Remote Desktop in Windows 11 einrichten und mit einem anderen PC verbinden

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 8. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 8. Juni 2026

Mit der Fernverbindung von Windows 11 kannst du auf einen anderen Rechner zugreifen, als würdest du direkt davor sitzen. Das ist nützlich für den Zugriff auf Arbeitsdateien, für Support im Heimnetz oder für Verwaltung auf einem Zweitgerät. Wichtig ist dabei die richtige Vorbereitung auf beiden Computern, denn nur ein korrekt freigegebener Ziel-PC lässt sich später zuverlässig erreichen.

Bevor du mit der eigentlichen Verbindung beginnst, solltest du prüfen, ob der Zielrechner die passende Windows-Edition nutzt. Die Remote-Desktop-Funktion zum Annehmen eingehender Verbindungen ist in der Regel in Windows 11 Pro, Enterprise und Education enthalten. Ein Gerät mit Windows 11 Home kann sich zwar auf andere Systeme aufschalten, aber keine eingehenden Remotedesktop-Sitzungen annehmen.

Voraussetzungen auf dem Ziel-PC

Damit der Zugriff sauber funktioniert, müssen einige Punkte stimmen. Der Ziel-PC muss eingeschaltet sein, darf nicht vollständig im Standby ohne Netzwerkreaktivierung hängen und sollte mit einem Benutzerkonto abgesichert sein. Außerdem brauchst du für die Anmeldung ein Kennwort, da ein leeres Passwort in der Praxis nicht zuverlässig akzeptiert wird.

  • Windows 11 Pro, Enterprise oder Education auf dem Zielgerät
  • Aktiviertes Benutzerkonto mit Kennwort
  • Stabile Netzwerkverbindung im selben Heimnetz oder über eine passende VPN-Lösung
  • Freigegebene Remote-Desktop-Einstellung
  • Zulässige Firewall-Regel für eingehende Verbindungen

Wenn du von außerhalb deines Heimnetzes zugreifen möchtest, reicht die Aktivierung am PC allein nicht aus. Dann brauchst du zusätzlich eine sichere Netzwerkverbindung, etwa über VPN. Eine direkte Freigabe des Remotedesktop-Ports ins Internet ist keine gute Idee, weil dadurch unnötige Angriffsfläche entsteht.

Fernzugriff auf dem Zielgerät freischalten

Die Freigabe erfolgt direkt in den Windows-Einstellungen. Öffne auf dem Ziel-PC die Einstellungen und gehe zu System und dann zu Remotedesktop. Dort aktivierst du den Schalter für Remotedesktop. Windows fragt anschließend nach einer Bestätigung, die du bestätigen solltest.

Nach dem Einschalten lohnt sich ein Blick auf die darunterliegenden Optionen. Dort findest du unter anderem den Namen des PCs, den du später beim Verbinden brauchst. Ebenso kannst du festlegen, welche Benutzer sich anmelden dürfen. In vielen Fällen reicht das Konto, mit dem du gerade angemeldet bist. Falls andere Personen auf den Rechner zugreifen sollen, lassen sich zusätzliche Konten auswählen.

Für den Zugriff über ältere oder leistungsschwächere Geräte kann es sinnvoll sein, die Anzeigequalität später etwas anzupassen. Das beeinflusst nicht die Freigabe selbst, sorgt aber oft für eine flüssigere Sitzung.

Benutzerrechte und Konten sauber prüfen

Nicht jedes Konto darf sich automatisch anmelden. Öffne deshalb in den Remote-Desktop-Einstellungen den Bereich für Benutzer und kontrolliere, ob dein Konto dort hinterlegt ist. Ist das nicht der Fall, füge es hinzu. Achte darauf, dass das betreffende Konto ein Kennwort besitzt.

Bei Microsoft-Konten gilt ebenfalls: Die Anmeldung funktioniert nur zuverlässig, wenn das Konto ein vollständiges Passwort verwendet und nicht nur mit einer PIN auf dem Ziel-PC abgesichert ist. Die PIN kann für die lokale Anmeldung nützlich sein, ersetzt aber nicht immer die Kennworteingabe bei einer Remotesitzung.

