Audioeingänge und -ausgänge fehlen: Mikrofon und Lautsprecher zurückholen

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 14. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 14. Juni 2026

Plötzlich sind die Soundgeräte in Windows verschwunden, obwohl sie vorher verfügbar waren. In vielen Fällen steckt kein Defekt dahinter, sondern eine geänderte Einstellung, ein deaktivierter Treiber oder ein Konflikt nach einem Update. Mit den folgenden Schritten lassen sich Eingabe und Ausgabe meist wieder sichtbar machen und korrekt einbinden.

Erst prüfen, ob Windows die Geräte nur ausblendet

Beginnen Sie in der klassischen Soundverwaltung. Dort lassen sich getrennte Geräteansichten und ausgeblendete Einträge wieder einblenden.

  • Öffnen Sie die Einstellungen mit Win + I.
  • Gehen Sie zu System und dann zu Sound.
  • Kontrollieren Sie unter Ausgabe, ob der gewünschte Lautsprecher auswählbar ist.
  • Prüfen Sie unter Eingabe, ob das Mikrofon auftaucht und als Standardgerät gesetzt werden kann.
  • Rufen Sie bei Bedarf die Weitere Soundeinstellungen auf.

In der klassischen Oberfläche lohnt sich ein Blick auf die Wiedergabe- und Aufnahmegeräte. Klicken Sie im freien Bereich der Geräteliste mit der rechten Maustaste und aktivieren Sie die Anzeigen für getrennte oder deaktivierte Geräte, falls diese ausgeblendet wurden.

Deaktivierte Geräte wieder einschalten

Manche Einträge sind vorhanden, aber nicht aktiv. Dann tauchen sie in der normalen Auswahl nicht auf, obwohl die Hardware erkannt wird.

  1. Öffnen Sie die Sound-Systemsteuerung.
  2. Wechseln Sie auf den Reiter Wiedergabe für Lautsprecher und auf Aufnahme für Mikrofone.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Liste und wählen Sie die Anzeige deaktivierter Geräte.
  4. Falls ein Gerät grau markiert ist, aktivieren Sie es über das Kontextmenü.
  5. Setzen Sie anschließend das passende Standardgerät.

Bei Headsets kommt es oft vor, dass nur der Sprechkanal oder nur der Wiedergabekanal deaktiviert wurde. Prüfen Sie daher beide Richtungen getrennt, auch wenn das Gerät als ein gemeinsames Headset erscheint.

Treiber im Geräte-Manager neu einordnen

Fehlt ein Eintrag vollständig, hilft häufig der Blick in den Geräte-Manager. Dort werden Audiokomponenten oft mit Warnsymbol oder als unbekanntes Gerät geführt.

  • Öffnen Sie den Geräte-Manager über das Startmenü.
  • Erweitern Sie die Bereiche Audioeingänge und -ausgänge, Audio-, Video- und Gamecontroller sowie gegebenenfalls Andere Geräte.
  • Prüfen Sie, ob Mikrofon, Lautsprecher oder der Audiochip mit einem Symbol markiert sind.
  • Aktualisieren Sie den Treiber über das Kontextmenü.
  • Falls das nicht reicht, deinstallieren Sie das betroffene Audiogerät und starten Sie den Rechner neu.

Nach einem Neustart installiert Windows viele Standardtreiber automatisch erneut. Das funktioniert besonders gut bei integrierten Realtek-, Intel- oder USB-Audiolösungen.

Der richtige Audiodienst muss laufen

Windows verwaltet Audio über eigene Dienste. Sind diese gestoppt oder falsch konfiguriert, verschwinden Eingabegeräte und Ausgabegeräte trotz vorhandener Treiber.

Anleitung
1Öffnen Sie die Sound-Systemsteuerung.
2Wechseln Sie auf den Reiter Wiedergabe für Lautsprecher und auf Aufnahme für Mikrofone.
3Klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Liste und wählen Sie die Anzeige deaktivierter Geräte.
4Falls ein Gerät grau markiert ist, aktivieren Sie es über das Kontextmenü.
5Setzen Sie anschließend das passende Standardgerät.

