Front-USB funktioniert nicht: Mainboard-Anschluss und Windows 11 prüfen

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 19. Juli 2026, zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026

Wenn die USB-Buchsen an der Vorderseite deines PC-Gehäuses ohne Funktion bleiben, liegt die Ursache häufig nicht bei Windows 11, sondern am internen Anschluss zwischen Frontpanel und Mainboard. Prüfe deshalb zuerst, ob nur die vorderen Ports betroffen sind, ob ein USB-Gerät an den rückseitigen Anschlüssen funktioniert und ob die Stecker des Gehäuses korrekt auf den USB-Headern sitzen. Erst danach lohnen sich Treiber-, Energie- und Gerätemanager-Prüfungen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einem vollständig ausgefallenen Frontpanel, einzelnen betroffenen Buchsen und einem Problem mit nur einem USB-Gerät. Eine falsch angeschlossene Leitung, ein beschädigter Stecker, ein nicht passender Header oder eine deaktivierte USB-Funktion können ähnliche Symptome erzeugen. Mit einer systematischen Prüfung lässt sich meist feststellen, ob du das Gehäuse öffnen, Windows reparieren oder lediglich ein Kabel oder Gerät austauschen musst.

Welche USB-Buchse ist tatsächlich betroffen?

Bevor du Änderungen vornimmst, teste das Fehlerbild mit einem einfachen Gerät. Ein USB-Stick oder eine kabelgebundene Maus eignet sich besser als ein Smartphone, weil ein Smartphone zusätzlich eine funktionierende Datenverbindung, ein passendes Kabel und gelegentlich eine Freigabe auf dem Display benötigt. Stecke dasselbe Gerät nacheinander in eine vordere und eine hintere USB-Buchse.

  • Funktioniert das Gerät hinten, aber an keiner vorderen Buchse, spricht das für das Frontpanel, die interne Verkabelung oder eine Windows-Zuordnung der vorderen Anschlüsse.
  • Funktioniert nur eine vordere Buchse nicht, kann der einzelne Port mechanisch beschädigt oder intern anders angebunden sein.
  • Funktioniert das Gerät an keiner Buchse, prüfe zuerst das Gerät, das Kabel und die Stromversorgung des PCs.
  • Wird ein USB-Stick erkannt, aber ein Smartphone nicht geladen, liegt nicht zwingend ein allgemeiner USB-Fehler vor. Ladeleistung und Datenübertragung können sich je nach Anschluss unterscheiden.

Achte beim Test auf mehrere Anzeichen: Erscheint ein Ton für ein neu angeschlossenes Gerät? Leuchtet eine LED am USB-Stick? Wird in der Taskleiste eine Meldung angezeigt? Eine fehlende Reaktion an allen vorderen Buchsen ist aussagekräftiger als ein einzelner erfolgloser Test mit einem unbekannten Gerät.

PC vollständig ausschalten und einfache Fehler ausschließen

Ein USB-Controller kann sich nach einem Standby, einem Absturz oder einem fehlerhaften Gerätewechsel in einem ungewöhnlichen Zustand befinden. Fahre Windows 11 deshalb über das Startmenü vollständig herunter und schalte den PC anschließend am Netzschalter des Netzteils oder an der Steckdosenleiste aus. Warte kurz, bevor du den Rechner wieder einschaltest. Ein gewöhnlicher Neustart setzt nicht jede Hardware vollständig zurück.

Entferne während der Prüfung USB-Hubs, Verlängerungen und Adapter. Verbinde das Testgerät direkt mit der vorderen Buchse. Dadurch verhinderst du, dass ein zusätzlicher Hub, ein beschädigtes Kabel oder eine unzureichende Stromversorgung das Ergebnis verfälscht. Falls das Frontpanel Audio- und USB-Anschlüsse gemeinsam trägt, muss der Kopfhöreranschluss nicht funktionieren, damit die USB-Buchsen arbeiten. Beide Leitungsgruppen werden meist getrennt mit dem Mainboard verbunden.

Prüfe auch die mechanische Seite. Sitzt der Stecker locker, wurde die Buchse nach innen gedrückt oder ist ein Kontakt sichtbar verbogen, solltest du das Gerät nicht weiter einstecken. Ein beschädigter Port kann einen Kurzschluss verursachen. In diesem Fall bleibt der Rechner ausgeschaltet, bis die Buchse geprüft oder das Frontpanel ersetzt wurde.

