Welche Powerbanks können auch einen Laptop laden

Lesedauer: 15 Min – Beitrag erstellt: 25. Juli 2026, zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2026

Ein Laptop lässt sich mit einer Powerbank nur dann zuverlässig laden, wenn drei Voraussetzungen zusammenpassen: Die Powerbank muss über USB-C Power Delivery verfügen, genügend Leistung in Watt liefern und eine ausreichende Kapazität besitzen. Für viele aktuelle USB-C-Notebooks sind mindestens 45 Watt sinnvoll, leistungsstärkere Modelle benötigen oft 65 Watt oder mehr. Eine Powerbank mit großer mAh-Zahl allein reicht nicht aus.

Prüfe deshalb zuerst die Ladeanforderungen deines Laptops. Sie stehen häufig auf dem Netzteil, am USB-C-Anschluss, in den technischen Daten oder auf der Herstellerseite. Entscheidend sind die Ausgangsleistung in Watt, das Ladeprotokoll und die Frage, ob der USB-C-Anschluss deines Notebooks überhaupt zum Laden geeignet ist. Ein USB-C-Anschluss dient nicht automatisch als Ladeeingang.

Woran du eine geeignete Laptop-Powerbank erkennst

Für Smartphones genügt eine Powerbank mit 18 oder 20 Watt bei vielen Geräten. Ein Laptop stellt jedoch höhere Anforderungen. Neben der Kapazität zählt vor allem, wie viel elektrische Leistung der USB-C-Ausgang dauerhaft bereitstellen kann. Diese Leistung wird in Watt angegeben und ergibt sich aus Spannung und Stromstärke.

Eine geeignete Powerbank sollte mehrere Angaben eindeutig ausweisen:

  • USB-C Power Delivery, meist mit der Abkürzung USB PD
  • eine Ausgangsleistung von mindestens 45 Watt für sparsame oder kompakte Notebooks
  • 65 Watt für viele Büro- und Mittelklasse-Laptops
  • 100 Watt oder mehr für leistungsfähige Notebooks, sofern der Laptop diese Leistung unterstützt
  • eine Kapazität von mindestens 20.000 mAh für einen brauchbaren mobilen Einsatz
  • eine verständliche Angabe zu den einzelnen Ausgangsports

Power Delivery ist ein Standard, bei dem Ladegerät und Laptop die passende Spannung und Stromstärke aushandeln. Ohne dieses Protokoll kann der USB-C-Anschluss zwar mechanisch passen, aber trotzdem nicht laden. Die Aufschrift „USB-C“ beschreibt zunächst nur die Form des Anschlusses.

Wie viel Watt braucht dein Laptop?

Die erforderliche Leistung findest du am einfachsten auf dem Originalnetzteil. Steht dort beispielsweise „20 V“ und „3,25 A“, ergibt die Multiplikation 65 Watt. Ein Netzteil mit „20 V“ und „4,5 A“ entspricht 90 Watt. Bei manchen Netzteilen ist die Leistung bereits direkt in Watt aufgedruckt.

Verwende die Leistung des Netzteils als wichtigen Richtwert, aber nicht als automatisch zwingende Mindestleistung für jeden Betriebszustand. Ein Notebook, dessen Netzteil 65 Watt liefert, kann im Leerlauf möglicherweise auch mit einer 45-Watt-Powerbank laden. Unter hoher Prozessor- oder Grafiklast reicht diese Leistung jedoch eventuell nicht aus. Dann lädt der Akku langsam, bleibt auf demselben Ladestand oder entlädt sich trotz angeschlossenem Kabel.