  1. Drücken Sie Win + R, geben Sie services.msc ein und bestätigen Sie.
  2. Suchen Sie nach Windows-Audiodienst.
  3. Öffnen Sie die Eigenschaften und setzen Sie den Starttyp auf Automatisch.
  4. Starten Sie den Dienst, falls er beendet wurde.
  5. Prüfen Sie danach auch Windows Audio Endpoint Builder.

Gerade nach Sicherheitssoftware-Änderungen oder Systemoptimierungen werden diese Dienste gelegentlich deaktiviert. Ohne sie erscheinen in den Soundeinstellungen oft keine nutzbaren Geräte.

Standardgeräte und exklusive Steuerung anpassen

Manchmal ist ein Gerät vorhanden, aber nicht auswählbar, weil eine andere Anwendung es blockiert oder weil Windows ein falsches Standardziel festgelegt hat.

  • Öffnen Sie die Eigenschaften des gewünschten Lautsprechers oder Mikrofons.
  • Wechseln Sie zum Reiter Erweitert.
  • Deaktivieren Sie testweise die exklusive Steuerung durch Anwendungen.
  • Übernehmen Sie die Änderungen und starten Sie die betroffene App neu.
  • Stellen Sie in den Soundeinstellungen das gewünschte Standardgerät neu ein.

Videokonferenzprogramme, Aufnahmesoftware und Spiele ändern solche Zuordnungen gern selbst. Nach dem Schließen der App sollte das System wieder die gewählte Standardroute verwenden.

Hardwareanschlüsse und Adapter sauber testen

Bei externen Geräten liegt die Ursache nicht selten außerhalb von Windows. Ein lockerer Stecker, ein falscher USB-Port oder ein defekter Adapter reicht aus, damit das System kein Gerät meldet.

Gehen Sie dabei schrittweise vor:

  • Trennen Sie USB-Headsets und stecken Sie sie an einem anderen Port wieder an.
  • Prüfen Sie Klinkenstecker auf festen Sitz.
  • Testen Sie bei Laptops sowohl die Buchse am Gerät als auch einen Dockinganschluss.
  • Verwenden Sie bei Bedarf einen anderen Adapter oder ein anderes Kabel.
  • Probieren Sie das Mikrofon oder den Lautsprecher an einem zweiten Rechner aus.

Falls das Gerät dort ebenfalls fehlt, spricht vieles für einen Hardwarefehler. Reagiert es an einem anderen Gerät normal, liegt der Schwerpunkt wieder bei Windows oder beim Treiber.

Bluetooth- und USB-Audio neu koppeln

Bei kabellosen Geräten kann die Kopplung beschädigt sein, ohne dass die eigentliche Technik defekt ist. Dann hilft ein sauberes Entfernen und erneutes Verbinden.

  1. Öffnen Sie die Bluetooth-Einstellungen.
  2. Entfernen Sie das betroffene Headset oder den Lautsprecher aus der Geräteliste.
  3. Starten Sie das Gerät in den Koppelmodus.
  4. Fügen Sie es neu hinzu.
  5. Wählen Sie es danach in den Soundeinstellungen als Ausgabe oder Eingabe aus.

Bei USB-Audio ist ein Neustart nach dem Abziehen oft sinnvoll. Windows lädt die Schnittstelle dann neu und baut die Erkennung meist sauberer auf.

Nach Updates und Systemänderungen gezielt zurückarbeiten

Ein Funktionsupdate, ein Treiberpaket oder ein Tuning-Tool kann die Audiozuordnung verändern. Dann hilft es, die letzte Änderung zu identifizieren.