Frontpanel-Kabel im Gehäuse kontrollieren

Für diese Prüfung musst du das PC-Gehäuse öffnen. Schalte den Rechner aus, trenne das Netzkabel und drücke den Einschaltknopf einige Sekunden, damit sich die Restladung verringert. Arbeite auf einer nicht leitenden Fläche und berühre vor dem Anfassen von Bauteilen kurz das blanke Metall des Gehäuses. Wenn der PC noch unter Garantie steht oder du dich mit internen Anschlüssen nicht sicher fühlst, ist eine Werkstatt die bessere Wahl.

Suche die dünnen Kabel, die vom vorderen Gehäusebereich zum Mainboard führen. Für USB 2.0 und USB 3.x werden unterschiedliche Stecker verwendet. Ein USB-2.0-Kabel endet häufig in einem kleinen, meist schwarzen 9-poligen Stecker. USB 3.x wird bei vielen Gehäusen über einen deutlich breiteren internen Stecker geführt, der häufig mit einem festen Kunststoffkörper ausgeführt ist. Die genaue Bezeichnung und Position hängen vom Mainboard ab.

Auf der Platine findest du Beschriftungen wie USB, F_USB, JUSB oder ähnliche Herstellerbezeichnungen. Verlasse dich nicht ausschließlich auf die Lage des Anschlusses. Ziehe das Handbuch des Mainboards heran, wenn mehrere Header vorhanden sind. Entscheidend ist, dass der Stecker auf den passenden Header gehört und die fehlende oder verschlossene Position des Steckers mit der Führung des Headers übereinstimmt.

Ziehe den Stecker nicht an den Kabeln heraus. Greife den Kunststoffkörper und löse ihn vorsichtig senkrecht vom Mainboard. Kontrolliere, ob sich ein Pin verschoben hat, ob der Stecker schräg sitzt oder ob das Kabel sichtbar gequetscht ist. Ein Front-USB-Stecker kann äußerlich eingesteckt wirken, obwohl er um eine Pinreihe versetzt sitzt. Bei vielen Steckern verhindert die Form zwar eine falsche Orientierung, aber nicht jede mechanische Fehlposition.

Stecke das Kabel wieder gerade auf den vorgesehenen Header. Wende keinen starken Druck an. Wenn der Stecker nur mit erheblicher Kraft passt, ist wahrscheinlich nicht der richtige Anschluss ausgewählt. Nach dem Schließen des Gehäuses startest du Windows und prüfst dieselbe vordere Buchse erneut. Funktionieren nun beide Ports, war die interne Verbindung lose oder falsch hergestellt.

USB-Header und Frontpanel richtig zuordnen

Nicht jeder interne Anschluss auf einem Mainboard ist für das Gehäuse-Frontpanel geeignet. Ein USB-2.0-Header darf nicht mit einem USB-3.x-Stecker verwechselt werden. Auch interne Anschlüsse für zusätzliche Erweiterungskarten, proprietäre Frontpanel-Module oder RGB-Beleuchtung können ähnlich aussehen. Ein falscher Anschluss kann im besten Fall ohne Wirkung bleiben und im ungünstigen Fall Bauteile beschädigen.

Anleitung
1Öffne den Geräte-Manager und erweitere USB-Controller.
2Prüfe Warnsymbole und den Gerätestatus der betroffenen Einträge.
3Öffne bei einem passenden Eintrag die Eigenschaften und notiere den Fehlercode.
4Deinstalliere nur den eindeutig betroffenen Controller oder Hub über das Kontextmenü.
5Starte den PC neu und teste den Frontanschluss erneut.

Wenn dein Gehäuse mehrere Frontanschlüsse besitzt, können sie auf getrennten Kabeln liegen. Zwei USB-2.0-Buchsen teilen sich häufig einen gemeinsamen internen Stecker. Die schnelleren Frontanschlüsse können dagegen an einem eigenen breiten Kabel hängen. Wenn nur die blauen oder mit SuperSpeed gekennzeichneten Buchsen ausfallen, prüfst du daher einen anderen Header als bei einem Ausfall der kleineren USB-2.0-Buchsen.