Wenn du mit einem Familien- oder Arbeitsplatzgerät arbeitest, solltest du außerdem die Kontoberechtigungen im Blick behalten. Ein Standardkonto kann sich meist anmelden, solange es für den Fernzugriff freigegeben wurde. Administratorrechte sind nur nötig, wenn du Einstellungen ändern oder Verwaltungsschritte ausführen willst.

Firewall und Netzwerkerkennung kontrollieren

Windows schaltet die nötigen Firewall-Regeln normalerweise automatisch frei. Trotzdem lohnt sich ein kurzer Kontrollblick, falls keine Verbindung zustande kommt. Öffne dazu die Windows-Sicherheit oder die klassische Firewall-Verwaltung und suche nach den Regeln für Remotedesktop. In einem privaten Netzwerk sollten diese Regeln erlaubt sein.

Anleitung
1Öffne die Remotedesktop-App auf dem Steuer-PC.
2Gib den Namen oder die IP-Adresse des Zielrechners ein.
3Starte die Verbindung.
4Bestätige die Sicherheitsabfrage, falls Windows danach fragt.
5Melde dich mit dem freigegebenen Benutzerkonto an.

Auch die Netzwerkerkennung kann hilfreich sein, vor allem wenn du den Ziel-PC bequem im lokalen Netz finden möchtest. Sie ist nicht zwingend für die Remotedesktop-Funktion selbst, erleichtert aber die Übersicht im Heimnetz. Wichtig ist, dass beide Rechner im gleichen Netzwerksegment hängen, wenn du ohne Zusatzdienste arbeiten willst.

Verbindung vom eigenen PC herstellen

Auf dem Computer, von dem aus du zugreifen willst, öffnest du die Remotedesktop-App. Sie ist in Windows 11 standardmäßig vorhanden oder lässt sich über den Microsoft Store beziehen. Im Eingabefeld trägst du den Namen des Ziel-PCs ein. Alternativ funktioniert auch die IP-Adresse, wenn du sie im Netz sicher kennst.

  1. Öffne die Remotedesktop-App auf dem Steuer-PC.
  2. Gib den Namen oder die IP-Adresse des Zielrechners ein.
  3. Starte die Verbindung.
  4. Bestätige die Sicherheitsabfrage, falls Windows danach fragt.
  5. Melde dich mit dem freigegebenen Benutzerkonto an.

Beim ersten Verbindungsaufbau erscheint häufig ein Hinweis zum Zertifikat oder zur Identität des Zielcomputers. Solche Meldungen sind im Heimnetz normal, solange du sicher bist, dass du den richtigen Rechner ansprichst. Prüfe den Gerätenamen aufmerksam, bevor du die Verbindung bestätigst.

Typische Fehlerbilder systematisch eingrenzen

Wenn die Sitzung nicht startet, liegt die Ursache oft an einer von wenigen Stellen. Häufig ist die Fernverbindung auf dem Zielgerät noch nicht aktiviert, oder das Konto wurde nicht für den Zugriff freigegeben. In anderen Fällen blockiert eine Firewall-Regel die Verbindung, oder der Steuer-PC erreicht den Zielrechner im Netzwerk nicht.

Gehe die Prüfung in dieser Reihenfolge durch:

  • Ist Remotedesktop auf dem Ziel-PC eingeschaltet?
  • Ist das richtige Benutzerkonto berechtigt?
  • Hat das Konto ein Kennwort?
  • Gehören beide Geräte zum selben Netzwerk oder zur richtigen VPN-Verbindung?
  • Ist die Windows-Firewall für Remotedesktop offen?
  • Stimmt der eingegebene PC-Name oder die IP-Adresse?

Kommt eine Meldung, dass der Computer nicht gefunden werden kann, hilft oft ein Blick auf den Gerätenamen. Der Name muss genau stimmen, inklusive möglicher Sonderzeichen oder späterer Umbenennungen. Bei wechselnden Netzwerken ist die IP-Adresse manchmal zuverlässiger als der Hostname.

