Vor einer Neuinstallation auf einem Mini-PC solltest du zuerst klären, welche Windows-Lizenz verwendet wird und ob die Aktivierung digital an die Hardware gebunden ist. Bei vielen Geräten aktiviert sich Windows 10 oder Windows 11 nach der Installation automatisch, sobald du dieselbe Edition mit dem Internet verbindest. Trotzdem ist es sinnvoll, den Aktivierungsstatus, die Edition, das Microsoft-Konto und einen eventuell vorhandenen Produktschlüssel vor dem Löschen der bisherigen Installation zu prüfen.
Der wichtigste Schutz besteht darin, nicht vorschnell die Systempartition zu formatieren. Lies die Lizenzinformationen aus, sichere persönliche Daten und Wiederherstellungsmöglichkeiten und notiere, ob Windows Home oder Pro installiert ist. Eine Lizenz für Windows Home aktiviert keine Pro-Installation. Bei einem Wechsel der Edition oder bei einer anderen Hardware gelten außerdem andere Voraussetzungen.
Welche Windows-Lizenz steckt im Mini-PC?
Die Art der Lizenz entscheidet darüber, wie die Aktivierung nach der Neuinstallation funktioniert. Bei einem fertig gekauften Mini-PC handelt es sich häufig um eine OEM-Lizenz. Sie kann im UEFI beziehungsweise in der Firmware des Geräts hinterlegt sein. Während der Installation wird dieser Schlüssel oft automatisch erkannt. Das ist besonders praktisch, weil du den Produktschlüssel nicht zwingend von einem Aufkleber ablesen musst.
Eine digitale Lizenz ist dagegen in erster Linie eine Aktivierungsberechtigung, die Microsoft anhand der Hardware und gegebenenfalls eines Microsoft-Kontos zuordnet. Der eigentliche Schlüssel lässt sich dabei nicht immer anzeigen. Das bedeutet nicht automatisch, dass keine gültige Lizenz vorhanden ist. Nach einer sauberen Installation kann Windows die Berechtigung wiedererkennen, wenn Edition und Hardware übereinstimmen.
Bei einer separat erworbenen Retail-Lizenz liegt normalerweise ein Produktschlüssel oder ein digitaler Kaufnachweis vor. Diese Lizenz kann unter den jeweiligen Lizenzbedingungen auf ein anderes Gerät übertragen werden, darf aber nicht gleichzeitig auf mehreren Geräten verwendet werden. Firmen- oder Bildungslizenzen können über eine Organisation verwaltet werden. In diesem Fall solltest du vor der Neuinstallation den zuständigen Administrator einbeziehen.
| Lizenztyp | Typische Erkennung | Wichtiger Punkt bei der Neuinstallation |
|---|---|---|
| OEM-Lizenz | Oft im UEFI hinterlegt | Edition muss zur ursprünglichen Lizenz passen |
| Digitale Lizenz | Aktivierung über Hardware und optional Microsoft-Konto | Internetverbindung und dieselbe Edition verwenden |
| Retail-Lizenz | Produktschlüssel oder Kaufnachweis vorhanden | Schlüssel und Übertragungsbedingungen aufbewahren |
| Volumenlizenz | Aktivierung über Organisation oder Aktivierungsdienst | Interne IT-Stelle nach dem richtigen Verfahren fragen |
Aktivierungsstatus vor dem Löschen prüfen
Öffne zunächst die Windows-Einstellungen. Unter Windows 11 findest du die Aktivierungsseite normalerweise über System und Aktivierung. Unter Windows 10 führt der Weg über Update und Sicherheit und anschließend Aktivierung. Die Bezeichnungen können sich je nach Version leicht unterscheiden. Entscheidend sind der angezeigte Aktivierungsstatus und die installierte Edition.
Steht dort, dass Windows aktiviert ist, notiere zusätzlich, ob eine digitale Lizenz mit deinem Microsoft-Konto verknüpft wurde. Diese Information ist hilfreich, wenn die Hardware nach der Installation erneut erkannt werden muss. Für die Kontoverknüpfung ist eine Anmeldung mit einem Microsoft-Konto erforderlich. Bei einem rein lokalen Konto kann die Lizenz trotzdem gültig sein, aber die digitale Zuordnung lässt sich nach einem Hardwarewechsel schwieriger nachweisen.
