Eine laufende Prüfung von Laufwerken kann helfen, Fehler früh zu erkennen, bevor Dateien beschädigt werden oder das System langsamer reagiert. Wichtig ist dabei zuerst zu unterscheiden, ob Windows selbst prüft, ob ein Sicherheitsprogramm zugreift oder ob das Laufwerk bereits echte Auffälligkeiten zeigt.
Am schnellsten kommst du weiter, wenn du die Symptome sauber eingrenzt: Meldet Windows nur eine Aktivität, gibt es Zugriffsfehler, oder arbeitet die Festplatte permanent hörbar? Danach prüfst du die einfachsten Auslöser wie Hintergrundaufgaben, Updates, Sicherheitssoftware und den Zustand des Datenträgers. Erst wenn diese Ebenen ausgeschlossen sind, lohnt sich ein tieferer Blick auf Systemdienste und Laufwerksdiagnose.
Woran du eine echte Laufwerksprüfung erkennst
Nicht jede hohe Auslastung bedeutet einen Defekt. Windows kann ein Laufwerk aus verschiedenen Gründen dauerhaft beanspruchen, etwa durch Indizierung, automatische Wartung, Dateisynchronisierung oder einen Schutzscan. Kritisch wird es, wenn zusätzlich Fehlermeldungen, lange Wartezeiten beim Öffnen von Ordnern oder wiederkehrende Abbrüche beim Kopieren auftreten.
- Das Laufwerk wird im Explorer sehr langsam geöffnet.
- Dateien lassen sich nur verzögert speichern oder kopieren.
- Beim Starten erscheinen Hinweise auf beschädigte Daten oder Dateisystemfehler.
- Die Aktivitätsanzeige bleibt auch im Leerlauf hoch.
- Das System reagiert bei Zugriffen auf denselben Ordner immer wieder zäh.
Ein einzelnes Symptom reicht noch nicht für einen Hardwareverdacht. Erst die Kombination aus Auslastung, Zugriffsproblemen und wiederkehrenden Warnungen macht eine tiefergehende Prüfung sinnvoll.
Die erste Einordnung in Windows
Öffne den Task-Manager und prüfe, welches Programm tatsächlich auf das Laufwerk zugreift. Häufig sind es Suchdienste, Synchronisationsprogramme, Backups oder Sicherheitsfunktionen. Wenn die Aktivität ohne klaren Verursacher bleibt, hilft die Ressourcenanzeige oder die Datenträgerverwaltung beim weiteren Eingrenzen.
Im nächsten Schritt lohnt sich ein Blick auf die Ereignisanzeige. Dort findest du Hinweise auf Dateisystemfehler, Zeitüberschreitungen oder wiederholte Warnungen rund um Speicherzugriffe. Solche Einträge sind wertvoller als die reine Anzeige einer hohen Auslastung, weil sie den technischen Rahmen klarer machen.
Den Laufwerkszustand sauber prüfen
Für die technische Prüfung startest du mit einfachen Bordmitteln. Zuerst lässt du Windows das Dateisystem kontrollieren, danach überprüfst du den Gesundheitsstatus des Datenträgers mit den verfügbaren Diagnosewerkzeugen. Bei SSDs und HDDs zählt nicht nur die Lesbarkeit, sondern auch, ob das Laufwerk noch stabil antwortet.
- Öffne den Datei-Explorer und klicke das betroffene Laufwerk mit der rechten Maustaste an.
- Rufe die Eigenschaften auf und wechsle zum Bereich für die Fehlerprüfung.
- Starte die Überprüfung und lasse gefundene Probleme beheben.
- Prüfe danach die Ereignisanzeige auf neue Warnungen.
- Wenn die Auffälligkeiten bleiben, kontrolliere die SMART-Werte mit einem Diagnoseprogramm.
Diese Reihenfolge ist sinnvoll, weil du zuerst logische Fehler im Dateisystem ausschließt. Erst wenn das nichts bringt, wird die wahrscheinliche Ursache auf Hardware, Controller, Kabel oder Treiber eingegrenzt.
Der Dienst im Hintergrund richtig einordnen
Windows nutzt mehrere Dienste, die wie eine permanente Laufwerksprüfung wirken können. Dazu gehören Indexdienst, Wartung, Defender-Schutz und Diagnosekomponenten. Wenn du einen bestimmten Dienst deaktivierst, solltest du vorher verstehen, welchen Zweck er erfüllt, damit du nicht nur das Symptom verschiebst.
