Miniaturansichten fehlen in Windows 11 – Lösung in den Ordneroptionen

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 8. April 2026, zuletzt aktualisiert: 8. April 2026

Wenn in Windows 11 plötzlich nur noch Dateisymbole statt Vorschaubildern angezeigt werden, liegt das fast immer an einer Einstellung im Explorer oder am Vorschau-Cache. In den meisten Fällen lässt sich das direkt über die Ordneroptionen und ein, zwei ergänzende Systemfunktionen in wenigen Minuten wieder korrigieren.

Damit die Vorschaubilder dauerhaft stabil angezeigt werden, reicht es nicht, nur einen Haken zu setzen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Ordneroptionen, Darstellung im Explorer, Vorschau-Cache und teilweise auch der Leistungsoptionen von Windows.

Warum Miniaturansichten unter Windows 11 verschwinden können

Fehlende Vorschaubilder haben in Windows 11 einige typische Ursachen, die sich gut eingrenzen lassen. Meist wurde eine Option unabsichtlich umgestellt, ein Optimierungstool hat eingegriffen oder der Thumbnail-Cache ist beschädigt.

Häufige Auslöser sind:

  • In den Ordneroptionen ist die Anzeige von Symbolen statt Vorschaubildern aktiviert.
  • Im Reiter Darstellung im Explorer ist eine Ansicht gewählt, die keine Thumbnails nutzt.
  • Der Miniaturansichten-Cache ist beschädigt oder zu stark angewachsen.
  • Ein Tuning-Tool oder eine „Aufräum“-Funktion löscht oder deaktiviert Vorschaubilder.
  • In den Leistungsoptionen von Windows wurde die Miniaturanzeige aus Performance-Gründen abgeschaltet.
  • Gruppenrichtlinien oder Registry-Einträge unterbinden die Vorschau, etwa in Firmennetzwerken.

Wenn du Ursache und Symptom verknüpfst, sparst du dir unnötige Tests. Zuerst solltest du prüfen, ob das Problem nur einzelne Ordner oder den gesamten Explorer betrifft. Tritt es überall auf, lohnt sich der Blick in die globalen Einstellungen von Windows.

Ordneroptionen prüfen: Der wichtigste Schalter für Miniaturansichten

Die Ordneroptionen steuern, ob Windows überhaupt Miniaturansichten statt schlichter Symbole anzeigen darf. Ist hier eine bestimmte Option aktiviert, bleiben alle Vorschaubilder unsichtbar – selbst wenn der Rest korrekt eingestellt ist.

Gehe der Reihe nach vor:

  1. Öffne einen beliebigen Ordner oder den Datei-Explorer.
  2. Klicke oben in der Symbolleiste auf „Ansicht“ und danach auf „Optionen“ (meist ganz rechts bei „Weitere Optionen anzeigen“).
  3. Im Fenster „Ordneroptionen“ wechselst du auf den Reiter „Ansicht“.
  4. In der Liste „Erweiterte Einstellungen“ suchst du nach dem Eintrag „Immer Symbole statt Miniaturansichten anzeigen“.
  5. Entferne das Häkchen bei diesem Eintrag.
  6. Bestätige mit „Übernehmen“ und „OK“.

Sobald diese Änderung wirksam ist, sollte der Explorer bei geeigneten Ansichtstypen wieder Vorschaubilder für Bilder, Videos und einige Dokumentformate anzeigen. Wenn das noch nicht geschieht, lohnt ein Blick auf die Darstellung im Explorer selbst.

Darstellungsoptionen im Explorer richtig wählen

Miniaturansichten werden nur in bestimmten Ansichtsmodi des Explorers angezeigt. Wenn du versehentlich auf eine Liste oder Detailansicht ohne größere Symbole umgestellt hast, wirkt es so, als seien die Thumbnails verschwunden.

Stelle die Darstellung gezielt um:

  1. Öffne den Ordner, in dem du Vorschaubilder erwartest.
  2. Klicke in der Symbolleiste oben auf „Ansicht“.
  3. Wähle „Große Symbole“ oder „Sehr große Symbole“ aus.
  4. Kontrolliere, ob jetzt wieder Vorschaubilder eingeblendet werden.

