Computer zeigt seltsame Popups unter Windows 11 – so wirst du sie los

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 23. März 2026, zuletzt aktualisiert: 23. März 2026

Unerwartete Fenster, Werbeeinblendungen oder Sicherheitswarnungen unter Windows 11 deuten meist auf harmlose Systemhinweise, aufdringliche Programme oder im schlimmsten Fall auf Schadsoftware hin. Entscheidend ist, die Art der Meldung zu erkennen und sie dann Schritt für Schritt entweder sauber abzuschalten oder den Auslöser zu entfernen. Viele Probleme lassen sich direkt über Autostart, Browser-Einstellungen und einen gründlichen Sicherheits-Scan lösen.

Wer Meldungen lesen, einordnen und dann gezielt handeln kann, bekommt ein ruhiges, sicheres System zurück. Typische Wege führen über die Einstellungen von Windows, den Task-Manager, den Browser und ein seriöses Sicherheitsprogramm.

Erster Überblick: Welche Art von Popup ist es überhaupt?

Bevor du etwas änderst, lohnt sich ein genauer Blick auf die Meldung selbst. An der Optik und an der Position des Fensters lässt sich meist gut erkennen, ob du es mit Windows-Hinweisen, Browser-Werbung oder möglicherweise Malware zu tun hast.

Typische Hinweise deuten auf harmlose Systemmeldungen hin, zum Beispiel wenn das Fenster klar im Stil von Windows 11 gehalten ist, das Logo von Microsoft zeigt und in der rechten unteren Ecke als kleine Benachrichtigung erscheint. Meldungen mit sehr grellen Farben, Rechtschreibfehlern oder panikmachenden Texten wie angeblich „gefundenen“ Viren sind eher verdächtig.

  • Erscheint die Meldung nur, wenn ein bestimmter Browser geöffnet ist? Dann stammt sie wahrscheinlich von einer Webseite oder einer Browser-Erweiterung.
  • Öffnet sich ein eigenes Programmfenster, sogar wenn kein Browser läuft? Dann kommt das Popup eher von einer installierten Anwendung oder einem Hintergrunddienst.
  • Kommt die Meldung aus der rechten unteren Ecke (Benachrichtigungsbereich) in einheitlichem Windows-Design? Dann handelt es sich meist um eine System- oder App-Benachrichtigung.

Wenn du diese Fragen beantwortest, weißt du schon, ob du zuerst im Browser, im Autostart, in den Benachrichtigungseinstellungen oder beim Virenschutz ansetzen solltest.

Systembenachrichtigungen von Windows 11 erkennen und steuern

Viele Popups sind normale Hinweise des Betriebssystems: Updates, Speicherwarnungen, Tipps oder Sicherheitshinweise. Sie sind technisch harmlos, können aber im Alltag stark nerven. Statt sie jedes Mal wegzuklicken, lässt sich genau einstellen, was Windows anzeigen darf.

Der zentrale Bereich dafür ist die Benachrichtigungsverwaltung von Windows 11. Über sie definierst du, welche Apps Hinweise einblenden dürfen und in welcher Form sie erscheinen.

Ein typischer Weg in die Einstellungen führt über diese Schritte:

  1. Öffne das Startmenü und wähle Einstellungen.
  2. Gehe zu System.
  3. Wähle Benachrichtigungen.

In dieser Ansicht kannst du oben den Schalter Benachrichtigungen auf Aus stellen, wenn du nahezu komplett Ruhe haben möchtest. Etwas feiner ist es, weiter unten die Liste der Apps zu nutzen:

  • Schalte einzelne Apps aus, bei denen die Hinweise überflüssig sind.
  • Klicke auf den Eintrag einer App, um Details wie Sounds, Banner am Bildschirmrand oder Meldungen im Infobereich zu regulieren.
  • Deaktiviere besonders aufdringliche „Tipps und Vorschläge“, die Windows gelegentlich einblendet.

Sinnvoll ist eine Zwischenlösung: Wichtige Dienste wie Sicherheitssoftware, Mailprogramm oder Kalender bleiben aktiv, alles andere wird deutlich reduziert. So bleiben wirklich relevante Meldungen sichtbar, während unnötige Popups verschwinden.