Verbindung im Heimnetz über die IP-Adresse stabilisieren

Wenn der PC-Name im Netzwerk nicht sauber aufgelöst wird, kannst du stattdessen die IP-Adresse verwenden. Die findest du auf dem Zielgerät über die Einstellungen für Netzwerk und Internet oder über den Befehl ipconfig in der Eingabeaufforderung. Notiere dir die IPv4-Adresse und nutze sie in der Remotedesktop-App.

Diese Methode ist besonders praktisch in kleinen Heimnetzen mit mehreren Geräten. Sie umgeht Namensauflösungsprobleme, die bei Routerwechseln, Gastnetzwerken oder uneinheitlichen Netzwerkeinstellungen auftreten können. Achte jedoch darauf, dass sich die IP-Adresse des Ziel-PCs nicht ständig ändert. Für dauerhaft stabile Verbindungen kann eine feste DHCP-Zuweisung im Router helfen.

Sitzung flüssiger nutzen

Ist die Verbindung hergestellt, lässt sich das Erlebnis an die eigene Leitung anpassen. In den Anzeigeoptionen der App kannst du die Auflösung und die Farbtiefe verringern, wenn die Bandbreite knapp ist. Das macht sich vor allem bei schwächeren WLAN-Verbindungen oder bei Zugriffen über VPN bemerkbar.

Auch die lokale Nutzung des Ziel-PCs spielt eine Rolle. Wenn dort gleichzeitig aufwendige Programme laufen, kann die Fernsitzung träger reagieren. Schließe nicht benötigte Anwendungen auf dem Zielgerät, bevor du dich verbindest. So bleibt mehr Leistung für die Bildübertragung und die Eingaben aus der Ferne frei.

Abmeldung, Trennung und sichere Beendigung

Am Ende der Sitzung solltest du die Verbindung nicht einfach geschlossen stehen lassen. Trenne die Sitzung über das Menü der Remotedesktop-App oder melde dich direkt am Ziel-PC ab, wenn niemand mehr zugreifen soll. Gerade auf gemeinsam genutzten Geräten verhindert das ungewollte Offenlassen einer aktiven Sitzung.

Wenn du regelmäßig auf denselben Rechner zugreifst, kannst du die Verbindungsdaten in der App speichern. Prüfe aber immer wieder, ob das noch zu deinem aktuellen Gerät und Netzwerk passt. Nach Änderungen am Kennwort, an der Kontoberechtigung oder am PC-Namen müssen die gespeicherten Angaben oft aktualisiert werden.

So lässt sich der Fernzugriff nicht nur einschalten, sondern auch sauber im Alltag verwenden. Entscheidend sind ein freigegebener Ziel-PC, passende Kontorechte, eine funktionierende Netzwerkverbindung und eine Verbindungsart, die zu deinem Einsatzort passt.

Ein stabiler Fernzugriff beginnt nicht erst beim Klick auf „Verbinden“, sondern bei einer sauberen Arbeitsumgebung auf beiden Rechnern. Neben dem Freischalten des Zugangs lohnt sich ein Blick auf die Kontostruktur, die Namensauflösung im Netz, die Sitzungsvorgaben und die Frage, ob der Ziel-PC im Alltag überhaupt erreichbar bleibt. Wer mehrere Rechner oder unterschiedliche Windows-Editionen nutzt, sollte außerdem festlegen, welcher Computer dauerhaft erreichbar sein soll und welche Geräte nur bei Bedarf in den Fernzugriff gehen. So lässt sich später schneller eingrenzen, ob ein Problem bei Windows selbst, im Netzwerk oder an den Anmeldeinformationen liegt.

Verbindung mit der passenden Adresse herstellen

Für den ersten erfolgreichen Zugriff ist die richtige Zieladresse entscheidend. Im lokalen Netz funktioniert die Eingabe der IP-Adresse meist zuverlässiger als ein Computername, vor allem wenn mehrere Geräte ähnliche Namen tragen oder die Namensauflösung im Heimnetz schwankt. Die IP findest du auf dem Ziel-PC in den Netzwerkeinstellungen oder per Eingabeaufforderung mit ipconfig. Notiere dabei die IPv4-Adresse, denn genau diese wird in der Remotedesktop-Verbindung eingetragen.

