Warum funktioniert Windows 11 Zwischenablage nicht mehr

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 17. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 17. Juni 2026

Die Zwischenablage gehört zu den Funktionen, die man oft erst bemerkt, wenn sie aussetzt. Texte lassen sich nicht mehr einfügen, Screenshots landen nicht dort, wo sie sollen, oder der Inhalt verschwindet ohne erkennbaren Grund. Unter Windows 11 steckt dahinter selten nur ein einzelner Auslöser. Häufig greifen mehrere Einstellungen, Dienste oder Programme ineinander.

Damit die Funktion wieder zuverlässig arbeitet, lohnt sich ein systematisches Vorgehen. Beginne mit den schnellen Prüfungen, gehe dann zu den Windows-Diensten und arbeite dich bis zu Profilen, Richtlinien und Drittanbieter-Software vor. So lässt sich die Ursache meist eingrenzen, ohne blind an allen Schaltern zu drehen.

Schnelle Kontrollen im Alltag

Bevor du tiefer einsteigst, prüfe die offensichtlichen Punkte. Oft liegt die Ursache nicht in einem Defekt, sondern in einer temporären Störung der Sitzung oder in einer blockierten Tastenkombination.

  • Starte den PC neu und teste anschließend Strg+C und Strg+V in zwei verschiedenen Programmen.
  • Prüfe, ob die Maus- und Tastaturbelegung im aktuellen Programm eigene Shortcuts verwendet.
  • Teste einen einfachen Text aus dem Editor, bevor du mit Office, Browsern oder Messengern arbeitest.
  • Schließe Programme, die eigene Zwischenablage-Funktionen mitbringen.

Falls das Einfügen nur in einer bestimmten App scheitert, ist das ein wichtiger Hinweis. Dann liegt das Problem eher an der Anwendung als am System selbst. Funktioniert die Zwischenablage dagegen überall nicht, lohnt sich der Blick auf Windows-Einstellungen und Dienste.

Zwischenablage in den Windows-Einstellungen aktivieren

Windows 11 besitzt eigene Optionen für die Zwischenablage, darunter die Speicherung mehrerer Einträge und die Cloud-Synchronisierung. Sind diese Funktionen abgeschaltet oder hängen sie nach einer Änderung in einem fehlerhaften Zustand, kann das Verhalten unzuverlässig wirken.

  1. Öffne die Einstellungen mit Windows-Taste + I.
  2. Gehe zu System und anschließend zu Zwischenablage.
  3. Aktiviere die Zwischenablagehistorie, falls sie deaktiviert ist.
  4. Schalte die Synchronisierung aus und teste die Funktion erneut.
  5. Aktiviere sie danach wieder, wenn du die Geräteübertragung benötigst.

Wichtig ist, jede Änderung einzeln zu testen. So erkennst du leichter, ob die Synchronisierung, die Historie oder eine fehlerhafte Sitzung die Ursache war. Bei Problemen mit mehreren Geräten hilft es außerdem, die Anmeldung in demselben Microsoft-Konto zu kontrollieren.

Den Zwischenablage-Dienst neu starten

Im Hintergrund laufen Windows-Dienste, die für die Verarbeitung von Systemfunktionen zuständig sind. Hakt einer davon, hilft oft ein sauberer Neustart des Dienstes. Das betrifft vor allem Fälle, in denen Kopieren noch wirkt, das Einfügen jedoch nicht mehr sauber reagiert.

  1. Drücke Windows-Taste + R.
  2. Gib services.msc ein und bestätige mit Enter.
  3. Suche nach Diensten, die mit Remotedesktop, Benutzeroberfläche oder Clip-bezogenen Komponenten zusammenhängen.
  4. Starte verdächtige oder angehaltene Dienste neu, sofern sie nicht systemkritisch von laufenden Sitzungen abhängen.

In vielen Fällen ist ein kompletter Ab- und erneuter Anmeldevorgang schneller und sicherer als ein Dienstwechsel. Wenn die Zwischenablage nach dem Anmelden wieder funktioniert, war vermutlich nur die aktuelle Sitzung beschädigt.

Störende Programme erkennen und ausschließen

Einige Programme greifen stark in die Zwischenablage ein. Dazu zählen Clipboard-Manager, Passwort-Manager, Design-Tools, Remote-Desktop-Software und bestimmte Sicherheitslösungen. Auch Browser-Erweiterungen oder Gaming-Overlays können unerwartet dazwischenfunken.