BeobachtungWahrscheinliche RichtungNächste Prüfung
Alle vorderen USB-Buchsen ohne ReaktionLose Leitung, falscher Header oder Frontpanel-DefektInterne Kabel und Mainboard-Handbuch prüfen
Nur schnelle vordere Buchsen ausgefallenBreiter USB-3.x-Header oder dessen LeitungPassenden internen Stecker kontrollieren
Nur ein einzelner Port ohne FunktionMechanischer Schaden oder lokaler KontaktfehlerPort auf verbogene Kontakte prüfen
Vorne und hinten betroffenWindows, USB-Controller, Stromversorgung oder GerätGerätemanager und zweites Testgerät verwenden

Bei einem neu zusammengebauten PC ist ein nicht angeschlossenes Frontpanel-Kabel eine der ersten Prüfungen. Nach einem Mainboardwechsel kann außerdem ein Kabel auf einem Header gelandet sein, der zwar ähnlich aussieht, aber eine andere Aufgabe besitzt. Nach einem Umbau solltest du auch kontrollieren, ob das Kabel beim Einsetzen des Mainboards unter Druck geraten ist.

USB-Geräte-Manager in Windows 11 prüfen

Wenn die hinteren Anschlüsse funktionieren und die Frontanschlüsse korrekt verkabelt sind, prüfst du Windows 11. Öffne das Startmenü, suche nach Geräte-Manager und starte die Anwendung. Unter USB-Controller erscheinen je nach Hardware Einträge wie USB-Root-Hub, generischer USB-Hub, USB-Hostcontroller oder ein erweiterbarer Hostcontroller.

Ein gelbes Warnsymbol weist auf ein vom System erkanntes Problem hin. Öffne mit einem Rechtsklick auf den betroffenen Eintrag die Eigenschaften und lies den Gerätestatus. Der dort angezeigte Fehlercode ist wichtiger als die bloße Bezeichnung des Geräts. Notiere ihn, bevor du Änderungen vornimmst. Ein unbekannter USB-Eintrag allein beweist noch keinen Defekt; Windows führt dort auch Geräte auf, deren Name nicht selbsterklärend ist.

Du kannst den betroffenen USB-Controller oder Hub im Geräte-Manager deinstallieren und anschließend nach geänderter Hardware suchen lassen. Dieser Schritt entfernt den Treiber aus der aktuellen Gerätezuordnung, löscht aber normalerweise nicht den Inhalt des USB-Sticks. Nutze ihn nicht während eines laufenden Firmware-Updates und entferne keine Einträge wahllos. Markiere nur den Eintrag, der zum Fehlerbild passt, und starte Windows danach neu.

  1. Öffne den Geräte-Manager und erweitere USB-Controller.
  2. Prüfe Warnsymbole und den Gerätestatus der betroffenen Einträge.
  3. Öffne bei einem passenden Eintrag die Eigenschaften und notiere den Fehlercode.
  4. Deinstalliere nur den eindeutig betroffenen Controller oder Hub über das Kontextmenü.
  5. Starte den PC neu und teste den Frontanschluss erneut.

Nach dem Neustart lädt Windows die benötigten Standardtreiber erneut. Wenn die Frontbuchsen danach funktionieren, war die Geräteinitialisierung beschädigt. Bleibt das Problem bestehen, führt der nächste Weg über den Chipsatz- oder Mainboard-Treiber. Lade ihn ausschließlich von der Supportseite des Mainboard- oder PC-Herstellers und wähle das exakte Modell sowie die passende Windows-Version.

Energieverwaltung als mögliche Ursache

Windows kann USB-Hubs zur Energieeinsparung vorübergehend abschalten. Das ist vor allem dann verdächtig, wenn die Buchse nach dem Aufwachen aus dem Energiesparmodus ausfällt, nach einem vollständigen Neustart aber wieder arbeitet. Öffne im Geräte-Manager die Eigenschaften eines USB-Root-Hubs oder generischen USB-Hubs und suche nach einer Registerkarte zur Energieverwaltung.

Falls dort die Option zum Ausschalten des Geräts zur Energieeinsparung vorhanden ist, kannst du sie testweise deaktivieren. Die Einstellung ist nicht bei jedem Eintrag verfügbar. Fehlt die Registerkarte, ist das kein Hinweis auf einen Fehler. Ändere nur die Hubs, die zum betroffenen Anschlussbereich passen, und prüfe anschließend Standby, Aufwecken und einen vollständigen Neustart.

