Benutzerdatenzugriff in Windows: Kontakte, Kalender und Mail-Daten verwalten

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 11. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 11. Juni 2026

Windows trennt viele persönliche Datenquellen sauber nach App, Konto und Berechtigung. Wer Kontakte, Kalender und E-Mails sinnvoll schützen oder gezielt freigeben möchte, muss deshalb an mehreren Stellen prüfen, welche App auf welche Inhalte zugreifen darf und welches Konto die Daten überhaupt liefert.

Die Steuerung beginnt meist in den Windows-Einstellungen, läuft über die Kontoverwaltung in den betroffenen Apps und endet oft erst in den Datenschutzoptionen einzelner Dienste. Gerade bei synchronisierten Konten entscheidet nicht nur das System, sondern auch der jeweilige Anbieter, ob Inhalte sichtbar, abrufbar oder gesperrt bleiben.

Wo der Zugriff in Windows geregelt wird

Für den Alltag ist wichtig, die beteiligten Ebenen auseinanderzuhalten. Windows selbst verwaltet Berechtigungen für bestimmte App-Kategorien, während Mail-, Kalender- und Kontakte-Programme oft zusätzlich mit einem Microsoft-Konto, einem Exchange-Konto oder einem Drittanbieterdienst verbunden sind.

  • Windows-Einstellungen: steuern systemweite Datenschutzrechte für Apps.
  • Mail- und Kalender-App: verwaltet verbundene Konten und Synchronisation.
  • Kontoeinstellungen des Anbieters: legen fest, welche Inhalte geliefert werden.
  • Unternehmensrichtlinien: können Zugriffe in verwalteten Umgebungen einschränken.

Wer zunächst nur eine einzelne App absichern möchte, beginnt am besten mit den Windows-Datenschutzeinstellungen. Dort lässt sich oft schon erkennen, ob eine Anwendung die nötigen Rechte besitzt oder ob sie blockiert wird.

Datenschutzrechte für Apps anpassen

Die zentrale Stelle dafür liegt in den Windows-Einstellungen unter dem Bereich für Datenschutz und Sicherheit. Dort finden sich getrennte Freigaben für Kontakte, Kalender und E-Mail, je nach Windows-Version teilweise unter unterschiedlichen Unterpunkten.

  1. Öffnen Sie die Einstellungen über das Startmenü.
  2. Wechseln Sie zu Datenschutz & Sicherheit.
  3. Öffnen Sie die Bereiche für Kontakte, Kalender oder E-Mail.
  4. Prüfen Sie, welche Apps auf die jeweiligen Daten zugreifen dürfen.
  5. Schalten Sie die Rechte nur für Anwendungen ein, die den Zugriff wirklich benötigen.

Bei diesen Schaltern lohnt sich ein genauer Blick, weil manche Apps dieselbe Berechtigung mehrfach verwenden. Eine Kalender-App benötigt oft auch die Freigabe für Kontakte, sobald Einladungen, Adressbuchvorschläge oder Terminempfehlungen integriert sind.

Konten in Mail und Kalender sauber verwalten

Viele Probleme entstehen nicht durch Windows, sondern durch ein falsch eingebundenes Konto. In der Mail- und Kalender-App können mehrere Konten parallel aktiv sein, etwa ein privates Microsoft-Konto, ein Firmenpostfach und ein separates Adressbuch.

So gehen Sie vor:

  1. Öffnen Sie die Mail- oder Kalender-App.
  2. Rufen Sie die Kontoverwaltung über das Zahnrad-Symbol auf.
  3. Wählen Sie das betroffene Konto aus.
  4. Prüfen Sie Synchronisationsoptionen, Ordnerzuordnungen und Anzeigeeinstellungen.
  5. Entfernen Sie Konten, die nicht mehr verwendet werden.

Wenn ein Kalender plötzlich leer wirkt oder Kontakte fehlen, liegt die Ursache oft in der Kontowahl. Häufig ist dann nur ein bestimmtes Konto aktiv, während die eigentlichen Daten in einem anderen Profil gespeichert sind.

Sichtbarkeit einzelner Datenquellen steuern

Nicht jedes freigegebene Konto muss dauerhaft sichtbar bleiben. In vielen Apps lässt sich festlegen, welche Kalender eingeblendet werden und aus welchem Adressbuch neue Einträge stammen. Das ist besonders sinnvoll, wenn private und berufliche Daten parallel genutzt werden.

