Wenn Bild und Ton über HDMI getrennt behandelt werden, liegt die Ursache meistens an der ausgewählten Windows-Ausgabe, am Fernseher als deaktiviertem Wiedergabegerät oder an einem fehlerhaften Grafiktreiber. Prüfe deshalb zuerst die Tonausgabe und die Lautstärke, bevor du Treiber entfernst oder Windows zurücksetzt. Wichtig ist außerdem, ob der Fernseher in den Windows-Soundeinstellungen überhaupt angezeigt wird. Fehlt er dort vollständig, führt die Suche eher über die HDMI-Verbindung, den Grafiktreiber und die Erkennung des Bildschirms.
Die Tonausgabe in Windows auf den Fernseher umstellen
Windows kann den Ton weiterhin über die internen Lautsprecher, ein Headset, einen USB-DAC oder einen Monitor ausgeben, obwohl das Bild bereits auf dem Fernseher erscheint. Das Bildsignal allein beweist daher nicht, dass HDMI-Audio aktiv ist.
Klicke in Windows 11 auf das Lautsprecher- oder Netzwerksymbol rechts unten in der Taskleiste. Im Bereich für die Schnelleinstellungen öffnest du die Auswahl des Ausgabegeräts. Unter Windows 10 findest du die Auswahl ebenfalls über das Lautsprechersymbol und den Pfeil neben dem Lautstärkeregler. Wähle dort einen Eintrag, der zum Fernseher, zum HDMI-Anschluss oder zum Namen der Grafikkarte gehört.
Die Bezeichnung ist nicht immer identisch mit dem Modellnamen des Fernsehers. Je nach Grafikchip kann das Gerät beispielsweise als NVIDIA High Definition Audio, AMD High Definition Audio Device, Intel Display Audio oder mit dem Namen des angeschlossenen Displays erscheinen. Entscheidend ist nicht die genaue Schreibweise, sondern dass sich der Eintrag beim Anschließen des Fernsehers verändert und als Ausgabegerät verwenden lässt.
Starte anschließend ein Video oder einen Systemton. Wenn der Lautstärkeregler reagiert, aber weiterhin kein Ton aus dem Fernseher kommt, prüfst du die Lautstärke am Fernseher und den ausgewählten HDMI-Eingang. Manche Fernseher speichern für jeden Eingang eigene Audioeinstellungen. Ein stummgeschalteter HDMI-Eingang kann daher den Eindruck erwecken, dass Windows kein Signal liefert.
Den Fernseher in den klassischen Soundeinstellungen aktivieren
Ist der Fernseher in der Schnellauswahl nicht sichtbar, öffnest du die erweiterten Soundeinstellungen. Drücke Windows-Taste + R, gib mmsys.cpl ein und bestätige mit der Eingabetaste. Dieses Fenster gehört zur klassischen Windows-Systemsteuerung und zeigt auch Geräte, die in der modernen Einstellungsoberfläche nicht sofort auffallen.
Wechsle zum Register Wiedergabe. Suche dort nach einem HDMI-, Display-Audio- oder Fernseher-Eintrag. Ein ausgegrautes Gerät ist möglicherweise deaktiviert. Klicke mit der rechten Maustaste in einen freien Bereich des Fensters und aktiviere, sofern vorhanden, Deaktivierte Geräte anzeigen sowie Getrennte Geräte anzeigen.
Wird der passende Eintrag nun sichtbar, öffnest du mit der rechten Maustaste das Kontextmenü und wählst Aktivieren. Danach markierst du das Gerät und klickst auf Als Standard. Ein grünes Häkchen sollte anschließend anzeigen, dass Windows dieses Gerät für die normale Tonausgabe verwendet.
Wenn der Eintrag zwar vorhanden, aber als nicht angeschlossen gekennzeichnet ist, erkennt Windows den Fernseher möglicherweise nur als Bildschirm. Prüfe in diesem Fall zunächst das HDMI-Kabel, den Anschluss am Fernseher und den Anschluss am Computer. Ein Bild kann auch bei einem Kabel erscheinen, dessen Audioleitungen oder Kontakte nicht zuverlässig arbeiten.