Benachrichtigungen aus dem Browser: Push-Meldungen und Werbe-Tabs zähmen

Ein großer Teil der störenden Einblendungen stammt heute direkt aus dem Browser. Webseiten können Benachrichtigungen senden, neue Tabs öffnen oder über aggressive Werbenetzwerke zusätzliche Fenster auslösen. Das wirkt dann so, als würde der Rechner von selbst Fenster öffnen.

Ob dein Browser die Hauptquelle ist, erkennst du meist daran, dass Popups nur auftreten, während ein Browserfenster geöffnet ist. Häufig siehst du auch kleine Symbole in der Adresszeile, wenn Webseiten Benachrichtigungen erlauben.

In den gängigen Browsern lassen sich diese Meldungen über die Einstellungen gut einschränken:

  • Im Browser-Menü findest du einen Bereich Einstellungen oder Optionen.
  • Dort gibt es meist Abschnitte wie Datenschutz und Sicherheit oder Website-Berechtigungen.
  • Unter dem Punkt Benachrichtigungen oder Website-Berechtigungen kannst du festlegen, welche Seiten Popups oder Push-Hinweise zeigen dürfen.

Eine praktische Strategie besteht darin, nur wenigen vertrauenswürdigen Seiten die Berechtigung zu lassen und alle anderen Einträge zu löschen oder zu blockieren. Zudem lohnt sich ein Blick auf installierte Erweiterungen oder Add-ons, da auch sie Popups erzeugen können.

Werbung, Adware und unerwünschte Programme erkennen

Wenn immer wieder Werbefenster erscheinen, selbst auf eigentlich werbefreien Seiten oder ohne erkennbaren Auslöser, steckt oftmals Adware dahinter. Adware ist Software, die in erster Linie Werbung anzeigt, gelegentlich zusammen mit kostenlosen Programmen installiert wurde und im Hintergrund läuft.

Anleitung
1Öffne das Startmenü und wähle Einstellungen.
2Gehe zu System.
3Wähle Benachrichtigungen.

Erste Hinweise auf solche Programme liefern der Task-Manager und die Liste der installierten Anwendungen. Unbekannte Einträge, die zur Zeit passen, als die Popups begonnen haben, sind besonders verdächtig.

Um einen ersten Überblick zu gewinnen, hilft diese Vorgehensweise:

  1. Drücke Strg + Shift + Esc, um den Task-Manager zu öffnen.
  2. Wechsle zum Reiter Autostart.
  3. Deaktiviere alle Programme, die du nicht eindeutig zuordnen kannst oder die offensichtlich Werbung oder „System-Optimierung“ versprechen.

Anschließend lohnt sich ein Blick in die installierten Programme:

  • Öffne die Einstellungen von Windows 11.
  • Wechsle zu Apps.
  • Wähle Installierte Apps (oder Apps und Features, je nach Darstellung).
  • Sortiere nach Installationsdatum und prüfe neue, unbekannte Einträge.

Programme, die du nicht nutzt, nicht selbst installiert hast oder deren Herkunft unklar ist, kannst du deinstallieren. Achte darauf, keine wichtigen Anwendungen deines Hardware-Herstellers zu entfernen. Wenn du unsicher bist, hilft eine kurze Recherche nach dem genauen Programmnamen, bevor du ihn entfernst.

Praxisbeispiele aus dem Alltag

Realistische Situationen helfen dabei, typische Muster zu erkennen und schneller einzuschätzen, welcher Bereich geprüft werden muss.

Praxisbeispiel 1: Popups nur bei geöffnetem Browser

Eine Nutzerin berichtet, dass ständig Meldungen erscheinen, die angebliche Gewinnspiele ankündigen oder Antivirus-Warnungen im Browser darstellen. Diese Popups treten ausschließlich auf, wenn ihr Standardbrowser läuft. Nach Blick in die Website-Berechtigungen stellt sich heraus, dass mehrere unbekannte Seiten Benachrichtigungsrechte erhalten haben. Nach dem Entfernen dieser Einträge verschwinden die Popups komplett.

Praxisbeispiel 2: Werbefenster auch auf dem Desktop

Ein Anwender bemerkt, dass sich in unregelmäßigen Abständen ein kleines Werbefenster auf dem Desktop öffnet, auch wenn kein Browser geöffnet ist. Im Task-Manager fällt ein Prozess auf, dessen Name nicht bekannt ist und der direkt nach der Installation einer vermeintlichen „optimierenden“ Software aufgetaucht ist. Nach Deaktivierung im Autostart, Deinstallation der Anwendung und einem zusätzlichen Virenscan bleiben die Werbefenster weg.