Anleitung
1Öffnen Sie die Einstellungen über das Startmenü.
2Wechseln Sie zu Datenschutz & Sicherheit.
3Öffnen Sie die Bereiche für Kontakte, Kalender oder E-Mail.
4Prüfen Sie, welche Apps auf die jeweiligen Daten zugreifen dürfen.
5Schalten Sie die Rechte nur für Anwendungen ein, die den Zugriff wirklich benötigen.

  • Nur die benötigten Kalender aktivieren und andere ausblenden.
  • Standardkontakte festlegen, damit neue Einträge im richtigen Adressbuch landen.
  • Automatische Synchronisation nur dort aktivieren, wo sie wirklich gebraucht wird.
  • Geteilte Kalender von privaten Einträgen trennen, damit Inhalte übersichtlich bleiben.

Für den schnellen Überblick hilft es, alle verbundenen Konten einmal vollständig zu öffnen und danach nacheinander die einzelnen Datenbereiche zu prüfen. So wird sichtbar, welche Quelle tatsächlich für Termine, Adressen und Nachrichten zuständig ist.

Wenn Berechtigungen nicht ausreichen

Manche Dienste lassen sich über Windows allein nicht vollständig steuern. Dann müssen die Datenschutz- oder Sicherheitsoptionen des jeweiligen Anbieters geöffnet werden. Das gilt besonders für geschäftliche Microsoft-365-Umgebungen, für Google-Konten oder für spezialisierte Maildienste.

Typische Stellen sind:

  • das Online-Kontocenter des E-Mail-Anbieters,
  • die Freigabeoptionen für Kalender und Kontakte,
  • die Gerätesicherheitsregeln in verwalteten Firmenkonten,
  • die App-Berechtigungen im jeweiligen Webportal.

Wird ein Zugriff dort entzogen, reicht ein Wechsel in der Windows-Oberfläche oft nicht mehr aus. In diesem Fall muss das Konto neu synchronisiert oder vollständig entfernt und erneut eingerichtet werden.

Verknüpfte Konten auf dem Gerät aufräumen

Eine saubere Datenverwaltung beginnt oft mit dem Entfernen unnötiger Verknüpfungen. Alte Testkonten, doppelte Postfächer oder nicht mehr genutzte Adressbücher sorgen schnell für Verwirrung bei Kontakten und Terminen.

  1. Öffnen Sie die Kontoeinstellungen im System oder in der Mail-App.
  2. Markieren Sie das Konto, das nicht mehr benötigt wird.
  3. Prüfen Sie vorher, ob darin wichtige Daten gespeichert sind.
  4. Entfernen Sie das Konto erst nach dem Abgleich mit den übrigen Datenquellen.
  5. Starten Sie die App danach neu, damit die Anzeige aktualisiert wird.

Gerade bei Synchronisationsdiensten kann es sinnvoll sein, vor dem Löschen eine Sicherung anzulegen oder wichtige Einträge zu exportieren. So bleiben Adressen und Termine erhalten, auch wenn die Verbindung später neu eingerichtet werden muss.

Zugriff für mehrere Nutzer unter Windows

Auf gemeinsam genutzten Geräten spielt die Trennung nach Benutzerkonto eine große Rolle. Jeder Windows-Account besitzt eigene App-Berechtigungen, eigene gespeicherte Anmeldedaten und meist auch getrennte Synchronisationsprofile.

Das ist nützlich, wenn mehrere Personen denselben PC verwenden. Gleichzeitig muss geprüft werden, ob ein gemeinsamer Mailclient versehentlich das falsche Profil öffnet oder ob eine Synchronisation noch mit einem alten Benutzer verknüpft ist.

  • Für jede Person ein separates Windows-Benutzerkonto verwenden.
  • Mail- und Kalenderkonten nur im passenden Profil einrichten.
  • Keine geteilten App-Anmeldungen ohne klare Trennung nutzen.
  • Beim Wechsel des Nutzers die Hintergrundsynchronisation kontrollieren.

Besonders bei lokalen Benutzerkonten ohne Microsoft-Anmeldung lohnt sich ein genauer Blick auf die App-Daten. Einige Programme speichern Informationen nur im jeweiligen Profilordner, andere halten sie zusätzlich in der Cloud vor.