Prüfe außerdem die Edition. Öffne dazu die Aktivierungsseite oder die Systeminformationen und notiere, ob Windows Home, Pro oder eine andere Edition installiert ist. Installierst du später eine andere Edition, kann die automatische Aktivierung ausbleiben, obwohl der Mini-PC grundsätzlich über eine gültige Lizenz verfügt.
Aktivierungsstatus per Eingabeaufforderung anzeigen
Für eine zusätzliche Kontrolle kannst du die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten öffnen. Suche im Startmenü nach Eingabeaufforderung, wähle die Anwendung aus und starte sie als Administrator. Der folgende Befehl liest Lizenzinformationen aus, verändert aber keine Aktivierung:
slmgr /dlv
Es erscheint ein Fenster mit ausführlichen Lizenzinformationen. Achte auf die Beschreibung der Edition, den Lizenzstatus und den Lizenzkanal. Ein OEM-Kanal weist auf eine vom Gerätehersteller bereitgestellte Lizenz hin. Ein Retail-Kanal deutet auf eine separat erworbene Lizenz hin. Bei Volumenkanälen gelten besondere Aktivierungsverfahren.
Mit diesem Befehl kannst du zusätzlich prüfen, ob die Aktivierung zeitlich dauerhaft oder an eine Erneuerung gebunden ist:
slmgr /xpr
Die Ausgabe ist vor allem bei Firmeninstallationen wichtig. Eine Meldung über eine dauerhafte Aktivierung passt typischerweise zu vielen privaten OEM- und Retail-Szenarien. Eine zeitlich begrenzte Aktivierung kann auf eine Volumenlizenz oder eine organisatorische Verwaltung hinweisen. Ändere mit slmgr keine Werte, solange du nicht sicher weißt, welcher Lizenztyp vorliegt.
Produktschlüssel auslesen, ohne die Lizenz zu verändern
Bei einem Mini-PC kann der Schlüssel auf unterschiedliche Weise gespeichert sein. Ein OEM-Schlüssel liegt gegebenenfalls im UEFI. Der aktuell verwendete Schlüssel kann außerdem aus einer generischen Installations- oder Aktivierungskonfiguration stammen und muss dann nicht dem individuellen Schlüssel entsprechen, der zur Hardware gehört. Deshalb ist ein ausgelesener Schlüssel nicht in jedem Fall der alleinige Nachweis für die Nutzungsberechtigung.
Wenn du prüfen möchtest, ob im UEFI ein OEM-Schlüssel hinterlegt ist, öffne PowerShell als Administrator. Suche nach PowerShell, öffne das Kontextmenü und wähle die Ausführung mit Administratorrechten. Verwende anschließend:
(Get-CimInstance -Query 'select * from SoftwareLicensingService').OA3OriginalProductKey
Wird ein Schlüssel angezeigt, notiere ihn an einem sicheren Ort. Wird keine Ausgabe angezeigt, bedeutet das nicht automatisch, dass Windows nicht lizenziert ist. Manche Geräte verwenden eine digitale Berechtigung ohne auslesbaren Schlüssel, andere liefern die Information nicht über diese Abfrage.
Speichere den Schlüssel nicht in einem öffentlichen Dokument, in einem Forum oder als ungeschützte Datei in einer Cloud. Ein Produktschlüssel ist kein vollständiger Beweis für die Eigentumsverhältnisse, kann aber für eine spätere Aktivierung missbraucht werden. Verwende für die Sicherung besser einen verschlüsselten Datenträger oder einen Passwortmanager, sofern dieser für Lizenzdaten vorgesehen ist.
Warum ein Schlüsselprogramm nicht immer die beste Lösung ist
Programme von Drittanbietern zeigen manchmal mehrere Schlüssel an: einen OEM-Schlüssel, einen Installationsschlüssel und einen teilweise maskierten Schlüssel. Die Ergebnisse können verwirrend oder unvollständig sein. Außerdem besteht das Risiko, dass solche Werkzeuge unerwünschte Software mitbringen oder sensible Systeminformationen sammeln.
Für die Vorbereitung reichen in der Regel die Windows-Aktivierungsseite, slmgr /dlv, slmgr /xpr und die PowerShell-Abfrage. Einen separat gekauften Schlüssel solltest du zusätzlich aus der ursprünglichen E-Mail, Rechnung, Verpackung oder dem Kundenkonto sichern. Bei einem gebrauchten Mini-PC kann die Lizenzlage nicht allein aus dem installierten Windows abgeleitet werden.
