Explorer lädt nach dem Login nicht – so behebst du das Problem unter Windows 11

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 6. März 2026, zuletzt aktualisiert: 6. März 2026

Wenn der Windows Explorer nach dem Login nicht lädt, kann das vielfältige Ursachen haben. Oft sind es einfache Einstellungen oder vorübergehende Probleme, die sich relativ unkompliziert beheben lassen. In vielen Fällen hilft bereits ein Neustart oder das Zurücksetzen bestimmter Einstellungen.

Ursachen für das Problem

Die Gründe dafür, dass der Windows Explorer nicht lädt, können sehr unterschiedlich sein. Häufige Ursachen sind:

  • Ein Fehler im Benutzerprofil
  • Beschädigte Systemdateien
  • Updates oder Softwarekonflikte
  • Überlastung des Systems durch zu viele Hintergrundanwendungen
  • Fehlkonfigurationen im Registry-Bereich

Erste Schritte zur Diagnose

Zu Beginn solltest du feststellen, ob das Problem tatsächlich beim Windows Explorer liegt. Starte dazu deinen Computer neu und überprüfe, ob das Problem weiterhin besteht. Wenn der Explorer auch nach einem Neustart nicht lädt, führe die folgenden Schritte durch:

  1. Drücke Strg + Shift + Esc, um den Task-Manager zu öffnen.
  2. Überprüfe, ob der Windows Explorer im Task-Manager gelistet ist. Wenn er aktiv ist, klicke mit der rechten Maustaste darauf und wähle Neustarten.
  3. Falls der Explorer nicht im Task-Manager sichtbar ist, gehe zu Datei und wähle Neuen Task ausführen. Tippe „explorer.exe“ ein und bestätige mit OK.

Systemdateien überprüfen und reparieren

Beschädigte Systemdateien können die Funktionalität des Explorers erheblich beeinträchtigen. Um diese zu überprüfen und gegebenenfalls zu reparieren, folge diesen Schritten:

Öffne die Eingabeaufforderung als Administrator:

  1. Drücke die Windows-Taste und suche nach Eingabeaufforderung.
  2. Klicke mit der rechten Maustaste auf das Suchergebnis und wähle Als Administrator ausführen.
  3. Gib folgenden Befehl ein und drücke Enter: sfc /scannow

Der Scan kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Wenn er abgeschlossen ist, folge den Anweisungen auf dem Bildschirm, um potenzielle Probleme zu beheben.

Benutzerprofil überprüfen

Manchmal kann das Problem in einem fehlerhaften Benutzerprofil liegen. Teste ein neues Benutzerprofil, um zu sehen, ob der Explorer dort funktioniert. Gehe dazu wie folgt vor:

Anleitung
1Drücke Strg + Shift + Esc, um den Task-Manager zu öffnen.
2Überprüfe, ob der Windows Explorer im Task-Manager gelistet ist. Wenn er aktiv ist, klicke mit der rechten Maustaste darauf und wähle Neustarten.
3Falls der Explorer nicht im Task-Manager sichtbar ist, gehe zu Datei und wähle Neuen Task ausführen. Tippe „explorer.exe“ ein und bestätige mit OK.

  1. Öffne die Einstellungen über das Startmenü.
  2. Wähle den Punkt Konten und dann Familie und andere Benutzer.
  3. Klicke auf Andere Benutzer hinzufügen.

Nachdem du ein neues Profil erstellt hast, melde dich ab und logge dich mit diesem neuen Profil ein. Funktioniert der Explorer hier, könnte das alte Profil beschädigt sein.

Windows Updates und Treiber

Stelle sicher, dass dein Windows auf dem neuesten Stand ist. Gehe zu Einstellungen > Update & Sicherheit und prüfe nach Updates. Manchmal können auch veraltete Treiber Probleme verursachen. Über den Gerätemanager kannst du alle Treiber auf Updates überprüfen und gegebenenfalls aktualisieren.

