Windows 11: Drucker funktioniert nach Treiber-Update nicht mehr – alten Treiber wiederherstellen

Lesedauer: 9 Min – Beitrag erstellt: 6. Oktober 2026, zuletzt aktualisiert: 6. Oktober 2026

Funktioniert ein Drucker unmittelbar nach einer Treiberaktualisierung nicht mehr, ist die Rückkehr zur vorherigen Treiberversion meist der zielgerichtetste Reparaturversuch. Öffne zuerst den Geräte-Manager und prüfe in den Eigenschaften des Druckers, ob die Schaltfläche Vorheriger Treiber verfügbar ist. Windows 11 kann den alten Treiber darüber wieder einsetzen, sofern dessen Dateien noch im Treiberspeicher liegen. Ist die Schaltfläche ausgegraut, musst du das neue Treiberpaket sauber entfernen und eine passende ältere Version vom Druckerhersteller installieren.

Entferne nicht sofort den Drucker samt Anschluss und ändere keine mehreren Komponenten gleichzeitig. Kontrolliere nach jedem Eingriff mit einer Windows-Testseite, ob der Druckauftrag wieder verarbeitet wird. So lässt sich unterscheiden, ob tatsächlich der Treiber oder stattdessen die Warteschlange, der Anschluss beziehungsweise die Verbindung betroffen ist.

Vor dem Zurücksetzen den Treiberfehler absichern

Der zeitliche Zusammenhang mit dem Update ist ein wichtiger Hinweis, aber noch kein Beweis. Ein neuer Treiber kann den Druck verhindern, falsche Ausgabeformate erzeugen oder gerätespezifische Funktionen verlieren. Ähnliche Symptome entstehen jedoch auch, wenn Windows nach der Aktualisierung einen anderen Druckeranschluss verwendet oder eine zweite Druckerinstanz als Standard festlegt.

Öffne Einstellungen > Bluetooth und Geräte > Drucker und Scanner, wähle den betroffenen Drucker und rufe seine Druckereigenschaften auf. Die Bezeichnungen können abhängig vom installierten Treiber leicht abweichen. Prüfe dort drei Punkte:

  • Stimmt der angezeigte Druckername mit dem bisher verwendeten Gerät überein, oder existiert eine zweite Kopie mit einem Namenszusatz?
  • Ist unter Erweitert ein anderer Treiber eingetragen als vor dem Update?
  • Passt der Anschluss unter Anschlüsse weiterhin zur Verbindung, etwa USB, ein Standard-TCP/IP-Port oder ein herstellerspezifischer Netzwerkanschluss?

Notiere den aktuellen Treibernamen und den markierten Anschluss. Diese Angaben helfen, falls du die Änderung später rückgängig machen musst. Bei einem Netzwerkdrucker solltest du außerdem prüfen, ob seine Verwaltungsseite oder Statusanzeige über das lokale Netzwerk erreichbar ist. Ist das Gerät dort ebenfalls nicht erreichbar, liegt das Problem wahrscheinlich nicht allein am Windows-Treiber.

Leere eine festhängende Warteschlange, bevor du den Treiber wechselst. Öffne den Drucker in den Einstellungen, rufe die Druckwarteschlange auf und brich verbliebene Aufträge ab. Starte den Drucker danach neu. Bleibt nur dieser Drucker betroffen und trat der Fehler direkt nach dem bekannten Treiberwechsel auf, ist das Zurücksetzen sinnvoll.

Vorherigen Druckertreiber im Geräte-Manager aktivieren

Der Geräte-Manager bietet den sichersten Rückweg, weil Windows dabei gezielt auf das zuvor gespeicherte Paket umstellt. Du benötigst dafür ein Konto mit Administratorrechten. Die persönlichen Dokumente und Druckaufträge werden durch diesen Vorgang nicht verändert.