Stummgeschaltete Anwendungen und falsche Lautstärkemixer prüfen
Windows kann die Tonausgabe pro Anwendung speichern. Ein Browser kann deshalb stummgeschaltet sein, während Systemklänge funktionieren. Klicke mit der rechten Maustaste auf das Lautsprechersymbol und öffne den Lautstärkemixer. Unter Windows 11 erreichst du ihn auch über die Soundeinstellungen unter Lautstärkemixer.
Prüfe, ob der verwendete Browser, der Mediaplayer oder das Spiel eine eigene Lautstärke von null hat. Kontrolliere außerdem das jeweilige Ausgabegerät der Anwendung. Eine Anwendung kann weiterhin auf ein Headset zeigen, während Windows selbst bereits den Fernseher verwendet.
Beende das betroffene Programm nach der Änderung vollständig und starte es neu. Viele Anwendungen übernehmen ein neu ausgewähltes Ausgabegerät erst beim nächsten Start. Bei Browsern reicht es manchmal nicht, nur das aktuelle Fenster zu schließen; beende den Browser über sein Menü oder den Task-Manager und öffne ihn danach erneut.
HDMI-Anschluss, Kabel und Fernseher systematisch ausschließen
Bevor du Windows-Komponenten reparierst, solltest du die äußere Verbindung prüfen. Schalte den Fernseher auf den tatsächlich verwendeten HDMI-Eingang. Bei mehreren Anschlüssen kann der Computer an HDMI 2 hängen, während der Fernseher auf HDMI 1 steht. Wenn das Bild sichtbar ist, ist der Eingang zwar grundsätzlich richtig gewählt, trotzdem können Eingänge unterschiedliche Audiooptionen besitzen.
- Ziehe das HDMI-Kabel an beiden Enden ab und stecke es vollständig wieder ein.
- Teste einen anderen HDMI-Anschluss am Fernseher.
- Verwende, sofern vorhanden, ein anderes HDMI-Kabel.
- Trenne Zwischenadapter, Dockingstationen, AV-Receiver und HDMI-Switches vorübergehend.
- Schalte Fernseher und Computer vollständig aus und starte zuerst den Fernseher.
Adapter sind ein häufiger Sonderfall. Ein DVI-zu-HDMI-Adapter überträgt normalerweise kein Audiosignal, weil DVI je nach Ausführung nur für Bild ausgelegt ist. Auch ältere VGA-Verbindungen liefern keinen Ton über das Bildkabel. Bei USB-C-Docks hängt die Audiofunktion vom verwendeten DisplayPort-Alt-Mode, vom Dock und vom Treiber ab.
Wenn der Ton direkt am Fernseher funktioniert, aber nicht über einen AV-Receiver oder eine Soundbar, liegt die nächste Prüfung in der Signalkette. Wähle testweise die Fernsehlautsprecher als Ausgabe und deaktiviere am Fernseher automatische Audioformate. Für die Fehlersuche ist ein einfaches Stereo-Signal besser geeignet als ein Mehrkanalformat, das der Empfänger möglicherweise nicht unterstützt.
Erkennen, ob der Grafiktreiber HDMI-Audio bereitstellt
HDMI-Ton wird bei vielen Computern über den Grafiktreiber bereitgestellt. Der Soundtreiber des Mainboards ist dafür nicht immer zuständig. Deshalb kann eine Neuinstallation des Realtek-Treibers wirkungslos bleiben, wenn der eigentliche Fehler im Treiber für Intel-, AMD- oder NVIDIA-Grafik liegt.
Öffne den Geräte-Manager mit einem Rechtsklick auf das Startmenü. Erweitere Audio-, Video- und Gamecontroller. Suche nach einem Eintrag wie Display Audio oder High Definition Audio, der zur Grafikeinheit gehört. Prüfe zusätzlich unter Grafikkarten, ob dort ein gelbes Warnsymbol angezeigt wird.
Ein gelbes Dreieck weist auf ein Treiber- oder Geräteproblem hin. Öffne die Eigenschaften des betroffenen Geräts und lies im Register Allgemein den Gerätestatus. Der dort angezeigte Fehlercode kann die weitere Richtung vorgeben. Ohne einen verlässlichen Fehlercode solltest du keine beliebigen Treiberpakete aus unbekannten Quellen installieren.