Anleitung
1Öffne die Einstellungen mit Windows-Taste + I.
2Gehe zu System und anschließend zu Zwischenablage.
3Aktiviere die Zwischenablagehistorie, falls sie deaktiviert ist.
4Schalte die Synchronisierung aus und teste die Funktion erneut.
5Aktiviere sie danach wieder, wenn du die Geräteübertragung benötigst.

Gehe dabei am besten so vor:

  • Schließe alle Programme, die Inhalte automatisch protokollieren oder ersetzen.
  • Teste das Kopieren und Einfügen in einer sauberen Standard-App wie Notepad.
  • Beende Hintergrundtools im Infobereich neben der Uhr.
  • Deaktiviere Erweiterungen im Browser testweise vollständig.

Wenn die Funktion nach dem Beenden eines bestimmten Tools wieder normal reagiert, ist die Ursache gefunden. Dann hilft meist ein Update, eine andere Konfiguration oder das dauerhafte Deaktivieren der betreffenden Zusatzsoftware.

Dateiformate, Programme und Sonderfälle

Nicht jeder Kopiervorgang arbeitet gleich. Inhalte aus Tabellen, Bildern, PDF-Dokumenten oder spezialisierten Anwendungen werden oft mit zusätzlichen Formatinformationen übertragen. Bricht einer dieser Schritte ab, wirkt es so, als sei die Zwischenablage selbst defekt.

Typische Sonderfälle sind:

  • Kopieren aus geschützten PDF-Dateien, die das Übernehmen von Text einschränken.
  • Einfügen zwischen Programmen mit abweichenden Datenformaten.
  • Zwischenablageinhalte aus virtuellen Maschinen oder Remote-Sitzungen.
  • Bildinhalte aus Apps, die nur ein proprietäres Format bereitstellen.

Hier hilft der Versuch mit einfachem Klartext. Lässt sich reiner Text übertragen, aber kein Bild oder Tabelleninhalt, liegt die Grenze oft am Format und nicht an der Funktion selbst.

Zwischenablage-Ablauf bereinigen

Der Ablauf kann Einträge enthalten, die fehlerhaft oder beschädigt sind. Eine Bereinigung schafft wieder einen sauberen Ausgangspunkt. Das ist besonders nützlich, wenn sich neue Inhalte nicht speichern lassen oder ältere Einträge ständig oben erscheinen.

  1. Öffne erneut die Zwischenablage-Einstellungen.
  2. Leere den Ablauf, sofern die Option verfügbar ist.
  3. Starte den Rechner danach neu.
  4. Teste anschließend zuerst Text und dann ein zweites Inhaltsformat.

Wenn du den Ablauf regelmäßig nutzt, kann eine beschädigte Historie das gesamte Verhalten beeinflussen. Ein kompletter Reset bringt dann mehr als einzelne Versuche mit anderen Programmen.

Systemdateien und Updates prüfen

Fehlerhafte Systemdateien oder ein unvollständiges Update können Eingabe- und Zwischenablagefunktionen beeinträchtigen. In solchen Fällen zeigen sich oft weitere Auffälligkeiten, etwa bei der Suche, in Explorer-Fenstern oder beim Wechsel zwischen Apps.

Hilfreiche Schritte sind:

  • Windows Update öffnen und alle verfügbaren Aktualisierungen installieren.
  • Den Rechner nach dem Update neu starten, auch wenn kein Neustart sofort verlangt wird.
  • In einer Eingabeaufforderung mit Administratorrechten sfc /scannow ausführen.
  • Bei weiterem Bedarf zusätzlich DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth nutzen.

Diese Prüfungen reparieren beschädigte Komponenten des Systems und helfen besonders dann, wenn die Fehlfunktion nicht auf eine einzelne App begrenzt bleibt.

Benutzerprofil und Anmeldung testen

Manchmal ist nicht das gesamte System betroffen, sondern nur das aktuelle Benutzerprofil. Dann kann ein neues lokales Konto auf demselben Rechner problemlos kopieren und einfügen, während das alte Profil weiter Fehler zeigt.