Prüfen Sie in dieser Reihenfolge:

  • Installierte Windows-Updates der letzten Tage
  • Neue Treibersoftware des Herstellers
  • Audio-Tools, die Equalizer oder Geräteverwaltung mitbringen
  • Optimierungsprogramme, die Systemdienste beeinflussen

Wenn das Problem unmittelbar nach einer Änderung auftrat, lohnt sich eine Rücknahme dieser Anpassung. Auch ein älterer, stabiler Hersteller-Treiber kann besser funktionieren als die automatisch installierte Variante.

Systemdateien und Problembehandlung einsetzen

Bleiben die Geräte weiterhin verschwunden, sind Systemdateien oder die Audioverwaltung selbst möglicherweise beschädigt. Dann sollten Sie die Windows-eigenen Prüfwerkzeuge nutzen.

  • Starten Sie die Problembehandlung für die Audioausgabe und prüfen Sie danach die Eingabeseite.
  • Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten.
  • Führen Sie sfc /scannow aus.
  • Ergänzen Sie bei Bedarf eine Reparatur mit DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth.
  • Starten Sie den PC danach neu und kontrollieren Sie die Geräte erneut.

Diese Schritte helfen besonders dann, wenn nach einem Absturz, einem misslungenen Update oder einer größeren Treiberaktion die Zuordnung nicht mehr stabil ist.

In Programmen selbst nach der richtigen Quelle suchen

Auch wenn Windows die Geräte korrekt zeigt, kann eine App auf das falsche Mikrofon oder den falschen Lautsprecher festgelegt sein. Das betrifft Browser, Meeting-Software, Aufnahmetools und Spiele gleichermaßen.

Öffnen Sie in der jeweiligen Anwendung die Audio- oder Geräteoptionen und wählen Sie dort das passende Ein- und Ausgabegerät neu aus. Danach sollte ein kurzer Testanruf, eine Probeaufnahme oder eine Wiedergabe das Ergebnis bestätigen.

So lässt sich die Gerätesuche sauber von der Programmkonfiguration trennen. Ist Windows korrekt eingerichtet, aber nur eine App stumm, liegt die Ursache fast immer in deren internen Audiooptionen.

Windows trennt Audiofunktionen oft nach Quellen und Zielen. Aus dem Blickfeld verschwindet dann entweder das Eingabegerät, das Ausgabegerät oder beides zugleich. Damit die Suche nicht bei den sichtbaren Symbolen stehen bleibt, lohnt sich ein systematischer Blick auf Erkennung, Treiber, Dienste, Standardzuordnung und die physische Verbindung.

Geräte im Soundbereich vollständig neu erfassen

Bevor an Treibern oder Diensten gearbeitet wird, sollte Windows die Audiolandschaft einmal sauber neu aufbauen. Öffne dazu die klassischen Toneinstellungen und prüfe sowohl den Aufnahme- als auch den Wiedergabebereich. In vielen Fällen sind Geräte vorhanden, aber nicht aktiviert, nicht als Standard gesetzt oder von einer anderen App blockiert. Auch ein Wechsel zwischen HDMI, Headset, Dockingstation und internen Buchsen kann dazu führen, dass Windows nur noch einen Teil der verfügbaren Schnittstellen zeigt.

Prüfe in der Systemsteuerung unter Hardware und Sound den Punkt Sound und wechsle nacheinander zwischen Wiedergabe und Aufnahme. Klicke mit der rechten Maustaste in die freie Fläche der Geräteliste und aktiviere die Anzeige deaktivierter sowie getrennter Geräte, falls diese Optionen angeboten werden. Danach lassen sich nicht sichtbare Einträge häufig direkt wieder einblenden und einschalten.

  • Wiedergabe: Hier muss der Lautsprecher, Kopfhörer oder Monitorausgang erscheinen.
  • Aufnahme: Hier sollte das Mikrofon, Headset-Mikrofon oder die Line-In-Quelle gelistet sein.
  • Geräteeigenschaften: Prüfe, ob der Pegel aufgedreht und das Gerät nicht stummgeschaltet ist.
  • Pegelanzeige: Reagiere auf Sprach- oder Signalspitzen, um zu sehen, ob Windows das Gerät überhaupt nutzt.

