Super God Mode für Windows: So findest du versteckte Einstellungen schneller

Lesedauer: 15 Min – Beitrag erstellt: 25. Mai 2026, zuletzt aktualisiert: 25. Mai 2026

Mit dem sogenannten God Mode bündelst du in Windows eine riesige Anzahl Systemwerkzeuge und versteckte Einstellungsseiten in einem einzigen Ordner. Du sparst dir damit lange Klickwege durch die Systemsteuerung und die Einstellungen-App und kommst sehr schnell an viele Funktionen, die sonst gut versteckt sind. Der Trick funktioniert ohne Zusatzsoftware und lässt sich jederzeit wieder entfernen.

Der God Mode ist eine besondere Ordneransicht, die intern eine Sammelliste von Systemsteuerungsfunktionen darstellt. Statt dich durch mehrere Ebenen von Menüs zu hangeln, öffnest du nur einen Ordner auf dem Desktop oder im Explorer und findest dort hunderte Einträge für Einstellungen, Assistenten und Wartungswerkzeuge.

Was der God Mode in Windows eigentlich ist

Der God Mode ist kein offizieller Produktname von Microsoft, sondern ein Spitzname für einen speziellen Systemordner, der alle klassischen Systemsteuerungs-Elemente in einer Ansicht auflistet. Technisch steckt dahinter eine sogenannte GUID, also eine eindeutige Kennung, die Windows mit einer speziellen Ansicht verknüpft. Der Ordner verhält sich wie ein normaler Ordner, zeigt aber keine Dateien, sondern Verknüpfungen zu Einstellungen.

Diese Ansicht kann Hunderte Einträge enthalten, zum Beispiel für Netzwerk- und Freigabeoptionen, Energieverwaltung, Verwaltung von Benutzerkonten, Standardprogramme, Indizierungsoptionen oder Tools zur Problembehandlung. Viele dieser Dialoge findest du in der modernen Einstellungen-App nur über Umwege oder suchst sie in der Systemsteuerung relativ lange.

Wichtig ist: Der God Mode fügt deinem System keine neuen Funktionen hinzu. Er macht lediglich vorhandene Konfigurationsdialoge besser sichtbar und strukturiert sie in einer langen, aber thematisch sortierten Liste. Du kannst Einträge wie in einem Ordner durchsuchen und per Doppelklick direkt zum jeweiligen Einstellungsdialog springen.

Voraussetzungen und unterstützte Windows-Versionen

Der Trick mit dem Spezialordner funktioniert in der Regel auf allen aktuellen Desktop-Versionen von Windows. Üblicherweise gilt das für Windows 10 und Windows 11, oft auch noch für einige ältere Versionen, solange die klassische Systemsteuerung vorhanden ist. Auf Windows-Server-Systemen kann die Darstellung leicht abweichen, der Mechanismus ist im Kern aber derselbe.

Um den God Mode sinnvoll nutzen zu können, solltest du mit einem Benutzerkonto mit Administratorrechten angemeldet sein, insbesondere wenn du sicherheitsrelevante oder systemweite Einstellungen ändern willst. Viele Einträge kannst du zwar auch mit einem eingeschränkten Konto öffnen, beim Speichern der Änderungen wirst du dann aber häufig nach Administratorrechten gefragt.

Voraussetzungen im Überblick:

  • Aktuelle Windows-Version mit Systemsteuerung (z. B. Windows 10 oder 11).
  • Ein Dateimanager-Zugriff, üblicherweise der Windows-Explorer.
  • Optional Administratorrechte, um Systemkonfigurationen auch wirklich ändern zu können.

Wenn du diese Punkte erfüllst, kannst du den Spezialordner problemlos anlegen, testen und bei Nichtgefallen einfach wieder löschen, ohne dass bleibende Änderungen am System bleiben.

God Mode-Ordner in Windows anlegen

Die Einrichtung des God Mode-Ordners besteht im Grunde nur aus dem Anlegen eines neuen Ordners mit einer speziellen Bezeichnung. Das wirkt im ersten Moment etwas kryptisch, ist aber mit wenigen Schritten erledigt und jederzeit rückgängig zu machen.

So gehst du vor, um den Ordner auf dem Desktop zu erstellen:

  1. Wechsle auf deinen Desktop, zum Beispiel mit der Tastenkombination Windows-Taste + D.
  2. Klicke mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle und wähle Neu und dann Ordner.
  3. Benenne den neuen Ordner exakt so:
    GodMode.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}
  4. Bestätige mit der Eingabetaste. Das Ordnersymbol wandelt sich nun zu einem Symbol der Systemsteuerung, und der Ordnername wird dabei ausgeblendet.