LeistungsbereichTypische VerwendungWorauf du achten musst
30 bis 45 Wattkompakte Notebooks, Chromebooks und leichte Bürogerätenur sinnvoll, wenn der Laptop eine niedrige Ladeleistung akzeptiert
60 bis 65 Wattviele Geräte für Büro, Studium und Alltagguter Ausgangspunkt für USB-C-Notebooks mit Standardnetzteil
90 bis 100 Wattleistungsfähige Business- und Multimedia-LaptopsPowerbank, Kabel und Laptop müssen USB PD mit dieser Leistung unterstützen
140 Watt und mehrausgewählte Hochleistungs- oder Gaming-Notebooksnicht nur die Wattzahl, sondern auch der genaue USB-PD-Standard und der Anschluss sind entscheidend

Bei Gaming-Laptops ist besondere Vorsicht nötig. Viele Modelle werden über USB-C nur eingeschränkt geladen oder benötigen weiterhin ihr eigenes Netzteil mit einem proprietären Anschluss. Selbst eine Powerbank mit 100 Watt ersetzt dann nicht zwingend das Originalnetzteil. Prüfe die Ladefreigabe in den technischen Daten des konkreten Modells.

Warum USB-C Power Delivery entscheidend ist

USB Power Delivery erlaubt höhere Spannungen und Leistungen als einfache USB-Ladeverfahren. Die Powerbank gibt ihre maximale Leistung nicht ständig ungefragt aus, sondern teilt dem angeschlossenen Gerät ihre Möglichkeiten mit. Der Laptop fordert anschließend eine passende Kombination aus Spannung und Strom an.

Ein USB-A-auf-USB-C-Kabel ist für viele Laptop-Ladesituationen keine gute Wahl. USB-A liefert in der Regel nicht die für moderne Notebooks benötigte Power-Delivery-Aushandlung. Verwende möglichst ein USB-C-auf-USB-C-Kabel, das für die gewünschte Leistung ausgelegt ist. Für 100 Watt oder mehr muss auch das Kabel die entsprechende Stromstärke unterstützen. Bei USB-C-Kabeln mit höherer Leistung ist eine elektronische Kennzeichnung, ein sogenannter E-Marker, relevant.

Die Kapazität richtig einschätzen

Die Kapazität einer Powerbank wird häufig in Milliamperestunden angegeben. Diese Zahl ist zwischen Powerbanks und Laptop-Akkus nur eingeschränkt vergleichbar, weil Powerbanks ihre Kapazität meist auf einer internen Zellspannung von etwa 3,7 Volt angeben. Der Laptop arbeitet dagegen mit einer anderen Spannung. Zusätzlich entstehen beim Hochsetzen der Spannung und beim Laden Verluste.

Anleitung
1Schalte den Laptop ein oder lasse ihn zunächst im normalen Leerlauf laufen.
2Verbinde das USB-C-Kabel mit dem Power-Delivery-Ausgang der Powerbank.
3Stecke das andere Ende direkt in den USB-C-Ladeanschluss des Laptops.
4Warte einige Sekunden und prüfe das Akkusymbol in Windows.
5Kontrolliere nach einigen Minuten, ob der Ladestand steigt oder zumindest nicht weiter sinkt.

Eine Powerbank mit 20.000 mAh besitzt deshalb nicht automatisch genug nutzbare Energie, um einen Laptop-Akku mit 60 oder 70 Wh vollständig zu füllen. Die aussagekräftigere Angabe ist die Energie in Wattstunden, also Wh. Wenn eine Powerbank beispielsweise 20.000 mAh bei 3,7 Volt ausweist, ergibt sich rechnerisch eine interne Energie von rund 74 Wh. Davon steht wegen Umwandlungs- und Ladeverlusten nur ein Teil am Laptop zur Verfügung.

Für die Auswahl kannst du dich an diesen Größen orientieren:

  • 10.000 mAh sind vor allem für Smartphones und sehr kurze Notebook-Notfälle gedacht.
  • 20.000 mAh sind ein sinnvoller Kompromiss für einzelne Nachladungen bei kompakten Laptops.
  • 24.000 bis 27.000 mAh bieten mehr Reserve, sind aber schwerer und können an Flugreisegrenzen stoßen.
  • Eine hohe Kapazität ersetzt keine ausreichende Ausgangsleistung.