Microsoft-Konto und digitale Lizenz richtig vorbereiten
Wenn der Aktivierungsbereich eine digitale Lizenz mit Microsoft-Konto erwähnt, melde dich vor der Neuinstallation mit diesem Konto an und prüfe, ob die Verknüpfung tatsächlich angezeigt wird. Die Anmeldung allein ist kein Ersatz für eine gültige Lizenz. Sie hilft jedoch dabei, die Berechtigung nach einer wesentlichen Hardwareänderung über die Aktivierungsproblembehandlung wiederzufinden.
Notiere die verwendete E-Mail-Adresse und stelle sicher, dass du das Passwort sowie eine eventuell erforderliche Zwei-Faktor-Bestätigung erreichen kannst. Wenn du mehrere Microsoft-Konten nutzt, darfst du diese Prüfung nicht überspringen. Nach der Neuinstallation kann die Lizenz sonst dem falschen Konto zugeordnet wirken.
Vor dem Löschen der alten Installation solltest du außerdem prüfen, ob der Mini-PC in deinem Microsoft-Konto als Gerät aufgeführt ist. Eine Geräteliste allein beweist keine Windows-Lizenz, kann aber bei der Zuordnung helfen. Entferne das Gerät nicht vorsorglich aus dem Konto, solange die Neuinstallation noch nicht abgeschlossen ist.
Persönliche Daten und Rückweg sichern
Falls der Mini-PC eine Hersteller-Wiederherstellung besitzt, kann eine Neuinstallation diese Partition löschen. Prüfe vorab, ob im Startmenü, in der Datenträgerverwaltung oder in der Dokumentation des Herstellers eine Wiederherstellungsumgebung genannt wird. Die genaue Bezeichnung und der Startweg unterscheiden sich je nach Hersteller. Wenn du den ursprünglichen Zustand behalten möchtest, erstelle zuerst die vom Hersteller vorgesehene Wiederherstellungssicherung.
Bei aktiviertem BitLocker solltest du den Wiederherstellungsschlüssel sichern. Öffne dazu die BitLocker-Verwaltung oder rufe das Microsoft-Konto auf, in dem der Schlüssel gespeichert wurde. Ohne diesen Schlüssel können verschlüsselte Daten nach einer Änderung an Firmware, Boot-Konfiguration oder Laufwerk unzugänglich werden. Speichere den Schlüssel getrennt vom Mini-PC und nicht nur auf der zu löschenden Systempartition.
Installationsmedium für die passende Edition erstellen
Verwende für die Neuinstallation ein aktuelles Installationsmedium aus einer vertrauenswürdigen Microsoft-Quelle. Ein USB-Stick sollte ausreichend groß sein und darf keine benötigten Dateien enthalten, weil die Erstellung des Mediums den Stick löschen kann. Lade das Installationsmedium möglichst auf einem funktionierenden Windows-PC herunter und prüfe, ob der Mini-PC von USB starten kann.
Die Auswahl der Edition ist entscheidend. Wenn vorher Windows 11 Home aktiviert war, installiere nicht ohne Grund Windows 11 Pro. Bei Geräten mit einem im UEFI hinterlegten Schlüssel kann das Setup die Edition automatisch auswählen. Wird keine Auswahl angeboten, kontrolliere sie später nach der Installation in den Aktivierungseinstellungen.
Eine Neuinstallation kann Treiber für WLAN, Bluetooth, Audio, Touchpad oder spezielle Tasten benötigen. Lade deshalb vor dem Start die passenden Treiber von der Herstellerseite herunter, sofern sie für das Modell verfügbar sind. Besonders wichtig ist der Netzwerktreiber. Ohne Internetverbindung kann Windows die Aktivierung nicht sofort prüfen und Windows Update kann fehlende Treiber nicht laden.
Windows neu installieren, ohne die Lizenz zu verlieren
Starte den Mini-PC vom vorbereiteten USB-Stick und wähle die gewünschte Installationsart. Wenn die vorhandene Systempartition gelöscht oder formatiert wird, gehen darauf gespeicherte Daten und gegebenenfalls die lokale Wiederherstellungsumgebung verloren. Kontrolliere deshalb vor jeder Änderung die Laufwerksgröße und die Position der Partitionen. Bei mehreren Laufwerken darfst du nicht nach der Reihenfolge im Setup raten.