  1. Klicke mit der rechten Maustaste auf die Startschaltfläche und öffne den Geräte-Manager.
  2. Erweitere nacheinander die Bereiche Drucker und Druckwarteschlangen. Je nach Treiber kann das Gerät nur in einem der beiden Bereiche erscheinen.
  3. Klicke den Eintrag des betroffenen Druckers mit der rechten Maustaste an und wähle Eigenschaften.
  4. Öffne die Registerkarte Treiber. Fehlt diese Registerkarte, hast du möglicherweise einen logischen Warteschlangeneintrag statt des zugehörigen Geräts geöffnet. Prüfe dann den anderen genannten Bereich.
  5. Wähle Vorheriger Treiber, gib einen Grund für die Rückkehr an und bestätige den Vorgang.
  6. Starte Windows neu, auch wenn kein Neustart verlangt wird. Dadurch werden noch geladene Bestandteile des neueren Druckertreibers beendet.

Öffne nach dem Neustart erneut die Druckereigenschaften. Kontrolliere unter Erweitert, ob der erwartete Treiber eingetragen ist, und drucke über die Druckereigenschaften eine Testseite. Eine erfolgreich an Windows übergebene Testseite reicht als Kontrolle noch nicht aus: Sie muss tatsächlich aus dem Gerät kommen und lesbar sein.

Wenn die Testseite funktioniert, normale Anwendungen aber weiterhin nicht drucken, ist der Treiber-Rollback wahrscheinlich gelungen. Prüfe dann in der betroffenen Anwendung die Druckerauswahl und deren gespeicherte Druckeinstellungen. Programme können eine nicht mehr vorhandene Druckerinstanz oder eine mit dem neuen Treiber angelegte Voreinstellung behalten.

Warum die Schaltfläche für den vorherigen Treiber fehlt

Eine ausgegraute oder fehlende Rollback-Funktion bedeutet nicht automatisch, dass Windows den Drucker nicht reparieren kann. Sie zeigt lediglich, dass für diesen Geräteeintrag keine direkt wiederherstellbare Vorgängerversion hinterlegt ist. Das kommt besonders in folgenden Situationen vor:

  • Der bisherige Treiber wurde vollständig aus dem Windows-Treiberspeicher entfernt.
  • Die Aktualisierung erfolgte durch ein Installationsprogramm des Herstellers und nicht als normaler Geräte-Treiberwechsel.
  • Windows hat eine neue Druckerinstanz angelegt, für die es keine Treiberhistorie gibt.
  • Der Drucker verwendet einen Klassentreiber, während die herstellerspezifische Software getrennt installiert wurde.
  • Eine Bereinigung, ein Systemwerkzeug oder eine frühere Deinstallation hat das alte Paket gelöscht.

Suche in diesem Fall nicht nach einer beliebigen Datei mit ähnlichem Modellnamen. Maßgeblich sind die vollständige Modellbezeichnung, die Windows-Architektur und die vom Hersteller unterstützte Treiberfamilie. Bei Serien mit mehreren Varianten können nahezu identische Modellnamen unterschiedliche Pakete benötigen.

Installierte Druckertreiber vor der Deinstallation erfassen

Bevor du ein Paket entfernst, kannst du die registrierten Druckertreiber in PowerShell auslesen. Der folgende Befehl verändert nichts. Öffne Windows PowerShell oder das Terminal und führe ihn aus:

Anleitung
1Klicke mit der rechten Maustaste auf die Startschaltfläche und öffne den Geräte-Manager.
2Erweitere nacheinander die Bereiche Drucker und Druckwarteschlangen. Je nach Treiber kann das Gerät nur in einem der beiden Bereiche erscheinen.
3Klicke den Eintrag des betroffenen Druckers mit der rechten Maustaste an und wähle Eigenschaften.
4Öffne die Registerkarte Treiber. Fehlt diese Registerkarte, hast du möglicherweise einen logischen Warteschlangeneintrag statt des zugehörigen Geräts geöffnet. Prüfe dann….
5Wähle Vorheriger Treiber, gib einen Grund für die Rückkehr an und bestätige den Vorgang — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Get-PrinterDriver | Sort-Object Name | Format-Table Name, Manufacturer, MajorVersion -AutoSize

Suche in der Ausgabe nach dem Namen, der in den Druckereigenschaften auf der Registerkarte Erweitert steht. Die angezeigte Hauptversion allein verrät nicht zuverlässig, ob ein Paket älter oder neuer ist. Sie dient vor allem dazu, den richtigen Eintrag zu identifizieren und Verwechslungen mit anderen Druckern zu vermeiden.