Wenn du hier bereits mit großen Symbolen arbeitest, aber dennoch nur Standardsymbole siehst, liegt das Problem eher an den Systemfunktionen oder am Cache. In diesem Fall geht es mit den Leistungsoptionen und der Cache-Bereinigung weiter.

Leistungsoptionen: Miniaturansichten als visuelle Effekte aktivieren

Windows kann aus Performance-Gründen bestimmte optische Effekte abschalten, dazu gehört auch die Vorschau von Dateiinhalten. Wer an diesen Einstellungen gedreht hat oder ein Tuning-Programm verwendet, findet die Ursache oft hier.

Anleitung
1Öffne einen beliebigen Ordner oder den Datei-Explorer.
2Klicke oben in der Symbolleiste auf „Ansicht“ und danach auf „Optionen“ (meist ganz rechts bei „Weitere Optionen anzeigen“).
3Im Fenster „Ordneroptionen“ wechselst du auf den Reiter „Ansicht“.
4In der Liste „Erweiterte Einstellungen“ suchst du nach dem Eintrag „Immer Symbole statt Miniaturansichten anzeigen“.
5Entferne das Häkchen bei diesem Eintrag — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

So aktivierst du die Einstellung für Thumbnails in den Leistungsoptionen:

  1. Drücke die Windows-Taste und gib „Erweiterte Systemeinstellungen anzeigen“ ein, dann öffne den entsprechenden Eintrag.
  2. Klicke im Bereich „Leistung“ auf „Einstellungen“.
  3. Im Reiter „Visuelle Effekte“ wählst du entweder „Für optimale Darstellung anpassen“ oder „Benutzerdefiniert“.
  4. Wenn du „Benutzerdefiniert“ nutzt, setze unbedingt ein Häkchen bei „Miniaturansichten anstelle von Symbolen anzeigen“.
  5. Bestätige mit „Übernehmen“ und dann mit „OK“.

Nach dieser Anpassung sollte Windows die Thumbnails grundsätzlich wieder darstellen dürfen. Bleiben sie weiterhin leer oder fehlerhaft, ist meistens der Vorschau-Cache beschädigt oder leergeräumt.

Miniaturansichten-Cache löschen und neu aufbauen lassen

Windows speichert Vorschaubilder in einem eigenen Cache, damit Ordner mit vielen Dateien schneller laden. Wird dieser Zwischenspeicher beschädigt, zeigt der Explorer oft nur noch generische Symbole an oder einzelne Miniaturen fehlen.

Das Bereinigen und Neuaufbauen des Caches ist ungefährlich, weil Windows die Vorschaubilder bei Bedarf automatisch neu generiert. So gehst du vor:

  1. Öffne die Systemsteuerung (zum Beispiel über die Windows-Suche).
  2. Wechsle zu „System und Sicherheit“ und dann zu „Speicherplatz freigeben“ oder öffne „Datenträgerbereinigung“ über die Suche.
  3. Wähle das Systemlaufwerk (in der Regel C:) aus.
  4. In der Liste der zu löschenden Dateien suchst du den Punkt „Miniaturansichten“.
  5. Setze dort ein Häkchen und entferne gegebenenfalls Häkchen bei Einträgen, die unberührt bleiben sollen.
  6. Starte den Bereinigungsvorgang mit „OK“.

Nach Abschluss der Bereinigung empfiehlt sich ein kurzer Neustart des Explorers oder des gesamten Systems. Öffnest du anschließend einen Bilder- oder Videoordner, baut Windows den Cache langsam wieder auf, was beim ersten Durchgang ein wenig Ladezeit kosten kann.

Explorer neu starten, ohne Windows komplett zu booten

Manchmal verändert sich das Verhalten des Explorers erst dann sauber, wenn der Prozess neu gestartet wird. Das spart Zeit gegenüber einem vollständigen Systemneustart und ist schnell erledigt.

Du kannst so vorgehen:

  1. Öffne den Task-Manager, zum Beispiel per Rechtsklick auf die Taskleiste und Auswahl von „Task-Manager“.
  2. Klicke auf „Mehr Details“, falls nur die kompakte Ansicht sichtbar ist.
  3. Suche in der Liste der Prozesse nach „Windows-Explorer“.
  4. Markiere den Eintrag und klicke unten rechts auf „Neu starten“.