Praxisbeispiele

Hier sind einige häufige Szenarien, die das Problem verursachen könnten:

Praxisbeispiel 1: Konflikte nach Installation von neuer Software

Nach der Installation einer neuen Anwendung kann es zu Konflikten kommen, die verhindern, dass der Explorer korrekt funktioniert. Deinstalliere die neueste Software und teste, ob das Problem weiterhin besteht.

Praxisbeispiel 2: Überlastung durch zu viele Anwendungen im Hintergrund

Wenn viele Anwendungen im Hintergrund laufen, kann dein PC überlastet sein. Schließe unnötige Programme über den Task-Manager und starte den Explorer erneut.

Praxisbeispiel 3: Registry-Konfigurationen

Unvollständige oder fehlerhafte Registry-Konfigurationen können ebenfalls zu Problemen führen. Nutze mit Vorsicht Registry-Cleaner-Tools, um potenziellen Fehlern vorzubeugen.

Autostart von explorer.exe manuell wiederherstellen

Wenn nach der Anmeldung nur ein leerer Bildschirm oder lediglich der Mauszeiger sichtbar ist, kann der automatische Start des Datei- und Desktop-Managers deaktiviert oder beschädigt sein. In solchen Fällen lohnt es sich, den Autostart von explorer.exe gezielt zu prüfen und bei Bedarf neu zu setzen.

Sobald du Zugriff auf den Task-Manager hast, kannst du den Desktop oft kurzfristig wieder zum Leben erwecken:

  1. Drücke die Tastenkombination Strg + Umschalt + Esc, um den Task-Manager zu öffnen.
  2. Wähle im Menü oben auf Datei und dann Neuen Task ausführen.
  3. Gib explorer.exe in das Eingabefeld ein und setze ein Häkchen bei Diesen Task mit Administratorrechten erstellen.
  4. Bestätige mit OK.

Wenn daraufhin Taskleiste, Desktop-Symbole und Explorer-Fenster erscheinen, ist der Dienst an sich funktionsfähig, startet aber nicht zuverlässig automatisch. In diesem Fall solltest du die zugehörigen Einträge in der Registry und in den Gruppenrichtlinien prüfen.

Über die Registry stellst du sicher, dass explorer.exe weiter als Shell eingetragen ist:

  1. Starte den Task-Manager wie oben beschrieben und öffne über Datei > Neuen Task ausführen den Befehl regedit.
  2. Wechsle zum Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREMicrosoftWindows NTCurrentVersionWinlogon.
  3. Überprüfe den Wert Shell. Standardmäßig muss dort explorer.exe eingetragen sein.
  4. Falls ein anderer Eintrag hinterlegt ist, passe ihn auf explorer.exe an und starte den Rechner neu.

In Unternehmensumgebungen oder auf Geräten, die mit Tuning-Tools bearbeitet wurden, kann zusätzlich eine Gruppenrichtlinie den Start der Shell verändern. Auf Pro- und Enterprise-Editionen kannst du prüfen, ob Richtlinien aktiv sind, die das Verhalten der Benutzeroberfläche beeinflussen:

  1. Starte im Task-Manager erneut einen neuen Task und gib gpedit.msc ein.
  2. Wechsle zu Benutzerkonfiguration und Administrative Vorlagen, insbesondere zu Bereichen, die mit Desktop, Startmenü und Taskleiste zu tun haben.
  3. Deaktiviere testweise Richtlinien, die alternative Shells, Kiosk-Modi oder eingeschränkte Arbeitsumgebungen konfigurieren.

Nach Änderungen an Registry oder Richtlinien solltest du immer neu starten und das Verhalten unmittelbar nach der Anmeldung beobachten. Wenn die Oberfläche danach wieder automatisch geladen wird, war die Shell-Konfiguration die Ursache.

Autostart-Programme prüfen, die den Explorer blockieren

Neben der Shell-Konfiguration können einzelne Programme beim Start in Konflikt mit der Benutzeroberfläche geraten und sie blockieren. In diesem Fall erscheint die Oberfläche nur verzögert oder gar nicht. Der Task-Manager hilft dir, die Autostart-Einträge zu überprüfen, ohne dass du im System vollständig navigieren musst:

  1. Öffne den Task-Manager mit Strg + Umschalt + Esc.
  2. Wechsle auf die Registerkarte Autostart.
  3. Deaktiviere systematisch alle Einträge, die du nicht zwingend brauchst, vor allem Tools für Design-Anpassungen, Overlays, Tuning-Programme und Shell-Erweiterungen.
  4. Starte danach den PC neu und beobachte, ob sich der Desktop nun regulär aufbaut.

