Wie behebe ich Grafikkartenfehler Code 43 in Windows?

Lesedauer: 5 Min – Beitrag erstellt: 1. November 2025, zuletzt aktualisiert: 1. November 2025

Wenn im Geräte-Manager die Meldung „Dieses Gerät wurde angehalten, weil es Fehler gemeldet hat (Code 43)“ erscheint, hat Windows ein Problem mit deiner Grafikkarte erkannt. Das kann sowohl bei NVIDIA-, AMD- als auch Intel-GPUs auftreten – häufig nach einem Treiberupdate, Hardwaredefekt oder BIOS-Fehler. In dieser Anleitung erfährst du, was hinter Fehlercode 43 steckt und welche Maßnahmen du ergreifen kannst, um deine Grafikkarte wieder funktionsfähig zu machen.

Was bedeutet der Grafikkartenfehler Code 43?

Windows deaktiviert die Grafikkarte automatisch, wenn sie einen unerwarteten oder fehlerhaften Status meldet. Der Code 43 ist also kein einzelner Fehler, sondern eine Sammelmeldung für unterschiedliche Ursachen – etwa:

  • fehlerhafte oder inkompatible Treiber,
  • beschädigte Systemdateien,
  • defekte Hardware oder Stromprobleme,
  • BIOS- oder UEFI-Inkompatibilitäten,
  • Konflikte mit externen Tools oder Overclocking-Software.

Im Geräte-Manager wird der Fehler meist so angezeigt:

„Windows hat dieses Gerät angehalten, weil es Fehler gemeldet hat. (Code 43)“

Die Grafikkarte arbeitet dann nur noch im Basismodus – du hast zwar ein Bild, aber keine 3D-Beschleunigung.

Erste Schritte: Fehler eindeutig prüfen

  1. Geräte-Manager öffnen – mit Rechtsklick auf das Windows-Logo → Geräte-Manager.
  2. Unter „Grafikkarten“ siehst du die betroffene GPU (z. B. NVIDIA GeForce oder AMD Radeon).
  3. Rechtsklick → Eigenschaften → Reiter Allgemein.
    Dort steht der Hinweis auf Code 43.
  4. Notiere dir den genauen Modellnamen und überprüfe, ob Windows ihn korrekt erkennt. Wenn dort nur „Microsoft Basic Display Adapter“ steht, wurde der Treiber komplett deaktiviert.

Mögliche Ursachen im Überblick

  • Fehlerhafte Installation eines Grafiktreibers
  • Windows-Update überschreibt funktionierende Treiberversion
  • BIOS-Update oder PCIe-Kompatibilitätsproblem
  • Externe GPU (eGPU) nicht korrekt erkannt
  • Stromversorgung der GPU unzureichend
  • Überhitzung oder Hardwaredefekt

Nun zu den Lösungen – vom einfachsten bis zum aufwendigsten Schritt.

Lösung 1: PC neu starten

Klingt banal, hilft aber oft. Code 43 kann durch einen temporären Initialisierungsfehler entstehen. Ein kompletter Neustart (nicht Energiesparmodus) setzt die Gerätekommunikation zurück.

Anleitung
1Geräte-Manager öffnen – mit Rechtsklick auf das Windows-Logo → Geräte-Manager.
2Unter „Grafikkarten“ siehst du die betroffene GPU (z. B. NVIDIA GeForce oder AMD Radeon).
3Rechtsklick → Eigenschaften → Reiter Allgemein.Dort steht der Hinweis auf Code 43.
4Notiere dir den genauen Modellnamen und überprüfe, ob Windows ihn korrekt erkennt. Wenn dort nur „Microsoft Basic Display Adapter“ steht, wurde der Treiber komplett deaktiviert.

Lösung 2: Grafikkartentreiber komplett neu installieren

  1. Lade den aktuellen Treiber direkt von der Herstellerseite:
  2. Lade zusätzlich das Tool Display Driver Uninstaller (DDU) herunter.
  3. Starte Windows im abgesicherten Modus (Shift + Neustart → Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → „Abgesicherter Modus“).
  4. Führe DDU aus und wähle „Clean and restart“.
  5. Nach dem Neustart installierst du den Treiber manuell neu.

Tipp: Deaktiviere während der Installation die Internetverbindung, damit Windows nicht automatisch einen alten Treiber installiert.

Lösung 3: Windows-Update und Systemintegrität prüfen

Manchmal verursacht ein fehlerhaftes Update den Code 43.

  • Öffne die Eingabeaufforderung als Administrator und führe folgende Befehle nacheinander aus: sfc /scannow dism /online /cleanup-image /restorehealth

Diese Befehle prüfen und reparieren beschädigte Systemdateien. Starte danach den PC neu.

Lösung 4: BIOS- oder Chipsatztreiber aktualisieren

Ein veraltetes BIOS oder Mainboard-Treiber können den PCIe-Bus falsch ansprechen.

  • Lade die aktuellen BIOS-Versionen und Chipsatztreiber von der Webseite deines Mainboard-Herstellers.
  • Nach dem Update erkennt Windows die Grafikkarte oft wieder korrekt.

Lösung 5: Energieverwaltung und Schnellstart prüfen

Windows kann bei aktivem Schnellstart Geräte nicht korrekt initialisieren.