Ein sauberer Test sieht so aus:

  1. Erstelle ein neues lokales Benutzerkonto.
  2. Melde dich dort einmal an und prüfe die Zwischenablage.
  3. Vergleiche das Verhalten mit dem bisherigen Konto.
  4. Übertrage wichtige Daten nur dann, wenn das neue Profil stabil arbeitet.

Zeigt das neue Konto keine Auffälligkeiten, liegt der Fehler oft in beschädigten Benutzerdateien, Profilrichtlinien oder Anwendungsdaten des alten Kontos.

Gruppenrichtlinien und Unternehmensumgebungen

Auf Firmenrechnern können Richtlinien die Zwischenablage absichtlich einschränken. Das betrifft etwa Umgebungen mit Remote Desktop, virtuellen Desktops oder sensiblen Datenbereichen. In solchen Fällen ist das Problem keine Fehlfunktion, sondern eine gewollte Vorgabe.

Typische Punkte sind:

  • Weitergabe zwischen Host und virtueller Sitzung.
  • Blockierte Umleitung in Remote-Desktop-Verbindungen.
  • Beschränkte Historie aus Sicherheitsgründen.
  • Richtlinien, die Kopieren zwischen Anwendungen unterbinden.

Wer in einer verwalteten Umgebung arbeitet, sollte die IT-Administrationsvorgaben prüfen. Dort entscheidet oft die Richtlinie darüber, ob Inhalte in einer Sitzung übertragen werden dürfen oder nicht.

Saubere Reihenfolge für die Fehlersuche

Ein gutes Vorgehen spart Zeit. Statt wahllos Einstellungen zu ändern, arbeitest du besser in einer Reihenfolge, die von einfach nach tief reicht. So vermeidest du unnötige Nebenwirkungen und findest die eigentliche Ursache schneller.

  1. PC neu starten und den Grundtest mit reinem Text durchführen.
  2. Zwischenablageoptionen in den Windows-Einstellungen prüfen.
  3. Störende Zusatzsoftware und Erweiterungen schließen.
  4. Ablauf leeren und Sitzung erneut laden.
  5. Systemdateien und Updates kontrollieren.
  6. Neues Benutzerkonto testen.
  7. Bei Firmengeräten Richtlinien und Remote-Einstellungen prüfen.

Wer diese Reihenfolge einhält, grenzt den Fehler sauber ein und behebt nicht nur die Symptome, sondern die eigentliche Ursache im jeweiligen Bereich.

Zwischenablage-Funktionen gezielt zurücksetzen

Die Windows-Zwischenablage ist nicht nur ein einzelner Speicherplatz, sondern ein Zusammenspiel aus Ablauf, Cloud-Synchronisierung, App-Schnittstellen und Systemdiensten. Genau deshalb hilft es oft wenig, nur einmal zu kopieren und erneut einzufügen. Sinnvoller ist es, die Ablage von Grund auf zu erneuern und dabei auch die Daten zu entfernen, die sich im Hintergrund festgesetzt haben.

Öffnen Sie dazu zunächst den Ablauf mit Windows-Taste + V. Dort lassen sich einzelne Einträge über das Drei-Punkte-Menü löschen oder der gesamte Ablauf aufräumen. Danach lohnt sich ein kompletter Neustart des Systems, damit der Zwischenspeicher neu aufgebaut wird. In vielen Fällen reicht schon dieser Schritt, damit Kopieren und Einfügen wieder ohne Umwege arbeiten.

Prüfen Sie außerdem, ob die Synchronisierung zwischen mehreren Geräten aktiv ist. Die Funktion kann über das Microsoft-Konto zusätzliche Verzögerungen oder Konflikte erzeugen, vor allem wenn ein Eintrag beschädigt ist oder ein anderer Rechner veraltete Inhalte überträgt. Deaktivieren Sie die Gerätesynchronisierung testweise und arbeiten Sie nur lokal weiter. Bleibt die Funktion dann stabil, liegt die Ursache sehr wahrscheinlich an der Verknüpfung mit dem Konto und nicht am lokalen System.

Zwischenablage über Systemkomponenten prüfen

Häufig ist nicht die eigentliche Kopierfunktion defekt, sondern eine beteiligte Windows-Komponente reagiert nur noch eingeschränkt. Dazu gehören Dienste, die Eingaben, Sitzungen und Benutzeroberflächen verwalten. Ein sauberer Neustart einzelner Komponenten kann mehr bewirken als ein kompletter Ab- und Anmeldevorgang.