Der Desktop wird für einen Moment verschwinden und danach wieder auftauchen. Viele Anzeigeprobleme, darunter auch zähe oder veraltete Thumbnail-Darstellungen, erledigen sich dadurch von selbst.

Wenn nur bestimmte Dateitypen keine Vorschaubilder zeigen

Es kommt vor, dass nur einzelne Formate keine Miniaturansichten erhalten, während andere korrekt angezeigt werden. Ein typisches Beispiel: Bilder werden normal dargestellt, aber Videos erscheinen nur mit Symbol.

In solchen Fällen sind meist Codecs oder Vorschaudienste betroffen, die Windows für die Darstellung dieser Formate braucht. Je nach Dateityp bieten sich unterschiedliche Schritte an:

  • Bildformate wie PNG, JPG, BMP: Diese sollten Windows-weit ohne zusätzliche Software als Thumbnails erscheinen. Wenn nur einzelne Bilder fehlen, sind sie oft beschädigt oder extrem groß.
  • RAW-Fotos von Kameras: Für RAW-Formate braucht Windows meist zusätzliche Erweiterungen, damit Vorschaubilder erzeugt werden können.
  • Videoformate: Bei manchen Containern und Codecs erstellt Windows nur ein Standardsymbol, besonders wenn kein passender Decoder installiert ist.

Tritt das Problem nur bei einem seltenen Format auf, liegt es weniger an den Ordneroptionen, sondern eher an fehlenden Erweiterungen. Bei gängigen Formaten wie JPG, PNG und MP4 sollten jedoch in fast allen Ordneransichten Thumbnails sichtbar sein, sobald die oben genannten Optionen korrekt gesetzt sind.

Warum „Aufräum-Tools“ Miniaturansichten beeinträchtigen

Viele Programme zur Systempflege bieten Funktionen an, um den Miniaturansichten-Cache zu leeren oder bestimmte Anzeigeeffekte zu deaktivieren. Der Gedanke dahinter: Speicherplatz sparen und vermeintlich Leistung gewinnen.

Wenn solche Tools aggressiv eingestellt sind, löschen sie den Cache laufend oder setzen sogar die systemweiten Anzeigeoptionen um. Die Folgen:

  • Der Explorer braucht länger, um Ordner mit vielen Medieninhalten zu laden.
  • Vorschaubilder erscheinen verzögert oder gar nicht.
  • Manche Einstellungen, die du manuell gesetzt hast, werden beim nächsten Systemstart wieder überschrieben.

Wenn bei dir regelmäßig Vorschaubilder „verschwinden“, lohnt sich ein Blick in die Einstellungen solcher Tools. Deaktiviere dort alle Funktionen, die sich auf Thumbnails, Optik, „visuelle Effekte“ oder angebliche Symboloptimierungen beziehen, oder nutze die Windows-Bordmittel ohne zusätzliche Aufräumprogramme.

Miniaturansichten in Netzwerkordnern und auf externen Datenträgern

In Netzlaufwerken oder auf USB-Festplatten verhalten sich Vorschaubilder oft anders als auf der internen Systemplatte. Windows muss die Inhalte erst über das Netzwerk oder den USB-Bus lesen, bevor Vorschaubilder erstellt werden.

Zwei Besonderheiten treten hier häufig auf:

  • Die Erstellung der Thumbnails dauert länger, insbesondere bei langsamen NAS-Systemen oder WLAN-Verbindungen.
  • Manche Netzwerkfreigaben sind so konfiguriert, dass keine Thumbnails zwischengespeichert werden dürfen.

Wenn du in einem Netzlaufwerk nur Symbole siehst, während auf der lokalen Festplatte alles normal wirkt, prüfe zunächst, ob die Miniaturanzeige auf der lokalen Maschine korrekt funktioniert. Ist das der Fall, kann eine Richtlinie auf dem Server oder eine Freigabeoption verhindern, dass Windows Thumbnails speichert.

Typische Stolperfallen in der täglichen Nutzung

Einige kleine Details im Alltag sorgen immer wieder dafür, dass Vorschaubilder „verschwunden“ wirken, obwohl technisch alles in Ordnung ist. Wer diese Punkte im Hinterkopf behält, spart sich viel Sucharbeit.

