Wiederherstellungspunkt setzen: Windows-Abbild sichern

Lesedauer: 8 Min
Aktualisiert: 25. Oktober 2025 16:40

Ein Wiederherstellungspunkt kann im Ernstfall dein System retten. Wer regelmäßig ein Windows-Abbild sichert, schützt seine Daten und Einstellungen vor unerwarteten Fehlern. In diesem Beitrag erfährst du, wie du in wenigen Schritten einen Wiederherstellungspunkt einrichtest und dein Windows-Abbild sicherst.

Ein Wiederherstellungspunkt ist die einfachste und zugleich effektivste Methode, um dein System bei Problemen schnell wiederherzustellen. Das bedeutet konkret: Du kannst dein Windows-System auf einen früheren, funktionierenden Zustand zurücksetzen – ohne Neuinstallation und ohne Datenverlust.

Was ist ein Wiederherstellungspunkt?

Ein Wiederherstellungspunkt ist eine Art „Momentaufnahme“ deines aktuellen Systemzustands. Er speichert wichtige Systemdateien, installierte Programme, Treiber und Einstellungen. Persönliche Dateien wie Dokumente oder Fotos bleiben dabei unberührt. Wenn nach einem Update oder einer Installation Probleme auftreten, kannst du dein System mithilfe dieses Punktes einfach zurücksetzen.

Warum ist das Windows-Abbild so wichtig?

Ein Wiederherstellungspunkt sichert vor allem Systemdaten. Ein Windows-Abbild hingegen ist ein vollständiges Backup deiner Festplatte – inklusive Betriebssystem, Programme und persönlicher Dateien. Es ist also die umfassendere Sicherheitslösung. Du kannst mit einem Systemabbild dein gesamtes System exakt so wiederherstellen, wie es zum Zeitpunkt der Sicherung war.

Kurz gesagt: Der Wiederherstellungspunkt hilft bei kleineren Problemen, das Windows-Abbild rettet dich bei größeren Systemausfällen.

Wie setzt man einen Wiederherstellungspunkt?

Das Einrichten eines Wiederherstellungspunkts ist unter Windows 10 und Windows 11 nahezu identisch. Folge diesen Schritten:

  1. Öffne das Startmenü und tippe „Wiederherstellungspunkt“ in die Suchleiste ein.
  2. Klicke auf Wiederherstellungspunkt erstellen.
  3. Wähle im Fenster Systemeigenschaften dein Laufwerk aus (meist „C:“) und klicke auf Konfigurieren.
  4. Aktiviere die Option Computerschutz aktivieren.
  5. Lege bei Bedarf fest, wie viel Speicherplatz für Wiederherstellungspunkte reserviert werden soll.
  6. Klicke anschließend auf Erstellen und gib einen Namen ein, etwa „Vor Update Oktober 2025“.
  7. Bestätige mit OK – dein Wiederherstellungspunkt wird erstellt.

Tipp: Du kannst jederzeit prüfen, wann dein letzter Wiederherstellungspunkt erstellt wurde, indem du im selben Fenster auf Systemwiederherstellung klickst.

Wie erstellt man ein Windows-Abbild?

Ein Windows-Abbild ist ein komplettes Backup deines Systems und wird am besten auf einer externen Festplatte gespeichert.

Anleitung
1Öffne das Startmenü und tippe „Wiederherstellungspunkt“ in die Suchleiste ein.
2Klicke auf Wiederherstellungspunkt erstellen.
3Wähle im Fenster Systemeigenschaften dein Laufwerk aus (meist „C:“) und klicke auf Konfigurieren.
4Aktiviere die Option Computerschutz aktivieren.
5Lege bei Bedarf fest, wie viel Speicherplatz für Wiederherstellungspunkte reserviert werden soll — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

So geht’s:

  1. Öffne die Systemsteuerung.
  2. Wähle Sichern und Wiederherstellen (Windows 7) – ja, der Name bleibt so auch unter Windows 11.
  3. Klicke links auf Systemabbild erstellen.
  4. Wähle den Speicherort: externe Festplatte, DVDs oder ein Netzlaufwerk.
  5. Wähle die zu sichernden Laufwerke aus (normalerweise das Systemlaufwerk C:).
  6. Klicke auf Sicherung starten.

Windows erstellt nun ein vollständiges Abbild deines Systems. Je nach Datenmenge kann das einige Zeit dauern – plane also genügend Zeit ein.

Wie stellt man ein System mit Wiederherstellungspunkt oder Abbild wieder her?

Sollte dein PC nicht mehr richtig funktionieren, hast du zwei Optionen:

  • Mit Wiederherstellungspunkt:
    Öffne die Systemsteuerung → Wiederherstellung → Systemwiederherstellung öffnen → Wiederherstellungspunkt auswählen → Fertigstellen.
  • Mit Windows-Abbild:
    Schließe deine externe Festplatte an, starte den PC neu und wähle im erweiterten Startmenü unter „Problembehandlung“ → „Erweiterte Optionen“ → „Systemimage-Wiederherstellung“.