Alternativ kannst du den Ordner auch in beliebigen anderen Verzeichnissen anlegen, etwa direkt auf Laufwerk C: oder in einem speziellen Admin-Ordner. Entscheidend ist nur, dass die GUID in geschweiften Klammern korrekt angegeben wird. Zeichenfehler oder fehlende Klammern führen dazu, dass du nur einen normalen Ordner erhältst.

Wenn sich der Name nach dem Umbenennen nicht automatisch ändert oder eine Fehlermeldung erscheint, stimmt meist ein Zeichen in der Kennung nicht. In diesem Fall löschst du den Ordner einfach und beginnst den Vorgang noch einmal sorgfältig.

God Mode öffnen und Funktionen verstehen

Nach dem Einrichten öffnest du den Spezialordner per Doppelklick wie einen normalen Ordner. Statt Dateien findest du nun eine lange Liste von Einträgen, sortiert nach Kategorien. Typische Rubriken sind zum Beispiel Anzeige, System, Wartungscenter, Benutzerkonten oder Netzwerk- und Freigabecenter.

Anleitung
1Wechsle auf deinen Desktop, zum Beispiel mit der Tastenkombination Windows-Taste + D.
2Klicke mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle und wähle Neu und dann Ordner.
3Benenne den neuen Ordner exakt so:GodMode.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}.
4Bestätige mit der Eingabetaste. Das Ordnersymbol wandelt sich nun zu einem Symbol der Systemsteuerung, und der Ordnername wird dabei ausgeblendet.

Jeder Eintrag in diesem Ordner ist eine Art Verknüpfung zu einer Systemfunktion oder einer Einstellungsseite. Einige dieser Einträge kennst du vielleicht aus den normalen Menüs, andere tauchen normalerweise nur in der klassischen Systemsteuerung oder in tief versteckten Unterdialogen auf. Viele dieser Funktionen haben relativ technische Bezeichnungen, da sie ursprünglich für Administratoren gedacht waren.

Innerhalb der Ansicht kannst du wie gewohnt filtern und sortieren. Es ist möglich, zum Beispiel nach einem bestimmten Begriff zu suchen, etwa nach „Energie“, „Netzwerk“ oder „Index“, um passende Optionen in der Liste zu finden. So musst du nicht die gesamte Ansicht durchscrollen, wenn du nur nach einem bestimmten Bereich suchst.

Wichtige Einstellungsbereiche im God Mode

Der Systemordner bündelt auffallend viele Konfigurationsmöglichkeiten, die du im Alltag häufiger brauchst oder mit denen du Rechner und Windows besser an deine Arbeitsweise anpassen kannst. Einige Bereiche sind besonders hilfreich, wenn du Zeit sparen oder Probleme gezielt angehen möchtest.

Beispiele für nützliche Kategorien:

  • System und Sicherheit: Zugriff auf Systeminformationen, Gerätemanager, erweiterte Systemeinstellungen, Sicherungs- und Wiederherstellungsfunktionen.
  • Netzwerk und Internet: Netzwerk- und Freigabecenter, Adaptereinstellungen, Heimnetzgruppen-Optionen, Internetoptionen.
  • Darstellung und Anpassung: Anzeigeoptionen, Schriftenverwaltung, Taskleisten- und Startmenükonfiguration, Desktophintergründe.
  • Hardware und Sound: Energieoptionen, Soundeinstellungen, Geräteeinstellungen, Maus- und Tastatureinstellungen.
  • Benutzerkonten und Kinderschutz: Benutzerkontenverwaltung, Anmeldeoptionen, Kennwort- und Kontensteuerung.
  • Programme: Standardprogramme, Features aktivieren oder deaktivieren, Installierte Programme verwalten.
  • Erleichterte Bedienung: Einstellungen für Barrierefreiheit, Bildschirmlupe, Sprachausgabe, Tastaturfilteroptionen.

In vielen Fällen sparst du über diesen Sammelordner mehrere Klicks, weil du nicht erst wissen musst, ob eine gesuchte Funktion in der neuen Einstellungen-App, in der klassischen Systemsteuerung oder in einem speziellen Untermenü steckt. Du blendest die Kategorien wie gewohnt ein oder aus und öffnest bei Bedarf direkt den gewünschten Dialog.

