Windows 11 erkennt das Mainboard nicht richtig: Diese Treiber fehlen oft

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 27. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 27. Juni 2026

Wird ein Mainboard unter Windows 11 nur teilweise erkannt, liegt die Ursache oft nicht an der Hardware selbst, sondern an fehlenden oder unvollständigen Treibern. Besonders häufig fehlen Einträge für Chipsatz, MEI, SMBus, Audio, Netzwerk oder einzelne Komponenten im Gerätemanager. Wer die Installation in der richtigen Reihenfolge ergänzt, vermeidet unnötige Neuaufsetzungen und bringt das System meist wieder sauber zum Laufen.

Am sinnvollsten ist ein schrittweises Vorgehen: erst das Symptom einordnen, dann die grundlegenden Geräte- und Systeminfos prüfen und danach die passenden Treiber in der richtigen Reihenfolge installieren. Gerade nach einem Mainboardwechsel, einem Windows-Update oder einer frischen Installation zeigt sich schnell, ob Windows nur generische Standards nutzt oder ob wichtige Bausteine fehlen.

Woran die fehlerhafte Erkennung meist hängt

Ein Mainboard wird in Windows nicht als einzelnes, klar benanntes Objekt verwaltet. Das System erkennt über den Chipsatz, den Bus und die angebundenen Komponenten, welche Funktionen verfügbar sind. Fehlen diese Verbindungsstücke, bleiben Einträge im Gerätemanager unklar, Funktionen laufen nur eingeschränkt oder es tauchen unbekannte Geräte auf.

Typisch sind nach einem neuen Board mehrere Symptome gleichzeitig: unvollständige Gerätebezeichnungen, fehlender Netzwerkzugriff, kein sauber erkennbarer Audiochip, falsche Energiesparfunktionen oder ein Geräte-Manager mit Warnsymbolen. In solchen Fällen lohnt es sich, nicht nur auf einen einzelnen Treiber zu schauen, sondern die gesamte Plattform in der richtigen Reihenfolge aufzubauen.

Zuerst die Ausgangslage prüfen

Bevor du etwas installierst, solltest du wissen, welches Mainboard tatsächlich verbaut ist. Gerade bei Komplettsystemen, OEM-Rechnern und älteren BIOS-Versionen kann die Bezeichnung im Alltag ungenau wirken. Ein Blick in die Systeminformationen, in den Geräte-Manager und in die vorhandenen Rechnerspezifikationen liefert die nötige Basis.

  • Öffne den Geräte-Manager und prüfe unbekannte Geräte oder Warnsymbole.
  • Rufe mit Win + R den Dialog auf und starte msinfo32, um Basisdaten zu sehen.
  • Notiere Hersteller, Modell und, wenn möglich, die genaue Board-Revision.
  • Schau im BIOS oder UEFI nach, ob das System das Board korrekt auflistet.

Wenn Windows nur einen generischen Namen zeigt, ist das noch kein Fehler. Entscheidend ist, ob die Plattformkomponenten sauber arbeiten und ob Treiberpakete fehlen, die auf dem Board speziell benötigt werden.

Die richtige Installationsreihenfolge

Nach einem Neuaufbau des Systems ist die Reihenfolge wichtiger als die Menge der Treiber. Wer mit Audio oder LAN beginnt, überspringt oft die Grundlage, auf der diese Komponenten korrekt aufsetzen. Die sicherste Reihenfolge beginnt mit dem Chipsatz und geht dann zu den zentralen Plattformtreibern weiter.

  1. Chipsatztreiber installieren.
  2. Management-Engine- oder Plattformtreiber ergänzen, falls vorhanden.
  3. Storage- und SATA/NVMe-Treiber prüfen.
  4. Netzwerktreiber für LAN oder WLAN nachziehen.
  5. Audio-, Bluetooth- und weitere Gerätekategorien installieren.
  6. Zum Schluss Windows Update erneut ausführen.

Der Chipsatztreiber ist dabei besonders wichtig, weil er die Kommunikation zwischen Prozessor, Speicher, Anschlüssen und internen Controllern verbessert. Ohne diese Basis ordnet Windows mehrere Komponenten nur allgemein zu und erkennt ihre Funktionen nicht vollständig.