Sollte die Oberfläche nach dem Deaktivieren mehrerer Einträge plötzlich wieder erscheinen, aktivierst du die Programme schrittweise erneut, um den Verursacher einzugrenzen. So identifizierst du genau die Anwendung, die den Start der Benutzeroberfläche behindert.

Erweiterte Reparatur: Inplace-Upgrade und Zurücksetzen ohne Datenverlust

Wenn Systemdateiprüfung, Profilkontrolle und Shell-Anpassungen keine Abhilfe bringen, steckt oft eine tiefergehende Beschädigung der Systemumgebung dahinter. Bevor du zum kompletten Neuaufsetzen greifst, lohnt sich ein sogenanntes Inplace-Upgrade oder das Zurücksetzen des Systems mit Übernahme persönlicher Dateien.

Ein Inplace-Upgrade ersetzt die vorhandenen Systemkomponenten durch aktuelle Originaldateien, ohne Programme und Daten zu entfernen. Diese Methode behebt häufig Fehler in der Benutzeroberfläche, die aus kumulativen Updates, abgebrochenen Installationen oder aggressiven Tuning-Maßnahmen resultieren.

Inplace-Upgrade vorbereiten

Für ein Inplace-Upgrade benötigst du in der Regel ein Installationsmedium oder ein ISO-Abbild der gleichen Windows-Version und -Edition, die bereits installiert ist. Gehe systematisch vor:

  • Sichere wichtige Daten auf ein externes Laufwerk, auch wenn das Verfahren eigentlich ohne Datenverlust arbeitet.
  • Ermittle über Win + R und den Befehl winver deine genaue Versionsnummer, damit du das passende Installationsabbild verwenden kannst.
  • Stelle sicher, dass ausreichend freier Speicherplatz auf der Systempartition vorhanden ist.

Das eigentliche Inplace-Upgrade startest du direkt aus der laufenden Sitzung heraus, sobald du über den Task-Manager oder einen temporär gestarteten Explorer Zugriff auf Dateien hast. Führe dann die Setup-Datei des Installationsmediums aus und wähle die Option, persönliche Dateien und Apps zu behalten. Nach Abschluss des Vorgangs sind Systemdateien und wichtige Komponenten der Benutzeroberfläche neu gesetzt, während Programme und Dokumente erhalten bleiben.

System zurücksetzen mit Beibehaltung persönlicher Daten

Wenn das Inplace-Upgrade nicht möglich ist oder keinen Erfolg bringt, bietet das integrierte Zurücksetzen von Windows eine weitere Option. Dabei wird das System in einen sauberen Zustand versetzt, während persönliche Dateien auf Wunsch erhalten bleiben. Anwendungen müssen danach zwar neu installiert werden, die Kernfunktionen der Benutzeroberfläche werden jedoch vollständig neu angelegt.

Du erreichst diese Funktion über die erweiterte Startumgebung, falls der Desktop gar nicht mehr verfügbar ist:

  1. Starte den PC und unterbrich den Startvorgang mehrmals hintereinander durch Ausschalten, bis die automatische Reparatur und anschließend die erweiterten Optionen erscheinen.
  2. Wähle dort die Problembehandlung und anschließend die Option zum Zurücksetzen des Systems.
  3. Entscheide dich für die Variante, bei der persönliche Dateien behalten werden, und folge den Anweisungen.

Nach dem Zurücksetzen startest du erneut und überprüfst, ob die Anmeldung wieder direkt in eine funktionierende Desktop-Umgebung führt. Anschließend installierst du benötigte Programme gezielt neu und achtest darauf, nur vertrauenswürdige Erweiterungen und Anpassungen zu übernehmen.