Bei einem Notebook können mehrere Grafiklösungen vorhanden sein. Das interne Display läuft dann möglicherweise über die integrierte Grafik, während der HDMI-Anschluss von einer separaten GPU verwaltet wird. Aktualisiere deshalb nicht blind nur den Treiber der sichtbaren Grafikkarte. Prüfe, welche GPU den externen Anschluss bereitstellt, und verwende möglichst den Treiber des Notebook-Herstellers, wenn es sich um ein mobiles Gerät handelt.
Grafiktreiber sauber aktualisieren oder zurücksetzen
Wenn der Fernseher nach einem Update verschwunden ist oder der Ton nach einer Treiberänderung ausfällt, kann ein Zurücksetzen sinnvoller sein als eine weitere Aktualisierung. Öffne im Geräte-Manager die Eigenschaften der betroffenen Grafikkarte und wechsle zum Register Treiber. Ist Vorheriger Treiber verfügbar, kannst du die letzte Treiberversion wiederherstellen. Die Option ist nicht bei jeder Installation vorhanden.
Für eine Aktualisierung öffnest du Windows Update und prüfst unter den optionalen Updates, ob ein passender Treiber angeboten wird. Bei Problemen mit einem Notebook oder einer speziellen Grafikkarte ist die Herstellerseite meist die bessere Anlaufstelle. Achte auf das genaue Modell und die verwendete Windows-Version. Ein Treiber für eine andere Baureihe kann die HDMI-Ausgabe verschlechtern oder weitere Gerätefehler auslösen.
Nach der Installation ist ein Neustart erforderlich, auch wenn Windows nicht ausdrücklich dazu auffordert. Prüfe danach erneut die Registerkarte Wiedergabe in mmsys.cpl. Der HDMI-Eintrag kann nach einem Treiberwechsel deaktiviert oder nicht als Standard festgelegt sein.
Vermeide es, den Grafiktreiber zunächst über aggressive Bereinigungstools zu entfernen. Solche Werkzeuge können Einstellungen, Profile und mehrere Treiberversionen löschen. Sie sind eher für einen festgefahrenen Treiberkonflikt gedacht und sollten erst nach einer Datensicherung und mit einem klaren Rückweg eingesetzt werden.
Ausgeblendete Audiogeräte und Windows-Dienste kontrollieren
Manchmal ist der HDMI-Audioeintrag nicht gelöscht, sondern im Geräte-Manager ausgeblendet. Öffne dort das Menü Ansicht und aktiviere Ausgeblendete Geräte anzeigen. Graue Einträge gehören zu Geräten, die Windows derzeit nicht erkennt. Entferne solche Einträge nicht vorschnell. Ein späteres erneutes Erkennen kann genügen, wenn die Verbindung wiederhergestellt wird.
Prüfe außerdem, ob die Windows-Audiodienste laufen. Drücke Windows-Taste + R, gib services.msc ein und bestätige. Suche nach Windows Audio und Windows Audio-Endpunkterstellung. Der Starttyp sollte normalerweise nicht deaktiviert sein, und der Status sollte Wird ausgeführt anzeigen. Falls ein Dienst beendet ist, kannst du ihn über das Kontextmenü starten.
Ein Neustart dieser Dienste kann offene Anwendungen aus ihrer Audioverbindung werfen. Schließe daher vorher den Browser, den Mediaplayer und Spiele. Starte anschließend das Programm neu und teste einen Systemton. Wenn die Dienste sofort wieder beendet werden, liegt möglicherweise ein beschädigtes Windows-Profil, eine Sicherheitssoftware oder ein tieferer Systemfehler vor.
Windows-Soundproblembehandlung sinnvoll einsetzen
Die integrierte Problembehandlung kann bei falsch gesetzten Ausgabegeräten, deaktivierten Audiogeräten und bestimmten Dienstfehlern helfen. Öffne in Windows 11 die Einstellungen und gehe zu System, Problembehandlung und Andere Problembehandlungen. Starte die Problembehandlung für Audio. In Windows 10 findest du die Funktion unter Einstellungen, Update und Sicherheit und Problembehandlung.
Die automatische Prüfung ersetzt keine Kabel- und Treiberdiagnose. Lies die vorgeschlagenen Änderungen, bevor du sie bestätigst. Wird nur ein anderes Standardgerät ausgewählt, kannst du die Entscheidung danach wieder ändern. Meldet Windows, dass kein Audiogerät gefunden wurde, solltest du den Geräte-Manager und den Grafiktreiber prüfen, statt dieselbe Prüfung mehrfach auszuführen.