Diese Treiber fehlen am häufigsten

Je nach Plattform fehlen oft ähnliche Bausteine. Nicht jedes Board braucht alle Pakete, aber in der Praxis sind einige Gruppen besonders relevant. Gerade nach einer Neuinstallation oder nach dem Tausch des Mainboards tauchen diese Komponenten häufig als erstes auf.

Anleitung
1Chipsatztreiber installieren.
2Management-Engine- oder Plattformtreiber ergänzen, falls vorhanden.
3Storage- und SATA/NVMe-Treiber prüfen.
4Netzwerktreiber für LAN oder WLAN nachziehen.
5Audio-, Bluetooth- und weitere Gerätekategorien installieren — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

  • Chipsatztreiber für die grundlegende Plattformerkennung
  • Intel Management Engine oder vergleichbare Verwaltungssoftware
  • SMBus- und Serial-IO-Komponenten für interne Kommunikation
  • LAN-Treiber für den Netzwerkanschluss
  • WLAN- und Bluetooth-Treiber bei integrierten Funkmodulen
  • Audio-Treiber für den Onboard-Sound
  • Speicher- und NVMe-Treiber für SSDs und Controller
  • USB-Controller-Treiber bei auffälligen Anschlüssen oder Hubs

Wenn ein Gerät im Manager als unbekannt erscheint, hilft die Hardware-ID oft weiter. Darüber lässt sich erkennen, welcher Hersteller und welcher Baustein dahintersteckt. So findest du gezielter das passende Paket statt mehrere ähnliche Treiber auszuprobieren.

Hardware-IDs richtig auswerten

Im Gerätemanager kannst du über die Eigenschaften eines unbekannten Geräts die Hardware-IDs anzeigen lassen. Diese Zeichenfolgen enthalten Hersteller- und Gerätekennungen, mit denen sich der passende Treiber oft sehr gut eingrenzen lässt. Besonders bei Board-Komponenten, die unter generischen Namen auftauchen, ist das der schnellste Weg zur passenden Zuordnung.

Hilfreich ist es, zuerst nach der obersten Ebene zu suchen, also nach Chipsatz, Netzwerk oder Audio. Danach folgen feinere Komponenten wie Bluetooth, Sensoren oder spezielle Controller. So vermeidest du doppelte Installationen und unnötige Fehlversuche.

Treiber sauber installieren statt wild zu mischen

Viele Probleme entstehen nicht durch fehlende Treiber allein, sondern durch unpassend gemischte Pakete. Deshalb sollte zuerst die aktuelle Version des Board-Herstellers verwendet werden, sofern sie zum installierten Windows 11 passt. Danach lohnt sich ein Neustart, damit Windows neue Gerätekennungen sauber übernimmt.

Wenn bereits generische Microsoft-Treiber aktiv sind, ist das nicht automatisch ein Problem. Kritisch wird es nur, wenn Funktionen fehlen oder Geräte mit Warnsymbolen bleiben. Dann solltest du die vorhandene Version gezielt ersetzen und nach jedem größeren Schritt neu starten.

Windows Update und optionale Treiber

Windows Update bringt oft bereits passende Basistreiber mit, vor allem für Standardkomponenten. Nach einer frischen Installation lohnt es sich deshalb, erst die normalen Updates und anschließend die optionalen Treiberangebote zu prüfen. Gerade Netzwerk-, Audio- und Chipsatzkomponenten tauchen dort manchmal in einer gut passenden Version auf.

Bei älteren Boards oder neueren Windows-Installationen ist die Kombination aus Herstellerpaket und Update-Angebot oft am besten. Wichtig ist nur, nicht wahllos mehrere Versionen gleichzeitig einzuspielen. Ein sauberer Zwischenschritt mit Neustart zeigt dir, ob der Fehler bereits behoben ist.