Fragt das Setup nach einem Produktschlüssel und du nutzt eine digitale Lizenz, kannst du die Eingabe überspringen, sofern diese Option angeboten wird. Wähle danach dieselbe Windows-Edition wie zuvor. Bei einem eingebetteten OEM-Schlüssel kann das Setup den Schlüssel automatisch verwenden. Bei einer Retail-Lizenz gibst du den gesicherten Schlüssel erst ein, wenn du sicher bist, dass die richtige Edition installiert wird.
Vermeide eine Aktivierung über inoffizielle Skripte, manipulierte Installationsmedien oder fremde Schlüssel. Solche Verfahren können die Lizenzbedingungen verletzen und Sicherheitsfunktionen beeinträchtigen. Für eine saubere Installation ist weder ein Aktivierungs-Crack noch ein zusätzlicher Aktivierungsdienst erforderlich.
Aktivierung nach der Installation kontrollieren
Nach dem ersten Start installierst du zunächst die Netzwerktreiber und stellst eine Internetverbindung her. Öffne anschließend die Aktivierungsseite in den Einstellungen. Bei einer digitalen Lizenz kann die Aktivierung automatisch erfolgen. Warte bei einem frisch eingerichteten System kurze Zeit und starte den Mini-PC einmal neu, bevor du weitere Maßnahmen einleitest.
Prüfe erneut die Windows-Edition. Wenn die Edition nicht zur ursprünglichen Berechtigung passt, wird die Aktivierung nicht allein durch eine Internetverbindung funktionieren. Eine Home-Lizenz bleibt eine Home-Lizenz; die Installation von Pro erzeugt keinen automatischen Anspruch auf Pro.
Für eine zusätzliche Kontrolle kannst du wieder die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten öffnen und slmgr /xpr ausführen. Die Anzeige sollte zur Aktivierungsinformation in den Einstellungen passen. Weichen die Angaben voneinander ab, fertige einen Screenshot der Meldungen an und prüfe zuerst Edition, Internetzugang, Datum und Uhrzeit sowie das verwendete Microsoft-Konto.
Wenn Windows nach der Neuinstallation nicht aktiviert ist
Beginne mit den naheliegenden Prüfungen und ändere nicht sofort den Produktschlüssel. Öffne die Aktivierungsseite und starte die dort angebotene Problembehandlung, falls sie verfügbar ist. Sie kann eine frühere digitale Lizenz erkennen oder einen Hinweis auf die Ursache geben. Nach einem Austausch des Mainboards kann die Zuordnung allerdings nicht mehr automatisch funktionieren, weil die Lizenz häufig an die ursprüngliche Hardware gebunden ist.
| Beobachtung | Wahrscheinliche Erklärung | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Windows ist nicht aktiviert, obwohl das Gerät unverändert blieb | Falsche Edition, fehlender Netzwerktreiber oder noch ausstehende Prüfung | Edition, Internetzugang und Aktivierungsseite kontrollieren |
| Ein Produktschlüssel wird abgelehnt | Schlüssel und installierte Edition passen nicht zusammen | Home und Pro vergleichen und Schlüsselquelle prüfen |
| Nach Mainboardwechsel fehlt die Aktivierung | Hardwarebindung der digitalen Lizenz | Microsoft-Konto und Problembehandlung verwenden |
| Aktivierung verlangt eine Organisation | Volumenlizenz oder verwaltetes Gerät | Administrator oder Händler kontaktieren |
Wenn der Mini-PC unverändert ist und der Aktivierungsstatus trotzdem fehlt, prüfe Datum und Uhrzeit. Eine falsche Systemzeit kann Zertifikats- und Serverprüfungen stören. Kontrolliere außerdem, ob ein Proxy, ein VPN, eine Firewall oder ein verwaltetes Netzwerk die Verbindung zu Microsoft-Diensten blockiert.
Bei einem Schlüssel aus dem UEFI darfst du nicht davon ausgehen, dass jede Windows-Edition automatisch aktiviert wird. Ein im Gerät gespeicherter Home-Schlüssel kann beispielsweise die Installation einer Pro-Edition nicht legitimieren. Installiere in diesem Fall die passende Edition oder verwende eine separat erworbene Pro-Lizenz.