Spezialfall: Schwarzer oder weißer Bildschirm nach der Anmeldung

Manchmal liegt das Problem weniger an explorer.exe selbst, sondern an der Darstellungsschicht. In diesem Szenario läuft die Benutzeroberfläche im Hintergrund, wird aber nicht sichtbar angezeigt. Dies äußert sich als schwarzer oder weißer Bildschirm, gelegentlich mit sichtbarem Mauszeiger oder einzelnen Überlagerungen.

Anzeigeprobleme über Tastenkombinationen beheben

Mit gezielten Tastenkombinationen kannst du prüfen, ob der Desktop im Hintergrund aktiv ist:

  • Drücke Win + D, um alle Fenster zu minimieren und den Desktop einzublenden.
  • Verwende Win + P, um das Projektionsmenü zu öffnen und gegebenenfalls auf nur PC-Bildschirm oder Duplizieren umzuschalten.
  • Mit Strg + Alt + Entf und anschließendem Zurückkehren zum Desktop behebst du gelegentlich hängengebliebene Grafiküberlagerungen.

Wenn sich bei diesen Kombinationen etwas ändert, arbeitet der Desktop im Hintergrund und das Problem liegt eher bei der Grafikausgabe oder einer aktiven Overlay-Anwendung.

Grafiktreiber und Monitorkonfiguration überprüfen

Fehlerhafte oder unpassende Grafiktreiber können dazu führen, dass nach der Anmeldung nur ein leerer Bildschirm erscheint. Ein kürzlich durchgeführtes Treiber-Update oder ein Wechsel der Grafikkarte ist ein wichtiger Hinweis. In solchen Fällen kann es helfen, den Rechner im abgesicherten Modus zu starten und den Treiber zurückzusetzen:

  1. Öffne die erweiterten Startoptionen, etwa durch wiederholtes Unterbrechen des Bootvorgangs oder über Installationsmedien.
  2. Wähle die Problembehandlung und dann den abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern.
  3. Melde dich an und öffne den Geräte-Manager, zum Beispiel über einen neuen Task im Task-Manager mit dem Befehl devmgmt.msc.
  4. Erweitere den Eintrag für Grafikkarten, klicke mit der rechten Maustaste auf den verwendeten Adapter und wähle den Rückgängig-Button oder die Deinstallation mit anschließender Neuinstallation durch Windows Update.

Parallel dazu solltest du prüfen, ob der richtige Monitor als Hauptanzeige definiert ist. Besonders bei mehreren angeschlossenen Bildschirmen oder Docking-Stations kann Windows die Benutzeroberfläche auf einem anderen Gerät anzeigen. Über Win + P und die Anzeigeeinstellungen legst du fest, auf welchem Bildschirm der Desktop aktiv sein soll.

Hilfreiche Strategien für langfristige Stabilität des Datei-Explorers

Damit sich Startprobleme der Benutzeroberfläche nicht wiederholen, lohnt sich ein strukturierter Blick auf Wartung, Systempflege und eingesetzte Tools. Ziel ist eine Umgebung, in der explorer.exe dauerhaft stabil läuft und Änderungen kontrolliert stattfinden.

Umgang mit Tuning-Tools, Shell-Erweiterungen und Themes

Viele Probleme entstehen durch Tools, die tief in die Oberfläche eingreifen. Dazu gehören Programme für optische Anpassungen, zusätzliche Kontextmenü-Einträge oder alternative Dateimanager, die sich zwischen System und Benutzeroberfläche schalten. Nutze solche Anwendungen sparsam und beobachte jede Änderung genau:

  • Installiere nur Erweiterungen von Herstellern, denen du vertraust, und dokumentiere, wann du welches Tool eingeführt hast.
  • Verwende möglichst wenig parallel arbeitende Shell-Erweiterungen, sondern bevorzuge eine zentrale Lösung.
  • Nutze Wiederherstellungspunkte vor größeren Anpassungen, um bei Problemen gezielt zurückkehren zu können.

Wenn nach der Installation eines neuen Themes, eines Kontextmenü-Tools oder eines Overlays Probleme beim Starten der Oberfläche auftreten, sollte dieses Werkzeug als Erstes wieder entfernt oder deaktiviert werden.