Schnellzugriffe für häufig genutzte Einstellungen einrichten

Viele Nutzer verwenden regelmäßig nur einen kleinen Teil der im God Mode verfügbaren Funktionen. Um besonders wichtige Werkzeuge im Alltag noch schneller zu erreichen, kannst du dir gezielte Abkürzungen in Form von Verknüpfungen oder angehefteten Einträgen bauen. So musst du nicht jedes Mal durch die gesamte Liste laufen.

Ein einfacher Weg führt über Verknüpfungen auf dem Desktop:

  1. Öffne den God Mode-Ordner mit einem Doppelklick.
  2. Suche in der Liste nach dem Eintrag, den du häufig nutzen möchtest, zum Beispiel Energieoptionen oder Gerätemanager.
  3. Klicke diesen Eintrag mit der rechten Maustaste an und ziehe ihn bei gedrückter Taste auf den Desktop.
  4. Lasse die Maustaste los und wähle im Kontextmenü Verknüpfung hier erstellen.

Auf diese Weise erhältst du einzelne Abkürzungen zu den wichtigsten Systemfunktionen, ganz ohne weiteren Umweg. Alternativ kannst du einige Tools über das Startmenü oder die Taskleiste anheften, wenn Windows dies für den jeweiligen Dialog unterstützt. In diesem Fall öffnest du die betreffende Funktion einmal, klickst das Symbol im Startmenü oder in der Taskleiste mit der rechten Maustaste an und nutzt dort die Anheften-Option.

Versteckte Systemwerkzeuge über den God Mode entdecken

Der Sammelordner eignet sich auch hervorragend, um Werkzeuge kennenzulernen, die in der Oberfläche sonst nur selten erwähnt werden. Gerade für Wartung, Fehleranalyse und Feinjustierung deines Systems lohnt sich ein Blick in die tieferen Bereiche der Liste.

Nützliche Beispiele für versteckte oder wenig bekannte Werkzeuge sind etwa:

  • Indizierungsoptionen für die Windows-Suche, mit denen du festlegst, welche Ordner durchsucht werden.
  • Erweiterte Systemeinstellungen, über die du Umgebungsvariablen, Leistungsoptionen und Start- und Wiederherstellungsparameter anpassen kannst.
  • Speicheroptimierung und Tools zur Defragmentierung oder Optimierung von Datenträgern bei älteren Systemen.
  • Konfiguration der Ereignisanzeige, die dir Protokolle zu System- und Anwendungsereignissen zeigt.
  • Einstellungen für Automatische Wiedergabe, mit denen du steuerst, wie Windows auf angeschlossene Datenträger und Medien reagiert.

Wenn du dir Zeit nimmst, die Liste einmal in Ruhe durchzugehen, wirst du schnell feststellen, dass Windows an vielen Stellen detailliertere Steuerungsmöglichkeiten bietet als in den einfachen Einstellungsdialogen. Der God Mode bündelt diese Stellen übersichtlich, auch wenn die Benennung teilweise technisch ausfällt.

Wann der God Mode besonders hilfreich ist

Der Spezialordner ist vor allem dann nützlich, wenn du häufiger Einstellungen änderst oder Probleme auf deinem Rechner selbst untersuchen willst. Wer regelmäßig an Netzwerkeinstellungen, Energieprofilen, Benutzerkonten oder der Darstellung arbeitet, spart sich über die Sammelansicht jede Menge Zeit.

Sehr hilfreich wird der Ordner außerdem in Situationen, in denen du nicht genau weißt, in welchem Bereich sich eine bestimmte Option versteckt. Über die Suchfunktion innerhalb des God Mode-Ordners kannst du mit einem Schlag alle passenden Einträge sichtbar machen und auf einen Blick prüfen, welcher davon die richtige Wahl ist.

Für alle, die mehrere Rechner betreuen, eignet sich der God Mode zudem als eine Art Einstiegspunkt in die Systemverwaltung. Du siehst sofort, welche Konfigurationsdialoge auf einem System zur Verfügung stehen, und kannst neue Geräte schneller in einen gewünschten Zustand bringen.

Beispiel: Energieeinstellungen an einem Notebook anpassen

Ein typisches Einsatzszenario ist das Optimieren der Akkulaufzeit eines Notebooks. Über die normale Einstellungen-App sind die relevanten Punkte über mehrere Menüs verteilt. Über den God Mode rufst du die wichtigsten Energieoptionen direkt nacheinander auf.