Bildschirm neu erkennen und Anzeigemodus prüfen
Drücke Windows-Taste + P und wähle zunächst Duplizieren oder Erweitern. Der Modus Nur PC-Bildschirm deaktiviert den externen Bildschirm logisch, auch wenn die physische Verbindung bestehen bleibt. Nach dem Umschalten kann der HDMI-Audioeintrag wieder erscheinen.
Öffne zusätzlich die Anzeigeeinstellungen und kontrolliere, ob der Fernseher als zweiter Bildschirm erkannt wird. Nutze die Funktion zum Erkennen, falls Windows den Bildschirm nicht auflistet. Ändert sich die Anzeige erst nach dem Ab- und Anstecken, deutet das auf ein Erkennungsproblem hin. In diesem Fall hilft häufig die Reihenfolge: Fernseher einschalten, richtigen Eingang wählen, HDMI-Kabel verbinden und erst danach Windows anmelden.
Bei einer Grafikkarte mit mehreren Ausgängen kann ein falscher Anschluss ausgewählt sein. Teste den Fernseher direkt an der Grafikkarte und nicht am Mainboard, wenn eine separate Grafikkarte eingebaut ist. Anschlüsse an Mainboard und Grafikkarte gehören nicht immer zur gleichen aktiven Grafiklösung.
Erfolg nach jeder Änderung prüfen
Verwende für die Kontrolle nicht nur ein einzelnes Video. Spiele zunächst einen Windows-Systemton ab, danach ein Video im Browser und zuletzt eine lokale Audiodatei. So erkennst du, ob der Fehler das gesamte System oder nur eine einzelne Anwendung betrifft.
| Beobachtung | Wahrscheinliche Richtung | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Bild und Fernseher erscheinen, aber kein HDMI-Ausgabegerät | Grafiktreiber oder Geräteerkennung | Geräte-Manager, Anzeigeerkennung und Treiber prüfen |
| HDMI-Gerät ist vorhanden, aber deaktiviert | Windows verwendet es nicht | Gerät aktivieren und als Standard festlegen |
| Systemklänge funktionieren, Browser bleibt stumm | Anwendungslautstärke oder App-Ausgabe | Lautstärkemixer und Browser neu starten |
| Ton funktioniert direkt, aber nicht über Receiver | Signalweg oder Audioformat | Zwischengeräte entfernen und Stereo testen |
Rückweg und Abbruchkriterien
Wenn eine Treiberänderung neue Anzeigeprobleme verursacht, nutze im Geräte-Manager die Funktion Vorheriger Treiber, sofern sie verfügbar ist. Bei Änderungen an Diensten stellst du den ursprünglichen Starttyp wieder her. Entferne keine Audiogeräte aus dem Geräte-Manager, wenn du nicht weißt, welcher Treiber anschließend automatisch zurückkommt.
Ein Zurücksetzen von Windows ist für einen fehlenden Fernsehton normalerweise nicht der erste sinnvolle Schritt. Brich die Selbsthilfe ab, wenn der Rechner neu startet, der Grafiktreiber dauerhaft abstürzt, der HDMI-Anschluss mechanisch beschädigt ist oder mehrere Ausgänge und Kabel mit unterschiedlichen Bildschirmen ausfallen. Bei einem Firmen-PC können Richtlinien die Soundausgabe oder Treiberinstallation blockieren. In diesem Fall muss die zuständige Administration prüfen, ob die Änderung erlaubt ist.
Bleibt der Fernseher trotz anderem Kabel, anderem HDMI-Eingang, neuem Anzeigemodus und passendem Grafiktreiber ohne Audioeintrag, teste den Computer an einem zweiten HDMI-Fernseher oder Monitor. Funktioniert HDMI-Ton dort, liegt die Ursache eher am ursprünglichen Fernseher oder an dessen Eingang. Fehlt die Audioausgabe an mehreren Bildschirmen, konzentriert sich die weitere Diagnose auf Grafiktreiber, Hardware und Windows.
Signalweg und Tonformat sauber einordnen
Bild und Ton reisen zwar über dasselbe HDMI-Kabel, werden am Computer jedoch getrennt verarbeitet. Ein Fernseher kann deshalb ein korrektes Bild anzeigen, obwohl der Audiopfad nicht passend eingerichtet ist. Besonders häufig tritt das nach dem Wechsel zwischen Monitor, Dockingstation, AV-Receiver und TV auf. Windows merkt sich dabei manchmal ein anderes Ausgabegerät oder übernimmt ein Tonformat, das der Fernseher nicht akzeptiert.
