Nicht zugeordneter Speicherplatz fehlt: Datenträgerverwaltung richtig lesen

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 27. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 27. Juni 2026

In der Datenträgerverwaltung wirken Laufwerke oft einfacher, als sie tatsächlich sind. Wer dort keinen freien, nicht zugeordneten Bereich sieht, sollte zuerst prüfen, ob überhaupt der richtige Datenträger angezeigt wird und ob der Speicher vielleicht bereits in einer anderen Partition steckt.

Wichtig ist außerdem, die Ansicht sauber zu lesen: Nicht jede freie Kapazität erscheint als direkt nutzbarer Platz. Manchmal ist der Bereich als Wiederherstellungspartition, als OEM-Reserve oder als nicht sichtbar eingebundener Abschnitt angelegt.

Bevor du Änderungen vornimmst, lohnt sich eine kurze Reihenfolge: Laufwerk identifizieren, Partitionslayout prüfen, vorhandene Volumes vergleichen und erst dann über Vergrößern, Zusammenführen oder Neuaufteilen entscheiden.

So liest du die Anzeige in der Datenträgerverwaltung richtig

Die grafische Ansicht zeigt jeden physischen Datenträger als eigene Zeile. Links stehen Nummer, Typ und Status, rechts die Partitionen in ihrer Reihenfolge. Ein Bereich mit schwarzem Balken und der Bezeichnung „Nicht zugeordnet“ ist freier Speicher, der noch keinem Volume zugewiesen wurde.

Fehlt dieser schwarze Abschnitt, dann ist der Platz meist nicht wirklich frei. Prüfe in diesem Fall zuerst, ob die Kapazität schon von einer kleinen Systempartition, einer Datenpartition oder einem versteckten Wiederherstellungsbereich belegt wird.

  • Datenträgernummer mit der tatsächlichen Festplatte abgleichen
  • Kapazität mit der erwarteten Laufwerksgröße vergleichen
  • Die Reihenfolge der Partitionen von links nach rechts prüfen
  • Statusmeldungen wie „Fehlerfrei“ oder „Wiederherstellung“ beachten

Warum freier Platz manchmal nicht sichtbar ist

Ein häufiger Grund ist, dass der Speicher bereits einer Partition zugewachsen ist. Dann gibt es keinen getrennten freien Block mehr. Auch nach Klonen, OEM-Installationen oder größeren Updates entstehen Layouts, bei denen die Reserve zwischen Systempartitionen liegt und nicht direkt als freie Fläche auffällt.

Ebenso kann ein Datenträger noch im MBR-Format statt im GPT-Format vorliegen. Das ist nicht automatisch ein Fehler, aber die Partitionsstruktur ist dann oft enger verteilt und weniger flexibel. Bei modernen Rechnern ist GPT meist die bessere Basis, weil zusätzliche Systembereiche sauberer verwaltet werden können.

Die passende Aktion hängt vom Ziel ab

Bevor du auf einen Bereich rechtsklickst, muss klar sein, was du erreichen willst. Soll eine bestehende Partition wachsen, ein neues Volume entstehen oder nur geprüft werden, ob Speicher verloren gegangen ist? Davon hängt ab, ob du mit „Volume erweitern“, „Neues einfaches Volume“ oder gar nicht weiterarbeitest.

Wenn eine Partition vergrößert werden soll, muss der freie Speicher direkt rechts daneben liegen. Liegt dazwischen eine andere Partition, kann die Datenträgerverwaltung die Fläche nicht einfach zusammenfassen. In solchen Fällen braucht es ein anderes Layout oder ein geeignetes Partitionierungstool mit Vorsicht und vorherigem Backup.

Typische Reihenfolge für die Prüfung

  1. In der Datenträgerverwaltung den korrekten Datenträger suchen.
  2. Die Größe jeder Partition mit dem bekannten Laufwerksvolumen abgleichen.
  3. Den Status der kleinen System- und Wiederherstellungspartitionen lesen.
  4. Prüfen, ob der freie Bereich unmittelbar an die Zielpartition grenzt.
  5. Erst dann die passende Verwaltungsfunktion auswählen.