Öffnen Sie den Task-Manager mit Strg + Umschalt + Esc und suchen Sie nach Prozessen, die mit Explorer, Shell oder einzelnen Office-Anwendungen zusammenhängen. Beenden Sie auffällige Anwendungen nur dann, wenn sie den normalen Arbeitsablauf nicht mehr unterstützen. Danach starten Sie den Windows-Explorer über den Task-Manager neu. Dieser Schritt setzt viele Zwischenablage-bezogene Oberflächen zurück, ohne das ganze System neu zu installieren.

Hilfreich ist auch ein Blick in die Diensteverwaltung. Dort sollten keine Sicherheits- oder Fernwartungslösungen laufen, die Eingaben abfangen und Inhalte filtern. Manche Clipboard-Manager, Passworttools oder Remote-Desktop-Komponenten ersetzen Teile des Standardverhaltens. Deaktivieren Sie solche Dienste testweise und prüfen Sie anschließend, ob das Einfügen in Notepad, Word und im Browser wieder gleich reagiert.

Diese Windows-Elemente sind besonders prüfenswert

  • Windows-Explorer als Benutzeroberfläche neu starten
  • Zwischenablage-Ablauf temporär abschalten und erneut aktivieren
  • Cloud-Synchronisierung für die Ablage nur lokal nutzen
  • Dienste und Autostarts von Zusatztools kontrollieren
  • Office- oder Browser-Erweiterungen einzeln testen

Eingabepfade und Tastaturbefehle sauber eingrenzen

Manchmal wirkt es so, als sei die Zwischenablage selbst ausgefallen, obwohl nur der gewohnte Auslöser nicht mehr reagiert. Das betrifft vor allem Tastenkombinationen, Mausgesten, Touchpads und Sondertasten an Tastaturen. Gerade bei Geräten mit herstellerspezifischer Software werden Standardbefehle gerne umgeleitet.

Testen Sie deshalb mehrere Wege nacheinander. Kopieren Sie einen markierten Text per Strg + C, per Kontextmenü und über das Menü der jeweiligen App. Fügen Sie den Inhalt anschließend in ein neutrales Programm wie den Editor ein. Reagiert nur eine Methode nicht, liegt die Ursache eher bei der Tastaturbelegung, einer Makro-Software oder einer App-Überlagerung als im Windows-Kern.

Prüfen Sie bei Laptops zusätzlich die Funktionstasten-Ebene. Einige Geräte schalten die Steuerungssymbole erst mit Fn um oder belegen die Zwischenablage-Kürzel über Utility-Software neu. Falls eine Gaming- oder Hersteller-App installiert ist, lohnt sich ein Blick in deren Hotkey-Bereiche. Dort lassen sich Profile oft so umstellen, dass Strg-Kombinationen wieder unverändert an Windows durchgereicht werden.

So grenzen Sie die Ursache ein

  1. Kopieren Sie Text aus dem Editor und fügen Sie ihn im Editor wieder ein.
  2. Wiederholen Sie den Test in Word oder einem Browser.
  3. Verwenden Sie die Maus über das Kontextmenü statt der Tastenkombination.
  4. Deaktivieren Sie testweise Makro- oder Hotkey-Software.
  5. Prüfen Sie die Eingabe auf einem zweiten Benutzerkonto oder mit einer anderen Tastatur.

Die Einfügestellen im Zielprogramm absichern

Nicht jede Störung liegt auf der Windows-Seite. Manche Programme akzeptieren Inhalte nur unter bestimmten Bedingungen oder blockieren sie, wenn Format, Zwischenformat oder Sicherheitsmodus nicht passt. Besonders Office-Anwendungen, Browser mit erweitertem Schutz und Programme mit eigenen Clipboard-Filtern können sich anders verhalten als der Standard-Editor.

Wechseln Sie deshalb zwischen verschiedenen Zielanwendungen. Funktioniert das Einfügen in Notepad, aber nicht in Word, liegt der Fehler meist in der Anwendung oder in deren Add-ins. Umgekehrt kann ein Browser Einfügen verhindern, wenn eine Webseite die Zwischenablage nur nach Benutzerinteraktion freigibt. In solchen Fällen hilft ein Neustart der betroffenen App, das Deaktivieren von Erweiterungen oder das Starten im abgesicherten Modus der jeweiligen Software.