Fehlerbild systematisch eingrenzen

Bleiben Kontakte leer, Termine verschwinden oder E-Mails erscheinen nicht, hilft eine saubere Reihenfolge bei der Prüfung. Zuerst sollte klar sein, ob das Problem in Windows, in der App oder beim Kontenanbieter liegt.

  1. Testen Sie, ob andere Konten auf demselben Gerät normal funktionieren.
  2. Prüfen Sie die Berechtigungen in den Windows-Datenschutzeinstellungen.
  3. Kontrollieren Sie die Synchronisation des betroffenen Kontos.
  4. Melden Sie sich in der Weboberfläche des Anbieters an und vergleichen Sie die Daten.
  5. Entfernen und richten Sie das Konto neu ein, falls die Anzeige weiter abweicht.

Diese Reihenfolge spart Zeit, weil sich damit lokale Anzeigeprobleme von echten Kontoproblemen unterscheiden lassen. So bleibt sichtbar, ob nur die App hängt oder ob die Daten bereits an der Quelle fehlen.

Ordnung zwischen App, Konto und Synchronisation

Wer die drei Ebenen auseinanderhält, behält die Kontrolle über persönliche Informationen. Windows entscheidet über grundlegende Freigaben, die App über die Darstellung auf dem Gerät und das Online-Konto über den eigentlichen Datenbestand.

Im Alltag bewährt sich deshalb ein kurzer Kontrollrhythmus: neue Konten nur mit Bedarf hinzufügen, ältere Verknüpfungen regelmäßig prüfen und Berechtigungen nach Änderungen am System erneut ansehen. So bleiben Kontakte, Kalender und E-Mail-Daten übersichtlich und erreichbar, ohne unnötige Freigaben zu hinterlassen.

Rechte sauber von der App-Ebene trennen

Beim Benutzerdatenzugriff in Windows ist nicht nur entscheidend, ob eine App auf Kontakte, Kalender oder Mail zugreifen darf, sondern auf welcher Ebene die Freigabe greift. Windows arbeitet mit mehreren Schichten: Systemberechtigungen, Kontoeinstellungen, Synchronisation und den Regeln einzelner Apps. Erst wenn diese Ebenen zusammenpassen, erscheinen Daten verlässlich in Mail, Kalender oder Personen.

Für die Prüfung lohnt sich ein sauberer Ablauf. Zuerst wird die App-Berechtigung kontrolliert, danach das verbundene Konto und zuletzt die Synchronisation. So lässt sich vermeiden, dass eine Änderung an der falschen Stelle vorgenommen wird und der Zugriff trotzdem bestehen bleibt.

  1. Einstellungen öffnen und zu Datenschutz und Sicherheit wechseln.
  2. Den Bereich für Kontakte, Kalender oder E-Mail aufrufen.
  3. Prüfen, welche Apps den Zugriff erhalten haben.
  4. Nur die Anwendungen aktiviert lassen, die die Daten wirklich benötigen.
  5. Die betroffene App vollständig schließen und danach neu starten.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Leserechten und echter Kontointegration. Eine App kann beispielsweise Kontaktdaten anzeigen, ohne dass sie ein Konto vollständig verwaltet. Umgekehrt kann ein verbundenes Konto synchronisieren, obwohl eine lokale App-Berechtigung gesperrt ist. Genau deshalb sollte jede Änderung nachvollziehbar dokumentiert oder zumindest gedanklich in dieser Reihenfolge geprüft werden.

Kontotypen und ihre Auswirkungen auf Mail, Kalender und Personen

Nicht jedes Konto verhält sich in Windows gleich. Microsoft-Konten, Exchange-Konten, lokale Konten und Drittanbieter-Konten bringen unterschiedliche Funktionen mit. Bei einem Microsoft- oder Exchange-Konto stehen in der Regel die engste Verzahnung und die beste Synchronisation zur Verfügung. IMAP- oder POP-Konten in klassischen Mail-Apps können dagegen nur Teilbereiche abdecken, etwa E-Mail ohne vollständige Kalender- und Kontaktverwaltung.

Für die technische Einordnung hilft die Frage, welche Datenquelle den Eintrag überhaupt bereitstellt. Kontakte können aus einem Cloud-Konto stammen, aus einer importierten CSV-Datei oder aus einem lokal gepflegten Adressbuch. Kalendertermine kommen oft aus demselben Konto, Maildaten wiederum aus einem separaten Postfach. Daraus ergibt sich, dass ein scheinbar fehlender Eintrag nicht zwingend gelöscht wurde, sondern einfach aus einer anderen Quelle stammt.