Partition erweitern, wenn der freie Bereich daneben liegt

Ist der schwarze Bereich direkt angrenzend, kann die vorhandene Partition meist ohne Neuinstallation wachsen. Dazu öffnest du das Kontextmenü des Volumes und wählst die Erweiterungsfunktion. Der Assistent übernimmt dann freien Speicher aus dem angrenzenden Bereich.

Anleitung
1In der Datenträgerverwaltung den korrekten Datenträger suchen.
2Die Größe jeder Partition mit dem bekannten Laufwerksvolumen abgleichen.
3Den Status der kleinen System- und Wiederherstellungspartitionen lesen.
4Prüfen, ob der freie Bereich unmittelbar an die Zielpartition grenzt.
5Erst dann die passende Verwaltungsfunktion auswählen.

Vorher sollte das Dateisystem fehlerfrei sein. Ein kurzer Blick in den Explorer oder eine Prüfung per Datenträgerüberprüfung hilft, unnötige Abbrüche zu vermeiden. Wer mit Systempartitionen arbeitet, sollte außerdem sicherstellen, dass ein aktuelles Backup vorhanden ist.

Neues Volume anlegen, wenn Speicher wirklich frei ist

Steht der Speicher komplett als nicht zugeordnet zur Verfügung, kann daraus ein neues Volume erstellt werden. Dabei vergibst du Laufwerksbuchstaben, Format und Größe. Für Datenlaufwerke ist NTFS meist die sinnvollste Wahl, weil Berechtigungen und größere Dateien damit sauber verwaltet werden.

Diese Option ist dann richtig, wenn zusätzlicher Platz für Projekte, Spiele oder Sicherungen gebraucht wird. Sie ist nicht geeignet, wenn eigentlich eine bestehende Partition wachsen soll. In dem Fall würde ein neues Volume nur zu einer unnötigen Aufteilung führen.

Was du bei versteckten Systembereichen beachten solltest

Auf vielen Rechnern liegen am Anfang oder Ende des Datenträgers kleine Partitionen, die für Startumgebung, Wiederherstellung oder Herstellervorgaben reserviert sind. Diese Bereiche sollten nicht vorschnell gelöscht werden. Sonst kann Windows nicht mehr sauber starten oder eine Wiederherstellung fällt weg.

Wenn dir der freie Platz fehlt, obwohl die Gesamtgröße auf dem Datenträger größer erscheint, liegt die Ursache oft genau dort: Ein reservierter Abschnitt belegt den Bereich, der optisch wie ungenutzter Speicher wirken kann. Solche Partitionen nur dann anfassen, wenn klar ist, welche Funktion sie haben und wie ein Rückweg aussieht.

Darauf kommt es bei SSD und HDD zusätzlich an

Bei einer SSD ist die Partitionsreihenfolge technisch genauso wichtig wie bei einer Festplatte. Dennoch lohnt sich hier besondere Sorgfalt, weil ein unnötiges Verschieben oder Umstrukturieren zusätzlichen Aufwand bedeutet. Die eigentliche Performance hängt zwar nicht direkt an der Anzeige in der Datenträgerverwaltung, aber eine saubere Struktur erleichtert Wartung und Sicherung.

Bei einer klassischen HDD ist die Lage oft etwas robuster, trotzdem gilt das gleiche Grundprinzip: Nur angrenzenden freien Speicher lassen sich ohne Umwege nutzen. Liegt dazwischen ein anderer Bereich, muss zunächst das Layout angepasst werden.

Woran du erkennst, dass ein Eingriff nötig ist

Ein Eingriff ist sinnvoll, wenn die angezeigte Struktur nicht zum Ziel passt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn auf dem Datenträger genug Gesamtkapazität vorhanden ist, aber kein zusammenhängender freier Block erscheint. Ebenso ist Handeln angebracht, wenn die falsche Partition fast den gesamten Platz belegt und die wichtige Datenpartition zu klein geblieben ist.

Wenn du dir bei der Lesart unsicher bist, notiere dir zuerst die Reihenfolge der Abschnitte mit ihren Größen. Schon dieser einfache Abgleich zeigt oft, ob Speicher wirklich fehlt oder nur anders verteilt wurde.

Die richtige Reihenfolge verhindert unnötige Änderungen

Arbeite immer von der Beobachtung zur Aktion. Erst die Anzeige verstehen, dann das Ziel festlegen und erst danach eine Änderung vornehmen. So vermeidest du, dass du versehentlich eine falsche Partition auswählst oder ein Volume anlegst, obwohl eigentlich nur ein bestehendes Laufwerk geprüft werden sollte.