Im Dienste-Fenster kannst du den Status laufender Komponenten prüfen. Achte besonders darauf, ob ein Dienst im Leerlauf immer wieder neu startet oder ungewöhnlich viel Datenträgerzugriffe auslöst. Wenn ein Sicherheitsdienst beteiligt ist, sind die Zugriffe oft gewollt, etwa bei einem Scan nach Systemänderungen oder nach dem Anschließen externer Datenträger.
So erkennst du einen problematischen Scan
Ein Scan ist dann auffällig, wenn er dauerhaft läuft, ohne jemals fertig zu werden, oder wenn er denselben Ordner immer wieder überprüft. Dann steckt oft eine beschädigte Datei, ein Zugriffsproblem oder eine Schleife in einer Schutzfunktion dahinter. Auch ein zu knapp bemessener freier Speicherplatz kann solche Vorgänge bremsen.
Prüfe in diesem Fall, ob der Scan nur ein einzelnes Laufwerk betrifft oder ob das gesamte System langsam wird. Ist nur ein Datenträger betroffen, liegt der Fokus auf dem Speicher selbst. Sind mehrere Laufwerke betroffen, spricht mehr für einen systemweiten Dienst, eine Sicherheitssoftware oder ein Windows-Problem.
Fehlerbild von Hardwarefehler trennen
Ein dauerhaft auffälliges Laufwerk kann softwareseitig belastet sein, ohne defekt zu sein. Typisch für einen echten Speicherfehler sind jedoch Klickgeräusche bei HDDs, unerwartete Aussetzer, verlorene Dateien oder stark schwankende Übertragungsraten. Bei SSDs fallen eher Einfrierer, defekte Blöcke oder Abbrüche beim Schreiben auf.
Wenn ein Verdacht in diese Richtung besteht, sichere zuerst wichtige Daten. Danach kannst du das Laufwerk mit einem längeren Diagnosetest kontrollieren. Ein schneller Kurztest reicht oft nicht aus, um schleichende Probleme zuverlässig zu erkennen.
Was du bei SSD, HDD und externen Laufwerken beachten solltest
SSDs reagieren empfindlich auf alte Firmware, volle Speicherzellen und fehlerhafte Energiespareinstellungen. HDDs sind anfälliger für mechanische Alterung, defekte Sektoren und Probleme am SATA-Kabel. Externe Laufwerke wiederum hängen oft an USB-Energiesparmodi, schlechten Ports oder einem instabilen Gehäuse.
- Bei SSDs den freien Speicher prüfen und Firmware-Stand beachten.
- Bei HDDs auf Geräusche und ungewöhnliche Zugriffszeiten achten.
- Bei USB-Laufwerken Kabel, Port und Stromversorgung testen.
- Bei externen SSDs auch das Gehäuse als Fehlerquelle mitdenken.
Gerade bei externen Datenträgern wirkt ein Tausch des Anschlusses oft schneller als jede Softwaremaßnahme. Wenn das Problem danach verschwindet, war nicht das Laufwerk selbst der Auslöser.
Systemdienste ohne Nebenwirkungen prüfen
Bevor du Dienste änderst, notiere den Ausgangszustand. Das ist wichtig, falls du später wieder zur ursprünglichen Konfiguration zurückkehren musst. Deaktiviere nie mehrere Komponenten gleichzeitig, sonst wird die Ursache unklar.
Ein sauberer Ansatz ist, jeweils nur einen möglichen Verursacher zu testen und danach erneut das Laufwerkverhalten zu beobachten. Bleibt die Aktivität bestehen, ist die nächste Komponente dran. So vermeidest du unnötige Änderungen an einem laufenden System.
Störungen durch Wartung und Indexierung
Die Windows-Suche und die automatische Wartung erzeugen oft sichtbare Datenträgeraktivität. Das ist besonders nach größeren Updates, nach einer Neuinstallation oder beim Hinzufügen vieler Dateien normal. Erst wenn die Aktivität über längere Zeit nicht nachlässt, solltest du die Einstellungen genauer ansehen.