Auch das Format spielt eine Rolle. Manche Felder akzeptieren nur reinen Text, andere verarbeiten HTML, Bilder oder Rich-Text. Kopieren Sie testweise zuerst einen einfachen Text aus dem Editor. Gelingt das, aber Tabellen, Bilder oder formatierter Inhalt scheitern, ist nicht die gesamte Zwischenablage gestört, sondern nur der jeweilige Inhaltstyp. Dann lohnt sich ein Zwischenweg über „Nur Text einfügen“ oder das Zwischenschalten eines simplen Texteditors.

Reparaturpfad bei tiefer sitzenden Störungen

Bleibt das Verhalten auch nach Neustart, Verlaufslöschung und App-Test auffällig, sollte die Windows-Installation selbst geprüft werden. Beschädigte Systemdateien, ein instabiles Benutzerprofil oder fehlerhafte Update-Reste können die Kopierfunktion ebenso beeinträchtigen wie Sicherheitssoftware mit zu strengen Regeln. In diesem Fall hilft ein strukturiertes Vorgehen mit klarer Reihenfolge.

Starten Sie eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten und prüfen Sie die Systemdateien mit sfc /scannow. Ergänzend kann DISM die Windows-Komponenten reparieren, wenn die Systemabbildverwaltung beschädigt ist. Danach ist ein Neustart wichtig, damit geladene Bibliotheken und Dienste den sauberen Zustand übernehmen. Wenn danach weiterhin kein stabiles Verhalten eintritt, erzeugen Sie ein neues lokales Benutzerkonto und testen Sie die Kopierfunktion dort erneut. So lässt sich sauber trennen, ob das Problem im Profil oder im System verankert ist.

Auch Sicherheitsprogramme verdienen einen kontrollierten Blick. Antivirus-Scanner, Datenschutztools und Sandbox-Lösungen greifen teils in Zwischenablagevorgänge ein, um Datenabfluss zu verhindern. Deaktivieren Sie solche Funktionen nur testweise und einzeln, damit sich die Wirkung nachvollziehen lässt. Sobald die Ablage wieder arbeitet, lässt sich die betreffende Schutzfunktion gezielt anpassen, statt das gesamte Sicherheitskonzept unnötig zu verändern.

Wer diese Schritte in Ruhe abarbeitet, findet nicht nur eine schnelle Behebung, sondern auch die eigentliche Ursache. So wird aus einer scheinbar unklaren Störung ein nachvollziehbares Problem mit klarer Lösung, sei es bei einer App, im Benutzerprofil, in den Windows-Komponenten oder in einer Zusatzsoftware, die sich dazwischen geschoben hat.

Häufige Fragen

Warum lässt sich die Zwischenablage unter Windows 11 nicht mehr normal nutzen?

Oft liegt die Ursache nicht an einer einzigen Stelle, sondern an einer Kombination aus deaktivierten Einstellungen, einem festhängenden Dienst, fehlerhaften Zwischenablageeinträgen oder Störungen durch Sicherheitssoftware. Hilfreich ist deshalb ein systematisches Vorgehen, bei dem Sie erst die Oberfläche prüfen und danach die tieferen Systemfunktionen kontrollieren.

Wie prüfe ich zuerst, ob die Funktion überhaupt eingeschaltet ist?

Öffnen Sie die Windows-Einstellungen und wechseln Sie zu den Zwischenablage-Optionen im Bereich „System“. Dort sollte die Speicherung des Verlaufs je nach Bedarf aktiviert sein, weil manche Programme und Workflows davon direkt abhängen. Prüfen Sie außerdem, ob geräteübergreifendes Kopieren nur dann zugelassen ist, wenn Sie es wirklich benötigen.

Wie starte ich den zuständigen Dienst neu, ohne den Rechner komplett neu zu starten?

Rufen Sie den Task-Manager auf und beenden Sie testweise den Prozess „Windows-Explorer“. Danach startet die Desktop-Umgebung neu, und viele Kopier- und Einfügeprobleme verschwinden bereits. Alternativ hilft auch eine Ab- und erneute Anmeldung, weil dabei einige Zwischenspeicher sauber neu aufgebaut werden.

Welche Programme können die Zwischenablage blockieren?