Praxisbeispiel 3: Häufige Systemhinweise nach einem Upgrade

Nach dem Umstieg auf Windows 11 häufen sich Benachrichtigungen zu OneDrive-Synchronisation, Sicherheitscenter und Speicherverwaltung. Die Meldungen sind systemtypisch gestaltet und erscheinen unten rechts als kurze Banner. In den Benachrichtigungseinstellungen werden mehrere dieser Apps gezielt eingeschränkt, sodass sie weiterhin im Hintergrund arbeiten, aber seltener Hinweise einblenden. Der Rechner wirkt dadurch wieder deutlich ruhiger, ohne an Sicherheit zu verlieren.

Systemhinweise des Sicherheitscenters verstehen

Einige Popups stammen direkt von der integrierten Sicherheitslösung von Windows. Diese Meldungen informieren etwa über erkannte Bedrohungen, fehlende Updates oder deaktivierte Funktionen. Sie sollten nie ignoriert werden, denn sie haben direkten Einfluss auf die Sicherheit des Systems.

Der Einstieg in die Sicherheitsübersicht gelingt über das Suchfeld in der Taskleiste. Nach Eingabe von Sicherheitscenter oder Windows-Sicherheit öffnet sich eine Oberfläche mit Bereichen wie Viren- und Bedrohungsschutz, Kontoschutz oder Firewall und Netzwerkschutz.

Es empfiehlt sich, nacheinander durch diese Bereiche zu gehen und vorhandene Warnungen abzuarbeiten. Typische Schritte sind:

  • Veraltete Signaturen der Virenerkennung aktualisieren.
  • Einen vollständigen Systemscan starten.
  • Empfohlene Schutzfunktionen wie Firewall oder Echtzeitschutz einschalten.

Sobald diese Punkte erledigt sind, reduzieren sich die Warnmeldungen spürbar. Wiederkehrende Hinweise auf dieselbe Bedrohung deuten eher darauf hin, dass das Problem nicht vollständig behoben wurde oder die Gefahr von einem anderen Programm erneut eingeschleppt wird.

Schadsoftware systematisch ausschließen

Manche Popups sind nicht nur lästig, sondern gefährlich. Auffällig sind Fenster, die auf angebliche Viren hinweisen und den Download fremder Programme fordern, Zahlungsdaten erfragen oder mit dramatischen Folgen drohen, wenn man nicht sofort handelt. Solche Meldungen stammen selten von der integrierten Sicherheitslösung, sondern häufig von dubiosen Quellen.

In solchen Fällen ist ein gründlicher Scan mit einem seriösen Schutzprogramm Pflicht. Windows bringt bereits eine integrierte Lösung mit, die einen guten Basis-Schutz bietet. Zusätzlich kann bei Verdachtsmomenten eine Prüfung mit einem weiteren etablierten Tool sinnvoll sein, idealerweise als einmaliger Zusatzscan.

Ein möglicher Ablauf für eine saubere Prüfung sieht so aus:

  1. Trenne, falls möglich, vorübergehend die Internetverbindung, indem du WLAN deaktivierst oder das Netzwerkkabel entfernst.
  2. Starte Windows-Sicherheit und führe zunächst einen Schnellscan durch.
  3. Lass im Anschluss einen vollständigen Scan über alle Laufwerke laufen.
  4. Folge den vorgeschlagenen Schritten zum Entfernen oder Isolieren gefundener Bedrohungen.
  5. Starte den Rechner neu und beobachte, ob Popups weiterhin auftreten.

Wenn danach immer noch ungewöhnliche Meldungen erscheinen, lohnt sich ein zusätzlicher Blick auf Browser-Erweiterungen und installierte Programme. In hartnäckigen Fällen ist es sinnvoll, wichtige Daten zu sichern und langfristig sogar über eine Neuinstallation von Windows nachzudenken, um wirklich alle Reste zu entfernen.