So kannst du dein gesamtes System in wenigen Minuten auf einen früheren Zustand zurücksetzen.

Wann sollte man ein Abbild oder einen Wiederherstellungspunkt erstellen?

Am besten vor größeren Änderungen – etwa:

  • vor Windows-Updates
  • vor der Installation neuer Programme oder Treiber
  • bevor du Registry-Einstellungen änderst
  • nach der vollständigen Systemeinrichtung eines neuen PCs

Eine gute Faustregel: Alle 1–2 Wochen einen Wiederherstellungspunkt anlegen, und alle 2–3 Monate ein komplettes Windows-Abbild sichern.

Wie viel Speicherplatz benötigt ein Windows-Abbild?

Ein Systemabbild kann je nach Festplattengröße mehrere zehn bis über hundert Gigabyte beanspruchen. Empfehlenswert ist eine externe Festplatte mit mindestens doppelter Kapazität deiner Systempartition. Für Wiederherstellungspunkte genügen meist 5–10 % des Laufwerks.

Häufige Fehler beim Wiederherstellungspunkt

Ein häufiger Fehler ist, dass der Computerschutz deaktiviert ist. In diesem Fall werden keine Wiederherstellungspunkte erstellt. Auch bei fehlendem Speicherplatz können alte Punkte automatisch gelöscht werden.

Manchmal zeigt Windows auch die Fehlermeldung „Wiederherstellungspunkt konnte nicht erstellt werden“. Ursache sind oft beschädigte Systemdateien – hier hilft der Befehl sfc /scannow in der Eingabeaufforderung.

Sicherheit erhöhen mit zusätzlichen Backups

Ein Wiederherstellungspunkt ersetzt kein regelmäßiges Backup. Nutze am besten eine Kombination aus:

  • Wiederherstellungspunkten für schnelle Rollbacks
  • Windows-Abbildern für komplette Systemwiederherstellungen
  • Cloud-Sicherung (z. B. OneDrive) für wichtige persönliche Dateien

So bist du gegen fast alle Eventualitäten gewappnet.

Nützliche Tipps zur Systemwiederherstellung

  • Lege Wiederherstellungspunkte automatisch über den Aufgabenplaner an.
  • Prüfe regelmäßig, ob der Computerschutz aktiv ist.
  • Bewahre mehrere Systemabbilder auf – besonders vor größeren Windows-Updates.
  • Teste gelegentlich eine Wiederherstellung im abgesicherten Modus, um sicherzugehen, dass alles funktioniert.

Wichtige Informationen zur Wiederherstellung

Wenn du ein Systemabbild wiederherstellst, werden alle Daten auf der Systempartition überschrieben. Sichere daher vorab neue Dokumente, Fotos oder E-Mails separat.
Auch Programme, die nach dem Erstellen des Abbilds installiert wurden, sind danach nicht mehr vorhanden.

Wer sicher gehen will, sollte sowohl ein aktuelles Windows-Abbild als auch regelmäßige Wiederherstellungspunkte pflegen – das sorgt für maximale Sicherheit und minimale Ausfallzeiten.

Praktische Alltagsempfehlung

Hast du schon einmal ein System neu aufgesetzt, weil ein einfaches Update alles zerschossen hat? Dann weißt du, wie wertvoll ein Wiederherstellungspunkt ist. Notiere dir am besten im Kalender, regelmäßig eine Sicherung durchzuführen – das spart im Ernstfall Stunden.

Häufige Fragen zur Windows-Wiederherstellung

Wie oft sollte man einen Wiederherstellungspunkt erstellen?

Am besten alle ein bis zwei Wochen – besonders vor Updates oder neuen Installationen. So hast du immer einen aktuellen Stand parat.

Wie lange dauert das Erstellen eines Systemabbilds?

Je nach Größe der Festplatte kann es zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden dauern. Währenddessen kannst du den PC aber meist weiter benutzen.

Kann man alte Wiederherstellungspunkte löschen?

Ja. Öffne die Systemsteuerung → System → Computerschutz → Konfigurieren → „Löschen“. So schaffst du Platz für neue Punkte.

Wird beim Wiederherstellen meine Festplatte formatiert?

Nein, nur Systemdateien und Einstellungen werden verändert. Persönliche Dateien bleiben unverändert erhalten.

Was passiert, wenn ich während der Erstellung des Wiederherstellungspunkts den PC ausschalte?

Das solltest du vermeiden. Wird der Vorgang unterbrochen, kann der Wiederherstellungspunkt unvollständig oder beschädigt sein. In diesem Fall lässt sich das System später nicht korrekt zurücksetzen. Warte daher, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Du bekommst eine Bestätigungsmeldung, sobald der Punkt erfolgreich erstellt wurde.

Wie kann ich prüfen, ob ein Wiederherstellungspunkt funktioniert?

Du kannst eine Wiederherstellung im Testmodus durchführen, ohne Änderungen vorzunehmen. Öffne dazu „Systemwiederherstellung“ und klicke dich bis zur Auswahl des Punkts durch. Abbrechen vor dem letzten Schritt zeigt dir, ob Windows den Punkt korrekt erkennt. Wenn alles angezeigt wird, ist der Punkt funktionsfähig.