Gerätemanager und Audiokomponenten gezielt bereinigen

Der Geräte-Manager zeigt oft mehr als das normale Soundmenü. Dort stehen Audio-Controller, Mikrofone, Lautsprecher, HDMI-Audio, Bluetooth-Profile und zusätzliche Schnittstellen in einer technischen Ansicht. Öffne den Geräte-Manager und klappe die Bereiche Audioeingänge und -ausgänge, Audio-, Video- und Gamecontroller sowie gegebenenfalls Systemgeräte auf. Ein gelbes Warnsymbol oder ein unbekanntes Gerät weist auf eine fehlerhafte Einordnung hin.

Entferne problematische Einträge nicht vorschnell, sondern arbeite geordnet. Deinstalliere zuerst das betroffene Audiogerät, falls es in der Liste fehlerhaft angezeigt wird. Setze anschließend die Option zum Löschen der Treibersoftware nur dann, wenn ein neuer, sauberer Treiber verfügbar ist oder Windows nach dem Neustart die Standardkomponenten neu bereitstellen soll. Danach den Rechner neu starten, damit die Hardware erneut erkannt wird.

  1. Geräte-Manager öffnen.
  2. Audio- und Eingabekategorien prüfen.
  3. Einträge mit Warnsymbol oder doppelten Namen markieren.
  4. Gerät deinstallieren und neu starten.
  5. Nach dem Neustart die Erkennung erneut kontrollieren.

Hilfreich ist auch ein Blick in Ansicht auf die Option für ausgeblendete Geräte, falls der Manager ein passendes Kontextmenü anbietet. Manche Konflikte entstehen durch Altlasten früherer Headsets, Monitoranschlüsse oder USB-Soundkarten, die noch registriert sind, obwohl sie nicht mehr angeschlossen werden.

Herstellertreiber und Systemkomponenten sauber nachziehen

Die Standardtreiber von Windows reichen für einfache Onboard-Audiochips oft aus, decken aber nicht jede Zusatzfunktion ab. Besonders bei Notebooks, Gaming-Rechnern und Dockinglösungen gehören eigene Treiberpakete des Herstellers dazu. Prüfe deshalb die genaue Modellbezeichnung des Geräts und lade den passenden Audio-, Chipsatz- und gegebenenfalls Bluetooth-Treiber direkt von der Support-Seite des Herstellers herunter.

Wichtig ist die Reihenfolge. Zuerst den Chipsatz aktualisieren, dann den Audio-Treiber und danach die Zusatzsoftware für spezielle Funktionen wie Nahfeldmikrofone, Rauschunterdrückung oder Umschaltlogik zwischen internen und externen Anschlüssen. Ein falsches Updatepaket kann neue Probleme erzeugen, weil viele Hersteller für ähnliche Serien unterschiedliche Audiovariante verwenden.

  • Chipsatz legt die Basis für die Erkennung vieler interner Schnittstellen.
  • Audio-Treiber stellt Ein- und Ausgänge im System bereit.
  • Hersteller-Tools können Sonderfunktionen, Profile und Umschaltlogik enthalten.
  • Neustart nach jeder Installation ist sinnvoll, damit die Registrierung korrekt geladen wird.

Falls nach einer Aktualisierung plötzlich alles verschwunden wirkt, lohnt sich auch der Rückweg über Vorherige Treiberversion. Dieser Punkt befindet sich in den Eigenschaften des betreffenden Geräts im Geräte-Manager. Er hilft besonders dann, wenn ein neues Paket die Schnittstellen anders benennt oder unvollständig installiert.