Wenn die Darstellung unklar bleibt, hilft oft ein Neustart von Windows oder ein erneutes Öffnen der Datenträgerverwaltung. Manche Änderungen an externen Laufwerken, Wechseldatenträgern oder frisch angeschlossenen SSDs werden erst danach vollständig korrekt eingeblendet.

Wann du lieber nicht sofort löschen oder verschieben solltest

Systemnahe Partitionen, Wiederherstellungsbereiche und kleine EFI-Abschnitte haben eine Funktion, auch wenn sie im Alltag kaum sichtbar sind. Sie sollten nur dann entfernt oder verschoben werden, wenn du sicher weißt, wie der Rechner danach startet und wie sich das Volume wiederherstellen lässt.

Bei wichtigen Daten ist ein Backup vor jeder Umstrukturierung Pflicht. Das gilt besonders dann, wenn du mehrere Partitionen auf einem Laufwerk hast und nur anhand der Datenträgerverwaltung entscheiden willst, wo Speicher vorhanden ist.

Wenn der freie Platz gar nicht auftaucht

Bleibt der Bereich auch nach genauer Prüfung unsichtbar, können andere Verwaltungswerkzeuge die Struktur deutlicher zeigen. Dann ist es sinnvoll, mit der Datenträgernummer, der exakten Größe und dem Partitionsstil weiterzuarbeiten. So lässt sich klären, ob der Speicher wirklich fehlt oder nur in einer nicht erwarteten Form zugeordnet ist.

In vielen Fällen ist die Lösung nicht das sofortige Verschieben, sondern das saubere Lesen der Struktur. Wer die Reihenfolge der Partitionen versteht, erkennt schnell, ob er erweitern, neu anlegen oder die Konfiguration einfach so lassen sollte.

Physische Anordnung verstehen, bevor du etwas änderst

In der Datenträgerverwaltung zählt nicht nur die Größe eines Bereichs, sondern auch seine Lage auf dem Laufwerk. Ein Speicherbereich kann vorhanden sein und trotzdem für eine Erweiterung ungeeignet wirken, weil er nicht direkt an die gewünschte Partition angrenzt. Darum lohnt sich zuerst der Blick auf die grafische Darstellung von links nach rechts. Dort erkennst du, ob ein Bereich als primäre Partition, Wiederherstellungspartition, EFI-Systempartition oder als freier, tatsächlich nutzbarer Abschnitt angezeigt wird.

Wichtig ist außerdem der Unterschied zwischen nicht zugeordnetem Platz und freiem Speicher innerhalb eines erweiterten Containers. Nur der erstgenannte Bereich lässt sich ohne Umwege für ein neues Volume verwenden oder an eine benachbarte Partition anfügen, sofern die Anordnung passt. Ein scheinbar „leerer“ Abschnitt kann also technisch etwas anderes bedeuten, als der Name vermuten lässt.

Prüfe außerdem die Datenträgernummer. Gerade bei mehreren Laufwerken wird schnell auf dem falschen Medium gesucht. Die Anzeige unterhalb von „Datenträger 0“, „Datenträger 1“ oder einer ähnlichen Kennzeichnung hilft dabei, den richtigen Träger zu identifizieren, bevor ein Eingriff überhaupt in Betracht kommt.

Welcher Bereich wirklich frei ist und welcher nur reserviert wirkt

Ein Bereich ohne Laufwerksbuchstaben ist nicht automatisch verfügbar. Manche Partitionen bleiben absichtlich ohne Buchstaben, weil sie vom System benötigt werden. Dazu gehören Wiederherstellungsumgebungen, OEM-Bereiche und Boot-Komponenten. Diese Abschnitte werden in der Datenträgerverwaltung häufig klein, unscheinbar und mit wenig erklärendem Text angezeigt, sind aber keineswegs austauschbar.

Ein weiterer Stolperpunkt sind dynamische Datenträger oder fremd eingebundene Laufwerke. Dort können Bezeichnungen anders ausfallen als bei einem einfachen Basisdatenträger. In solchen Fällen muss zuerst geklärt werden, ob das Laufwerk überhaupt mit den üblichen Werkzeugen bearbeitet werden darf. Fehlt diese Prüfung, wird aus einem scheinbar freien Abschnitt schnell eine falsche Annahme.