Im Dialog der Remotedesktop-App reicht es dann nicht, nur den Namen des Geräts anzugeben. Prüfe zusätzlich, ob die Verbindung über das richtige Konto laufen soll, und speichere häufig genutzte Ziele als Favorit. Das spart Zeit und verhindert Eingabefehler. Nutzt du den Zugriff über ein Firmennetz oder eine VPN-Verbindung, muss die Zieladresse über denselben Weg erreichbar sein, sonst bleibt der Verbindungsversuch bereits vor dem Anmeldefenster hängen.

  • IP-Adresse prüfen: auf dem Ziel-PC per ipconfig oder in den Netzwerkeinstellungen.
  • Zielname testen: nur sinnvoll, wenn Namensauflösung im Netz sauber funktioniert.
  • Port beachten: Standard ist 3389, abweichende Einstellungen müssen auf beiden Seiten zusammenpassen.
  • VPN berücksichtigen: außerhalb des Heimnetzes meist nötig, damit der Rechner erreichbar bleibt.

Sitzungseinstellungen sinnvoll anpassen

Damit die Fernsteuerung nicht nur startet, sondern auch angenehm nutzbar bleibt, helfen angepasste Anzeige- und Geräteeinstellungen. In der Remotedesktop-App kannst du die Bildschirmauflösung anpassen, die Vollbildanzeige wählen und lokale Laufwerke, Drucker oder die Zwischenablage freigeben. Wer an mehreren Fenstern arbeitet, fährt oft besser mit einer angepassten Auflösung statt mit maximaler Detailtiefe, weil sich Menüs dann leichter bedienen lassen und die Übertragung weniger Bandbreite braucht.

Auch die Audioumleitung sollte bewusst gesetzt werden. Töne vom Ziel-PC können lokal wiedergegeben werden, was bei Benachrichtigungen oder Medieninhalten nützlich ist. Umgekehrt lässt sich die lokale Mikrofonweitergabe aktivieren, falls auf dem Zielrechner Sprachaufnahmen, Meetings oder Supportgespräche laufen sollen. Solche Optionen findest du direkt in den erweiterten Verbindungseinstellungen oder in den Geräteeigenschaften der Remotedesktop-App.

Praktische Stellschrauben in den Anzeige- und Ressourcenoptionen

  • Anzeige: Auflösung und Skalierung an die Monitorgröße anpassen.
  • Lokale Ressourcen: Zwischenablage, Drucker und Laufwerke nur dann freigeben, wenn du sie wirklich brauchst.
  • Audio: Wiedergabe und Aufnahme getrennt prüfen, damit die Sitzung sauber bleibt.
  • Tastenkombinationen: Windows-Tastenbefehle und Vollbildsteuerung so wählen, dass lokale Shortcuts nicht stören.

Zugriff im Alltag absichern und sauber warten

Wer dauerhaft per Fernzugriff arbeitet, sollte den Ziel-PC nicht nur technisch erreichbar machen, sondern auch betrieblich absichern. Dazu gehört, dass das Benutzerkonto ein starkes Kennwort hat, automatische Sperren sinnvoll gesetzt sind und wichtige Systemupdates nicht ungeplant mitten in der Nutzungszeit starten. Ein Rechner, der nachts aktualisiert oder neu gestartet wird, ist am nächsten Morgen womöglich nicht bereit, obwohl alle Verbindungsdaten stimmen.

Hilfreich ist außerdem eine feste Routine für den Zielrechner. Nach großen Windows-Updates lohnt ein kurzer Test, ob die Sitzung weiterhin akzeptiert wird. Ebenso sinnvoll ist es, den Energieplan zu prüfen: Der Computer darf nicht zu früh in den Standby wechseln, sonst bricht die Erreichbarkeit ab. Für Geräte, die dauerhaft verfügbar sein sollen, ist ein angepasster Ruhezustand oder ein planvoller Betriebsmodus deutlich zuverlässiger als die Werkseinstellung.