HDMI- und ARC-Anschlüsse nicht verwechseln
Am Fernseher tragen die Buchsen je nach Modell unterschiedliche Bezeichnungen. ARC und eARC sind in erster Linie für den Rückkanal vom Fernseher zu einer Soundbar oder einem Receiver vorgesehen. Für die Verbindung eines PCs genügt meist ein normaler HDMI-Eingang. Wird eine Soundbar verwendet, muss sie dagegen am passenden ARC- oder eARC-Port angeschlossen sein, während der Computer an einem HDMI-Eingang des Fernsehers steckt.
- PC direkt an einen freien HDMI-Eingang des Fernsehers anschließen.
- Soundbar oder Receiver nur über den vorgesehenen ARC- beziehungsweise eARC-Anschluss verbinden.
- Im TV-Menü die Lautsprecherquelle auf HDMI, ARC oder eARC einstellen.
- Für einen Test externe Audiogeräte vorübergehend abziehen.
Manche Fernseher deaktivieren die eigenen Lautsprecher, sobald ein optisches Kabel, Bluetooth-Kopfhörer oder eine Soundbar erkannt wird. Für die Fehlersuche sollte deshalb nur ein einziger aktiver Tonweg bestehen.
Unterstütztes Audioformat auswählen
Einige Grafikkarten und Wiedergabesoftware geben Mehrkanalton, Dolby-Signale oder unkomprimierte Formate aus. Nicht jeder Fernseher verarbeitet alle Varianten über jeden Eingang. Öffne in den Eigenschaften des digitalen Ausgabegeräts die unterstützten Formate und wähle zunächst Stereo beziehungsweise 16 Bit, 48 kHz. Diese Einstellung ist für die Fehlersuche besonders geeignet, weil sie von nahezu allen TV-Geräten akzeptiert wird.
Bei Filmen mit Surround-Ton kann später wieder ein Mehrkanalformat aktiviert werden. Bleibt der Fernseher bei Stereo stumm, liegt die Ursache eher bei Verbindung, Gerätetreiber oder Hardware. Funktioniert Stereo, aber Dolby oder DTS nicht, sollte die Formatunterstützung des Fernsehers und der verwendeten Anwendung geprüft werden.
Wiedergabeprogramm und Browser als Fehlerquelle
Ein einzelnes Programm kann ein eigenes Audiogerät oder eine separate Lautstärkeregelung verwenden. Beende daher den Videoplayer, den Browser oder das Spiel vollständig und starte die Anwendung erst nach Auswahl des Fernsehers erneut. Bei manchen Programmen wird das Ausgabegerät nur beim Programmstart eingelesen.
- Videoplayer schließen und erneut öffnen.
- In den Audiooptionen des Programms die automatische Gerätewahl aktivieren.
- Bei Spielen den Ausgabemodus auf Stereo oder Systemstandard setzen.
- Browser-Tabs mit Medienwiedergabe schließen und die Seite neu laden.
Ein kurzer Test mit einer lokalen Audiodatei hilft, Streamingdienste und Kopierschutzmechanismen auszuschließen. Gibt die lokale Datei Ton aus, sollte die Einstellung des jeweiligen Dienstes oder Programms untersucht werden.
Ruhezustand, Schnellstart und HDMI-Handschlag
Nach dem Aufwachen aus dem Energiesparmodus kann die HDMI-Erkennung unvollständig bleiben. Schalte den Fernseher aus, trenne ihn für etwa eine Minute vom Strom und fahre den Computer vollständig herunter. Danach wird zuerst der Fernseher eingeschaltet, anschließend der PC gestartet. Diese Reihenfolge erneuert die Geräteerkennung und beseitigt gelegentlich einen fehlerhaften HDMI-Handschlag.
Falls das Problem regelmäßig nach dem Start auftritt, kann der Windows-Schnellstart testweise deaktiviert werden. Die Einstellung befindet sich unter Systemsteuerung, Energieoptionen, Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll. Nach der Änderung ist ein vollständiger Neustart erforderlich.