Einfluss durch Sicherheitssoftware
Ein Schutzprogramm kann Zugriff auf Dateien prüfen, bevor sie geöffnet oder verschoben werden. Das schützt das System, kostet aber Leistung. Wenn die Prüfung nur bei bestimmten Ordnern auffällt, sind dort oft viele kleine Dateien, Archive oder frisch geladene Inhalte gespeichert.
Wann ein Reset oder Neuaufsetzen sinnvoll wird
Wenn das Laufwerk technisch in Ordnung wirkt, Windows aber weiterhin falsche Zugriffe oder ständige Prüfungen auslöst, bleibt als nächster Schritt die Reparatur der Systemdateien. Dafür kommen SFC, DISM und bei Bedarf eine Inplace-Reparatur infrage. Erst danach solltest du an einen Zurücksetzen- oder Neuaufsetzen-Schritt denken.
Ein kompletter Reset ist vor allem dann sinnvoll, wenn mehrere Systemkomponenten gleichzeitig fehlerhaft arbeiten und sich das Verhalten trotz Reparatur nicht stabilisiert. Vorher sollte aber ein vollständiges Backup stehen, damit keine Dateien verloren gehen.
Die beste Reihenfolge für die Fehlersuche
- Symptom genau beobachten und die betroffene Stelle eingrenzen.
- Task-Manager und Ereignisanzeige prüfen.
- Dateisystem und Laufwerkszustand kontrollieren.
- Sicherheitssoftware und Wartungsdienste als Ursache testen.
- Treiber, Kabel, Port und Firmware mit einbeziehen.
- Systemdateien reparieren und erst danach größere Eingriffe planen.
Diese Reihenfolge spart Zeit, weil du nicht sofort an der tiefsten Stelle beginnst. Viele Laufwerksprobleme lösen sich bereits nach der Einordnung des Verursachers oder nach einer Reparatur des Dateisystems.
Eine Laufwerksprüfung hilft nur dann zuverlässig, wenn sie nicht isoliert betrachtet wird. Entscheidend ist, ob Windows gerade einen geplanten Scan, eine Oberflächenprüfung, eine Dateisystemkorrektur oder eine Hintergrundaufgabe ausführt. Erst die saubere Trennung dieser Ebenen verhindert, dass ein normaler Wartungslauf als Defekt missverstanden wird oder ein echter Warnhinweis zu spät ernst genommen wird.
Prüfpfad zuerst sauber abgrenzen
Bevor du an Details gehst, solltest du den Ursprung der Aktivität einordnen. In Windows kann dieselbe Anzeige mehrere Ursachen haben: ein manueller Prüfbefehl, eine automatische Diagnose nach einem unsauberen Neustart, ein Aufgabenlauf im Wartungsfenster oder ein Dienst, der Dateisysteminformationen aktualisiert. Die Laufwerksprüfung ist also kein einzelnes Werkzeug, sondern ein Sammelbegriff für unterschiedliche Abläufe mit verschiedenen Auswirkungen.
Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen einer logischen Prüfung und einer physischen Untersuchung. Logische Prüfungen kontrollieren Ordnerstrukturen, Zuordnungen und Fehler im Dateisystem. Physische Prüfungen gehen tiefer und erfassen Bereiche des Datenträgers, um defekte Sektoren, Lesefehler oder wiederholte Zugriffsprobleme zu erkennen. Nur wenn klar ist, welche Art von Vorgang läuft, lässt sich der richtige Dienst oder Prozess zuordnen.
- Prüfe zunächst, ob ein Laufwerk in der Datenträgerverwaltung auffällig markiert ist.
- Kontrolliere die Ereignisanzeige auf Hinweise zu NTFS, disk, volmgr oder storahci.
- Vergleiche die Anzeige in der Eingabeaufforderung mit dem Verhalten im Explorer.
- Beachte, ob der Scan nach einem Neustart automatisch startet oder manuell angestoßen wurde.
Den auslösenden Dienst und die auslösende Aufgabe identifizieren
Damit die Diagnose belastbar wird, lohnt sich der Blick auf die zugrunde liegenden Komponenten. Hinter einem Laufwerkslauf stehen häufig Dienste für Windows-Fehlerprüfung, Speicherdiagnose, Indexierung, Wartung oder Herstellerprogramme. Nicht jeder sichtbare Zugriff bedeutet ein Problem am Datenträger selbst. Manche Dienste sammeln nur Statuswerte, andere stöbern Dateisystemfehler auf, und wieder andere planen die Ausführung in Ruhephasen.