  1. Windows-Updates nach Wartungsfenstern einplanen.
  2. Bildschirm- und Energiesparoptionen so setzen, dass der Rechner erreichbar bleibt.
  3. Speicherorte und Freigaben dokumentieren, wenn mehrere Benutzer auf denselben Ziel-PC zugreifen.
  4. Nach jeder größeren Änderung kurz testen, ob Anmeldung und Sitzungsstart weiterhin funktionieren.

Saubere Bedienung bei mehreren Geräten und Konten

In Umgebungen mit mehreren PCs entsteht schnell Verwirrung, wenn ähnliche Rechnernamen oder mehrere Benutzerkonten im Spiel sind. Dann hilft eine klare Zuordnung: Welcher PC ist der Zielrechner, welches Konto darf sich anmelden, und welche Adresse führt zuverlässig zum richtigen Gerät? Gerade bei gemeinsam genutzten Geräten sollte das berechtigte Konto eindeutig benannt sein und nicht nur über ein allgemeines Administratorpasswort laufen.

Für wiederkehrende Verbindungen lohnt es sich, ein kleines internes Schema zu pflegen. Dazu gehören der Geräteame, die aktuelle IP-Adresse, das verwendete Konto und der Zustand des Rechners vor dem Verbindungsaufbau. So lassen sich Unstimmigkeiten schneller erkennen, etwa nach einem Router-Neustart oder einem Austausch des Netzwerkkabels. In vielen Fällen ist nicht der Fernzugriff selbst das Problem, sondern eine geänderte Netzwerkzuordnung oder ein vergessenes Kennwort.

  • Gerätenamen eindeutig halten: keine fast identischen Bezeichnungen für mehrere PCs.
  • Benutzerkonten klar trennen: Admin-Zugang und Alltagskonto nicht vermischen.
  • Adressänderungen notieren: besonders nach Routerwechseln oder DHCP-Umstellungen.
  • Zugriffsrechte regelmäßig prüfen: nach Kontowechseln oder neuen Richtlinien.

Stabile Nutzung bei längeren Arbeitssitzungen

Bei längeren Fernsitzungen zählt nicht nur der Verbindungsaufbau, sondern auch die Qualität während der Arbeit. Eine kabelgebundene Netzverbindung ist oft robuster als WLAN, besonders wenn parallel große Dateien übertragen werden. Reduziere bei Bedarf die visuelle Darstellung, schließe auf dem Ziel-PC unnötige Programme und arbeite mit einer festen Fenstergröße, wenn du nur einzelne Anwendungen bedienen willst. So bleibt die Reaktion des Systems berechenbarer und die Sitzung reagiert meist flüssiger.

Für Aufgaben mit vielen Texteingaben oder wiederholten Dateizugriffen hilft eine klare Trennung zwischen lokalem und entferntem Arbeiten. Nutze beispielsweise die Zwischenablage für kurze Inhalte, aber leite große Ordner besser über Laufwerksfreigaben oder Netzlaufwerke weiter, wenn sie auf dem Zielsystem häufig gebraucht werden. Dadurch bleibt die Sitzung übersichtlich und die Gefahr sinkt, dass Dateien versehentlich am falschen Ort landen.

Falls die Verbindung gelegentlich abreißt, prüfe neben der Netzqualität auch die Energieoptionen des Routers, des Ziel-PCs und des eigenen Rechners. Schon kleine Änderungen bei Standby, WLAN-Sparmodus oder Netzadaptereinstellungen können dafür sorgen, dass der Zugriff stabiler läuft. Ein durchdachter Fernzugriff besteht deshalb immer aus mehr als nur der Anmeldung selbst.

FAQ

Welche Windows-Edition braucht der Ziel-PC?

Die Funktion zum Fernzugriff ist typischerweise auf Pro, Enterprise und Education verfügbar. Auf vielen Home-Editionen lässt sich ein PC nicht als Remotedesktop-Host verwenden, auch wenn die Verbindung von dort zu anderen Geräten möglich bleibt.

Wie finde ich heraus, ob der Ziel-PC überhaupt erreichbar ist?

Prüfe zuerst, ob beide Geräte im selben Netzwerk hängen oder ob der Ziel-PC aus dem Internet erreichbar gemacht wurde. Mit der Eingabe von Hostname oder IP-Adresse in der Remotedesktop-App lässt sich schnell erkennen, ob Nameauflösung und Netzwerkpfad funktionieren.