Besonderheiten nach einem Mainboard- oder Laufwerkwechsel
Der Austausch des SSD-Laufwerks verändert die Lizenzsituation meist weniger als ein Wechsel des Mainboards. Auf einem neuen Laufwerk kann dieselbe Hardware häufig wieder automatisch aktiviert werden, sofern Edition und Lizenztyp übereinstimmen. Ein Mainboardwechsel kann dagegen als neues Gerät erkannt werden.
Bei einer Retail-Lizenz gelten die jeweiligen Übertragungsbedingungen. Bei einer OEM-Lizenz ist die Übertragung auf ein anderes Gerät oft eingeschränkt. Microsoft kann die Aktivierung ablehnen, obwohl du den alten Mini-PC nicht mehr verwendest. In diesem Fall solltest du den Kaufnachweis bereithalten und die offizielle Aktivierungshilfe verwenden, statt wiederholt zufällige Schlüssel einzugeben.
Bei BitLocker-verschlüsselten Laufwerken darfst du nach einem Firmware- oder Mainboardwechsel nicht nur die Aktivierung beachten. Der Wiederherstellungsschlüssel kann beim ersten Start verlangt werden. Halte ihn bereit, bevor du die Hardwareänderung durchführst.
Rückweg bei einer fehlgeschlagenen Neuinstallation
Wenn Treiber fehlen, das WLAN nicht funktioniert oder die Aktivierung ungeklärt ist, lösche nicht sofort weitere Partitionen. Prüfe zunächst, ob die alte Installation noch auf einem separaten Laufwerk oder als Sicherungsabbild vorhanden ist. Ein vollständiges Systemabbild kann den früheren Zustand schneller wiederherstellen als eine erneute manuelle Einrichtung.
Bei wiederkehrenden Installationsfehlern solltest du den USB-Stick neu erstellen und die Hardwarediagnose des Mini-PCs ausführen. Instabile Arbeitsspeicher, ein fehlerhaftes Laufwerk oder eine beschädigte Installationsdatei können wie ein Lizenzproblem wirken, obwohl die Aktivierung damit nichts zu tun hat. Bricht die Installation bei unterschiedlichen Medien an verschiedenen Stellen ab, ist eine Hardwareprüfung sinnvoll.
Bewahre nach erfolgreicher Aktivierung die Screenshots, die Kaufunterlagen, den ausgelesenen OEM-Hinweis und den BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel auf. Notiere außerdem die installierte Edition und das verwendete Microsoft-Konto. Diese Informationen helfen bei einer späteren Reparatur, ohne dass du erneut auf die alte Windows-Installation angewiesen bist.
Prüfliste vor dem Formatieren
- Aktivierungsstatus in den Windows-Einstellungen geprüft
- Windows-Edition notiert
- Lizenztyp mit
slmgr /dlvgeprüft - Aktivierungsdauer mit
slmgr /xprkontrolliert - OEM-Schlüssel aus der Firmware geprüft, sofern erforderlich
- Microsoft-Konto und Kennwort verfügbar
- Persönliche Daten auf einem zweiten Datenträger gesichert
- BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel gesichert
- Hersteller-Wiederherstellung berücksichtigt
- Passende Windows-Edition und benötigte Treiber vorbereitet
- Installationsmedium von einer vertrauenswürdigen Quelle erstellt
- Aktivierung nach der Installation erneut geprüft
Wann Händler oder Microsoft-Support helfen sollten
Wende dich an den Händler oder Hersteller, wenn der Mini-PC als lizenziert verkauft wurde, Windows aber bereits vor der Neuinstallation nicht aktiviert war oder der hinterlegte Schlüssel nicht zur beworbenen Edition passt. Bei einem gebrauchten Gerät ist der Kaufnachweis besonders wichtig. Der Händler kann außerdem klären, ob eine spezielle Wiederherstellung oder eine herstellerspezifische Lizenz verwendet wird.
