet oder ein Systemabbild angelegt wird. So lassen sich Treiber- oder Systemupdates, die zu Schwarzdarstellungen geführt haben, leichter rückgängig machen.
Regelmäßige Wartung umfasst auch die Überprüfung von Temperaturen und Spannungswerten der Grafikkarte sowie des restlichen Systems. Ein schlecht belüftetes Gehäuse, verstaubte Lüfter oder ein Netzteil, das an seiner Leistungsgrenze arbeitet, können unter Last zu instabilen Zuständen führen, die sich in schwarzen Bildschirmen äußern. Monitoring-Tools, die Temperatur, Auslastung und Taktraten protokollieren, helfen dabei, Muster zu erkennen. Wenn der Bildschirm wiederholt bei ähnlicher Lastkonstellation ausfällt, liegt der Verdacht nahe, dass die Hardware an ihrer Stabilitätsgrenze arbeitet, selbst wenn synthetische Benchmarks noch problemlos durchlaufen.
Darüber hinaus sollten größere Systemanpassungen dokumentiert werden. Änderungen an der Registry, neue Tuning-Tools, Overclocking-Versuche oder massive Anpassungen an Energieplänen lassen sich später besser bewerten, wenn bekannt ist, wann genau sie eingeführt wurden. So kann man gezielt einzelne Schritte zurücknehmen, anstatt in einem unübersichtlichen Konfigurationsmix nach der Ursache zu suchen. Ein strukturierter Ansatz mit klaren Notizen verkürzt die Zeit, bis ein wieder auftretender schwarzer Bildschirm eingegrenzt ist.
Empfehlungen für einen stabilen Betrieb mit Nvidia-Grafik unter Windows 11
- Vor Treiber- oder größeren Windows-Updates Wiederherstellungspunkte oder Images anlegen.
- Temperaturen, Spannungen und Auslastung der GPU und des Systems regelmäßig prüfen, besonders nach Komponentenwechseln.
- Overclocking moderat halten und jede Änderung langfristig beobachten, bevor weitere Schritte folgen.
- Neue Tuning- oder Overlay-Software zunächst testweise installieren und das Verhalten des Systems gezielt beobachten.
- In sinnvollen Abständen eine Bereinigung veralteter Treiberreste und nicht mehr benötigter Tools vornehmen.
Durch diese vorbeugenden Maßnahmen sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass aus heiterem Himmel ein schwarzer Bildschirm auftritt, und gleichzeitig wird die Fehlersuche strukturiert, falls doch einmal ein Problem entstehen sollte. Ein bewusst gepflegtes System reagiert in der Regel berechenbarer auf neue Treiberversionen und Windows-Updates,
Häufige Fragen zum Nvidia-Displayproblem unter Windows 11
Warum wird mein Bildschirm nach der Anmeldung unter Windows 11 schwarz?
Ein schwarzer Bildschirm direkt nach der Anmeldung deutet häufig auf ein Problem mit dem Grafiktreiber oder fehlerhafte Anzeigeeinstellungen hin. Besonders bei Nvidia-Karten treten solche Effekte oft nach Treiberupdates, Windows-Updates oder Änderungen an der Auflösung und Bildwiederholrate auf.
Wie erkenne ich, ob der Nvidia-Treiber die Ursache ist?
Ein deutliches Anzeichen ist, dass der Bildschirm erst schwarz wird, sobald Windows den vollwertigen Nvidia-Treiber lädt, während das BIOS- und Login-Bild noch angezeigt werden. Zusätzlich finden sich im Geräte-Manager oder in der Ereignisanzeige Hinweise auf Treiberfehler, etwa Einträge zu nicht geladenen oder abgestürzten Grafiktreibern.
Was kann ich tun, wenn ich wegen des schwarzen Bildschirms nicht mehr ins System komme?
In diesem Fall hilft meist der abgesicherte Modus, den Sie über die erweiterten Startoptionen erreichen, um den Nvidia-Treiber zu deinstallieren oder zurückzusetzen. Alternativ kann ein Wechsel auf die integrierte GPU oder ein Start mit einer anderen Grafikkarte vorübergehend wieder ein Bild liefern, sodass Sie die eigentliche Reparatur in Ruhe durchführen können.
Hilft es, den Nvidia-Treiber einfach neu zu installieren?
Eine Neuinstallation kann das Problem beheben, wenn beschädigte Dateien oder fehlerhafte Einstellungen die Ursache sind. Am zuverlässigsten funktioniert dies mit einer sauberen Treiberentfernung, etwa mit einem Deinstallationstool im abgesicherten Modus, gefolgt von einer frisch heruntergeladenen passenden Treiberversion.