Was ist besser: Computername oder IP-Adresse?

Im Heimnetz reicht oft der Computername, solange Namensauflösung und Netzwerkerkennung sauber arbeiten. Bei wechselnden Verbindungen ist eine feste IP-Adresse hilfreicher, weil die Verbindung dann weniger von Netzwerknamen abhängt.

Warum wird die Verbindung trotz richtiger Daten abgelehnt?

Häufig liegt das an fehlenden Benutzerrechten, einer gesperrten Sitzung oder an einer Policy, die Remoteanmeldungen einschränkt. Auch ein anderer Benutzername im Format DomäneBenutzer oder PC-NameBenutzer kann nötig sein, damit die Anmeldung akzeptiert wird.

Wie gehe ich vor, wenn der Ziel-PC im Ruhezustand ist?

Der Rechner muss in der Regel eingeschaltet und aus dem Energiesparmodus geweckt sein, bevor du dich verbinden kannst. In den Energieoptionen solltest du deshalb Schlafmodus, Standby und Netzschalter so einstellen, dass das Gerät für Fernzugriffe erreichbar bleibt.

Kann ich mehrere Bildschirme des Ziel-PCs verwenden?

Ja, die Remotesitzung kann mehrere Monitore einbinden, wenn der Client und die Anzeigeeinstellungen das unterstützen. In der App lohnt sich ein Blick auf die Anzeigeoptionen, damit die Sitzung auf einem oder auf mehreren Displays optimal dargestellt wird.

Wie sichere ich die Verbindung zusätzlich ab?

Nutze ein starkes Konto mit gutem Kennwort und halte Windows sowie die Sicherheitsfunktionen aktuell. Für Verbindungen über das Internet ist ein VPN deutlich sinnvoller als das direkte Öffnen des RDP-Ports am Router.

Was mache ich, wenn Maus oder Tastatur verzögert reagieren?

Dann hilft oft eine Reduzierung von Auflösung, Farbtiefe und visuellen Effekten in der Sitzung. Auch eine instabile WLAN-Verbindung oder hohe Netzwerklatenz kann Eingaben spürbar verlangsamen.

Wie lassen sich Drucker, Laufwerke und Zwischenablage nutzen?

Diese Umleitungen lassen sich in den Optionen des Remotedesktop-Clients ein- oder ausschalten. Aktivierst du Laufwerke oder die Zwischenablage, kannst du Dateien und Text einfacher zwischen lokalem und entferntem System übertragen.

Welche Protokolle oder Ports sind für die Verbindung wichtig?

Für die klassische Remotedesktopverbindung wird normalerweise Port 3389 verwendet. Wenn du die Erreichbarkeit über das Netzwerk prüfen willst, muss dieser Port im Zielnetz sowie auf Firewall- und Routerebene passend weitergeleitet oder freigegeben sein.

Wie beende ich eine Sitzung korrekt?

Trenne die Verbindung über das Menü der Remotedesktop-App oder schließe das Fenster der Sitzung. Melde dich am Ziel-PC vorher ab, wenn keine weitere Nutzung mehr vorgesehen ist und eine saubere Trennung gewünscht wird.

Fazit

Eine stabile Fernverbindung steht und fällt mit sauberer Vorbereitung auf dem Zielgerät, korrekten Anmeldedaten und einer passenden Netzwerkkonfiguration. Wer Edition, Rechte, Erreichbarkeit und Sicherheit im Blick behält, nutzt den entfernten Windows-PC deutlich zuverlässiger. Für den Alltag ist außerdem wichtig, Energieoptionen, Anzeigeeinstellungen und Umleitungen an die eigene Arbeitsweise anzupassen.

Checkliste
  • Windows 11 Pro, Enterprise oder Education auf dem Zielgerät
  • Aktiviertes Benutzerkonto mit Kennwort
  • Stabile Netzwerkverbindung im selben Heimnetz oder über eine passende VPN-Lösung
  • Freigegebene Remote-Desktop-Einstellung
  • Zulässige Firewall-Regel für eingehende Verbindungen

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