Eine mögliche Vorgehensweise sieht so aus:

  1. Öffne den God Mode-Ordner.
  2. Gib oben rechts im Suchfeld „Energie“ ein.
  3. Wähle Energieoptionen aus der Trefferliste.
  4. Stelle dein bevorzugtes Energieschema ein oder passe es an, etwa Bildschirmabschaltung und Ruhezustand.
  5. Öffne bei Bedarf weitere Einträge wie Auswählen, was beim Zuklappen des Computers geschehen soll, um das Verhalten deines Notebooks genau festzulegen.

So gelangst du nacheinander an alle relevanten Dialoge, ohne unterschiedliche Pfade in den Einstellungen auswendig zu kennen. Änderungen lassen sich Schritt für Schritt testen, bis du die gewünschte Kombination aus Leistung und Akkulaufzeit erreicht hast.

Beispiel: Netzwerkprobleme über Systemfunktionen eingrenzen

Auch bei Verbindungsproblemen im Heimnetzwerk kann der Spezialordner helfen, weil du darüber viele Diagnosewerkzeuge direkt erreichst. Statt verschiedene Bereiche mühsam zu öffnen, holst du dir alle relevanten Dialoge schnell nacheinander auf den Bildschirm.

Ein typischer Ablauf kann so aussehen:

  1. Starte den God Mode-Ordner.
  2. Suche nach Begriffen wie „Netzwerk“, „Adapter“ oder „Freigabe“.
  3. Öffne zunächst das Netzwerk- und Freigabecenter und prüfe, ob Windows deine Verbindung und dein Netzwerkprofil korrekt anzeigt.
  4. Wechsle über den Eintrag Adaptereinstellungen ändern zu deiner aktiven Netzwerkkarte und kontrolliere Status und IP-Konfiguration.
  5. Starte bei Bedarf die integrierten Problembehandlungen, die dir passend zur Situation Vorschläge machen.

Wenn du siehst, dass zum Beispiel keine gültige IP-Adresse vergeben wurde, kannst du anschließend gezielt an den richtigen Stellen ansetzen, etwa den Router prüfen oder die Adapterkonfiguration anpassen. Der God Mode nimmt dir die eigentliche Diagnose nicht ab, aber er stellt dir alle Einstellungsdialoge schnell bereit.

Beispiel: Systemwartung und Aufräumen organisieren

Viele Werkzeuge für Wartung und Bereinigung des Systems liegen im Alltag etwas versteckt. Über den Sammelordner kannst du dir eine kleine Routine für Pflege und Aufräumen deines Rechners zusammenstellen, ohne nach jeder Funktion separat suchen zu müssen.

Mögliche Schritte für einen Wartungsdurchlauf:

  1. Starte den God Mode-Ordner.
  2. Suche nach Begriffen wie „Speicher“, „Datenträger“ oder „Wartung“.
  3. Öffne die Datenträgerbereinigung oder verwandte Tools und entferne temporäre Dateien sowie alte Installationsreste.
  4. Rufe die Indizierungsoptionen auf und passe bei Bedarf die Suchindizes an, um unnötige Ordner auszuschließen.
  5. Nutze die Ereignisanzeige oder Zuverlässigkeitsüberwachung, um auf wiederkehrende Fehler oder Warnungen zu achten.

Diese Werkzeuge helfen dir, typische Ursachen für langsamer werdende Systeme zu reduzieren und gleichzeitig einen Blick auf potenzielle Fehlerquellen zu behalten. Über den God Mode bleiben diese Funktionen immer an der gleichen Stelle erreichbar.

Alternative Wege zu versteckten Windows-Einstellungen

Der Spezialordner ist eine sehr bequeme Lösung, aber nicht die einzige Möglichkeit, um versteckte Systemfunktionen aufzurufen. Je nach Arbeitsweise bevorzugst du vielleicht andere Zugänge, die ebenfalls schnell zum Ziel führen können.

Wichtige Alternativen sind zum Beispiel:

  • Windows-Suche: Über die Suchleiste im Startmenü oder in der Taskleiste findest du viele Einstellungsseiten, indem du einfach passende Begriffe eintippst, etwa „Gerätemanager“ oder „Energieoptionen“.
  • Ausführen-Dialog: Mit Windows-Taste + R öffnest du den Ausführen-Dialog und gibst dort Befehle wie control, sysdm.cpl oder appwiz.cpl ein, um direkt bestimmte Systemsteuerungsdialoge zu starten.
  • Windows-Einstellungen: Die moderne Einstellungen-App bündelt zahlreiche Optionen in übersichtlichen Kategorien und eignet sich besonders für Basisanpassungen an Darstellung, Apps und Konten.
  • PowerShell und Eingabeaufforderung: Für fortgeschrittene Anwender bieten Skripte und Kommandozeilenbefehle zusätzliche Möglichkeiten, Einstellungen zu lesen und teilweise auch zu verändern.