BIOS und UEFI als indirekte Fehlerquelle

Ein veraltetes BIOS oder UEFI kann dazu führen, dass Windows bestimmte Funktionen des Boards nur eingeschränkt erkennt. Das betrifft vor allem neue Prozessoren, Speicherkompatibilität, moderne Energieverwaltung oder einzelne Controller. Ein Update ist aber nur dann sinnvoll, wenn das Board stabil läuft und du die genaue Version sicher bestimmen kannst.

Vor einem BIOS-Update solltest du immer prüfen, ob es wirklich zur Modellrevision passt und ob der Hersteller einen klaren Nutzen nennt. Ein fehlerhaftes Flashen kann das System im schlimmsten Fall unbrauchbar machen. Deshalb ist dieser Schritt nur dann passend, wenn andere Maßnahmen keine saubere Erkennung gebracht haben oder wenn bekannte Kompatibilitätsprobleme vorliegen.

Geräte-Manager, Systemdienst und Neustart prüfen

Nach der Installation der wichtigen Treiber sollte der Geräte-Manager ohne gelbe Warnzeichen auskommen. Bleiben Einträge bestehen, hilft oft ein vollständiger Neustart statt nur einer Abmeldung. Außerdem kann es sinnvoll sein, einmal die Energieoptionen und die Schnellstart-Funktion zu prüfen, weil manche Systeme nach einem Treiberwechsel erst dann die neue Konfiguration vollständig übernehmen.

Manchmal hängt die Erkennung auch an einem alten Wiederherstellungspunkt, an Resten früherer Mainboard-Treiber oder an einem unvollständigen Wechsel von einem alten System. In solchen Fällen ist eine saubere Deinstallation problematischer Altpakete sinnvoller als das bloße Nachinstallieren weiterer Treiber.

Nach einem Mainboardwechsel besonders sorgfältig vorgehen

Wurde das Board getauscht, aber die Windows-Installation beibehalten, sind Reste des alten Systems oft die eigentliche Ursache. Dann solltest du ältere Chipsatz-, Netzwerk- und Audio-Treiber entfernen, danach die neuen Pakete installieren und das System mehrfach neu starten. Gerade bei Wechseln zwischen Intel- und AMD-Plattformen ist diese Trennung wichtig.

Wenn Windows zwar startet, aber einzelne Geräte falsch zuordnet, kann auch ein neues Benutzerkonto oder ein Systemcheck helfen. Erst wenn klar ist, dass die Treiberbasis korrekt sitzt und die Fehlermeldungen bleiben, lohnt sich ein Blick auf Systemdateien, Wiederherstellung oder eine Neuinstallation.

Wenn die Erkennung weiter unvollständig bleibt

Bleibt das Board trotz korrekter Treiberpakete unvollständig erfasst, solltest du den Fokus auf drei Punkte legen: Hardware-Revision, aktuelle Windows-Version und mögliche Konflikte durch alte Geräteprofile. Gerade ältere Einträge im System können Geräte blockieren, die unter derselben Schnittstelle später neu erkannt werden sollen.

Auch ein beschädigtes Windows-Profil oder ein unvollständiges Update kann die Zuordnung stören. In diesem Fall helfen Systemdateiprüfung, erneute Treiberinstallation und ein sauberer Neustart in vielen Fällen weiter, bevor du an eine komplette Neuaufsetzung denken musst.

Typische Fehler vermeiden

Installiere keine Treiberpakete auf Verdacht nur deshalb, weil sie ähnlich klingen. Prüfe zuerst, ob das Paket wirklich zum Chipsatz, zum Netzwerkchip oder zum Audio-Codec gehört. Achte außerdem darauf, dass du bei UEFI, Storage und Plattformtreibern keine unnötigen Experimente mit Versionen aus fremden Mainboard-Serien machst.

Ebenso wichtig ist Geduld zwischen den einzelnen Schritten. Nach Chipsatz, Netzwerk und Audio sollte immer genug Zeit für einen Neustart und einen Blick in den Geräte-Manager bleiben. So erkennst du schneller, welches Paket wirklich geholfen hat.