Für die Einordnung ist es hilfreich, den Zeitpunkt und die Art des Zugriffs mit Systemfunktionen zu vergleichen. Die Aufgabenplanung zeigt, ob ein Scan aus einem Wartungspfad stammt. Die Diensteverwaltung verrät, ob ein Hintergrunddienst dauerhaft aktiv ist. Die Ereignisanzeige liefert Protokolleinträge mit Zeitstempel, die sich mit dem beobachteten Zugriff abgleichen lassen. So entsteht ein klares Bild, bevor du Änderungen vornimmst.
- Öffne die Aufgabenplanung und suche nach Wartung, Diagnose oder Speicherbezug.
- Prüfe in services.msc, welche Dienste gerade ausgeführt werden.
- Rufe die Ereignisanzeige auf und filtere nach Warnungen und Fehlern rund um Datenträger.
- Vergleiche den betroffenen Datenträger mit den protokollierten Zeitpunkten.
Wenn ein Dienst immer wieder zur gleichen Zeit aktiv wird, spricht das oft für eine geplante Aufgabe. Tauchen die Meldungen dagegen nur bei Zugriffen auf bestimmte Ordner oder Programme auf, liegt der Auslöser eher im Dateisystem, in einer Anwendung oder in einer Sicherheitssuite.
Den Zustand des Laufwerks belastbar prüfen
Ein robuster Befund entsteht erst, wenn mehrere Messpunkte zusammenpassen. SMART-Daten, Windows-Protokolle und das sichtbare Verhalten des Laufwerks sollten ein stimmiges Bild ergeben. Einzelne Lesefehler oder ein gelegentlicher Timeout sind noch kein Beweis für einen Ausfall, wiederkehrende Auffälligkeiten in mehreren Protokollen dagegen schon. Gerade bei SSDs und modernen HDDs sind frühe Warnsignale oft in kleinen Abweichungen erkennbar.
Für die technische Einordnung eignen sich Werkzeuge, die den Gesundheitsstatus, die Temperatur, Reallocated Sectors, Pending Sectors und Medienfehler anzeigen. Falls ein Hersteller-Tool verfügbar ist, hat es oft Zugriff auf zusätzliche Diagnosewerte. Unter Windows selbst liefern Ereignisse aus dem Systemprotokoll und der Zuverlässigkeitsüberwachung hilfreiche Hinweise. Wichtig ist, dass du nicht nur auf die Oberfläche schaust, sondern die Daten mit dem tatsächlichen Zugriffsmuster abgleichst.
- SMART-Werte auf steigende Fehlerzähler und kritische Schwellen prüfen.
- Systemprotokolle nach wiederkehrenden Einträgen zu Lesefehlern durchsuchen.
- Die Zuverlässigkeitsanzeige auf zeitlich passende Fehlermuster prüfen.
- Bei externen Medien Kabel, Port und Energieversorgung mit einbeziehen.
So gehst du bei ersten Auffälligkeiten vor
Beginne mit einer Sicherung wichtiger Daten, bevor du weitere Schritte durchführst. Danach trennst du die Prüfung in drei Stufen: Sichtprüfung des Anschlusses, Windows-seitige Diagnose und Tiefenprüfung mit einem geeigneten Werkzeug. Erst wenn alle drei Ebenen denselben Hinweis liefern, ist ein echter Handlungsbedarf gut begründet. Bleiben die Meldungen auf einen einzelnen Dienst oder einen einzelnen Scan beschränkt, reicht oft eine Korrektur der Konfiguration.
Bei wiederholten Lesefehlern solltest du den betroffenen Datenträger nicht unnötig belasten. Längere Vollscans können bei anbahnenden Defekten zusätzliche Zugriffsprobleme sichtbar machen, aber auch die Ausfallwahrscheinlichkeit erhöhen. Deshalb ist der Reihenfolgeplan wichtig: erst sichern, dann protokollieren, danach gezielt prüfen.
Scans, Wartung und Reparaturbefehle richtig dosieren
Nicht jeder Prüflauf ist gleich sinnvoll. Manche Befehle korrigieren nur logische Fehler im Dateisystem, andere suchen nach fehlerhaften Bereichen, und wieder andere stoßen Wartung ohne sichtbare Rückmeldung an. Für die tägliche Praxis ist es nützlich, diese Modi nicht zu vermischen. Ein Reparaturbefehl mit Schreibzugriff sollte nur dann verwendet werden, wenn tatsächlich Inkonsistenzen vorliegen oder Windows beim Start eine Reparatur anfordert.