Windows-Soundarchitektur und App-Zugriffe richtig einstellen

Selbst wenn die Hardware erkannt wird, kann der Zugriff über Windows-Einstellungen blockiert sein. In den Datenschutzeinstellungen für Mikrofonzugriff muss die Systemebene erlaubt sein, damit Apps überhaupt aufnehmen können. Bei neueren Windows-Versionen gehört dazu nicht nur die globale Freigabe, sondern auch die App-bezogene Erlaubnis. Prüfe deshalb unter Datenschutz und Sicherheit den Bereich Mikrofon und stelle sicher, dass der Zugriff für das System und die gewünschten Anwendungen freigegeben ist.

Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf den Lautstärkemixer und die anwendungsbezogenen Ausgabegeräte. Manche Programme halten ihre eigene Auswahl fest und ignorieren Änderungen im Systembereich. Dadurch wird zwar im Betriebssystem ein Lautsprecher angezeigt, eine App sendet den Ton aber weiter an ein anderes Ziel oder an ein nicht mehr vorhandenes Gerät. In solchen Fällen hilft es, die App vollständig zu schließen und ihr die Ausgabe neu zuzuweisen.

Auch exklusive Modusoptionen können Einfluss haben. Öffne die Eigenschaften des betroffenen Geräts, wechsle zum Reiter für Erweitert oder Zusatzoptionen und prüfe, ob Anwendungen die alleinige Kontrolle übernehmen dürfen. Für Testzwecke ist es oft sinnvoll, diese Freigabe vorübergehend zu deaktivieren, damit Windows und das Audiogerät stabil zusammenarbeiten.

Versteckte Ursachen in Hardware, Klinke und Docking-Lösungen ausschließen

Ein fehlendes Audioziel ist nicht immer ein Softwarethema. Mechanische Probleme an Klinkenbuchsen, lose Adapter, verschlissene Stecker oder fehlerhafte USB-Hubs können dazu führen, dass Windows nur einen Teil der Anschlüsse sieht. Teste jede Verbindung einzeln und ohne Umwege. Direktanschluss am Rechner ist dabei aussagekräftiger als ein Weg über Verlängerung, Splitter oder Dock.

Bei Kombibuchsen für Headsets ist die Belegung besonders wichtig. Ein Stecker mit falschem TRS- oder TRRS-Standard kann dazu führen, dass nur Ton ankommt oder nur das Mikrofon erkannt wird. Dasselbe gilt für billige Adapter, die zwar äußerlich passen, intern aber keine saubere Trennung zwischen Senden und Empfangen liefern. Bei USB-Headsets kommt zusätzlich die Stromversorgung hinzu. Ein zu schwacher Port oder ein problematischer Hub kann die Identifikation abbrechen, bevor Windows die Audiofunktionen vollständig anlegt.

  1. Gerät direkt am Hauptanschluss testen.
  2. Alle Adapter und Hubs entfernen.
  3. Anderes Kabel oder anderes Headset anschließen.
  4. Bei Monitor-Audio den Bildschirm im Menü als aktive Quelle prüfen.
  5. Dockingstation testweise umgehen und das interne Audio direkt verwenden.

Bei Notebooks sollte außerdem geprüft werden, ob eine Hardwaretaste, Fn-Kombination oder ein Herstellerprogramm die Buchsen umschaltet. Einige Geräte deaktivieren interne Lautsprecher automatisch, sobald ein externer Anschluss erkannt wird, und schalten erst nach erneutem Einstecken oder Neustart wieder zurück.

Systemzustand nach tieferen Eingriffen absichern

Bleibt der Eintrag trotz aller Anpassungen verschwunden, hilft ein Blick auf den allgemeinen Systemzustand. Fehlerhafte Registry-Reste, beschädigte Komponenten oder unvollständige Sicherheitsrichtlinien können die Audioregistrierung blockieren. Ein neues Benutzerkonto testweise anzulegen ist ein schneller Weg, um ein profilbezogenes Problem von einer globalen Störung zu trennen. Funktioniert der Ton im neuen Konto, liegt die Ursache eher in den Benutzereinstellungen als an der Hardware.