Regelmäßige Sicherungen und Wiederherstellungspunkte

Ein konsequentes Sicherungskonzept verhindert, dass aus Störungen der Benutzeroberfläche dauerhafte Ausfälle werden. Dazu gehören sowohl Datei-Backups als auch Systemwiederherstellungen:

  • Aktiviere die Systemwiederherstellung und erzeuge regelmäßig Punkte vor Treiber- oder größeren Softwareinstallationen.
  • Sichere wichtige Benutzerprofile, etwa Ordner wie Dokumente, Bilder oder Desktop, auf externe Datenträger oder ein Netzlaufwerk.
  • Nutze bei umfangreichen Umbauten zusätzlich ein vollständiges Systemabbild, das du im Notfall zurückspielen kannst.

Wenn sich beim Anmelden nur noch ein leerer

Häufige Fragen rund um einen nicht startenden Explorer

Warum bleibt nach der Anmeldung nur ein schwarzer oder leerer Desktop sichtbar?

In vielen Fällen startet der Prozess explorer.exe nicht korrekt oder wird durch ein anderes Programm blockiert. Dann bleibt nach dem Login nur der Hintergrund oder ein leerer Bildschirm sichtbar, obwohl das System im Hintergrund bereits läuft.

Oft sind Autostart-Einträge, beschädigte Systemdateien oder Probleme im Benutzerprofil die Ursache für dieses Verhalten. Über den Task-Manager lässt sich prüfen, ob der Explorer-Prozess aktiv ist und bei Bedarf manuell neu starten.

Wie kann ich den Explorer über den Task-Manager manuell starten?

Öffne mit der Tastenkombination Strg+Shift+Esc den Task-Manager und wechsle gegebenenfalls auf „Mehr Details“. Klicke auf „Datei“ und dann auf „Neuen Task ausführen“.

Gib explorer.exe ein und bestätige mit Enter oder „OK“. Wenn keine tieferliegenden Probleme vorliegen, erscheint der Desktop innerhalb weniger Augenblicke wieder.

Was kann ich tun, wenn explorer.exe sofort wieder abstürzt?

Stürzt der Prozess direkt nach dem Start ab, deutet das häufig auf beschädigte Systemdateien, fehlerhafte Shell-Erweiterungen oder einen Konflikt mit Drittanbieter-Software hin. In diesem Fall lohnt sich eine Überprüfung mit Systemdateiprüfung und DISM sowie ein Test im abgesicherten Modus.

Zusätzlich kannst du im Autostart und bei den installierten Programmen nach kürzlich hinzugefügter Software suchen, die mit der Shell interagiert, und diese versuchsweise deinstallieren oder deaktivieren. Bleibt der Explorer im abgesicherten Modus stabil, liegt die Ursache fast immer an zusätzlicher Software.

Hilft der abgesicherte Modus bei Problemen mit dem Explorer-Start?

Der abgesicherte Modus lädt nur einen minimalen Satz an Treibern und Diensten, wodurch sich viele Störfaktoren von Drittanbietern ausschließen lassen. Wenn der Desktop dort normal erscheint, liegt die Ursache fast immer an zusätzlicher Software oder Treibern.

Von dort aus kannst du problematische Programme entfernen, Autostart-Einträge bereinigen und eine Systemprüfung durchführen. Anschließend lohnt sich ein Neustart im normalen Modus, um zu prüfen, ob das System wieder zuverlässig bis zum Desktop hochfährt.

Wie erkenne ich, ob mein Benutzerprofil beschädigt ist?

Ein Hinweis auf ein beschädigtes Profil ist, wenn nur ein bestimmtes Konto Probleme mit dem Desktop hat, während andere Benutzer sich normal anmelden können. Dazu legst du ein neues Testkonto an und prüfst, ob der Explorer dort wie erwartet lädt.

Tritt das Problem nur beim ursprünglichen Konto auf, spricht vieles für ein defektes Profil oder fehlerhafte Einstellungen im Benutzerkontext. In diesem Fall kann ein neues Profil mit Übernahme der persönlichen Daten die stabilste Lösung sein.