Für die Umsetzung zählt die richtige Reihenfolge. Zuerst wird der Zustand gesichert, dann die Art des Problems festgelegt, danach folgt der passende Befehl oder der passende Dienst. So vermeidest du unnötige Schreibzugriffe und reduzierst die Chance, dass eine harmlose Wartung mit einer Defektbehandlung verwechselt wird.
- Wichtige Daten sichern und verfügbare Kapazität prüfen.
- Die Ereignisanzeige und die Zuverlässigkeitsüberwachung auswerten.
- Den passenden Prüfmodus wählen, statt blind mehrere Tools zu starten.
- Nach dem Lauf erneut prüfen, ob Fehlerzähler oder Warnungen weiter steigen.
Gerade bei Systemlaufwerken ist Zurückhaltung sinnvoll. Ein zu häufiger Einsatz tiefgreifender Reparaturroutinen kann mehr Nebenwirkungen erzeugen als Nutzen. Besser ist eine gezielte Diagnose mit klarer Fragestellung: Dateisystemfehler, Oberfläche, Dienstaktivität oder Hardwarepfad.
Typische Wege in Windows und die passenden Stellen im System
Wer schnell zur Ursache kommen will, sollte wissen, wo die relevanten Funktionen sitzen. Windows verteilt Diagnose und Wartung auf mehrere Bereiche, die sich je nach Edition und Version leicht unterscheiden. Die folgenden Stationen decken die meisten Fälle ab und reichen oft aus, um die Lage belastbar einzuordnen.
- Datenträgerverwaltung: Partitionen, Laufwerksbuchstaben und erkennbare Basisprobleme prüfen.
- Ereignisanzeige: Systemmeldungen zu NTFS, Disk, StorAHCI und Volsnap auswerten.
- Aufgabenplanung: Automatische Wartung und Diagnoseaufgaben finden.
- Dienste: Hintergrunddienste mit Laufwerksbezug überprüfen und gegebenenfalls testweise stoppen.
- Zuverlässigkeitsverlauf: Zeitliche Häufungen von Fehlern und Warnungen erkennen.
- Windows-Sicherheit: Überprüfen, ob Sicherheitsfunktionen Zugriffe verzögern oder blockieren.
Diese Stellen liefern zusammen mehr Aussagekraft als ein einzelner Scan. Wer nur auf die sichtbare Prüfung schaut, übersieht oft, dass die Ursache in einer geplanten Aufgabe, einem Schutzmodul oder einem Treiber liegt. Die sauberste Diagnose entsteht deshalb durch den Abgleich mehrerer Windows-Komponenten.
Nach der Prüfung den Betrieb wieder stabilisieren
Ist die Ursache gefunden, zählt die passende Reaktion. Bei einem sauberen, aber unnötigen Wartungslauf genügt es meist, die Auslöser zu entschärfen oder den Zeitplan anzupassen. Bei Dateisystemfehlern steht die Reparatur im Vordergrund, gefolgt von einer Nachkontrolle. Bei echten Hardwarehinweisen sollten belastende Schreibzugriffe möglichst reduziert und ein Datenträgerwechsel vorbereitet werden.
Besonders sinnvoll ist eine kurze Abschlusskontrolle nach dem Eingriff. Prüfe erneut die Ereignisanzeige, beobachte die Aktivität im Leerlauf und kontrolliere, ob das Laufwerk wieder normal reagiert. Bleiben die Meldungen aus und steigt kein Fehlerzähler weiter an, war die Zuordnung korrekt. Tauchen die Warnungen erneut auf, braucht es eine genauere Trennung zwischen Dienstproblem, Treiberfehler und Datenträgerdefekt.
So wird aus einer einzelnen Beobachtung eine belastbare Diagnosekette. Die Prüfung liefert dann nicht nur einen Befund, sondern auch die richtige nächste Maßnahme, ohne unnötige Eingriffe oder unnötige Wiederholungen.
Häufige Fragen
Woran lässt sich ein laufender Prüfprozess in Windows erkennen?