Zum Abschluss ist ein Neustart wichtig, nachdem Treiber, Dienste, Datenschutzoptionen und Anschlüsse geprüft wurden. Viele Audioeinträge werden erst nach einem kompletten Systemstart neu aufgebaut. So stellt Windows die interne Reihenfolge der Geräte wieder her und legt Mikrofon sowie Lautsprecher erneut an, falls die technische Grundlage dafür wieder stimmt.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, dass Windows ein Audiogerät nur ausblendet?

Öffne die Sound-Einstellungen und prüfe, ob unter den Aufnahme- und Wiedergabegeräten ein leerer Bereich mit versteckten oder deaktivierten Einträgen vorhanden ist. Im alten Sound-Dialog helfen Rechtsklicks in die Geräteliste, damit ausgeblendete Einträge wieder sichtbar werden.

Wo aktiviere ich Geräte, die im System zwar vorhanden sind, aber nicht genutzt werden?

Im Geräte-Manager findest du Einträge mit einem kleinen Pfeil oder grauer Darstellung, die zunächst eingeschaltet werden müssen. Nach dem Aktivieren lohnt sich ein Neustart der Audiokonfiguration, damit Windows das Mikrofon oder die Lautsprecher neu einbindet.

Welche Reihenfolge ist bei der Treiberprüfung sinnvoll?

Starte mit dem Audio-Controller und prüfe danach Mikrofon, Lautsprecher und weitere Audio-Endpoints einzeln. Entferne problematische Einträge nur dann, wenn Windows sie nach einem Neustart automatisch neu erkennt oder du passende Treiber bereits bereitliegen hast.

Warum sollte der Audiodienst nachgesehen werden?

Ohne laufende Audiodienste werden Geräte oft korrekt erkannt, erscheinen aber nicht in den Auswahllisten. Öffne die Dienstverwaltung und prüfe, ob Windows Audio und der zugehörige Endpunktdienst gestartet sind und auf automatischem Start stehen.

Wie stelle ich sicher, dass das richtige Standardgerät gewählt ist?

Setze unter den Soundeinstellungen das gewünschte Mikrofon und die passenden Lautsprecher als Standard und kontrolliere zusätzlich die Kommunikationszuordnung. Bei manchen Programmen zählt nicht das Standardsystemgerät, sondern ein eigener Eintrag in der jeweiligen App.

Was prüfe ich an Anschlüssen, Adaptern und Dockingstationen?

Teste das Audiogerät direkt am Rechner, ohne Hub, Verlängerung oder Dock, um Kontaktprobleme auszuschließen. Bei Klinke und USB lohnt sich außerdem ein anderer Port, weil einzelne Anschlüsse nur Teilfunktionen bereitstellen oder Strom sparen und dadurch instabil reagieren.

Wie gehe ich bei Bluetooth-Headsets und USB-Audio vor?

Lösche die Kopplung des Headsets, starte Bluetooth neu und verbinde das Gerät anschließend erneut. Bei USB-Audio hilft es oft, den Stecker zu ziehen, den Anschluss zu wechseln und das Gerät dann über die Windows-Erkennung neu registrieren zu lassen.

Welche Rolle spielen Updates und Änderungen am System?

Nach Funktionsupdates, BIOS-Anpassungen oder Sicherheitssoftware können Audiotreiber und Dienste anders geladen werden als zuvor. In diesem Fall hilft oft ein Rückgriff auf den letzten funktionierenden Treiberstand oder eine Wiederherstellung auf einen früheren Systempunkt.

Wie lasse ich Windows beschädigte Systembestandteile selbst prüfen?

Nutze die integrierte Problembehandlung für Audio und ergänze sie bei Bedarf durch die Systemdateiprüfung. Werden beschädigte Komponenten gefunden, sollten sie vor weiteren Änderungen repariert werden, damit spätere Schritte nicht ins Leere laufen.

Wieso zeigen Programme trotz funktionierender Hardware kein Mikrofon an?