Häufige Stolpersteine sind:

  • Der Explorer steht noch auf „Details“ oder „Liste“, was Thumbnails kaum sichtbar macht.
  • Die Spalte „Dateiname“ ist sehr schmal, sodass man vor allem das Symbol wahrnimmt.
  • Es ist ein Filter aktiv, der nur bestimmte Dateitypen anzeigt – die mit Thumbnails fehlen daher scheinbar.
  • Ordner werden unterschiedlich dargestellt, wenn sie eigene Anpassungen oder Vorlagen besitzen.

Prüfe daher zuerst die Ansichtseinstellungen und mögliche Filter, bevor du tiefer in Systemkonfigurationen einsteigst. Oft lösen zwei, drei Klicks auf die richtige Symbolgröße und das Entfernen eines Filters das angebliche Problem.

Miniaturansichten für Bilder: Ein typischer Anwendungsfall

Gerade bei Fotos ist eine funktionierende Vorschau fast unverzichtbar, beispielsweise beim Sortieren eines Urlaubsordners mit hunderten Dateien. Wenn an dieser Stelle nur Symbole auftauchen, verlangsamt sich die Arbeit deutlich.

In so einem Szenario hat sich folgende Abfolge bewährt:

  1. Im Explorer die Ansicht auf „Sehr große Symbole“ stellen, um möglichst viel vom Bild zu sehen.
  2. In den Ordneroptionen das Häkchen bei „Immer Symbole statt Miniaturansichten anzeigen“ entfernen.
  3. In den Leistungsoptionen prüfen, ob „Miniaturansichten anstelle von Symbolen anzeigen“ aktiviert ist.
  4. Den Miniaturansichten-Cache einmal löschen, falls der Ordner ungewöhnlich langsam lädt.
  5. Den Explorer neu starten und einen Moment warten, damit Windows alle Thumbnails neu berechnet.

Wer häufig mit sehr großen Bildern arbeitet, sollte sich darauf einstellen, dass das Erzeugen von Vorschaubildern etwas mehr Zeit benötigt. Dafür klappt das Blättern durch die Ordner danach deutlich flüssiger.

Vorschaubilder bei Videodateien wiederherstellen

Bei Videos dienen Thumbnails oft als schnelle Orientierung, um Szenen und Projekte zu erkennen, etwa bei Schnittsoftware oder in großen Medienarchiven. Fehlen diese Vorschauen, kann das wie ein Durcheinander aus gleich aussehenden Dateien wirken.

Wichtige Punkte bei Videothumbnails sind:

  • Windows braucht passende Codecs, um aus Videodateien ein Einzelbild zu extrahieren.
  • Sehr exotische oder proprietäre Formate liefern nicht immer eine Vorschau an den Explorer.
  • Teilweise erzeugen Videoprogramme eigene Vorschaudateien in Projektordnern, die unabhängig vom Windows-Cache sind.

Wenn alle Videos ohne Vorschaubild erscheinen, prüfe zuerst die allgemeinen Einstellungen in Ordneroptionen und Leistungsoptionen. Bleibt das Problem nur bei einzelnen Formaten bestehen, hängt es meist an fehlenden oder veralteten Codecs und nicht an den Anzeigeeinstellungen des Explorers.

Einfluss von Gruppenrichtlinien und Registry auf Miniaturansichten

In Unternehmensumgebungen oder auf von der IT verwalteten Geräten werden häufig Richtlinien eingesetzt, um Systemfunktionen zu steuern. Dazu gehört auch die Möglichkeit, Thumbnails aus Datenschutz- oder Performancegründen abzuschalten.

Typische Merkmale dafür sind:

  • Die Option in den Ordneroptionen lässt sich nicht mehr ändern oder springt nach einem Neustart automatisch zurück.
  • Mehrere Geräte im gleichen Netzwerk zeigen das gleiche Verhalten.
  • Nach Neuinstallation oder Profilwechsel bleibt das Problem bestehen.

In solchen Fällen sind Eingriffe über den lokalen Gruppenrichtlinien-Editor oder die Registry denkbar. Auf Firmengeräten sollte das immer mit der zuständigen IT-Abteilung abgestimmt werden. Auf privaten Rechnern kann man in den Richtlinien prüfen, ob die Miniaturanzeige explizit deaktiviert wurde, falls man entsprechende Vorkenntnisse und Sicherungen hat.