Ein aktiver Prüfprozess zeigt sich oft durch eine erhöhte Datenträgerauslastung, kurze Systempausen oder eine Meldung im Infobereich nach dem Start. In der Ereignisanzeige oder in den Protokollen des Systems finden sich dazu häufig zusätzliche Einträge, die den Zeitpunkt und die Art der Prüfung sichtbar machen.
Wie prüfe ich, ob der Datenträger selbst Auffälligkeiten hat?
Öffne die Laufwerkseigenschaften und starte eine Fehlerprüfung über die Registerkarte für Tools oder Wartung. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf den SMART-Status mit Bordmitteln oder einer zuverlässigen Diagnose, damit sich Dateisystemfehler von beginnenden Hardwareproblemen trennen lassen.
Welche Windows-Befehle helfen bei der Einordnung?
Für die Analyse eignen sich vor allem chkdsk, sfc und dism, weil sie unterschiedliche Ebenen prüfen. Während chkdsk das Dateisystem und die Zuordnung von Sektoren betrachtet, helfen sfc und dism eher bei beschädigten Systemdateien und bei Problemen rund um Windows-Komponenten.
Wo finde ich die Einstellungen für den automatischen Start einer Prüfung?
Die Steuerung hängt vom Auslöser ab. Im Aufgabenplaner, in den Energieoptionen, in der Datenträgerverwaltung und in den erweiterten Wartungsaufgaben kann festgelegt sein, wann eine Prüfung startet oder wiederholt wird.
Kann eine Prüfung auch ohne echten Fehler erscheinen?
Ja, denn Wartung, sauberer Start, Update-Nacharbeiten oder eine geplante Sicherheitsüberprüfung können ähnliche Symptome erzeugen. Entscheidend ist, ob die Aktivität wieder verschwindet, keine neuen Fehlereinträge entstehen und die Leistung danach normal bleibt.
Welche Rolle spielt die Systempartition bei solchen Meldungen?
Auf der Systempartition sind Prüfungen besonders wichtig, weil dort Startdateien, Protokolle und die Registry zusammenlaufen. Störungen an dieser Stelle wirken sich schneller auf das Startverhalten und auf wiederkehrende Meldungen beim Booten aus.
Was unterscheidet ein Dateisystemproblem von einem Laufwerksschaden?
Ein Dateisystemproblem betrifft meist Verzeichnisstrukturen, Zuordnungen oder inkonsistente Einträge und lässt sich oft mit Reparaturwerkzeugen beheben. Ein Laufwerksschaden zeigt sich eher durch Lesefehler, ungewöhnliche Geräusche bei HDDs, SMART-Warnungen oder wiederkehrende defekte Sektoren.
Wie gehe ich bei einem externen Laufwerk vor?
Bei USB- oder Thunderbolt-Medien sollte zuerst die Verbindung geprüft werden, bevor man das Laufwerk selbst bewertet. Teste ein anderes Kabel, einen anderen Port und möglichst auch einen anderen Rechner, damit sich Kontaktprobleme oder Energiesparfunktionen als Ursache ausschließen lassen.
Welche Protokolle liefern die nützlichsten Hinweise?
Besonders hilfreich sind die Ereignisanzeige, die Zuverlässigkeitsüberwachung und die Protokolle der Datenträgerprüfung. Dort lassen sich Zeitpunkte, Fehlercodes und wiederkehrende Muster erkennen, die den Unterschied zwischen einmaliger Wartung und echtem Fehlerbild sichtbar machen.
Wann sollte ich die Daten sofort sichern?
Sobald wiederholte Lesefehler, sehr langsame Zugriffe oder SMART-Hinweise auftauchen, ist eine Sicherung sinnvoll. Warte damit nicht bis zur endgültigen Diagnose, denn ein instabiler Datenträger kann sich ohne Vorwarnung deutlich verschlechtern.
Fazit
Eine saubere Einordnung gelingt nur, wenn Meldungen, Ereignisprotokolle und Laufwerkszustand gemeinsam betrachtet werden. Wer die Prüfungsschritte in der richtigen Reihenfolge durchgeht, erkennt schneller, ob Windows nur wartungsbedingt arbeitet oder ob der Datenträger selbst Aufmerksamkeit braucht. So lassen sich unnötige Neuinstallationen vermeiden und echte Fehler deutlich früher abfangen.