Autostart bereinigen: Was beim Anmelden alles mitläuft

Viele Anwendungen tragen sich in den automatischen Start ein und können so jederzeit Fenster oder Hinweismeldungen einblenden. Je mehr Programme im Hintergrund laufen, desto häufiger erscheinen Popups, die auf Updates, neue Funktionen oder Werbeaktionen hinweisen.

Der Task-Manager von Windows 11 bietet hier eine gute Übersicht, welche Programme direkt nach dem Anmelden aktiviert werden. Die Bewertung der Auswirkungen auf den Systemstart hilft zusätzlich, unnötige Last zu erkennen.

Um den Autostart gezielt aufzuräumen, bieten sich diese Schritte an:

  1. Öffne den Task-Manager mit Strg + Shift + Esc.
  2. Wähle den Reiter Autostart-Apps oder Autostart.
  3. Prüfe alle Einträge auf Wiedererkennungswert und Nutzen.
  4. Deaktiviere Programme, die du nicht regelmäßig benötigst oder die vor allem Werbung anzeigen.

Nach einem Neustart zeigt sich meist direkt, ob sich die Lage verbessert hat. Wenn bestimmte Einträge unklar sind, hilft es, nur wenige Programme auf einmal zu deaktivieren und die Wirkung zu beobachten, statt alles gleichzeitig zu ändern.

Benachrichtigungsbereich und Systemtray aufräumen

Rechts unten in der Taskleiste befindet sich der Bereich mit kleinen Symbolen für laufende Programme und Dienste. Viele davon können jederzeit Hinweisfenster öffnen oder kurze Meldungen einblenden. Ein Blick auf diesen Bereich verrät, welche Programme ständig aktiv sind.

Ein Rechtsklick auf die meisten Symbole öffnet Menüs, über die sich Einstellungen für Benachrichtigungen anpassen lassen. Oft gibt es Optionen wie Meldungen ausblenden, Benachrichtigungen reduzieren oder nur wichtige Hinweise anzeigen.

Ein strukturiertes Vorgehen kann so aussehen:

  • Gehe nacheinander alle sichtbaren Symbole durch.
  • Öffne bei jedem Programm die Einstellungen für Hinweise und Werbung.
  • Schalte dort alle rein werblichen Meldungen aus und lasse nur funktionale Infos zu.

Besonders häufig nutzen Cloud-Dienste, Chat-Programme oder Hersteller-Tools solche Bereiche, um auf Angebote oder neue Features hinzuweisen. Sobald diese Meldungen eingeschränkt werden, reduziert sich die Gesamtzahl der Popups deutlich.

Typische Fehlannahmen rund um Popups

Viele Nutzer gehen zunächst davon aus, dass jede ungewöhnliche Meldung ein schwerwiegender Fehler oder ein Virus ist. In der Praxis handelt es sich allerdings häufig nur um sehr offensiv gestaltete Werbung oder um normale Benachrichtigungen, die zu häufig erscheinen.

Eine häufige Falle besteht darin, sofort auf „Lösungen“ aus Popups zu klicken, ohne deren Herkunft zu prüfen. So wird etwa ein angeblicher Systemfehler gemeldet und direkt eine Download-Schaltfläche präsentiert. Klickt man darauf, landet erst das eigentliche Problem auf dem Rechner.

Es ist hilfreich, sich einige Grundsätze einzuprägen:

  • Keine Software aus Fenstern installieren, deren Herkunft du nicht eindeutig kennst.
  • Fehler- oder Warnmeldungen lieber über das Startmenü und die integrierten Einstellungen prüfen, statt direkt auf Buttons in Popups zu reagieren.
  • Bei Unsicherheit lieber einen Screenshot anfertigen und später in Ruhe analysieren oder jemanden um Rat fragen.

Wer diese Grundregeln beachtet, gerät deutlich seltener in Situationen, in denen Popups neue Probleme auslösen.

Energie- und Gerätehinweise: Popups vom Systemtreiber

Auch Treiber und mitgelieferte Dienstprogramme von Hardware-Herstellern zeigen häufig eigene Fenster an. Dazu gehören etwa Hinweise bei Wechsel zwischen Netz- und Akkubetrieb, Meldungen von Grafikkartentools oder Tastenbelegungsprogrammen auf Notebooks.

Diese Meldungen sind meistens technisch unkritisch, können aber mit der Zeit störend wirken. Oft haben sie eigene Einstellungen, in denen sich Informationsgrad und Häufigkeit der Einblendungen reduzieren lassen.