Was tun, wenn einzelne Ordner sich „querstellen“

Es kommt vor, dass nur ein bestimmter Ordner keine Thumbnails zeigt, während andere Verzeichnisse korrekt funktionieren. Das liegt häufig an individuellen Ordnereinstellungen oder an einem beschädigten Konfigurationsfile in diesem Verzeichnis.

Hilfreich sind dann diese Schritte:

  • Im betroffenen Ordner über „Ansicht“ die Symbolgröße auf „Große Symbole“ stellen.
  • Im Menü „Ansicht“ prüfen, ob „Piktogramme anzeigen“ aktiv ist.
  • Über „Optionen“ in den Ordneroptionen auf dem Reiter „Ansicht“ die Funktion „Auf Ordner anwenden“ so nutzen, dass eine funktionierende Ansichtsvorlage übernommen wird.
  • Falls weiterhin Probleme bestehen, im Ordner die Datei „desktop.ini“ sichtbar machen und – nach Sicherung – entfernen, damit Windows die Darstellung neu anlegt.

Wenn nach diesen Schritten nur dieser eine Ordner betroffen bleibt, deutet vieles auf eine sehr spezielle Konstellation hin, etwa ein beschädigtes Dateisystem oder Sonderrechte. In solchen Ausnahmefällen lohnt es sich, einen neuen Ordner anzulegen und die Dateien dorthin zu verschieben.

Miniaturansichten und Systemleistung sinnvoll ausbalancieren

Miniaturbilder kosten ein wenig Rechenzeit und Festplattenspeicher, sparen aber im Alltag viele Klicks. Gerade auf älteren oder sehr schwachen Systemen überlegen manche Nutzer, ob sie Thumbnails aus Performance-Gründen komplett deaktivieren sollten.

In der Praxis funktioniert ein Mittelweg gut:

  • Die Anzeige von Miniaturansichten auf globaler Ebene aktiviert lassen.
  • Für Ordner mit vielen Tausend Dateien eine andere Ansicht nutzen, wenn die Ladezeit sehr hoch ist.
  • Den Miniatur-Cache nur gelegentlich bereinigen, etwa wenn es zu sichtbaren Fehlern oder massiven Verzögerungen kommt.

Wer zusätzlich SSD-Speicher verwendet, profitiert davon, dass der Zugriff auf den Cache ohnehin recht schnell abläuft. Auf älteren Festplatten kann der erste Aufbau eines großen Thumbnailsatzes zwar spürbar dauern, bringt aber danach wieder flüssige Bedienung im Explorer.

Häufige Fragen zu Miniaturansichten in Windows 11

Warum erscheinen Miniaturansichten manchmal nur verzögert?

Windows erstellt Vorschaubilder beim ersten Zugriff auf Dateien und speichert sie im Cache, was bei vielen oder sehr großen Dateien etwas Zeit benötigt. Auf langsamen Datenträgern oder bei ausgelasteter Hardware fällt diese Verzögerung stärker auf, bis alle Vorschaubilder aufgebaut sind.

Wie verhindere ich, dass Windows wieder nur Dateisymbole zeigt?

Stelle in den Ordneroptionen sicher, dass das Häkchen bei der Einstellung zum Anzeigen statt Speichern von Miniaturansichten in Symbolen entfernt bleibt. Zusätzlich empfiehlt sich, Aufräumprogramme und Tuning-Tools so zu konfigurieren, dass sie den Miniaturansichten-Cache nicht mehr automatisch löschen.

Können Miniaturansichten die Sicherheit meines Systems beeinträchtigen?

Die Vorschauen selbst stellen in der Regel kein Sicherheitsrisiko dar, da sie nur Bilddaten und keine ausführbaren Inhalte anzeigen. Wichtig ist jedoch, weiterhin einen aktuellen Virenschutz zu nutzen und keine unbekannten Dateien leichtfertig zu öffnen, auch wenn deren Vorschaubild normal angezeigt wird.

Beeinflusst ein voller Datenträger die Anzeige von Vorschaubildern?

Ist die Systempartition stark belegt, kann Windows temporäre Dateien und Caches nicht mehr zuverlässig anlegen, was sich auch auf Miniaturansichten auswirken kann. Ein gewisser freier Speicherplatz erleichtert die Verwaltung des Vorschauspeichers und sorgt für eine stabilere Darstellung im Explorer.

Warum unterscheiden sich Miniaturansichten manchmal zwischen zwei PCs?