Treiberpakete vom Board-Hersteller systematisch nachziehen

Die zuverlässigste Lösung beginnt meist nicht in Windows, sondern direkt beim Support des Mainboards. Dort liegen die Pakete in einer Reihenfolge, die auf das jeweilige Modell zugeschnitten ist. Wichtig ist dabei, nicht nur den offensichtlichen Chipsatz-Download mitzunehmen, sondern alle Bausteine zu prüfen, die für die Erkennung des Boards, der Controller und der Zusatzfunktionen relevant sind.

Wer das Board-Modell nicht exakt kennt, sollte es zuerst über das UEFI, die Originalverpackung, die Rechnungsunterlagen oder über Systeminformationen ermitteln. Bei fertigen PCs ist zusätzlich die Modellseite des Herstellers wichtig, weil dort oft angepasste Treiber und Firmware bereitstehen. Ein häufiges Muster ist, dass Windows zwar ein generisches Gerät anlegt, aber bestimmte Funktionen wie Energieverwaltung, Speichercontroller oder Sensorik erst nach den Originalpaketen sauber zugeordnet werden.

  • Chipsatzpaket zuerst installieren
  • Danach LAN, WLAN und Audio ergänzen
  • Zum Schluss Zusatztreiber für SATA, RAID, Bluetooth oder Sensoren prüfen
  • Nach jedem größeren Paket einen Neustart einplanen

Chipsatz, Management Engine und Plattformtreiber sauber abgrenzen

Der Chipsatztreiber bildet die Grundlage für die Kommunikation zwischen Windows und den Plattformkomponenten. Er sorgt dafür, dass Gerätekanäle, PCIe-Zuordnung und Stromsparfunktionen passend angesprochen werden. Fehlt er oder ist er durch ein älteres Paket ersetzt worden, bleibt die Hardware-Erkennung oft unvollständig oder wirkt inkonsistent.

Bei Intel-Systemen spielt zusätzlich die Management Engine eine Rolle, bei AMD-Systemen sind es je nach Plattform weitere Systemtreiber und Energiesparkomponenten. Diese Pakete werden in der Praxis gern übersehen, weil sie im Alltag weniger sichtbar sind als Audio oder Netzwerk. Dennoch beeinflussen sie, wie zuverlässig Windows das Board und seine Funktionen einordnet. Nach einer frischen Installation sollten diese Komponenten daher direkt aus der passenden Plattformserie kommen und nicht aus einer beliebigen Treibersammlung.

Besonders bei Mainboards mit mehreren Generationen derselben Baureihe lohnt der Blick auf das genaue Board-Revisionsthema. Ein ähnlicher Name bedeutet nicht automatisch denselben Treiberstand. Schon kleine Unterschiede bei Revision, Revisionscode oder BIOS-Zweig können dafür sorgen, dass ein Paket zwar installiert wird, aber nicht alle Funktionen korrekt bindet.

Gerätemanager, unbekannte Geräte und Hardware-IDs auswerten

Der Geräte-Manager zeigt oft schneller als jede Herstellerseite, was Windows noch nicht korrekt zuordnen konnte. Ein gelbes Warnsymbol, Einträge unter „Andere Geräte“ oder generische Bezeichnungen wie „Unbekanntes Gerät“ sind klare Hinweise darauf, dass Treiber oder Zuordnungsdateien fehlen. Für die Einordnung hilft die Hardware-ID, weil sie Hersteller, Produktfamilie und manchmal sogar den genauen Controller verrät.

Im Geräte-Manager öffnet man dazu die Eigenschaften des betroffenen Eintrags, wechselt auf die Registerkarte „Details“ und wählt bei den Eigenschaften die Hardware-IDs. Mit diesen Kennungen lässt sich gezielt prüfen, ob ein Chipsatztreiber, ein LAN-Treiber, ein SMBus-Modul, ein SATA-Controller oder ein Systemgerät fehlt. Gerade bei Mainboards mit vielen integrierten Komponenten verhindert diese Methode, dass man unnötig mehrere Pakete ausprobiert.