  • Microsoft-Konto: typischerweise gute Verknüpfung mit Windows, Outlook und Kalenderfunktionen.
  • Exchange-Konto: geeignet für Unternehmenskonten mit zentraler Verwaltung und Richtlinien.
  • IMAP-Konto: synchronisiert E-Mails, aber Kalender und Kontakte nur eingeschränkt oder gar nicht.
  • POP-Konto: lädt Nachrichten lokal herunter, weitere Datentypen sind meist nicht integriert.
  • Lokal gespeicherte Daten: bleiben auf dem Gerät und folgen nicht automatisch einer Cloud-Synchronisation.

Wer mehrere Konten nutzt, sollte die Quelle jedes Datentyps getrennt prüfen. In vielen Fällen genügt es nicht, ein Konto „hinzuzufügen“. Entscheidend ist auch, ob die jeweilige App dieses Konto als primäre Datenquelle verwendet und ob das richtige Postfach für Kontakte oder Kalender aktiv ist.

Synchronisation gezielt prüfen und neu anstoßen

Wenn Einträge fehlen oder nur teilweise angezeigt werden, liegt die Ursache oft nicht an den Berechtigungen, sondern an einer unterbrochenen Synchronisation. Windows und die verbundenen Apps synchronisieren nicht dauerhaft im selben Takt. Zeitweise helfen ein manueller Abgleich, ein Neuladen des Kontos oder das Entfernen und erneute Einrichten der Verbindung.

Besonders bei Kalendern und Kontaktlisten ist es sinnvoll, die Synchronisierung auf drei Ebenen zu prüfen: in Windows selbst, in der Mail- oder Kalender-App und im Onlinekonto des Anbieters. Wenn ein Termin im Web vorhanden ist, aber lokal fehlt, ist der Weg zur Ursache meistens kürzer. Dann ist die App-Anbindung oder der lokale Cache der erste Prüfpunkt.

  1. Die betroffene App öffnen und nach einer Synchronisieren– oder Aktualisieren-Funktion suchen.
  2. Das Konto in der App einmal deaktivieren und wieder aktivieren, sofern das Menü dies zulässt.
  3. In den Windows-Einstellungen das Konto auf Fehlerhinweise prüfen.
  4. Bei anhaltenden Problemen das Konto entfernen und neu verbinden.
  5. Nach dem Neustart kontrollieren, ob Kontakte, Termine und Nachrichten vollständig geladen wurden.

In Unternehmensumgebungen kann zusätzlich eine Richtlinie des Administrators den Abgleich verzögern oder einschränken. Dann erscheinen manche Daten erst nach erneuter Anmeldung oder nach einer erzwungenen Aktualisierung des Geräts. Auch ein VPN, ein Proxy oder eine Offline-Phase kann den Abgleich unterbrechen, obwohl die App selbst unauffällig wirkt.

Lokale Datenbestände und App-Cache bereinigen

Ein häufig übersehener Punkt ist der lokale Zwischenspeicher. Mail- und Kalender-Apps halten Daten oft offline vor, damit Nachrichten und Termine auch ohne Verbindung verfügbar bleiben. Veraltete Cache-Einträge können dabei den Eindruck erzeugen, dass Berechtigungen fehlen oder Inhalte gelöscht wurden. In Wirklichkeit blockiert oft nur die lokale Kopie.

Der sinnvollste Weg ist ein abgestufter Eingriff. Zuerst wird die App beendet, anschließend der Cache oder die lokale Datenhaltung zurückgesetzt und erst danach das Konto erneut eingebunden. Dadurch bleibt die tatsächliche Quelle erhalten, während nur die beschädigte Anzeige oder der veraltete Zwischenstand entfernt wird.

  • App schließen: alle Fenster und Hintergrundprozesse beenden.
  • Datenspeicher prüfen: in den erweiterten App-Optionen nach Reparatur- oder Zurücksetzen-Funktionen suchen.
  • Lokale Ansicht erneuern: Kontenansicht neu laden oder zwischen Ordnern wechseln.
  • Synchronisation wiederholen: nach dem Reset die Verbindung erneut aufbauen.