Der Microsoft-Support ist der passende Ansprechpartner, wenn eine gültige Retail-Lizenz trotz passender Edition und nachvollziehbarer Übertragung nicht aktiviert werden kann. Halte Fehlermeldungen, Lizenznachweise und die Hardwareänderungen bereit. Auf einem Firmen- oder Schulgerät sollte zuerst die zuständige IT-Abteilung prüfen, ob eine Organisationslizenz, Richtlinie oder zentrale Aktivierung eingesetzt wird.
Häufige Fragen zur Windows-Lizenz vor der Mini-PC-Neuinstallation
Kann ich Windows ohne Produktschlüssel neu installieren?
Ja, bei einer digitalen Lizenz oder einem im UEFI hinterlegten OEM-Schlüssel kannst du die Eingabe während der Installation überspringen. Wähle anschließend exakt dieselbe Windows-Edition wie zuvor und verbinde das Gerät mit dem Internet, damit die Aktivierung erneut geprüft werden kann.
Was passiert, wenn ich bei der Installation den falschen Schlüssel eingebe?
Ein unpassender Schlüssel kann dazu führen, dass eine andere Edition installiert oder Windows nicht aktiviert wird. Überspringe die Eingabe lieber, wenn du den Lizenztyp nicht sicher kennst, und kontrolliere nach der Installation unter Einstellungen die Edition und den Aktivierungsstatus.
Wie unterscheide ich eine Lizenz- von einer Hardwareänderung?
Eine Neuinstallation auf demselben Mini-PC verändert die Lizenz normalerweise nicht, weil die digitale Berechtigung der vorhandenen Hardware zugeordnet bleibt. Wird dagegen das Mainboard ausgetauscht, kann Windows das Gerät als neue Hardware erkennen und eine erneute Aktivierung oder den Aktivierungs troubleshooter erfordern.
Kann ein lokales Konto die automatische Aktivierung verhindern?
Nein, eine gültige digitale Lizenz kann auch bei einem lokalen Konto aktiviert werden. Die Verknüpfung mit einem Microsoft-Konto erleichtert jedoch den Nachweis und die Reaktivierung, wenn die Hardware als geändert erkannt wird.
Warum ist Windows nach der Neuinstallation trotz passender Edition nicht aktiviert?
Prüfe zuerst die Internetverbindung, die installierte Edition sowie Datum und Uhrzeit des Mini-PCs. Bleibt die Aktivierung aus, können ein nicht passender Lizenzkanal, eine Organisationslizenz oder eine wesentliche Hardwareänderung die Ursache sein; notiere dann den angezeigten Fehlercode, statt wiederholt fremde Schlüssel auszuprobieren.
Ist der aus dem UEFI ausgelesene Schlüssel der Beweis für die Windows-Lizenz?
Ein ausgelesener OA3-Schlüssel zeigt, dass die Firmware einen Produktschlüssel bereitstellt, ersetzt aber nicht den Kaufnachweis oder die Prüfung der Lizenzbedingungen. Besonders bei gebrauchten Mini-PCs solltest du deshalb zusätzlich Rechnung, Händlerangaben und die ursprüngliche Windows-Edition aufbewahren.
Was muss ich bei einem Mini-PC mit Windows Home beachten?
Installiere wieder Windows Home, wenn diese Edition mit dem Gerät ausgeliefert wurde. Eine vorhandene Home-Lizenz aktiviert Windows Pro nicht automatisch; für Pro benötigst du eine eigene gültige Berechtigung oder musst nach der Installation auf die lizenzierte Edition zurückkehren.
Kann ich die Windows-Lizenz des Mini-PCs auf einen anderen PC übertragen?
Das hängt vom Lizenztyp und den geltenden Lizenzbedingungen ab. Eine Retail-Lizenz ist grundsätzlich anders zu behandeln als eine an den Hersteller oder das Gerät gebundene OEM-Lizenz; bewahre daher den Kaufnachweis auf und kläre die Übertragbarkeit, bevor du den alten Mini-PC abgibst.
Was sollte ich tun, wenn nach der Neuinstallation BitLocker nach einem Schlüssel fragt?
Das ist ein Verschlüsselungs- und kein Aktivierungsproblem: Windows benötigt den BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel, um auf das Laufwerk zuzugreifen. Brich keine Wiederherstellungsschritte ab und suche den Schlüssel über das zuvor verwendete Microsoft-Konto oder die zuständige Firmen-IT, bevor du weitere Änderungen an Partitionen oder Firmware vornimmst.