  • Prüfe, ob der Bereich als „Nicht zugeordnet“ markiert ist.
  • Kontrolliere, ob daneben eine Partition mit demselben Datenträger liegt.
  • Suche nach System-, Wiederherstellungs- oder OEM-Hinweisen.
  • Vergleiche Laufwerksgröße und Position mit dem Zielbereich.

Wer diese Punkte abgleicht, vermeidet unnötige Änderungen und erkennt schneller, ob der Speicherplatz wirklich für den nächsten Schritt taugt.

Sauber vorgehen mit der Datenträgerverwaltung

Der sichere Weg beginnt mit einer Datensicherung der betroffenen Daten. Auch ein scheinbar kleiner Eingriff kann Partitionstabellen verändern oder bei ungünstiger Reihenfolge dazu führen, dass ein Volume nicht mehr sauber eingebunden wird. Danach öffnest du die Datenträgerverwaltung über das Startmenü oder per Rechtsklick auf den Startbutton. Die Ansicht zeigt dir alle physischen Laufwerke und deren Aufteilung.

Von dort aus folgt die Prüfung in einer festen Reihenfolge. Zuerst identifizierst du das betroffene Volume, dann prüfst du die angrenzenden Bereiche, anschließend entscheidest du zwischen Erweitern, Neu anlegen oder unverändert lassen. Diese Reihenfolge hilft dabei, keine unnötigen Operationen auszulösen. Gerade bei SSDs und modernen UEFI-Systemen ist es sinnvoll, keine systemrelevanten Partitionen zu verschieben, nur weil optisch Platz fehlt.

  1. Datenträgerverwaltung öffnen.
  2. Den richtigen physischen Datenträger auswählen.
  3. Alle angrenzenden Bereiche ablesen.
  4. Prüfen, ob der freie Abschnitt direkt neben dem Zielvolume liegt.
  5. Nur die passende Aktion ausführen.

Falls der Bereich nicht neben dem Ziel liegt, ist das eingebaute Tool in vielen Fällen absichtlich eingeschränkt. Die Datenträgerverwaltung verschiebt keine Partitionen und kann freien Platz nicht beliebig umsortieren. Genau an dieser Stelle unterscheiden sich einfache Anpassungen von Eingriffen, für die zusätzliche Software nötig wäre.

Mit restriktiven Layouts umgehen, ohne das System zu gefährden

Gerade bei typischen Windows-Installationen liegt zwischen Datenpartition und freiem Speicher oft eine kleine System- oder Wiederherstellungspartition. Dann erscheint der Platz zwar auf demselben Datenträger, ist aber durch einen Zwischenblock getrennt. Ein direktes Erweitern scheitert in diesem Fall nicht an der Größe, sondern an der Reihenfolge der Partitionen.

Für solche Fälle gibt es nur wenige saubere Optionen. Entweder bleibt das Layout unverändert, oder du planst eine Strukturänderung mit einem Werkzeug, das Partitionen verschieben kann. Dabei gilt: Zuerst prüfen, ob die mittlere Partition überhaupt entbehrlich ist, und erst danach entscheiden. Wer hier vorschnell löscht, riskiert einen nicht startenden Rechner oder ein nicht mehr zugängliches Wiederherstellungssystem.

  • System- und EFI-Partitionen nicht ohne Not anfassen.
  • Wiederherstellungspartitionen nur nach klarer Prüfung ändern.
  • Verschiebungen nur mit vollständiger Sicherung planen.
  • Vor jeder Änderung sicherstellen, dass BitLocker oder andere Schutzfunktionen berücksichtigt sind.

Auch verschlüsselte Laufwerke verdienen Aufmerksamkeit. Ist BitLocker aktiv, sollten Änderungen nur erfolgen, nachdem der Schutz vorübergehend ausgesetzt wurde. Sonst kann das System bei der nächsten Prüfung einen Wiederherstellungsschlüssel verlangen.

Sauber abschließen und das Ergebnis kontrollieren

Nach jeder Anpassung kontrollierst du die Datenträgerverwaltung erneut. Die Anzeige muss jetzt zur erwarteten Struktur passen: Entweder wurde ein neues Volume angelegt, oder die Zielpartition hat die zusätzliche Kapazität übernommen. Die Größenangaben sollten nachvollziehbar sein, und der Datenträger darf keine unerwarteten Warnsymbole zeigen.