Kann ein Windows-Update zu einem schwarzen Bildschirm mit Nvidia-Grafikkarte führen?
Ja, Windows-Updates können zu Inkompatibilitäten mit bestimmten Treiberversionen führen, wodurch der Bildschirm dunkel bleibt oder flackert. In solchen Fällen hilft es oft, einen älteren Nvidia-Treiber zu verwenden oder gegebenenfalls auf eine frühere Windows-Build zurückzugehen, bis ein kompatibles Update veröffentlicht wird.
Was sollte ich an den Nvidia- und Anzeigeeinstellungen prüfen?
Überprüfen Sie, ob Auflösung und Bildwiederholrate mit Ihrem Monitor kompatibel sind und ob der richtige Eingang am Display verwendet wird. Zudem lohnt sich ein Blick in die Nvidia-Systemsteuerung, um Mehrmonitor-Einstellungen, Skalierungsoptionen und G-Sync- bzw. FreeSync-Funktionen testweise zu deaktivieren.
Kann die Stromversorgung oder das Kabel einen schwarzen Bildschirm verursachen?
Eine instabile Stromversorgung, lose Stecker oder ein defektes DisplayPort- oder HDMI-Kabel können ebenfalls zu einem dunklen Bildschirm führen, obwohl der Rechner weiterläuft. Testen Sie nach Möglichkeit ein anderes Kabel, einen anderen Port und prüfen Sie auch die zusätzlichen PCIe-Stromstecker der Grafikkarte.
Wie kann ich unterscheiden, ob der Monitor oder die Nvidia-Grafikkarte schuld ist?
Schließen Sie den Monitor an ein anderes Gerät an oder testen Sie einen zweiten Bildschirm am PC, um die Anzeigehardware zu überprüfen. Bleibt der Fehler nur in Kombination mit der Nvidia-Karte bestehen, obwohl andere Geräte problemlos funktionieren, liegt die Ursache sehr wahrscheinlich an Treiber, Karte oder deren Konfiguration.
Ist es sinnvoll, die integrierte Grafikeinheit des Prozessors zu nutzen?
Die Nutzung der integrierten GPU kann helfen, Windows 11 wieder mit Bild zu starten und Einstellungen oder Treiber anzupassen. Sobald das System stabil läuft und der passende Nvidia-Treiber installiert ist, können Sie wieder auf die dedizierte Grafikkarte umschalten.
Wann sollte ich einen Hardwaredefekt der Nvidia-Grafikkarte in Betracht ziehen?
Ein echter Defekt ist wahrscheinlich, wenn auch außerhalb von Windows, etwa im BIOS oder beim Bootlogo, Bildfehler oder Aussetzer auftreten oder die Karte in anderen Systemen ähnliche Symptome zeigt. Wenn zudem alle Treibermaßnahmen erfolglos bleiben und die Karte unter Last ausfällt oder starke Geräusche verursacht, ist eine professionelle Überprüfung oder ein Austausch sinnvoll.
Welche Rolle spielt der abgesicherte Modus bei der Fehlerbehebung?
Im abgesicherten Modus lädt Windows nur grundlegende Treiber, wodurch viele Konflikte zwischen Nvidia-Software und Windows-Treibern umgehen werden. So können Sie problematische Treiber entfernen, alte Versionen wiederherstellen oder Tools zur Bereinigung nutzen, ohne dass der Bildschirm permanent schwarz bleibt.
Wie kann ich mich vor zukünftigen Problemen mit schwarzem Bildschirm schützen?
Installieren Sie Treiber- und Windows-Updates zeitversetzt, erstellen Sie Wiederherstellungspunkte und notieren Sie funktionierende Treiberversionen. Zudem empfiehlt es sich, Änderungen an Übertaktung, Energiesparprofilen und Anzeigeeinstellungen schrittweise vorzunehmen und die Stabilität nach jeder Anpassung zu testen.
Fazit
Ein schwarzer Bildschirm im Zusammenspiel von Windows 11 und Nvidia-Grafikkarten lässt sich in vielen Fällen auf Treiberkonflikte, fehlerhafte Einstellungen oder einzelne Hardwarekomponenten eingrenzen. Mit systematischer Vorgehensweise, dem Einsatz des abgesicherten Modus und gegebenenfalls einer sauberen Treiberneuinstallation bekommen Sie das System meist wieder stabil zum Laufen. Bleiben die Fehler dennoch bestehen, hilft ein Hardwarecheck oder die Prüfung in einem zweiten Rechner, um einen Defekt sicher zu erkennen. So behalten Sie die Kontrolle und reduzieren das Risiko, dass der Bildschirm unerwartet wieder dunkel bleibt.