Viele Anwendungen nutzen eigene Auswahlfelder für Ein- und Ausgabegeräte, die unabhängig von den Windows-Standards arbeiten. Öffne daher in der jeweiligen App die Audio- oder Geräteoptionen und wähle dort das passende Mikrofon oder den gewünschten Lautsprecher aus.

Wann bleibt nur noch eine vollständige Neuinitialisierung der Audiokonfiguration?

Wenn mehrere Geräte gleichzeitig fehlen, Treiber sich immer wieder fehlerhaft laden und auch Dienste sowie Systemprüfung keinen stabilen Zustand herstellen, ist eine umfassende Neuinstallation der Audiokomponenten sinnvoll. Danach sollten alle bekannten Geräte erneut erkannt, zugewiesen und getestet werden.

Fazit

Fehlende Ein- und Ausgabegeräte lassen sich meist durch eine saubere Prüfung der Anzeige, der Treiber, der Dienste und der Standardzuordnung wiederherstellen. Entscheidend ist, die Schritte in einer sinnvollen Reihenfolge abzuarbeiten und nach jeder Änderung zu kontrollieren, ob Mikrofon und Lautsprecher wieder in Windows auftauchen. So wird aus einem unklaren Ausfall ein systematisch lösbares Problem.

Checkliste
  • Öffnen Sie die Einstellungen mit Win + I.
  • Gehen Sie zu System und dann zu Sound.
  • Kontrollieren Sie unter Ausgabe, ob der gewünschte Lautsprecher auswählbar ist.
  • Prüfen Sie unter Eingabe, ob das Mikrofon auftaucht und als Standardgerät gesetzt werden kann.
  • Rufen Sie bei Bedarf die Weitere Soundeinstellungen auf.

Deine Bewertung
0,0 0 Stimmen
Klicke auf einen Stern, um zu bewerten.

Unsere Redaktion

Über 15 Jahre Erfahrung mit Windows- und PC-Problemen aller Art. Wir sind Euer Technikratgeber seit 2009.

Mitarbeiter Porträt Martin Keller

Martin Keller

34, Hamburg, gelernter IT-Systemadministrator und Schachfreund. Mag außerdem gerne gutes Bier.

Mitarbeiter Porträt Daniel Cho

Daniel Cho

29, Frankfurt am Main, Data Analyst. Fotografie-begeistert und Stratege durch und durch. Kann alles.

Mitarbeiterin Porträt Sofia Mendes

Sofia Mendes

27, Köln, Projektmanagerin. Workshop-Junkie und Handy-süchtig. Sprachen-Genie mit italienischen Wurzeln.

Mitarbeiter Porträt Tobias Wagner

Tobias Wagner

36, Stuttgart, Softwareentwickler. Digital Native und PC-Freak durch und durch. Spielt perfekt Gitarre.

Mitarbeiter Porträt Enzokuhle Dlamini

Enzokuhle Dlamini

55, Düsseldorf, Personalmanagerin. Liebt ihren Garten genauso wie WordPress. Geboren in Südafrika.

Mitarbeiter Porträt Joachim Freising

Joachim Freising

52, Bergisch-Gladbach, Teamleiter IT. Technik-affin. Hat für jedes Problem eine Lösung parat. Sehr geduldig.

Unsere Redaktion:

Über 15 Jahre Erfahrung mit Windows- und PC-Problemen aller Art. Wir sind Euer Technikratgeber seit 2009.

Mitarbeiter Porträt Martin Keller

Martin Keller

Mitarbeiter Porträt Daniel Cho

Daniel Cho

Mitarbeiterin Porträt Sofia Mendes

Sofia Mendes

Mitarbeiter Porträt Tobias Wagner

Tobias Wagner

Mitarbeiter Porträt Enzokuhle Dlamini

Enzokuhle Dlamini

Mitarbeiter Porträt Joachim Freising

Joachim Freising

Schreibe einen Kommentar