Eine zweite, detailliertere Bestandsaufnahme liefert PnPUtil. Öffne dazu das Terminal als Administrator und führe diesen ausschließlich lesenden Befehl aus:

pnputil /enum-drivers /class Printer

Die Ausgabe kann unter anderem den veröffentlichten Namen im Format oemXX.inf, den Anbieter und das Treiberdatum enthalten. Notiere den Eintrag nur zur Identifikation. Lösche an dieser Stelle kein Paket mit PnPUtil: Ein gemeinsam genutzter Druckertreiber kann mehreren Warteschlangen dienen, und die Zuordnung ist allein anhand eines ähnlichen Namens nicht immer eindeutig.

Neuen Treiber entfernen und ältere Herstellerversion installieren

Steht kein automatischer Rückweg bereit, sollte zuerst das fehlerhafte Paket aus der aktiven Druckerwarteschlange gelöst werden. Lade die ältere, für dein exaktes Modell geeignete Version vor der Deinstallation über den offiziellen Supportbereich des Druckerherstellers herunter. Prüfe dort das Modell, Windows 11 und die Systemarchitektur. Gibt es keine ausdrücklich ältere Version, verwende nicht ungeprüft ein Paket eines verwandten Modells.

Trenne einen USB-Drucker vorübergehend vom PC, sobald das Installationspaket lokal gespeichert ist. Bei Netzwerkdruckern bleibt die Netzwerkverbindung bestehen. Gehe dann in dieser Reihenfolge vor:

  1. Öffne Einstellungen > Bluetooth und Geräte > Drucker und Scanner.
  2. Wähle die betroffene Druckerinstanz und entferne sie. Sind mehrere ähnlich benannte Einträge vorhanden, entferne nur den Eintrag, dessen Treiber und Anschluss du zuvor geprüft hast.
  3. Öffne mit Win und R das Dialogfeld Ausführen.
  4. Rufe die Druckservereigenschaften mit folgendem Befehl auf:
printui.exe /s /t2
  1. Markiere auf der Registerkarte Treiber den zuvor notierten Treiber und wähle Entfernen.
  2. Falls Windows zwischen dem reinen Treiber und dem Treiberpaket unterscheidet, entferne das Paket nur, wenn kein anderer eingerichteter Drucker darauf angewiesen ist.
  3. Starte Windows neu und installiere anschließend die heruntergeladene ältere Herstellerversion. Schließe einen USB-Drucker erst an, wenn das Installationsprogramm dazu auffordert.

Windows kann das Entfernen ablehnen, wenn der Treiber noch verwendet wird. Prüfe dann, ob weitere Warteschlangen denselben Treibernamen nutzen. Auch ein geöffnetes Druckerfenster oder ein laufendes Herstellerprogramm kann Dateien festhalten. Schließe solche Programme und starte Windows erneut, bevor du die Entfernung wiederholst.

Bei verwalteten Firmen-PCs können Treiberinstallation und Paketentfernung durch Richtlinien gesperrt sein. Brich den Versuch ab, wenn Administratorzugangsdaten verlangt werden, die dir nicht zugewiesen wurden. Die zuständige IT muss in diesem Fall prüfen, ob der Treiber zentral verteilt wird; eine lokale ältere Installation könnte sonst beim nächsten Richtlinienabgleich wieder ersetzt werden.

Wenn nur ein allgemeiner Windows-Treiber verfügbar ist

Windows 11 kann manche Drucker über einen integrierten Klassentreiber betreiben. Namen wie Microsoft IPP Class Driver weisen auf eine allgemeine Druckschnittstelle hin. Sie kann für grundlegendes Drucken genügen, unterstützt aber möglicherweise nicht alle Papierfächer, Endverarbeitungsfunktionen, Statusmeldungen oder gerätespezifischen Einstellungen.