Die tatsächlich erreichbare Laufzeit hängt vom Verbrauch des Laptops ab. Ein ausgeschaltetes oder im Standby befindliches Notebook nimmt deutlich weniger Leistung auf als ein Gerät mit heller Anzeige, aktiver Kühlung, Videobearbeitung oder einem laufenden Spiel. Eine Powerbank verlängert daher die Nutzungszeit, garantiert aber nicht automatisch eine vollständige Akkuladung.

So prüfst du deinen Laptop vor dem Kauf

Bevor du eine Powerbank bestellst, kläre zuerst, ob dein Notebook über USB-C geladen werden kann. Suche in der Nähe des Anschlusses nach einem Ladesymbol, einem Batteriesymbol oder einem USB-C-Port, der in den technischen Daten ausdrücklich als Ladeanschluss bezeichnet wird. Ein Blitzsymbol kann je nach Hersteller Thunderbolt oder USB4 bedeuten, ist aber allein kein sicherer Hinweis auf die Ladefunktion.

Sieh anschließend im Handbuch oder auf der Supportseite des Herstellers nach Begriffen wie „USB-C charging“, „Power Delivery“, „USB-C power input“ oder „Laden über USB-C“. Bei einem verwalteten Firmenlaptop können zusätzlich Einschränkungen durch Dockingstation, Firmware oder Unternehmensrichtlinien bestehen.

Unter Windows kannst du die Akkuinformationen ergänzend prüfen. Öffne die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten und führe den folgenden Befehl aus:

powercfg /batteryreport

Windows erstellt daraufhin einen Akku-Bericht und zeigt den Speicherort im Fenster an. Öffne die erzeugte HTML-Datei im Browser und vergleiche die ursprüngliche Akkukapazität mit der aktuellen Vollladekapazität. Der Bericht sagt allerdings nicht zuverlässig, welche USB-C-Leistung dein Laptop akzeptiert. Dafür bleiben die technischen Daten des Geräts und des Netzteils maßgeblich.

Prüfe außerdem, ob der USB-C-Port bereits durch ein Dock, einen Monitor oder ein anderes Zubehör belegt ist. Manche Geräte laden über USB-C nur an einem bestimmten Anschluss. Ein zweiter USB-C-Port kann ausschließlich Daten oder Bildsignale übertragen.

Die Powerbank beim ersten Einsatz richtig anschließen

Lade die Powerbank zunächst vollständig mit ihrem eigenen Ladegerät auf. Viele Modelle zeigen den Ladezustand nur in groben Stufen an. Eine Anzeige mit vier Balken bedeutet nicht bei jedem Hersteller exakt dieselbe Restkapazität. Für eine zuverlässige Prüfung sollte die Powerbank ausreichend geladen sein und nicht gleichzeitig mehrere Geräte versorgen.

  1. Schalte den Laptop ein oder lasse ihn zunächst im normalen Leerlauf laufen.
  2. Verbinde das USB-C-Kabel mit dem Power-Delivery-Ausgang der Powerbank.
  3. Stecke das andere Ende direkt in den USB-C-Ladeanschluss des Laptops.
  4. Warte einige Sekunden und prüfe das Akkusymbol in Windows.
  5. Kontrolliere nach einigen Minuten, ob der Ladestand steigt oder zumindest nicht weiter sinkt.

Ein einzelner Hinweis wie „Netzbetrieb“ beweist noch nicht, dass der Akku tatsächlich geladen wird. Öffne die Windows-Einstellungen unter System und Netzstrom und Akku, sofern diese Bezeichnungen in deiner Version angezeigt werden. Beobachte dort den Akkustand. Steigt der Wert bei geringer Last, funktioniert die grundlegende Versorgung. Sinkt er trotz angeschlossener Powerbank, ist die Ausgangsleistung zu niedrig, das Kabel ungeeignet oder der Anschluss nicht für diesen Zweck vorgesehen.