Im Anschluss lohnt sich ein kurzer Funktionstest. Öffne den Datei-Explorer, prüfe die Laufwerksbuchstaben und starte bei Systemlaufwerken den Rechner neu, damit alle Zuordnungen frisch geladen werden. Falls die Anzeige nach dem Neustart unverändert bleibt, liegt meist kein Anzeigefehler vor, sondern ein Problem mit der Partitionierung oder der gewählten Aktion.

Bleibt der Speicher weiterhin ungenutzt, helfen nur noch genauere Werkzeuge zur Analyse der Partitionstabelle oder ein klarer Plan für eine Neuordnung des Laufwerks. In vielen Fällen ist jedoch bereits die saubere Einordnung der Anzeige ausreichend, um den Speicher korrekt zu verwenden und weitere Eingriffe zu vermeiden.

FAQ

Woran erkenne ich in der Datenträgerverwaltung, ob der Platz wirklich nutzbar ist?

Wichtig ist die direkte Anordnung auf dem Datenträger. Nur ein Bereich, der unmittelbar an eine Partition angrenzt, lässt sich oft ohne Umwege weiterverwenden. Liegt er weiter entfernt, braucht es meist zusätzliche Schritte.

Warum steht neben meiner Partition nicht der gewünschte freie Bereich zur Verfügung?

Zwischen Partitionen können Wiederherstellungspartitionen, EFI-Bereiche oder kleine reservierte Abschnitte liegen. Diese Unterbrechungen verhindern, dass Windows den Raum einfach an die Nachbarpartition anhängt. In solchen Fällen hilft nur, die Reihenfolge auf dem Datenträger genau zu prüfen.

Kann ich eine Partition in der Datenträgerverwaltung direkt verschieben?

Die Windows-Verwaltung selbst bietet dafür keine verschiebbare Oberfläche. Vergrößern und verkleinern sind möglich, das Versetzen einer Partition an eine andere Stelle des Datenträgers nicht. Für Verschiebungen braucht es in der Regel ein geeignetes Partitionswerkzeug von außen.

Was mache ich, wenn „Nicht zugeordnet“ angezeigt wird, aber die Erweiterung ausgegraut ist?

Dann liegt der freie Bereich meist nicht direkt rechts neben der Zielpartition oder er befindet sich auf einem anderen Datenträger. Prüfe zuerst die Reihenfolge der Blöcke in der grafischen Anzeige. Erst wenn der freie Platz direkt anschließt, wird die Erweiterung normalerweise verfügbar.

Wie gehe ich vor, wenn ich nur mehr Platz für Laufwerk D brauche?

Verkleinere zunächst die benachbarte Partition, die Platz abgeben soll. Achte darauf, dass der neu entstandene freie Bereich an der richtigen Stelle liegt. Danach kannst du das Ziellaufwerk erweitern, sofern kein anderer Abschnitt dazwischen sitzt.

Worauf sollte ich vor Änderungen am Datenträger achten?

Vor jedem Eingriff gehört eine Sicherung dazu. Das gilt besonders, wenn Systempartitionen, Wiederherstellungspartitionen oder mehrere Laufwerke im Spiel sind. Außerdem sollte das Notebook am Netz hängen, damit der Vorgang nicht unterbrochen wird.

Wie prüfe ich, ob eine Partition für die Erweiterung überhaupt infrage kommt?

Schau auf Größe, Dateisystem und Position im Datenträgerlayout. Ein Volume kann nur dann wachsen, wenn rechts daneben unmittelbar unzugeordneter Speicherplatz liegt und keine Schutzpartition stört. Bei dynamischen Datenträgern oder besonderen Konstellationen gelten zusätzliche Einschränkungen.

Kann unzugeordneter Speicherplatz auch auf einem zweiten Laufwerk genutzt werden?

Nein, der freie Bereich lässt sich nicht einfach auf ein anderes physisches Laufwerk übertragen. Jede Verwaltung bezieht sich auf das jeweilige Medium. Wenn mehr Kapazität gebraucht wird, muss sie auf demselben Datenträger bereitstehen oder per anderes Konzept wie Speicherverbund bereitgestellt werden.