  1. Geräte-Manager öffnen
  2. Unbekanntes oder fehlerhaftes Gerät markieren
  3. Eigenschaften aufrufen
  4. Unter „Details“ die Hardware-IDs auswählen
  5. Die Kennung mit der Support-Seite des Board-Herstellers abgleichen

Windows-Funktionen ergänzen, die oft übersehen werden

Nicht jede Fehlzuordnung wird durch einen klassischen Treiber verursacht. Manche Mainboard-Funktionen hängen an Windows-Komponenten, optionalen Features oder an Diensten, die erst nach der Treiberinstallation korrekt arbeiten. Dazu gehören etwa Netzwerkdienste, Energiesparmechanismen, Bluetooth-Support oder Verwaltungswerkzeuge des Herstellers. Wer nur einzelne Pakete installiert, übersieht leicht diese zweite Ebene.

Nach einer sauberen Grundinstallation lohnt sich deshalb ein Blick in die Windows-Einstellungen und in die optionalen Features. Auch das von einigen Herstellern bereitgestellte Support- oder Service-Tool kann hilfreich sein, solange es nur die passenden Pakete für das eigene Modell einspielt. Wichtig ist, solche Werkzeuge nicht parallel mit Treibern aus Fremdquellen zu mischen, weil sonst ältere Versionen Vorrang erhalten können.

  • Windows Update auf ausstehende optionale Treiber prüfen
  • Herstellertools nur gezielt einsetzen
  • Nach Funktionsupdates die Treiberstände erneut kontrollieren
  • Bei Problemen mit Netzwerk oder Audio die zugehörigen Windows-Dienste prüfen

Saubere Neuinstallation statt unübersichtlicher Mischbestände

Wenn verschiedene Treiberversionen bereits mehrfach installiert wurden, hilft oft nur ein aufgeräumter Neustart der Treiberbasis. Dafür werden problematische Geräte im Geräte-Manager deinstalliert, idealerweise inklusive der vorhandenen Treibersoftware. Danach folgt ein Neustart, damit Windows die Hardware neu erkennen kann. Erst dann werden die passenden Pakete in einer klaren Reihenfolge aufgespielt.

Besonders wichtig ist dieser Schritt nach einem Boardtausch, nach einem BIOS-Update mit vielen Änderungen oder nach der Übernahme eines alten Windows-Systems auf neue Hardware. Alte Einträge in der Treiberdatenbank können dazu führen, dass Windows weiterhin ein falsches Profil verwendet. Ein sauberer Neuaufbau beseitigt diesen Altbestand und schafft eine stabile Basis für die restlichen Komponenten.

Bei hartnäckigen Fällen kann zusätzlich ein Blick in die installierten Programme helfen. Herstellerpakete für Audio, LAN, Verwaltungssoftware oder RGB-Steuerung sollten nur dann bleiben, wenn sie zum aktuellen Board passen. Veraltete Reste aus einer früheren Plattform können Erkennungsfehler erzeugen, obwohl das eigentliche System längst korrekt eingerichtet ist.

Fragen und Antworten

Woran erkenne ich, dass ein Treiber fehlt und nicht die Hardware selbst defekt ist?

Im Geräte-Manager tauchen oft unbekannte Geräte, gelbe Warnsymbole oder Einträge mit allgemeiner Bezeichnung auf. Solange das System nach einer sauberen Treiberinstallation neue Geräte sauber benennt und Funktionen wie Netzwerk, Audio oder Chipsatz stabil arbeiten, spricht das eher für fehlende Software als für einen Defekt.

Warum reicht Windows Update allein oft nicht aus?

Windows Update liefert vor allem generische oder bereits freigegebene Pakete. Viele Spezialtreiber für Chipsatz, LAN, WLAN, Audio, Management-Engine oder SATA stammen aber vom Mainboard-Hersteller und werden erst dort vollständig bereitgestellt.

In welcher Reihenfolge sollte ich die wichtigsten Treiber installieren?

Zuerst gehört der Chipsatztreiber auf das System, danach folgen Intel- oder AMD-spezifische Zusatzpakete, Netzwerk, Audio und weitere Board-Komponenten. So erkennt Windows die Hardwaregruppen sauberer und ordnet nachfolgende Pakete besser zu.