Wenn du bereits weißt, welche Funktion du suchst, reicht oft ein Befehl oder ein Suchwort aus. Der God Mode spielt seine Stärken eher dann aus, wenn du stöbern willst, nicht sicher bist, welche Optionen es gibt, oder mehrere verwandte Einstellungen in kurzer Zeit prüfen möchtest.

God Mode wieder entfernen oder verschieben

Da der Spezialordner im Grunde nur eine besondere Ansicht repräsentiert, lässt er sich vollständig gefahrlos wieder löschen. Das Entfernen des Ordners verändert keine Systemeinstellungen und schaltet keine Funktionen ab, weil er nichts Spezielles speichert, sondern nur Verknüpfungen anzeigt.

Wenn du den Ordner nicht mehr brauchst, gehst du genauso vor wie bei einem normalen Verzeichnis: Du klickst ihn mit der rechten Maustaste an, wählst Löschen und bestätigst den Vorgang. Der Ordner landet dann im Papierkorb, aus dem du ihn bei Bedarf wiederherstellen kannst. Später kannst du den Spezialordner jederzeit erneut anlegen, indem du dieselbe Bezeichnung noch einmal verwendest.

Falls dir der Ordner auf dem Desktop zu präsent ist, kannst du ihn in einen anderen Pfad verschieben oder dort neu anlegen, etwa in einem speziell für Administration gedachten Verzeichnis. Er verhält sich an jedem Speicherort gleich und funktioniert so lange, wie die zugrunde liegende GUID gültig ist.

God Mode und Sicherheit: Was du beachten solltest

Der God Mode selbst stellt keine zusätzliche Sicherheitslücke dar, denn er schaltet keine neuen Rechte frei. Er bündelt lediglich vorhandene Funktionen, die du auch über andere Wege erreichen könntest. Änderungen an System- oder Sicherheitseinstellungen können aber natürlich spürbare Auswirkungen haben, weshalb du sie mit Bedacht vornehmen solltest.

Insbesondere im Bereich Benutzerkonten, Firewall, Freigaben und Energieoptionen solltest du prüfen, welche Konsequenzen eine Änderung hat. Wenn du zum Beispiel Dateifreigaben im eigenen Netzwerk anpasst, kann das ungewollt dazu führen, dass mehr Geräte Zugriff auf Daten erhalten als geplant. Bei unsicherer Internetverbindung oder gemeinsam genutzten Rechnern lohnt sich eine vorsichtige Vorgehensweise und gegebenenfalls eine kurze Recherche zu den einzelnen Optionen.

Sinnvoll ist es außerdem, vor größeren Umbauten einen Wiederherstellungspunkt zu erstellen. Dadurch kannst du bei Problemen bequem auf einen früheren Systemzustand zurückspringen. Den Dialog zum Erstellen eines Wiederherstellungspunkts erreichst du ebenfalls bequem über den God Mode, etwa über die erweiterten Systemeinstellungen.

Typische Missverständnisse rund um den God Mode

Rund um diesen Spezialordner kursieren seit Jahren viele Mythen, die bei einer nüchternen Betrachtung nicht standhalten. Ein verbreitetes Missverständnis lautet, dass damit geheime Entwicklereinstellungen oder versteckte Zusatzfunktionen freigeschaltet würden. In der Praxis tauchen im God Mode aber einfach die bekannten Systemsteuerungselemente in gebündelter Form auf.

Ein weiterer Irrtum ist die Annahme, der Ordner könne Windows beschädigen oder das System instabil machen. Solche Effekte gehen nicht vom Ordner an sich aus, sondern allenfalls von unvorsichtigen Änderungen an Systemparametern, die du auch über andere Menüs vornehmen könntest. Wer weiß, was eine Option bewirkt, kann sie über die Sammelansicht genauso sicher verwenden wie über den bisherigen Weg.