Ein möglicher Weg führt über das Symbol des jeweiligen Programms im Benachrichtigungsbereich:

  • Rechtsklicke auf das Symbol der betreffenden Anwendung.
  • Öffne die Einstellungen oder Optionen.
  • Suche nach Punkten wie Benachrichtigungen, Hinweise, OSD (On-Screen-Display) oder Infofenster.
  • Reduziere die Einstellungen auf einen für dich sinnvollen Wert oder deaktiviere rein optische Effekte.

Insbesondere bei Grafikkarten- oder Audiotools sind solche Optionen weit verbreitet. Wer nur selten Änderungen vornimmt, braucht laufende Hinweise meistens nicht.

Windows-Tipps, Vorschläge und „Empfehlungen“ reduzieren

Windows 11 blendet in bestimmten Situationen Tipps und Hinweise ein, etwa nach Funktionsupdates oder bei neuen Features. Diese Meldungen helfen teilweise, können aber als störend empfunden werden, wenn der eigene Arbeitsablauf bereits eingespielt ist.

Im Bereich Personalisierung und System gibt es entsprechende Schalter, um diese Hinweise zu reduzieren. Besonders hilfreich sind Optionen, die Produktvorschläge und „Empfehlungen“ für Apps ausblenden.

Ein üblicher Weg über die Einstellungen nutzt diese Abfolge:

  1. Öffne Einstellungen über das Startmenü.
  2. Wechsle zu System und dort zu Benachrichtigungen.
  3. Scrolle ganz nach unten zu zusätzlichen Einstellungen.
  4. Nimm die Häkchen bei Tipps zu Windows, Werbung in Windows und ähnlichen Einträgen heraus.

Dadurch bleiben funktionale Systemhinweise erhalten, während Werbevorschläge oder Lernhinweise deutlich seltener erscheinen.

Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist

In manchen Fällen lassen sich Ursache und Auslöser trotz vieler Schritte nicht eindeutig finden. Popups erscheinen weiterhin, Programmnamen wirken kryptisch oder der Rechner verhält sich zusätzlich auffällig langsam. Dann kann sich die Unterstützung durch Fachleute lohnen.

Entscheidende Signale dafür sind etwa wiederkehrende Warnungen zur gleichen Bedrohung, starke Leistungseinbußen oder Meldungen, die auch im abgesicherten Modus auftauchen. Spätestens wenn auch nach vollständigem Scan und aufgeräumtem Autostart unerklärliche Popups bleiben, ist eine tiefergehende Analyse ratsam.

Vor einem Besuch in einer Werkstatt oder einer Remote-Unterstützung sollten wichtige Daten gesichert werden. Außerdem ist es hilfreich, einige Beispiel-Screenshots der Popups bereitzuhalten und so genau wie möglich zu beschreiben, wann sie auftreten. Dadurch kann ein Profi wesentlich gezielter nach der Ursache suchen.

Häufige Fragen zu rätselhaften Popups

Wie erkenne ich, ob ein Popup von Windows selbst oder von einem Programm stammt?

Schau dir zuerst den Absender im Benachrichtigungscenter rechts unten an und prüfe, welcher Name über der Meldung steht. Öffne anschließend die Einstellungen und wechsle zu System und Benachrichtigungen, um nachzusehen, ob diese App dort als Quelle auftaucht und sich steuern lässt.

Was kann ich tun, wenn Popups nur beim Surfen im Internet auftreten?

Deaktiviere im Browser alle nicht benötigten Website-Benachrichtigungen und blockiere Popups in den Einstellungen des Browsers. Überprüfe zusätzlich die installierten Erweiterungen, entferne unbekannte Einträge und führe im Zweifel einen Scan mit dem Windows-Sicherheitscenter durch.

Wie gehe ich vor, wenn ständig Werbefenster erscheinen, obwohl kein Browser geöffnet ist?

Öffne den Task-Manager, wechsle zum Reiter Autostart und deaktiviere verdächtige oder überflüssige Einträge, die beim Start mitgeladen werden. Nutze anschließend die App-Liste in den Einstellungen, um dubiose Programme zu deinstallieren und führe einen vollständigen Virenscan aus.

Wie kann ich Benachrichtigungen testweise komplett abschalten, um die Ursache einzugrenzen?