War vor dem Update ein Herstellertreiber aktiv und steht dessen ältere Version bereit, wähle bevorzugt dieses passende Paket. War dagegen schon vorher ein Windows-Klassentreiber eingetragen, kann die Ursache außerhalb des eigentlichen Treiberpakets liegen. Kontrolliere dann besonders den Anschluss und die neu angelegte Druckerinstanz. Ein Wechsel auf einen beliebigen Universaltreiber ist keine sichere Rückkehr zum vorherigen Zustand.

Bei einem Multifunktionsgerät können Druck- und Scanfunktion getrennte Treiber verwenden. Ein erfolgreicher Ausdruck beweist daher nicht, dass die Scan-Komponente ebenfalls wiederhergestellt wurde. Prüfe den Scanner anschließend mit der bisher verwendeten Anwendung. Installiere jedoch nicht vorsorglich mehrere Treiberpakete gleichzeitig, weil dadurch zusätzliche Geräteinstanzen und unklare Zuordnungen entstehen können.

Ergebnis nach der Wiederherstellung eindeutig prüfen

Eine belastbare Erfolgskontrolle besteht aus mehr als dem Status Bereit. Prüfe die wiederhergestellte Konfiguration in einer festen Reihenfolge:

  1. Öffne die Druckereigenschaften und kontrolliere den Treibernamen unter Erweitert.
  2. Kontrolliere unter Anschlüsse, ob weiterhin der notierte Anschluss ausgewählt ist.
  3. Drucke eine Windows-Testseite.
  4. Drucke danach ein kurzes Dokument aus der Anwendung, in der der Fehler zuerst auffiel.
  5. Teste nur die für dich wichtigen Zusatzfunktionen, etwa Duplexdruck oder ein bestimmtes Papierfach.

Verschwindet der Auftrag aus der Warteschlange, ohne dass der Drucker reagiert, prüfe Anschluss und Verbindung. Bleibt der Auftrag mit einem Fehlerstatus stehen, öffne seine Details und kontrolliere den Gerätestatus. Wird die Windows-Testseite korrekt ausgegeben, aber ein Dokument enthält falsche Zeichen oder ein fehlerhaftes Layout, spricht das eher für eine ungeeignete Treiberfamilie oder anwendungsspezifische Druckeinstellungen.

Kehrt der Fehler trotz nachweislich älterem Treiber unverändert zurück, war das Update möglicherweise nur zeitlich mit einer anderen Änderung verbunden. Wiederhole dann nicht fortlaufend die Installation. Prüfe stattdessen, ob der Drucker an einem anderen Anschluss beziehungsweise bei einem Netzwerkgerät von einem zweiten Rechner aus druckt. Diese Gegenprobe trennt ein lokales Windows-Problem von einer Störung am Gerät oder im Netzwerk.

Erneute Installation des problematischen Treibers begrenzen

Windows Update oder eine Herstelleranwendung kann einen zurückgesetzten Treiber erneut anbieten. Kontrolliere zuerst unter Einstellungen > Windows Update > Updateverlauf, ob der ursprüngliche Wechsel dort als Treiberupdate erkennbar ist. Bei Herstellerprogrammen solltest du die Einstellung für automatische Treiberaktualisierungen prüfen und nur diese Funktion pausieren, sofern das Programm eine entsprechende Option anbietet.

Deaktiviere Windows Update nicht dauerhaft. Dadurch würden auch Sicherheits- und Qualitätsupdates ausbleiben. Wird derselbe Druckertreiber erneut angeboten, installiere ihn zunächst nicht und dokumentiere Modell, Treiberversion sowie das beobachtete Fehlerbild. Prüfe anschließend im offiziellen Supportbereich des Herstellers, ob eine korrigierte Version oder ein Hinweis zu dieser Treiberfamilie vorliegt.

Ein Wiederherstellungspunkt ist erst eine spätere Eskalationsstufe. Er kann neben dem Druckertreiber weitere Systemänderungen zurückdrehen und ist unverhältnismäßig, solange der alte Treiber gezielt über den Geräte-Manager oder das Herstellerpaket wiederhergestellt werden kann. Fehlt ein kompatibles älteres Paket und funktioniert auch der passende Klassentreiber nicht, sollte der Hersteller-Support anhand der vollständigen Modellbezeichnung und der installierten Treiberversion prüfen, welche freigegebene Version verwendet werden soll.


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