Schließlich glauben manche Nutzer, der God Mode sei nur für Profis oder Administratoren geeignet. Tatsächlich finden auch Einsteiger darin viele nützliche Einstellungen, solange sie sich Schritt für Schritt vorarbeiten und Änderungen mit Bedacht ausprobieren. Hilfreich ist, immer nur an einem Bereich gleichzeitig zu arbeiten und sich bei Unsicherheit zunächst unkritische Optionen wie Darstellung und Komfortfunktionen vorzunehmen.

Häufige Fragen zum Super-God-Mode-Ordner

Ist der God Mode in Windows offiziell von Microsoft vorgesehen?

Der Systemordner mit den erweiterten Einstellungsseiten nutzt eine offizielle Windows-Schnittstelle, wird aber von Microsoft nicht prominent beworben. Die Funktionen darin entsprechen den normalen Systemsteuerungs- und Einstellungen-Seiten, nur in gebündelter Form.

Kann der God Mode mein System beschädigen?

Der Ordner selbst richtet keinen Schaden an, da er lediglich Verknüpfungen zu vorhandenen Verwaltungswerkzeugen bündelt. Problematisch werden nur unbedachte Änderungen an Systemoptionen wie Registry-Tools, Richtlinien oder Treiberverwaltungen.

Warum funktioniert der God Mode bei mir nicht?

Meist liegt es an einem Schreibfehler beim Anlegen des Ordnernamens oder daran, dass die CLSID-Klammer nicht vollständig ist. Prüfe die Bezeichnung sorgfältig und stelle sicher, dass die Dateiendungen angezeigt werden, damit Windows den Eintrag als speziellen Ordner interpretieren kann.

Kann ich mehrere God-Mode-Ordner anlegen?

Es lässt sich problemlos mehr als ein Ordner mit derselben Kennung anlegen, etwa auf dem Desktop und zusätzlich auf einer Datenpartition. Alle verweisen auf dieselbe Funktionssammlung, unterscheiden sich aber in Position und Namen.

Darf ich den Namen des God-Mode-Ordners ändern?

Die Zeichenfolge vor der geschweiften Klammer kannst du frei wählen und jederzeit umbenennen. Wichtig ist nur, dass der Teil mit der CLSID in der Klammer exakt erhalten bleibt, damit Windows den Spezialordner weiterhin korrekt zuordnet.

Funktioniert der God Mode auch mit Standardbenutzerkonten?

Der Ordner lässt sich auch mit einem Konto ohne Administratorrechte nutzen, doch einige Funktionen fordern dann erhöhte Berechtigungen an. In diesen Fällen musst du ein Administratorkennwort eingeben oder dich mit einem Konto mit höheren Rechten anmelden.

Wie finde ich Inhalte im God Mode schneller wieder?

Du kannst die integrierte Suchleiste im Ordnerfenster verwenden und nach Stichwörtern wie Drucker, Energie oder Update filtern. Zusätzlich hilft es, häufig verwendete Einträge auf die Taskleiste zu ziehen oder als Startmenü-Kachel zu nutzen.

Gibt es Unterschiede zwischen God Mode und den normalen Einstellungen von Windows?

Funktional sind es dieselben Konfigurationsseiten, die sonst über Systemsteuerung oder App Einstellungen erreichbar sind. Der Vorteil liegt in der kompakten Auflistung nach Kategorien, wodurch viele selten genutzte Menüs schneller sichtbar werden.

Wie sichere ich mir die Einrichtung für andere Benutzer oder Geräte?

Du kannst eine einfache Textdatei mit dem benötigten Ordnernamen und der CLSID speichern und auf andere Rechner übertragen. Alternativ legst du den Ordner direkt auf einem gemeinsamen Netzlaufwerk an, auf das alle vorgesehenen Konten Zugriff haben.

Was mache ich, wenn Windows nach dem Anlegen des God Mode ungewöhnlich reagiert?

Entferne zunächst nur den speziellen Ordner, indem du ihn löscht, und starte Windows neu. Wenn weiterhin Auffälligkeiten bestehen, liegt die Ursache fast immer an einer kürzlich geänderten Systemoption, die du im Ablauf wieder zurückstellen solltest.

Fazit

Mit dem erweiterten Systemordner holst du viele verstreute Verwaltungswerkzeuge an einen Ort und sparst bei der täglichen Arbeit mit Windows spürbar Zeit. Nutzt du zusätzlich Verknüpfungen und Suchfilter, entsteht eine sehr effiziente Schaltzentrale für Systempflege und Problembehebung. Wer die angebotenen Funktionen mit Bedacht einsetzt, erhält ein leistungsfähiges Werkzeug, ohne zusätzliche Software installieren zu müssen.

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