Kann eine Antivirensoftware den Explorer-Start blockieren?

Manche Sicherheitslösungen greifen tief in das System ein und überwachen Prozesse wie explorer.exe sehr genau. Kommt es dabei zu Fehlalarmen oder fehlerhaften Updates, kann der Desktopaufbau beeinträchtigt werden.

Zum Test kannst du im abgesicherten Modus oder mit deaktivierter Echtzeitüberwachung prüfen, ob der Explorer dann stabil startet. Besteht danach wieder Normalbetrieb, solltest du die Sicherheitssoftware aktualisieren, neu installieren oder bei Bedarf durch eine andere Lösung ersetzen.

Welche Rolle spielen Windows-Updates und Treiber bei Explorer-Problemen?

Nicht eingespielte oder fehlerhafte Updates können dazu führen, dass Systemkomponenten wie die Shell nicht mehr zuverlässig arbeiten. Das betrifft sowohl kumulative Updates als auch optionale Qualitätsupdates.

Auch inkompatible Grafiktreiber können den Desktopaufbau erheblich verzögern oder verhindern. Daher ist es sinnvoll, über Windows Update und die Treiberverwaltung sicherzustellen, dass alle relevanten Komponenten aktuell und für Windows 11 freigegeben sind.

Wie kann ich Autostart-Programme als Fehlerquelle eingrenzen?

Mit dem Task-Manager oder dem Tool msconfig lässt sich der automatische Start von Diensten und Programmen schrittweise einschränken. Deaktiviere zunächst alle nicht zwingend benötigten Einträge und teste danach den Anmeldevorgang.

Wenn der Desktop jetzt lädt, aktivierst du die Einträge gruppenweise wieder, bis der Fehler erneut auftritt. Auf diese Weise findest du den störenden Autostart-Kandidaten und kannst ihn dauerhaft entfernen oder anpassen.

Wann sollte ich eine Systemwiederherstellung in Betracht ziehen?

Wenn der Fehler erst seit kurzer Zeit auftritt und du kürzlich Software installiert oder Systemeinstellungen geändert hast, kann ein Wiederherstellungspunkt viel Zeit sparen. Die Systemwiederherstellung setzt Systemdateien, Registrierung und installierte Updates auf einen früheren Status zurück, lässt aber persönliche Dateien in Ruhe.

Führe die Wiederherstellung möglichst zu einem Zeitpunkt durch, an dem der Desktop noch zuverlässig erschienen ist. Tritt der Fehler danach nicht mehr auf, war eine Änderung in diesem Zeitraum sehr wahrscheinlich verantwortlich.

Irgendwann neu installieren oder lieber weiter reparieren?

Solange du Schritt für Schritt erkennbare Fortschritte erzielst und der Explorer zumindest zeitweise startet, lohnt sich die weitere Fehlersuche und Reparatur. Mit Tools wie SFC, DISM, Profilwechsel und Autostartbereinigung lassen sich viele Störungen dauerhaft beheben.

Wenn jedoch mehrfach Reparaturversuche scheitern, Systemkomponenten stark beschädigt sind und der Fehler immer wiederkehrt, kann eine saubere Neuinstallation Zeit und Nerven sparen. In diesem Fall solltest du vorher alle wichtigen Daten sichern und die Neuaufsetzung sorgfältig planen.

Fazit

Ein Desktop, der nach der Anmeldung leer bleibt, wirkt zunächst schwer greifbar, folgt aber meist klaren Ursachenketten. Mit einem strukturierten Vorgehen über Task-Manager, Systemprüfungen, Profiltests, Autostart-Bereinigung und Updates lassen sich die meisten Startprobleme der Windows-Oberfläche zuverlässig eingrenzen.

Wenn du die beschriebenen Schritte nacheinander ausprobierst und Änderungen bewusst dokumentierst, findest du in vielen Fällen die Auslöser und kannst den Normalbetrieb wiederherstellen. Nur in hartnäckigen Ausnahmefällen ist eine vollständige Neuinstallation des Systems der sinnvollste Weg.

Checkliste
  • Ein Fehler im Benutzerprofil
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