Gerade bei umfangreichen Postfächern oder Kalendern mit vielen Einträgen lohnt sich außerdem ein Blick auf Speicherplatz und Systemleistung. Wenn das Laufwerk fast voll ist oder Hintergrunddienste dauerhaft blockiert werden, werden lokale Daten nur unvollständig geschrieben. Dann hilft häufig erst das Bereinigen des Geräts, bevor die Synchronisation wieder stabil arbeitet.

Administrierte Geräte und Gruppenrichtlinien berücksichtigen

Auf verwalteten Geräten gelten oft strengere Regeln als auf einem privaten PC. Unternehmen steuern den Zugriff auf Kontakte, Kalender und Mail-Daten über Richtlinien, Anmeldeprofile und Kontrollen auf Geräteebene. Selbst wenn die Oberfläche der App Freigaben anbietet, kann eine zentrale Vorgabe einzelne Funktionen dennoch sperren.

Für die Fehlerprüfung ist daher wichtig, den Verwaltungsstatus des Geräts zu kennen. Ein Geschäftsnotebook mit Arbeitskonto folgt anderen Regeln als ein privat eingerichtetes Familiengerät. Manche Optionen werden ausgeblendet, andere sind sichtbar, aber nicht änderbar. Das ist kein Anzeigefehler, sondern Ausdruck einer übergeordneten Steuerung.

  1. In den Windows-Einstellungen unter Konten nach Arbeits- oder Schulkonten suchen.
  2. Prüfen, ob das Gerät einer Organisation zugeordnet ist.
  3. Die Hinweise auf Richtlinien, eingeschränkte Funktionen oder verwaltete Apps beachten.
  4. Falls erlaubt, die Verbindung testweise trennen und erneut herstellen.
  5. Bei zentral verwalteten Geräten die Vorgaben der IT-Abteilung einbeziehen.

Wird ein Konto durch Richtlinien gesteuert, sollten Änderungen nicht nur lokal vorgenommen werden. In vielen Fällen muss die Serverkonfiguration, das MDM-Profil oder die Exchange-Richtlinie angepasst werden, damit der Zugriff dauerhaft funktioniert. Andernfalls stellt sich der alte Zustand nach der nächsten Synchronisation wieder ein.

FAQ

Welche Einstellung entscheidet zuerst über den Zugriff einer App auf persönliche Daten?

Der erste Prüfpunkt ist in den Windows-Datenschutzeinstellungen zu finden. Dort wird festgelegt, ob eine App Kontakte, Kalender oder E-Mail-bezogene Daten überhaupt anfragen darf. Erst danach lohnt sich der Blick in die App selbst, das zugehörige Konto und die Synchronisationsoptionen.

Wie gehe ich vor, wenn die Kontakte in Mail oder Kalender nicht angezeigt werden?

Prüfen Sie zunächst, ob das richtige Konto eingebunden ist und ob die Synchronisation für Kontakte aktiviert wurde. Danach sollten Sie in der App die Ansicht wechseln und kontrollieren, ob nur ein bestimmtes Adressbuch oder nur ausgewählte Kalender eingeblendet werden. Hilfreich ist außerdem, das Konto kurz zu entfernen und wieder hinzuzufügen, damit fehlerhafte Zuordnungen neu aufgebaut werden.

Warum sieht ein Windows-Konto in einer App andere Daten als in einer anderen App?

Jede App arbeitet mit eigenen Rechten, Ansichten und Kontoeinstellungen. Dadurch kann es passieren, dass Mail alle Ordner zeigt, während Kalender nur einen Teil der Einträge übernimmt. Entscheidend ist, ob die App Zugriff auf dieselbe Datenquelle hat und ob Filter, Gruppierungen oder lokale Ansichten etwas ausblenden.

Wo finde ich die Optionen für Kontakte, Kalender und E-Mail-Berechtigungen?

Die relevanten Schalter liegen in den Windows-Einstellungen unter den Datenschutz- und App-Berechtigungen. Je nach Version befinden sie sich in den Bereichen für Kontakte, Kalender, E-Mail oder verbundene Konten. Dort lässt sich pro App festlegen, ob der Zugriff erlaubt oder blockiert wird.

Was tun, wenn die Freigabe in Windows gesetzt ist, aber die App trotzdem leer bleibt?