Typische Befunde richtig deuten
- Ton funktioniert an einem anderen Fernseher: Eingang, TV-Einstellung oder Format des ursprünglichen Geräts prüfen.
- Ton funktioniert mit einem anderen HDMI-Kabel: Kabel oder Stecker waren wahrscheinlich die Ursache.
- Nur ein Programm bleibt stumm: dessen Audioausgabe und Medienformat kontrollieren.
- Der Fernseher erscheint gar nicht als Audiogerät: Verbindung, Adapter, Grafikausgabe und Gerätetreiber untersuchen.
- Bild und Ton brechen gemeinsam ab: HDMI-Port, Dockingstation, Stromversorgung oder Signalqualität kommen infrage.
Häufige Fragen zum HDMI-Ton am Fernseher
Warum funktioniert der HDMI-Ton nur bei manchen Programmen nicht?
Wenn Systemklänge oder lokale Dateien hörbar sind, liegt die Ursache meist an der einzelnen Anwendung und nicht an der HDMI-Verbindung. Prüfe im Lautstärkemixer, ob der Browser, das Spiel oder der Mediaplayer stummgeschaltet ist oder ein anderes Ausgabegerät verwendet, und starte die Anwendung anschließend vollständig neu.
Was bedeutet es, wenn der Fernseher nur als Monitor erkannt wird?
Windows erhält dann wahrscheinlich das Bildsignal, richtet aber keinen nutzbaren HDMI-Audioendpunkt ein. Prüfe den zur Grafikkarte gehörenden Display-Audio-Treiber im Geräte-Manager und teste den Fernseher direkt ohne Dock, Adapter oder AV-Receiver.
Kann ein HDMI-Kabel Bild, aber keinen Ton übertragen?
Ja, ein Bildsignal schließt einen Fehler im Kabel, Stecker oder verwendeten Anschluss nicht vollständig aus. Stecke das Kabel an beiden Enden neu ein und prüfe mit einem anderen HDMI-Kabel sowie einem weiteren HDMI-Eingang am Fernseher, bevor du Windows oder Treiber veränderst.
Warum fehlt HDMI-Audio nach einem Grafiktreiber-Update?
Ein Update kann die Display-Audio-Komponente des Grafiktreibers fehlerhaft installieren oder die Gerätezuordnung verändern. Lies im Geräte-Manager den Gerätestatus und nutze bei einem passenden Eintrag die Option Vorheriger Treiber, sofern sie angeboten wird; entferne den Treiber nicht vorsorglich.
Wie lässt sich feststellen, ob der Fernseher oder der PC die Ursache ist?
Teste denselben Computer mit demselben Kabel an einem zweiten Fernseher oder Monitor, der HDMI-Audio unterstützt. Funktioniert der Ton dort, konzentriert sich die Diagnose auf den ursprünglichen Fernseher, dessen HDMI-Eingang oder dessen Audioeinstellungen; fehlt er an mehreren Geräten, ist der PC die wahrscheinlichere Fehlerquelle.
Warum bleibt der Fernseher bei einem DVI-zu-HDMI-Adapter stumm?
DVI überträgt je nach Ausführung nur das Bild, sodass ein angeschlossener Adapter nicht automatisch HDMI-Audio bereitstellt. Verwende für den Test eine direkte HDMI-Verbindung von einem Ausgang, der Display Audio unterstützt, oder eine ausdrücklich audiofähige Alternative des Geräteherstellers.
Weshalb kommt der Ton aus dem Fernseher, aber nicht aus der Soundbar?
Dann funktioniert die HDMI-Audioausgabe des Computers grundsätzlich, während die nachgeschaltete Signalkette oder das Audioformat problematisch sein kann. Entferne den AV-Receiver oder die Soundbar vorübergehend, teste die Fernsehlautsprecher und wähle für die Fehlersuche zunächst ein einfaches Stereoformat.
Wann sollte ich den Grafiktreiber nicht selbst neu installieren?
Wenn der Rechner bereits Anzeigeausfälle, wiederholte Treiberabstürze oder mehrere gleichzeitig ausgefallene Ausgänge zeigt, solltest du weitere Eingriffe stoppen und zuerst Daten sichern. Auf einem Firmen-PC können außerdem Richtlinien die Treiberinstallation verhindern; dort sollte die zuständige Administration die Hardware- und Treibervorgaben prüfen.