Wird mein Antivirus beim Wiederherstellen deaktiviert?

In den meisten Fällen nicht. Programme bleiben bestehen, sofern sie bereits bei Erstellung des Wiederherstellungspunkts installiert waren. Wenn das System jedoch beschädigte Dateien ersetzt, kann die Schutzsoftware kurzzeitig neu initialisiert werden. Ein Neustart nach der Wiederherstellung aktiviert sie wieder vollständig.

Wie kann ich automatisch Wiederherstellungspunkte erstellen lassen?

Über den Aufgabenplaner kannst du regelmäßig Wiederherstellungspunkte anlegen. Wähle dort „Neue Aufgabe erstellen“, als Aktion „Systemwiederherstellungspunkt erstellen“ und richte die Häufigkeit nach Bedarf ein. So musst du dich nicht manuell darum kümmern und dein System bleibt kontinuierlich geschützt.

Was ist der Unterschied zwischen Systemwiederherstellung und Reset?

Die Systemwiederherstellung setzt Windows nur auf einen früheren Zustand zurück, während ein Reset Windows komplett neu installiert. Beim Reset werden alle Programme entfernt und Einstellungen gelöscht. Ein Wiederherstellungspunkt ist also die mildere Variante, um Fehler zu beheben, ohne alles zu verlieren.

Kann ich mehrere Wiederherstellungspunkte gleichzeitig behalten?

Ja, Windows verwaltet standardmäßig mehrere Punkte, solange genügend Speicherplatz zur Verfügung steht. Wenn der Speicher voll ist, löscht Windows automatisch die ältesten Punkte. Du kannst in den Systemeinstellungen den verfügbaren Speicher erhöhen, um mehr Sicherungen zu behalten.

Was tun, wenn kein Wiederherstellungspunkt angezeigt wird?

Dann ist der Computerschutz vermutlich deaktiviert. Öffne die Systemeigenschaften und aktiviere unter „Schutz für dieses Laufwerk“ die Funktion. Ab diesem Zeitpunkt werden wieder Punkte erstellt. Ein Neustart nach der Aktivierung hilft oft, wenn die Einstellung nicht sofort greift.

Wie kann ich ein beschädigtes Systemabbild reparieren?

Wenn Windows beim Wiederherstellen eines Abbilds Fehler meldet, kann der Befehl chkdsk /f helfen, beschädigte Sektoren auf der Festplatte zu reparieren. Alternativ kannst du das Abbild mit Tools wie „DISM“ überprüfen und wiederherstellen. Im schlimmsten Fall ist ein neues Abbild erforderlich.

Gibt es Alternativen zur Windows-eigenen Sicherung?

Ja, Programme wie Macrium Reflect, AOMEI Backupper oder EaseUS Todo Backup bieten zusätzliche Funktionen. Sie erlauben differenzielle Sicherungen, Zeitpläne und Cloud-Integration. Für Privatanwender reicht die Windows-eigene Lösung aber meist völlig aus.

Kann ich Wiederherstellungspunkte auf USB-Sticks speichern?

Direkt nicht, da Windows sie auf der Systempartition speichert. Du kannst aber Systemabbilder oder Backups auf USB-Sticks oder externen Laufwerken sichern. Achte darauf, dass genügend Speicherplatz vorhanden ist und der Stick zuverlässig arbeitet.

Kann ich ein Abbild auch auf einem anderen PC wiederherstellen?

Nur eingeschränkt. Ein Systemabbild ist an die Hardware gebunden. Es kann bei abweichender Hardware zu Startproblemen kommen.

Zusammenfassung

Ein Wiederherstellungspunkt ist dein Sicherheitsnetz für kleine Systemprobleme, ein Windows-Abbild dein Rettungsanker für große. Mit wenigen Klicks kannst du dein System zuverlässig absichern. Wer regelmäßig beides nutzt, minimiert das Risiko eines Datenverlusts erheblich und spart im Ernstfall viel Zeit. Eine gute Backup-Strategie kombiniert Wiederherstellungspunkte, Systemabbilder und Cloud-Sicherungen – so bleibt dein PC jederzeit geschützt.

Fazit

Ein Wiederherstellungspunkt ist eine einfache, aber wirkungsvolle Schutzmaßnahme. Er bewahrt dich vor stundenlanger Fehlersuche und aufwendigen Neuinstallationen. Das Windows-Abbild ergänzt diese Sicherung perfekt, indem es dein gesamtes System konserviert. So kannst du in kürzester Zeit alles wiederherstellen – so, wie es war.
Achte darauf, regelmäßig beides zu aktualisieren, um optimal vorbereitet zu sein. Es lohnt sich, diesen kleinen Aufwand in Kauf zu nehmen – dein System wird es dir danken. Und jetzt: Hast du schon deinen nächsten Wiederherstellungspunkt gesetzt?

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