Einige Powerbanks müssen vor dem Anschließen durch eine Taste aktiviert werden. Andere starten automatisch, sobald ein Verbraucher erkannt wird. Wenn keine Reaktion erfolgt, trenne das Kabel, schalte die Powerbank ein und verbinde beide Geräte erneut. Vermeide es, während dieses Tests zusätzlich Smartphone, Kopfhörer und andere Geräte zu laden.

Wenn der Laptop nur langsam oder gar nicht lädt

Bleibt die Ladeanzeige aus, prüfe zuerst die Anschlussrichtung und den verwendeten Ausgang. Nicht jeder USB-C-Port einer Powerbank ist ein Ausgang; manche Anschlüsse dienen ausschließlich zum Aufladen der Powerbank. Auch ein leistungsfähiger USB-A-Port hilft nicht weiter, wenn dein Laptop Power Delivery über USB-C benötigt.

Zeigt Windows eine Meldung wie „Netzstrom, wird nicht geladen“ oder weist auf ein langsames Ladegerät hin, ist die Energiezufuhr möglicherweise zu gering. Reduziere die Last und prüfe erneut. Schließe Programme, verringere die Displayhelligkeit und trenne externe USB-Geräte. Steigt der Akkustand jetzt, kann die Powerbank den Laptop zwar versorgen, aber nicht unter voller Belastung laden.

Bleibt der Akkustand unverändert, vergleiche die Leistungsdaten. Eine Powerbank mit 45 Watt kann bei einem Laptop mit 65-Watt-Netzteil zu schwach sein. Das gilt besonders bei laufender Prozessor- oder Grafiklast. Eine Powerbank mit höherer Nennleistung löst das Problem jedoch nur, wenn das Notebook diese Leistungsaufnahme am USB-C-Port akzeptiert.

Ein weiterer häufiger Grund ist das Kabel. Tausche es gegen ein möglichst kurzes, hochwertiges USB-C-auf-USB-C-Kabel aus. Ladegeräte für Smartphones liegen oft mit Kabeln bei, die für ihre ursprüngliche Leistung ausreichen, aber bei einem leistungsstärkeren Laptop nicht zuverlässig arbeiten. Prüfe auch, ob der Stecker locker sitzt oder der Anschluss durch Staub beschädigt ist. Reinige den Port nicht mit Metallgegenständen.

Unterschiede zwischen ausgeschaltetem und laufendem Laptop

Ein Notebook kann im ausgeschalteten Zustand laden, obwohl die Powerbank während der Nutzung nicht genügt. Beim ausgeschalteten Gerät fließt die gesamte verfügbare Leistung in den Akku. Im laufenden Betrieb muss dieselbe Leistung zunächst Prozessor, Display, Speicher und weitere Komponenten versorgen.

Wenn der Laptop nur ausgeschaltet lädt, ist das kein eindeutiger Defekt. Es zeigt vielmehr, dass die verfügbare Leistung im Betrieb nicht ausreicht oder dass die Firmware die Ladeaufnahme bei eingeschaltetem Gerät anders behandelt. Teste deshalb drei Zustände: ausgeschaltet, im Leerlauf und unter normaler Arbeitslast. So erkennst du, ob die Powerbank als Notstromquelle, als Erhaltungslader oder als vollwertige mobile Energieversorgung geeignet ist.

Bei einem Gerät mit 45-Watt-Powerbank kann das Arbeiten mit Textverarbeitung funktionieren, während Videobearbeitung oder 3D-Anwendungen den Akku trotzdem entladen. Das ist bei mobilen Stromquellen normal. Für längere Arbeitszeiten empfiehlt sich eine Powerbank mit Leistungsreserve, nicht nur mit hoher Kapazität.