Aktiviere in den Systemeinstellungen unter Benachrichtigungen den Fokusmodus oder schalte Benachrichtigungen systemweit vorübergehend aus. Wenn danach keine Meldungen mehr auftauchen, kannst du die Quellen nacheinander wieder zulassen und so den Störenfried identifizieren.

Was bedeutet es, wenn Popups auf Englisch erscheinen, obwohl Windows auf Deutsch eingestellt ist?

Viele Drittanbieterprogramme verwenden ihre eigene Spracheinstellung und zeigen Hinweise unabhängig von der Systemsprachwahl an. Prüfe direkt in der jeweiligen Anwendung die Spracheinstellungen oder installiere sie neu in der passenden Sprachversion.

Wie finde ich heraus, welches Programm hinter einem scheinbar leeren oder anonymen Popup steckt?

Klicke das Fenster mit der rechten Maustaste an oder öffne über den Task-Manager die Details zum entsprechenden Prozess, um den Programmpfad und den Herausgeber zu sehen. Oft hilft es auch, im Info-Bereich der Taskleiste nach neuen Symbolen zu suchen und dort mit der Maus über die Icons zu fahren, um die Quelle zu erkennen.

Was sollte ich tun, wenn ein Popup mich auffordert, sofort Software zu installieren?

Brich den Vorgang ab, schließe das Fenster und lade niemals Programme über einen eingeblendeten Download-Button, dessen Herkunft unklar bleibt. Starte stattdessen den Browser selbst, rufe die offizielle Seite des Herstellers auf oder nutze den Microsoft Store, wenn du die Anwendung wirklich benötigst.

Wie kann ich verhindern, dass Spiele und Tools ständig Hinweise und Werbung einblenden?

Viele Spiele und Zusatzprogramme bieten in ihren eigenen Optionen Schalter für Benachrichtigungen, Newsletter-Hinweise oder Werbebanner, die du dort abschalten kannst. Zusätzlich lässt sich in den Windows-Benachrichtigungseinstellungen pro App festlegen, ob Meldungen erlaubt sind und wie sichtbar sie erscheinen.

Woran erkenne ich, dass ein Popup wahrscheinlich harmlos ist?

Hinweise von bekannten Programmen, die du selbst installiert hast und die klar beschreiben, was sie tun möchten, gelten in der Regel als unbedenklich. Achte auf den Herausgeber, prüfe, ob der Kontext passt, und suche bei Unsicherheit gezielt nach der angezeigten Meldung im Internet.

Wann sollte ich das System lieber vollständig neu aufsetzen?

Wenn trotz gründlicher Scans, Autostartbereinigung und Deinstallation fragwürdiger Programme weiterhin unklare Popups auftauchen, kann eine frische Installation sinnvoll sein. Vorher solltest du aber alle wichtigen Daten sichern und am besten auch deine Installationsquellen und Lizenzen vorbereiten.

Hilft ein temporäres Benutzerkonto, um die Fehlersuche einzugrenzen?

Ein neues Benutzerkonto startet mit unveränderten Profileinstellungen und bietet sich daher für Tests ohne persönliche Anpassungen an. Treten die Popups dort nicht auf, liegt die Ursache oft in Programmen oder Autostarteinträgen, die nur im ursprünglichen Profil aktiv sind.

Sind Meldungen des Sicherheitscenters immer vertrauenswürdig?

Benachrichtigungen von Windows-Sicherheit stammen direkt vom System und sollten ernst genommen werden, auch wenn sie manchmal häufig erscheinen. Du kannst in den Einstellungen der Sicherheits-App festlegen, welche Bereiche aktiv überwacht werden sollen, solltest Schutzmechanismen aber nicht leichtfertig deaktivieren.

Fazit

Unerwartete Hinweisfenster lassen sich mit einem systematischen Vorgehen meist eindeutig zuordnen und dauerhaft eindämmen. Wer Schritt für Schritt Benachrichtigungsquellen prüft, Autostart und installierte Programme ordnet und das Sicherheitscenter nutzt, bringt wieder Ruhe auf den Desktop. Bei hartnäckigen oder zweifelhaften Meldungen bleiben ein kompletter Sicherheitscheck, notfalls eine Neuinstallation und professionelle Unterstützung als verlässliche letzte Optionen.

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