  • Chipsatztreiber
  • LAN- oder WLAN-Treiber
  • Audio-Treiber
  • SATA-, RAID- oder NVMe-Treiber, falls nötig
  • Weitere Board-Utilities nur bei Bedarf

Wo finde ich die passende Treiberversion für mein Board?

Am sichersten ist die Support-Seite des Mainboard-Herstellers. Dort sollte das exakte Modell ausgewählt werden, außerdem die richtige Revision und die passende Windows-11-Version. Abweichungen beim Boardnamen führen schnell zu unpassenden Paketen.

Wie lese ich Hardware-IDs richtig aus?

Öffne den Geräte-Manager, wähle das unbekannte Gerät und gehe über die Eigenschaften zu den Details. Dort lässt sich bei „Hardware-IDs“ meist die Kennung mit VEN, DEV oder SUBSYS auslesen, mit der der Hersteller und der Baustein eindeutig zuordenbar sind.

Was mache ich, wenn der Installer meldet, dass die Hardware nicht unterstützt wird?

Dann wurde meist das falsche Paket gewählt oder die Version passt nicht zur Plattform. Hilfreich ist es, die INF-Dateien des Treibers zu prüfen oder im Supportbereich des Boards eine andere Variante zu testen, zum Beispiel für Intel statt für AMD oder für die richtige LAN-Generation.

Sollte ich alte Treiber vorher deinstallieren?

Bei einem Plattformwechsel oder einem Mainboardtausch ist das sinnvoll. Alte Netz-, Audio- oder Chipsatzreste können zu Konflikten führen, daher lohnt sich eine saubere Entfernung über Apps, Geräte-Manager und im Zweifel den abgesicherten Modus.

Welche BIOS- und UEFI-Einstellungen beeinflussen die Erkennung am stärksten?

Wichtig sind UEFI-Modus, passende Storage-Einstellungen wie AHCI oder RAID sowie aktivierte Onboard-Geräte für LAN, WLAN, Audio oder TPM. Nach einem BIOS-Update sollten außerdem die Standardwerte geprüft und nur gezielt angepasst werden.

Warum hilft ein Neustart nach der Installation manchmal erst beim zweiten Mal?

Mehrere Hardwarekomponenten laden ihre Zuordnung erst nach einem vollständigen Systemstart neu. Ein weiterer Neustart stellt sicher, dass Windows neue INF-Zuordnungen, Dienste und Geräteklassen wirklich übernommen hat.

Welche Schritte helfen, wenn einzelne Komponenten weiter als unbekannt angezeigt werden?

Dann lohnt sich eine Prüfung im Geräte-Manager, gefolgt von einer erneuten Installation der passenden Herstellerpakete. Anschließend sollte man im System nach optionalen Updates schauen, den Schnellstart testweise deaktivieren und die betroffenen Geräte einmal neu erkennen lassen.

Kann ein Mainboardwechsel Windows 11 dauerhaft durcheinanderbringen?

Ja, vor allem wenn zuvor andere Chipsatz-, Speicher- oder Controller-Treiber installiert waren. In solchen Fällen ist oft eine Reparaturinstallation oder eine saubere Neuinstallation sinnvoll, damit das Betriebssystem die Hardwarebasis ohne Altlasten neu aufbaut.

Fazit

Die zuverlässigste Lösung beginnt fast immer mit dem richtigen Chipsatzpaket und den exakt zum Board passenden Herstellertreibern. Wer Hardware-IDs auswertet, die Installationsreihenfolge einhält und BIOS, Geräte-Manager sowie Windows Update gemeinsam prüft, bringt die Erkennung meist wieder in Ordnung. Bei einem Mainboardwechsel ist eine saubere Neuordnung der Treiber besonders wichtig, damit Windows 11 alle Komponenten korrekt zuweist.

Checkliste
  • Öffne den Geräte-Manager und prüfe unbekannte Geräte oder Warnsymbole.
  • Rufe mit Win + R den Dialog auf und starte msinfo32, um Basisdaten zu sehen.
  • Notiere Hersteller, Modell und, wenn möglich, die genaue Board-Revision.
  • Schau im BIOS oder UEFI nach, ob das System das Board korrekt auflistet.

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