Powerbanks für MacBook, Chromebook und Windows-Laptop

Viele MacBook-Modelle lassen sich über USB-C laden. Trotzdem unterscheiden sich die benötigten Leistungen nach Baureihe, Prozessor und Netzteil. Ein kompaktes Modell kann mit einer kleineren Powerbank auskommen, während ein leistungsfähigeres MacBook unter Last mehr Reserve benötigt. Maßgeblich bleibt die Leistungsangabe des mitgelieferten Netzteils.

Chromebooks sind häufig genügsamer und arbeiten oft mit 30 bis 45 Watt. Auch hier muss der USB-C-Anschluss als Ladeeingang vorgesehen sein. Bei Windows-Laptops reicht die Spannweite von kleinen Geräten mit niedriger Leistungsaufnahme bis zu mobilen Workstations mit sehr hohen Anforderungen. Der Name des Betriebssystems ist daher für die Auswahl weniger wichtig als das konkrete Modell.

Bei Geräten mit proprietärem Rundstecker lässt sich eine USB-C-Powerbank nicht ohne Weiteres verwenden. Passive Adapter sind keine universelle Lösung und können falsche Spannungen oder eine unpassende Ladeelektronik verursachen. Nutze solche Adapter nur, wenn der Hersteller des Laptops oder des Adapters die Kombination ausdrücklich unterstützt.

Gaming-Laptops und leistungsstarke mobile Workstations

Gaming-Laptops benötigen unter Last häufig deutlich mehr Energie, als eine mobile Powerbank liefern kann. USB-C kann bei manchen Geräten nur zum Laden im Energiesparmodus dienen. Bei anderen Modellen funktioniert USB-C-Laden zwar, aber nicht während anspruchsvoller Spiele oder Rendering-Aufgaben.

Prüfe bei solchen Laptops mindestens die folgenden Punkte:

  • Ist USB-C tatsächlich als Ladeeingang freigegeben?
  • Welche maximale USB-PD-Leistung nennt der Hersteller?
  • Wird die Leistung nur bei ausgeschaltetem Gerät oder auch im Betrieb akzeptiert?
  • Benötigt die dedizierte Grafikkarte weiterhin das Originalnetzteil?
  • Verwendet der Laptop ein eigenes Ladeprofil oder eine spezielle Spannung?

Eine Powerbank kann bei einem Gaming-Laptop trotzdem nützlich sein, etwa für Büroarbeit, Datenübertragung oder die Verlängerung der Akkulaufzeit außerhalb eines Spiels. Sie ist aber nicht automatisch ein Ersatz für das große Netzteil. Wenn das Notebook beim Anschluss zwischen Akku- und Netzbetrieb wechselt oder die Ladeanzeige wiederholt an- und ausgeht, beende den Test und prüfe die Kompatibilität, statt das Kabel dauerhaft eingesteckt zu lassen.

Gewicht, Wärme und Transport beachten

Eine höhere Kapazität bedeutet in der Regel mehr Gewicht und größere Abmessungen. Für den täglichen Transport kann eine 20.000-mAh-Powerbank mit 65 Watt praktischer sein als ein deutlich schwereres Modell mit 27.000 mAh. Für lange Zugfahrten oder Arbeitstage ohne Steckdose kann die zusätzliche Reserve dennoch sinnvoll sein.

Während des Ladens dürfen Powerbank und Laptop warm werden. Stelle die Powerbank auf eine feste, nicht brennbare Unterlage und decke sie nicht mit Kleidung oder einer Tasche ab. Starke Hitze, aufgeblähte Gehäuse, beschädigte Kabel, ungewöhnlicher Geruch oder wiederholte Ladeabbrüche sind Gründe, den Betrieb sofort zu beenden. Eine beschädigte Lithium-Ionen-Powerbank gehört nicht in den Hausmüll.

Für Flugreisen gelten für Lithium-Akkus besondere Vorgaben. Die zulässige Energie wird meist in Wattstunden bewertet. Da Fluggesellschaften und Länder unterschiedliche Verfahren oder Genehmigungen verlangen können, prüfst du die aktuellen Bestimmungen vor der Reise. Die Wh-Angabe sollte auf dem Gerät oder in den Produktdaten lesbar sein.