  • Öffne SystemsteuerungEnergieoptionen → Verhalten des Netzschalters ändern.
  • Entferne das Häkchen bei „Schnellstart aktivieren (empfohlen)“.
  • PC neu starten.
    Manche Laptops setzen beim Energiesparmodus die GPU zurück – dieser Trick verhindert, dass der Code 43 nach jedem Start wieder erscheint.

Lösung 6: Hardware prüfen

Wenn du eine Desktop-GPU hast:

  • Karte ausbauen, Kontakte mit einem antistatischen Tuch reinigen und erneut einsetzen.
  • Prüfen, ob der PCIe-Stecker (6 / 8 Pin) korrekt verbunden ist.
  • Falls möglich, GPU in einem anderen PC testen.

Bei Laptops:

  • Staub aus den Lüftungsschlitzen entfernen.
  • Temperaturen mit Tools wie HWMonitor prüfen – über 90 °C können den Code 43 auslösen.

Lösung 7: Overclocking oder Tools deaktivieren

Programme wie MSI Afterburner, EVGA Precision oder ASUS GPU Tweak verändern Taktfrequenzen und Spannung. Nach Windows-Updates können sie falsche Werte an die GPU senden.
→ Deinstalliere oder deaktiviere sie testweise und starte neu.

Lösung 8: eGPU oder Virtualisierung (VM) prüfen

Bei externen Grafikkarten über Thunderbolt oder USB4 tritt Code 43 häufig durch instabile Verbindungen auf. Prüfe:

  • Kabel sitzt korrekt, kein Hub dazwischen.
  • Thunderbolt-Treiber aktuell.
  • „Sicher entfernen“-Funktion vor Trennung nutzen.
    Bei virtuellen Maschinen (z. B. VMware, VirtualBox) erscheint Code 43 oft, wenn GPU-Passthrough nicht korrekt eingerichtet ist.

Lösung 9: Windows-Treiberzwang deaktivieren (nur für Testzwecke)

Wenn Windows deinen Treiber automatisch blockiert, kannst du die Treibersignaturprüfung temporär ausschalten:

  1. Eingabeaufforderung (Admin) öffnen und eingeben: bcdedit /set testsigning on
  2. PC neu starten.
  3. Treiber installieren.
    Nach erfolgreicher Installation kannst du mit bcdedit /set testsigning off

den Testmodus wieder beenden.

Lösung 10: Grafikkarte defekt – letzte Diagnose

Wenn alle Softwarelösungen fehlschlagen, ist die GPU eventuell physisch beschädigt. Symptome:

  • Kein Signal am Monitor
  • Artefakte oder flackernde Farben
  • Lüfter der GPU drehen, aber Gerät wird nicht erkannt
    Dann hilft nur ein Test in einem anderen System oder der Austausch der Karte.

Häufige Fragen zu Grafikkartenfehler Code 43

Was löst den Fehler Code 43 aus?

Meist ein fehlerhafter Treiber, defekte Hardware oder ein BIOS-Kompatibilitätsproblem. Auch Überhitzung oder instabile Stromversorgung können den Fehler verursachen.

Wie behebe ich Code 43 bei NVIDIA-Grafikkarten?

DDU im abgesicherten Modus ausführen, dann den neuesten NVIDIA-Treiber manuell installieren. Falls das nicht hilft, BIOS-Update oder PCIe-Slot prüfen.

Kann ein Windows-Update den Fehler verursachen?

Ja. Nach größeren Updates überschreibt Windows manchmal angepasste GPU-Treiber. In diesem Fall hilft eine manuelle Neuinstallation vom Hersteller.

Hilft ein Zurücksetzen von Windows?

Wenn alle anderen Methoden scheitern, kann eine saubere Neuinstallation den Fehler beseitigen. Er tritt dann nur wieder auf, wenn ein Hardwareproblem vorliegt.

Was, wenn Code 43 nach dem Ruhezustand erscheint?

Deaktiviere den Schnellstart und aktiviere „Beim Start alle Geräte initialisieren“ im BIOS. Danach sollte der Fehler nicht mehr auftreten.

Zusammenfassung

Der Grafikkartenfehler Code 43 in Windows ist meist ein Treiber- oder Systemproblem, selten ein Hardwaredefekt. Durch Treiber-Neuinstallation mit DDU, Systemprüfung per sfc /scannow und BIOS-Update lässt sich das Problem in den meisten Fällen beheben.

Fazit

Wenn deine Grafikkarte mit dem Fehler „Code 43“ deaktiviert wurde, musst du nicht sofort an einen Defekt denken. Meist reicht es, Treiber sauber zu installieren, den Schnellstart zu deaktivieren und die Stromversorgung zu prüfen. Nur wenn auch ein zweites System die GPU nicht erkennt, liegt ein Hardwareproblem vor. Mit Geduld und den richtigen Schritten lässt sich der Code 43 in den meisten Fällen erfolgreich beseitigen.

Checkliste
  • fehlerhafte oder inkompatible Treiber,
  • beschädigte Systemdateien,
  • defekte Hardware oder Stromprobleme,
  • BIOS- oder UEFI-Inkompatibilitäten,
  • Konflikte mit externen Tools oder Overclocking-Software.

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