Welche Rolle spielt das Dateisystem bei der Entscheidung?

Für die Möglichkeit, eine Partition direkt zu erweitern, ist vor allem das Layout entscheidend. Das Dateisystem selbst ist eher dann relevant, wenn Windows ein Volume anlegt oder formatiert. Bei einer bestehenden System- oder Datenpartition zählt zuerst die Lage des freien Abschnitts.

Was tun, wenn ich versehentlich eine falsche Partition verkleinert habe?

Dann sollte kein weiterer Eingriff erfolgen, bis die Lage klar ist. Prüfe, ob der freie Bereich an der gewünschten Stelle entstanden ist oder ob sich dadurch ein anderes Laufwerk verändert hat. Falls bereits wichtige Daten betroffen sind, ist ein Abbruch weiterer Änderungen sinnvoll, bevor die nächste Aktion folgt.

Wie lässt sich die Anzeige in der Datenträgerverwaltung besser lesen?

Orientiere dich immer an der Reihenfolge von links nach rechts. Links beginnt in der Regel der Anfang des Datenträgers, rechts endet er. So erkennst du schneller, ob ein freier Abschnitt wirklich an das passende Volume grenzt oder nur optisch nah wirkt.

Fazit

Der richtige Umgang mit unzugeordnetem Speicherplatz hängt weniger von der bloßen Menge als von seiner Position ab. Wer die Datenträgerverwaltung in der richtigen Reihenfolge liest, erkennt schnell, ob sich ein Volume erweitern, ein neues Laufwerk anlegen oder erst eine andere Partition anpassen lässt. Mit sauberer Prüfung, einer Sicherung vorab und einem passenden Werkzeug bei Sonderfällen lassen sich unnötige Eingriffe vermeiden.

Checkliste
  • Datenträgernummer mit der tatsächlichen Festplatte abgleichen
  • Kapazität mit der erwarteten Laufwerksgröße vergleichen
  • Die Reihenfolge der Partitionen von links nach rechts prüfen
  • Statusmeldungen wie „Fehlerfrei“ oder „Wiederherstellung“ beachten

Deine Bewertung
0,0 0 Stimmen
Klicke auf einen Stern, um zu bewerten.

Unsere Redaktion

Über 15 Jahre Erfahrung mit Windows- und PC-Problemen aller Art. Wir sind Euer Technikratgeber seit 2009.

Mitarbeiter Porträt Martin Keller

Martin Keller

34, Hamburg, gelernter IT-Systemadministrator und Schachfreund. Mag außerdem gerne gutes Bier.

Mitarbeiter Porträt Daniel Cho

Daniel Cho

29, Frankfurt am Main, Data Analyst. Fotografie-begeistert und Stratege durch und durch. Kann alles.

Mitarbeiterin Porträt Sofia Mendes

Sofia Mendes

27, Köln, Projektmanagerin. Workshop-Junkie und Handy-süchtig. Sprachen-Genie mit italienischen Wurzeln.

Mitarbeiter Porträt Tobias Wagner

Tobias Wagner

36, Stuttgart, Softwareentwickler. Digital Native und PC-Freak durch und durch. Spielt perfekt Gitarre.

Mitarbeiter Porträt Enzokuhle Dlamini

Enzokuhle Dlamini

55, Düsseldorf, Personalmanagerin. Liebt ihren Garten genauso wie WordPress. Geboren in Südafrika.

Mitarbeiter Porträt Joachim Freising

Joachim Freising

52, Bergisch-Gladbach, Teamleiter IT. Technik-affin. Hat für jedes Problem eine Lösung parat. Sehr geduldig.

Unsere Redaktion:

Über 15 Jahre Erfahrung mit Windows- und PC-Problemen aller Art. Wir sind Euer Technikratgeber seit 2009.

Mitarbeiter Porträt Martin Keller

Martin Keller

Mitarbeiter Porträt Daniel Cho

Daniel Cho

Mitarbeiterin Porträt Sofia Mendes

Sofia Mendes

Mitarbeiter Porträt Tobias Wagner

Tobias Wagner

Mitarbeiter Porträt Enzokuhle Dlamini

Enzokuhle Dlamini

Mitarbeiter Porträt Joachim Freising

Joachim Freising

Schreibe einen Kommentar