Zusätzlich kannst du in den erweiterten Energieoptionen von Windows nach den USB-Einstellungen sehen. Die Bezeichnung kann je nach Edition und Treibermodell leicht abweichen. Stelle die selektive USB-Energiesparfunktion nur testweise um, wenn der Fehler eindeutig nach dem Energiesparmodus auftritt. Funktionieren die Buchsen danach dauerhaft, war die Energieverwaltung beteiligt. Andernfalls setzt du die Einstellung wieder zurück, damit der PC nicht unnötig mehr Strom verbraucht.

Chipsatztreiber und BIOS-Einstellungen einordnen

Der Chipsatztreiber verbindet Windows mit verschiedenen Mainboard-Funktionen, darunter auch USB-Controller. Nach einer Neuinstallation von Windows, einem Mainboardwechsel oder einem größeren Update kann ein fehlender oder unpassender Treiber die Erkennung beeinflussen. Prüfe daher zuerst das genaue Mainboardmodell. Diese Information steht häufig auf der Platine, auf der Rechnung oder in den Systeminformationen. Installiere keine Treiber, die nur aufgrund einer ähnlichen Modellbezeichnung ausgewählt wurden.

Ein BIOS- oder UEFI-Update ist dagegen kein allgemeiner nächster Schritt. Es kann die USB-Unterstützung verbessern, birgt aber bei einem Stromausfall oder einer falschen Datei ein erhebliches Risiko. Prüfe ein Firmware-Update nur dann, wenn der Mainboard-Hersteller ausdrücklich einen passenden USB-, Kompatibilitäts- oder Stabilitätsfehler nennt. Sichere vorher wichtige Daten und lies die Anleitung des Herstellers vollständig. Bei aktiviertem BitLocker sollte der Wiederherstellungsschlüssel verfügbar sein, weil Änderungen an Firmware oder Startumgebung eine erneute Wiederherstellungsschlüssel-Abfrage auslösen können.

Auch im UEFI können interne USB-Controller oder einzelne USB-Funktionen deaktiviert werden. Die Menübezeichnungen unterscheiden sich stark. Ändere dort nichts nach einem allgemeinen Muster. Suche im Handbuch nach den Einstellungen für interne USB-Anschlüsse oder USB-Controller und fotografiere die ursprüngliche Einstellung, bevor du sie veränderst. Wenn nur das Frontpanel ausgefallen ist, ist eine globale Deaktivierung aller USB-Controller als Ursache weniger wahrscheinlich.

Windows-Update, Treiberwechsel und Rückweg

Wenn der Fehler direkt nach einem Windows-Update oder Treiberwechsel begonnen hat, prüfst du zuerst den Updateverlauf. Öffne Einstellungen, gehe zu Windows Update und öffne den Updateverlauf. Notiere, wann das Problem begonnen hat und welche Treiber- oder Qualitätsupdates zeitlich davor installiert wurden. Ein zeitlicher Zusammenhang ist ein Hinweis, aber noch kein Beweis.

Bei einem kürzlich aktualisierten Gerätetreiber kann in den Eigenschaften des Geräts im Geräte-Manager die Option zum Zurücksetzen auf den vorherigen Treiber verfügbar sein. Sie wird nur angezeigt, wenn Windows einen vorherigen Treiber gespeichert hat. Nutze sie nur beim passenden Controller und starte anschließend neu. Wenn die Option fehlt, darfst du keinen beliebigen älteren Treiber aus dem Internet verwenden.

Systemwiederherstellung oder die Deinstallation eines Updates sind stärkere Eingriffe. Sie kommen erst infrage, wenn der Fehler eindeutig nach einer Änderung auftrat und die Hardwareprüfung unauffällig war. Prüfe vorher, welche Programme oder Treiber davon betroffen sein können. Persönliche Dokumente werden durch einen Wiederherstellungspunkt normalerweise nicht als Ziel der Rücksetzung behandelt, trotzdem solltest du wichtige Daten sichern.

USB-Stromversorgung und Frontpanel-Hardware prüfen

Leuchtet ein angeschlossenes Gerät vorne nicht, während es hinten erkannt wird, kann die Stromversorgung des Frontpanels unterbrochen sein. Ein USB-Port darf aber nicht automatisch als defekt gelten, nur weil ein bestimmtes Gerät nicht lädt. Manche Geräte benötigen mehr Strom, als ein bestimmter Anschluss bereitstellt. Teste zuerst einen einfachen USB-Stick und eine Maus. Ein Smartphone eignet sich erst danach als zusätzlicher Test.