Dann liegt das Problem häufig nicht an der Freigabe, sondern an der Kontokonfiguration. Überprüfen Sie Anmeldeinformationen, Synchronisationszeitraum, Offline-Modus und mögliche Einschränkungen durch Unternehmensrichtlinien. Falls ein Update aussteht, sollte auch die App selbst aktualisiert werden, weil ältere Versionen mit Windows-Kontodiensten nicht immer sauber zusammenarbeiten.

Wie lassen sich einzelne Kalender oder Adressbücher ein- und ausblenden?

In Mail und Kalender gibt es meist eine Seitenleiste oder Kontenliste, über die sichtbare Datenquellen gesteuert werden. Dort können Sie Häkchen setzen oder entfernen, um nur bestimmte Kalender, Gruppen oder Adressbücher anzuzeigen. So bleibt die Ansicht übersichtlich, ohne dass die eigentlichen Daten gelöscht werden.

Kann ein lokales Windows-Konto auf Mail- und Kalenderdaten zugreifen?

Ja, aber der Zugriff hängt davon ab, ob die benötigten Konten in der App eingerichtet sind. Ein lokales Windows-Konto allein enthält keine Cloud-Daten, es dient nur als Anmeldung am Gerät. Erst durch das Hinzufügen eines Microsoft-, Exchange- oder anderen Kontos werden Kontakte und Termine eingebunden.

Wie lassen sich gespeicherte Kontoverknüpfungen sicher entfernen?

Öffnen Sie die Kontoverwaltung in den Windows-Einstellungen und entfernen Sie dort nicht mehr benötigte Einträge. Anschließend sollte auch in Mail oder Kalender geprüft werden, ob das Konto noch separat vorhanden ist. Danach empfiehlt sich ein Neustart, damit alte Sitzungen und gespeicherte Anmeldeinformationen vollständig geladen werden.

Was ist bei mehreren Benutzern auf demselben Gerät zu beachten?

Jeder Benutzer sollte mit einem eigenen Windows-Profil arbeiten, damit Kontakte und Kalenderdaten nicht vermischt werden. Zusätzlich sollten die App-Berechtigungen pro Konto geprüft werden, weil eine Freigabe für einen Nutzer nicht automatisch für alle anderen gilt. Bei gemeinsam genutzten Geräten ist außerdem wichtig, gespeicherte Zugangsdaten und Synchronisationsreste regelmäßig zu kontrollieren.

Wie behebe ich Synchronisationsprobleme ohne Datenverlust?

Starten Sie mit einer Kontrolle von Internetverbindung, Kontostatus und Anmeldeinformationen. Danach kann die Synchronisation gezielt neu angestoßen werden, etwa durch ein kurzes Deaktivieren und erneutes Aktivieren des Kontos in der App. Nur wenn das nichts bringt, sollte das Konto vollständig neu eingebunden werden, damit vorhandene Daten erhalten bleiben.

Welche Maßnahmen helfen, wenn Änderungen in Mail nicht in Kalender oder Kontakte übernommen werden?

Dann sind meist getrennte Synchronisationswege oder unterschiedliche Kontoarten im Spiel. Prüfen Sie, ob Mail, Kalender und Kontakte wirklich dasselbe Konto nutzen und ob alle Teilbereiche aktiviert sind. Bei Exchange- oder Microsoft-Konten hilft oft auch ein Blick in die erweiterten Kontoeinstellungen, weil dort einzelne Bereiche separat gesteuert werden.

Fazit

Ein sauberer Umgang mit den Datenzugriffen in Windows gelingt am besten, wenn Sie Berechtigungen, Konten und Synchronisation als zusammenhängendes System betrachten. Wer die sichtbaren Datenquellen, die App-Rechte und die Kontoverwaltung Schritt für Schritt prüft, beseitigt die meisten Probleme ohne Umwege. So bleiben Kontakte, Kalender und E-Mails dort verfügbar, wo sie benötigt werden, und auf dem Gerät bleibt die Struktur nachvollziehbar.

Checkliste
  • Windows-Einstellungen: steuern systemweite Datenschutzrechte für Apps.
  • Mail- und Kalender-App: verwaltet verbundene Konten und Synchronisation.
  • Kontoeinstellungen des Anbieters: legen fest, welche Inhalte geliefert werden.
  • Unternehmensrichtlinien: können Zugriffe in verwalteten Umgebungen einschränken.

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