Besonders auffällig sind Clipboard-Manager, Fernwartungstools, Sicherheitssoftware mit Überwachungsfunktionen und manche Cloud-Synchronisationsdienste. Deaktivieren Sie solche Programme testweise nacheinander und prüfen Sie nach jedem Schritt, ob Kopieren und Einfügen wieder normal laufen. So lässt sich die Störung meist auf eine einzelne Anwendung eingrenzen.

Was mache ich, wenn nur bestimmte Inhalte nicht übernommen werden?

Dann handelt es sich häufig um ein Formatproblem. Manche Programme geben nur Bilder, formatierten Text oder Spezialdaten weiter, die nicht in jeder Zielanwendung ankommen. Testen Sie deshalb einfachen Text in Editor oder Notepad und vergleichen Sie das Verhalten mit Office, Browser oder Mail-Programmen.

Wie lösche ich problematische Zwischenablageinhalte?

Öffnen Sie den Zwischenablageverlauf mit der Windows-Taste und V und entfernen Sie einzelne Einträge oder leeren Sie den Ablauf vollständig. Das ist besonders sinnvoll, wenn ein beschädigter Eintrag immer wieder denselben Fehler auslöst. Danach testen Sie erneut mit einem einfachen Textbaustein.

Welche Rolle spielen Updates und Systemdateien?

Ein fehlerhaftes Windows-Update oder beschädigte Systemdateien kann die Zwischenablage indirekt beeinträchtigen. Führen Sie zuerst die Windows-Update-Suche aus und installieren Sie alle verfügbaren Korrekturen. Bleibt das Problem bestehen, helfen Prüfungen mit SFC und DISM, um Systemkomponenten zu reparieren.

Wie gehe ich vor, wenn das Problem nur in einem Benutzerkonto auftritt?

Dann ist das Profil selbst ein wichtiger Verdachtspunkt. Melden Sie sich mit einem anderen lokalen oder Microsoft-Konto an und testen Sie dort Kopieren und Einfügen. Funktioniert es im zweiten Konto, sollten Sie das betroffene Profil genauer ansehen oder gegebenenfalls migrieren.

Kann eine Richtlinie in Firmenumgebungen das Kopieren sperren?

Ja, in verwalteten Umgebungen können Gruppenrichtlinien oder MDM-Vorgaben die Zwischenablage einschränken. Das betrifft etwa das Kopieren zwischen lokalem Rechner und Remote-Sitzung oder das Speichern des Verlaufs. In diesem Fall helfen meist nur die Vorgaben der IT-Administration, weil lokale Änderungen überschrieben werden können.

Wie finde ich die Ursache am schnellsten ein?

Arbeiten Sie in einer festen Reihenfolge: erst Einstellungen, dann Dienst und Explorer, danach Drittanbieter-Programme, anschließend Systemdateien und Konten. So vermeiden Sie unnötige Umwege und sehen schneller, an welcher Stelle der Fehler wirklich sitzt. Wichtig ist, nach jedem Schritt direkt zu testen, statt mehrere Änderungen gleichzeitig vorzunehmen.

Wann sollte ich Windows zurücksetzen oder ein neues Profil anlegen?

Ein Zurücksetzen ist erst sinnvoll, wenn alle vorherigen Prüfungen keine Besserung gebracht haben und der Fehler systemweit auftritt. Ein neues Profil lohnt sich dagegen schon früher, wenn nur das eigene Konto betroffen ist. Beides sind deutliche Maßnahmen, die man erst nach den einfacheren Reparaturschritten einsetzen sollte.

Fazit

Die Ursache liegt meist in Einstellungen, Diensten, Programmen oder beschädigten Systembestandteilen. Wer die Fehlerquelle schrittweise eingrenzt, bekommt die Funktion in vielen Fällen ohne Neuinstallation wieder in den Griff. Entscheidend ist ein sauberer Ablauf mit kurzen Tests nach jedem Schritt.

Checkliste
  • Starte den PC neu und teste anschließend Strg+C und Strg+V in zwei verschiedenen Programmen.
  • Prüfe, ob die Maus- und Tastaturbelegung im aktuellen Programm eigene Shortcuts verwendet.
  • Teste einen einfachen Text aus dem Editor, bevor du mit Office, Browsern oder Messengern arbeitest.
  • Schließe Programme, die eigene Zwischenablage-Funktionen mitbringen.


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