Ein USB-Hub im Gehäuse, ein Kartenleser oder eine Frontpanel-Erweiterung kann die Ursache sein, wenn mehrere Anschlüsse gemeinsam ausfallen. Trenne solche Zusatzmodule nur bei ausgeschaltetem und vom Stromnetz getrenntem PC. Wenn ein separates Frontpanel-Kabel zum Hub führt, prüfe dieses genauso wie den Mainboard-Stecker. Bei einem beschädigten Modul ist ein Austausch meist sicherer als eine Reparatur einzelner Kontakte.

Ein Front-USB-Port kann durch häufiges seitliches Ziehen am Kabel aus seiner Halterung brechen. Typische Anzeichen sind Wackeln, ein ungewöhnlicher Widerstand beim Einstecken oder eine Buchse, die sich in das Gehäuse schiebt. Verwende den Port nicht weiter, wenn Metallkontakte sichtbar sind. Ein deaktivierter einzelner Anschluss ist weniger gefährlich als ein mechanisch beschädigter, der die USB-Stromversorgung kurzschließen kann.

Abgrenzung zwischen Frontpanel und Mainboard

Eine wichtige Gegenprobe ist ein anderes Gehäuse-Frontpanel oder ein interner USB-Header-Test mit einer passenden Erweiterungskarte. Solche Tests eignen sich eher für erfahrene Nutzer oder eine Werkstatt. Du darfst niemals einzelne Pins mit einem Schraubendreher überbrücken oder einen Stecker anhand der Kabelfarbe zuordnen. USB-Anschlüsse verwenden je nach Standard mehrere Signal- und Versorgungskontakte; eine falsche Verbindung kann den Controller beschädigen.

Wenn ein anderer korrekt angeschlossener Frontanschluss am selben Header funktioniert, liegt der Fehler wahrscheinlich am ursprünglichen Kabel oder an der Buchse. Wenn kein Anschluss an diesem Header funktioniert, aber ein anderer passender Header arbeitet, kann der erste Header oder dessen Controller betroffen sein. Funktionieren weder die internen Header noch die rückseitigen USB-Anschlüsse, ist ein Mainboard-, Netzteil- oder Controllerproblem wahrscheinlicher als ein einzelner Frontpanel-Fehler.

Bei einem fertig gekauften PC solltest du das Gehäuse nicht öffnen, wenn dadurch Garantiebedingungen berührt werden könnten. Halte für den Support das PC-Modell, das Mainboardmodell, Windows-Version, Zeitpunkt des Beginns und die getesteten Buchsen bereit. Beschreibe außerdem, ob die rückseitigen Ports funktionieren und ob im Geräte-Manager ein Fehlercode erscheint. Diese Angaben verkürzen die Diagnose deutlich.

Prüfliste für die abschließende Kontrolle

  • Dasselbe funktionsfähige USB-Gerät wurde vorne und hinten getestet.
  • USB-Hubs, Adapter und Verlängerungen wurden aus dem Test entfernt.
  • Der PC wurde vollständig heruntergefahren und neu gestartet.
  • Die Frontpanel-Stecker sitzen auf den passenden Mainboard-Headern.
  • USB-2.0- und USB-3.x-Kabel wurden nicht miteinander verwechselt.
  • Im Geräte-Manager wurden Controller, Hubs und Fehlercodes geprüft.
  • Ein Treiber- oder Updateproblem wurde zeitlich eingeordnet.
  • Der betroffene Port wurde auf Wackeln, verbogene Kontakte und Beschädigungen untersucht.
  • Nach jeder Änderung wurde mit demselben Testgerät erneut geprüft.

Wenn die vorderen Buchsen nach einer korrekten Verkabelung, einem Neustart und der Prüfung in Windows 11 weiterhin ohne Reaktion bleiben, ist ein Defekt am Frontpanel oder am internen USB-Header wahrscheinlich. Bleiben zusätzlich die rückseitigen Anschlüsse aus oder treten Abstürze, ungewöhnliche Gerüche oder eine Abschaltung des PCs auf, beendest du die Eigenprüfung. In diesem Fall sollte das Mainboard, die Stromversorgung und die USB-Hardware fachgerecht untersucht werden.