Mehrere Geräte gleichzeitig laden

Die aufgedruckte Maximalleistung gilt nicht immer für jeden Port gleichzeitig. Eine Powerbank kann beispielsweise an einem einzelnen USB-C-Anschluss 65 Watt liefern, die Gesamtleistung aber reduzieren, sobald ein zweites Gerät angeschlossen wird. Manche Modelle teilen die Leistung dynamisch auf.

Wenn der Laptop während des Ladens zusätzlich ein Smartphone versorgt, kann die Leistung unter die benötigte Schwelle fallen. Für einen aussagekräftigen Test trennst du alle anderen Verbraucher. Im Alltag ist es oft besser, zuerst den Laptop zu laden und das Smartphone anschließend über die verbleibende Kapazität zu versorgen.

Beachte auch die Ladegeschwindigkeit der Powerbank selbst. Eine große Powerbank kann mehrere Stunden benötigen, bis sie wieder vollständig geladen ist. Ein USB-C-Eingang mit Power Delivery verkürzt die Ladezeit nur dann, wenn das Ladegerät und das Kabel ebenfalls die erforderliche Leistung bereitstellen.

Rückweg und sichere Fehlersuche

Wenn der Laptop nicht lädt, entferne die Powerbank nach dem Test und schließe das Originalnetzteil an. Funktioniert der Laptop damit normal, liegt der Verdacht bei Powerbank, Kabel oder Kompatibilität. Lädt er auch mit dem Originalnetzteil nicht, solltest du den USB-C-Port, die Ladeelektronik und den Akku unabhängig prüfen lassen.

Vermeide Änderungen an BIOS, Registry oder Treibern, solange lediglich die Kompatibilität einer Powerbank unklar ist. Eine falsche Firmware- oder Treibermaßnahme behebt keine fehlende USB-PD-Leistung. Erst wenn auch das Originalnetzteil Probleme macht oder Windows den Ladezustand offensichtlich falsch erkennt, sind weitere Diagnoseschritte sinnvoll.

Nutze keine beschädigten Adapter, selbst gebastelten Kabel oder ungeprüften Spannungswandler. Ein USB-C-Stecker passt in viele Anschlüsse, sagt aber nichts über Spannung, Strombegrenzung oder Schutzschaltungen aus. Bei Rauchentwicklung, starker Erwärmung oder einem aufgeblähten Akku trennst du die Stromversorgung sofort und verwendest das Produkt nicht weiter.

Auswahl anhand einer einfachen Prüfliste

  • Leistung des Laptop-Netzteils ablesen und als Mindestorientierung verwenden.
  • USB-C-Ladefunktion des konkreten Laptop-Modells bestätigen.
  • Power Delivery als Ausgangsstandard der Powerbank prüfen.
  • Ausgangsleistung mit dem Bedarf des Notebooks vergleichen.
  • Kapazität in mAh und möglichst auch in Wh berücksichtigen.
  • Ein passendes USB-C-auf-USB-C-Kabel für die gewünschte Leistung verwenden.
  • Gesamtleistung bei gleichzeitig angeschlossenen Geräten kontrollieren.
  • Ersten Test ohne hohe Systemlast und ohne weitere Verbraucher durchführen.
  • Nach einigen Minuten prüfen, ob der Akkustand tatsächlich steigt.
  • Gewicht, Wärmeentwicklung und Transportregeln in die Entscheidung einbeziehen.

Die passende Powerbank ist daher nicht einfach das Modell mit der größten Kapazität. Entscheidend ist die Kombination aus USB Power Delivery, ausreichender Wattzahl, passendem Kabel, kompatiblem Ladeanschluss und einer Kapazität, die zu deinem Einsatz passt. Für viele normale USB-C-Laptops bildet eine Powerbank mit 65 Watt und 20.000 mAh einen brauchbaren Ausgangspunkt. Bei leistungsstärkeren Geräten musst du die Angaben des Netzteils und die USB-C-Ladegrenze des konkreten Modells besonders genau abgleichen.