Die Darstellung hängt von installierten Codecs, Programmen und den jeweils gesetzten Explorer-Optionen ab, daher kann die Vorschau je nach System variieren. Zudem beeinflussen unterschiedliche Leistungs- und Energieeinstellungen, ob Windows auf einem Rechner stärker auf Symbole statt auf aufwendige Vorschaubilder setzt.

Ist es sinnvoll, Miniaturansichten auf schwacher Hardware dauerhaft zu deaktivieren?

Auf sehr leistungsschwachen Geräten kann das Abschalten von Vorschaubildern den Explorer merklich beschleunigen, insbesondere bei großen Medienarchiven. Wer vor allem mit Listenansichten arbeitet und sich an Dateinamen orientiert, profitiert in solchen Fällen häufig von einer rein symbolbasierten Anzeige.

Wie oft sollte der Cache für Miniaturansichten geleert werden?

Ein regelmäßiges Leeren ist nicht nötig und kann im Alltag eher zu vermehrten Aufbauzeiten führen, weil Windows alle Vorschaubilder neu erzeugen muss. Nur bei offensichtlichen Anzeigeproblemen, beschädigten Vorschaubildern oder nach größeren Systemänderungen lohnt sich das gezielte Zurücksetzen des Caches.

Was tun, wenn ein Ordner trotz aller Einstellungen leer bleibt oder nur Symbole zeigt?

In einem solchen Fall hilft es oft, die Ordneransicht zu ändern, den Ordner kurz zu schließen und erneut zu öffnen oder den Explorer-Suchpfad anzupassen. Bleibt das Verhalten bestehen, sollte geprüft werden, ob die Dateien auf einem schreibgeschützten oder fehlerhaften Datenträger liegen, der die Cache-Erstellung behindert.

Warum zeigen portable Festplatten andere Vorschaubilder als die interne SSD?

Externe Laufwerke nutzen teilweise eigene Caches oder greifen langsamer auf Dateien zu, wodurch Windows die Miniaturansichten anders oder verspätet aufbaut. Zudem kann die Energieverwaltung USB-Laufwerke zwischenzeitlich abschalten, was die Vorschaugenerierung unterbricht und zu sichtbaren Unterschieden führt.

Können beschädigte Bild- oder Videodateien die Anzeige verzögern oder blockieren?

Defekte Dateien können den Vorschaudienst stark ausbremsen, weil Windows mehrfach versucht, aus unvollständigen Daten ein Miniaturbild zu generieren. In solchen Situationen hilft es, verdächtige Dateien testweise zu verschieben oder zu entfernen, um zu prüfen, ob sich die Anzeige der übrigen Objekte normalisiert.

Wie erkenne ich, ob eine Drittanwendung die Vorschaubilder beeinflusst?

Wenn die Anzeige nach Installation eines bestimmten Programms oder Codecpakets ausfällt, liegt die Ursache häufig bei dieser Erweiterung. Ein Test im abgesicherten Modus oder mit einem frisch angelegten Benutzerkonto hilft dabei, den Einfluss der Zusatzsoftware einzugrenzen.

Hilft ein neues Benutzerprofil bei hartnäckigen Problemen mit Miniaturansichten?

Ein neues Profil startet mit frischen Benutzereinstellungen und einem leeren Cache, wodurch sich fehlerhafte Konfigurationen aus dem alten Konto umgehen lassen. Wenn Vorschaubilder im neuen Profil korrekt erscheinen, liegt die Ursache meist in benutzerspezifischen Einstellungen, die sich dann gezielt anpassen oder zurücksetzen lassen.

Fazit

Mit den passenden Optionen im Explorer, sorgfältig gewählten Leistungsparametern und einem funktionierenden Cache lassen sich Vorschaubilder in Windows 11 zuverlässig nutzen. Wenn der Datei-Explorer dennoch nur Symbole zeigt, führen systematische Kontrollen der Einstellungen, ein Aufräumen des Caches und das Prüfen von Zusatzsoftware meist schnell zum Ziel. So bleibt die Dateiverwaltung übersichtlich und der Umgang mit Bildern, Videos und Dokumenten deutlich effizienter.

Checkliste
  • In den Ordneroptionen ist die Anzeige von Symbolen statt Vorschaubildern aktiviert.
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