Häufige Fragen zu nicht funktionierendem Front-USB

Warum lädt mein Smartphone am Front-USB, wird aber nicht in Windows 11 erkannt?

Das Kabel kann nur für die Stromversorgung geeignet sein oder der Anschluss liefert zwar Energie, aber keine funktionierende Datenverbindung. Prüfe das Smartphone mit einem nachweislich datenfähigen Kabel an einem rückseitigen USB-Port und wähle auf dem Gerät gegebenenfalls den USB-Modus für Dateiübertragung aus.

Was bedeutet es, wenn Windows 11 beim Einstecken überhaupt keinen USB-Ton ausgibt?

Bleibt die Reaktion an allen vorderen Buchsen aus, obwohl dasselbe Gerät hinten funktioniert, liegt der Verdacht eher beim Frontpanel, Kabel oder internen USB-Header. Gibt es zusätzlich im Geräte-Manager einen fehlerhaften USB-Controller, kommt auch ein Windows- oder Treiberproblem infrage.

Kann ein falsch angeschlossener Front-USB-Stecker das Mainboard beschädigen?

Ein nicht passender oder versetzt aufgesteckter Stecker kann im ungünstigen Fall Versorgung und Signale falsch verbinden. Schalte den PC aus, trenne ihn vom Strom und ordne den Anschluss ausschließlich anhand des Mainboard-Handbuchs zu; Pins solltest du niemals überbrücken oder mit Gewalt ausrichten.

Warum funktionieren die Front-USB-2.0-Buchsen, aber die USB-3.x-Buchsen nicht?

Beide Buchsentypen verwenden normalerweise getrennte interne Kabel und unterschiedliche Header. Prüfe deshalb gezielt das breite Kabel der schnellen Frontanschlüsse, seinen passenden USB-3.x-Header und sichtbare Schäden am Stecker, statt die funktionierenden USB-2.0-Anschlüsse erneut zu untersuchen.

Was kann ich tun, wenn der Front-USB-Fehler nach einem Windows-11-Update begonnen hat?

Ordne zuerst zeitlich ein, ob die rückseitigen USB-Ports weiterhin arbeiten und ob im Geräte-Manager ein USB-Controller mit Warnsymbol erscheint. Sichere wichtige Daten und prüfe anschließend den Treiberstatus sowie den Updateverlauf; eine Treiberänderung oder Wiederherstellung ist erst sinnvoll, wenn die interne Verkabelung als Ursache ausgeschlossen wurde.

Ist ein defekter Front-USB-Port gefährlich für USB-Sticks oder das Mainboard?

Eine lockere, nach innen gedrückte Buchse oder sichtbare verbogene Kontakte können einen Kurzschluss verursachen. Verwende diesen Anschluss nicht weiter, wenn er wackelt, ungewöhnlichen Widerstand erzeugt oder Metallkontakte sichtbar sind, und lasse Frontpanel oder Mainboard bei anhaltendem Verdacht prüfen.

Wann sollte ich das Gehäuse nicht selbst öffnen?

Bei einem Fertig-PC können Garantiebedingungen, schwer zugängliche Komponenten oder eine unklare Verkabelung gegen eine Eigenprüfung sprechen. Auch bei Brandgeruch, wiederholten Abschaltungen, sichtbaren Schäden oder ausgefallenen rückseitigen USB-Ports solltest du den Rechner ausschalten und den Hersteller- oder Werkstattservice einschalten.

Checkliste
  • Funktioniert das Gerät hinten, aber an keiner vorderen Buchse, spricht das für das Frontpanel, die interne Verkabelung oder eine Windows-Zuordnung der vorderen Anschlüsse.
  • Funktioniert nur eine vordere Buchse nicht, kann der einzelne Port mechanisch beschädigt oder intern anders angebunden sein.
  • Funktioniert das Gerät an keiner Buchse, prüfe zuerst das Gerät, das Kabel und die Stromversorgung des PCs.
  • Wird ein USB-Stick erkannt, aber ein Smartphone nicht geladen, liegt nicht zwingend ein allgemeiner USB-Fehler vor. Ladeleistung und Datenübertragung können sich je nach Anschluss unterscheiden.

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