Häufige Fragen zur Laptop-Powerbank

Kann eine Powerbank einen Laptop auch während der Nutzung laden?

Ja, das funktioniert, wenn die Powerbank dauerhaft mindestens so viel Leistung liefert, wie der Laptop im aktuellen Betriebszustand benötigt. Bei hoher Prozessor- oder Grafiklast kann ein 45-Watt-Modell trotz angeschlossenem Kabel zu wenig liefern, sodass der Akkustand gleich bleibt oder sinkt.

Warum lädt mein Laptop an der Powerbank nur im ausgeschalteten Zustand?

Dieses Verhalten deutet meist auf eine zu geringe Ausgangsleistung, ein ungeeignetes USB-C-Kabel oder eine fehlende USB-PD-Unterstützung hin. Teste den Laptop zunächst ohne weitere angeschlossene Geräte und vergleiche die Leistung der Powerbank mit den Angaben des Originalnetzteils.

Reicht eine 100-Watt-Powerbank für jeden Laptop aus?

Nein, die Wattzahl allein garantiert keine Kompatibilität. Der Laptop muss das Laden über USB-C unterstützen, und Powerbank, Kabel sowie Ladeanschluss müssen das benötigte USB-PD-Profil gemeinsam aushandeln können; bei manchen Gaming-Laptops bleibt zusätzlich das proprietäre Netzteil erforderlich.

Welches USB-C-Kabel brauche ich für eine Laptop-Powerbank?

Verwende ein USB-C-auf-USB-C-Kabel, das für die Leistung der Powerbank ausgelegt ist. Für höhere Leistungsstufen ist ein entsprechend gekennzeichnetes Kabel mit E-Marker wichtig, während ein USB-A-auf-USB-C-Kabel die für das Notebook erforderliche Power-Delivery-Aushandlung häufig nicht bereitstellt.

Wie viele Laptop-Ladungen sind mit 20.000 mAh realistisch?

Das lässt sich nicht allein aus der mAh-Zahl ableiten, weil die Powerbank ihre Kapazität meist bei einer internen Zellspannung angibt und bei der Spannungsumwandlung Verluste entstehen. Entscheidend sind die Wh-Angabe der Powerbank, die Akkukapazität des Laptops und dessen Verbrauch während des Ladens.

Darf ich eine Laptop-Powerbank im Flugzeug mitnehmen?

Powerbanks gehören wegen ihrer Lithium-Akkus in der Regel ins Handgepäck und nicht in das aufgegebene Gepäck. Vor der Reise prüfst du die aktuell geltenden Vorgaben der Fluggesellschaft und des Abflugortes anhand der aufgedruckten oder angegebenen Wattstunden.

Was soll ich tun, wenn Powerbank oder USB-C-Anschluss ungewöhnlich heiß werden?

Beende den Ladevorgang, trenne das Kabel und lasse beide Geräte abkühlen, sobald eine ungewöhnliche oder starke Erwärmung auftritt. Bei beschädigten Kabeln, Rauchentwicklung, Geruch oder einem aufgeblähten Akku verwendest du die Powerbank nicht weiter und lässt sie fachgerecht prüfen oder entsorgen.

Checkliste
  • USB-C Power Delivery, meist mit der Abkürzung USB PD
  • eine Ausgangsleistung von mindestens 45 Watt für sparsame oder kompakte Notebooks
  • 65 Watt für viele Büro- und Mittelklasse-Laptops
  • 100 Watt oder mehr für leistungsfähige Notebooks, sofern der Laptop diese Leistung unterstützt
  • eine Kapazität von mindestens 20.000 mAh für einen brauchbaren mobilen Einsatz
  • eine verständliche Angabe zu den einzelnen Ausgangsports


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