Die Bildwiederholrate in Windows 11 lässt sich in den Anzeigeeinstellungen auf 120 Hz umstellen, sofern Monitor, Anschluss und Grafikkarte diese Frequenz unterstützen. Öffne dazu die Anzeigeeinstellungen, wähle den richtigen Bildschirm aus und stelle unter den erweiterten Anzeigeeinstellungen die Bildwiederholfrequenz auf 120 Hz.
Eine höhere Bildwiederholrate sorgt für flüssigere Bewegungen, reagiert schneller auf Eingaben und kann gerade bei Spielen oder Scrollen deutlich angenehmer wirken. Wenn die 120 Hz nicht auswählbar sind, liegt es fast immer an den technischen Voraussetzungen oder dem verwendeten Kabel.
Voraussetzungen für 120 Hz unter Windows 11
Damit Windows 11 eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hz anbieten kann, müssen mehrere Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein. Erst wenn Monitor, Kabel und Grafikkarte zusammenpassen, taucht im System überhaupt die entsprechende Option auf.
Der erste Schritt besteht deshalb immer darin, die technischen Daten der eigenen Hardware zu kennen. Typische Stolperfallen sind ältere HDMI-Versionen, zu schwache Grafikeinheiten oder Monitore, die nur bei bestimmter Auflösung die höhere Frequenz unterstützen.
- Der Monitor muss 120 Hz oder mehr unterstützen (oft 120/144/165 Hz).
- Die Grafikkarte oder integrierte Grafik muss die gewünschte Auflösung mit 120 Hz ausgeben können.
- Das Verbindungskabel (HDMI/DisplayPort/USB‑C) muss die nötige Bandbreite bereitstellen.
- Die Auflösung darf nicht so hoch gewählt sein, dass sie die verfügbare Bandbreite übersteigt.
In vielen Datenblättern steht bei Monitoren ein Hinweis wie „1920×1080 bis 144 Hz“ oder „2560×1440 bis 165 Hz“. Wenn bereits hier nur 60 Hz angegeben sind, kann Windows auch mit den besten Einstellungen keine 120 Hz ausgeben.
Schrittfolge: In Windows 11 auf 120 Hz umstellen
Die eigentliche Umstellung erfolgt in den Anzeigeeinstellungen von Windows 11. Der Ablauf ist kurz, aber die entscheidenden Optionen sind etwas versteckt.
- Klicke mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle des Desktops.
- Wähle im Kontextmenü den Eintrag „Anzeigeeinstellungen“.
- Scrolle im Fenster nach unten bis zum Abschnitt „Erweiterte Anzeige“ und öffne ihn.
- Falls mehrere Bildschirme angeschlossen sind, wähle im Dropdown den Bildschirm aus, der mit 120 Hz laufen soll.
- Suche den Eintrag „Bildwiederholfrequenz“ und öffne dort die Auswahlliste.
- Stelle die Frequenz von 60 Hz auf 120 Hz oder einen höheren verfügbaren Wert um.
- Bestätige die Änderung im eingeblendeten Dialogfenster, damit sie dauerhaft übernommen wird.
Wenn in der Liste nur 60 Hz angezeigt werden, unterstützt die aktuelle Kombination aus Monitor, Auflösung und Verbindung keine höhere Frequenz. Dann lohnt es sich, Schritt für Schritt die übrigen Ursachen zu prüfen.
Warum 120 Hz überhaupt sinnvoll sind
Eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hz bedeutet, dass das Bild 120‑mal pro Sekunde aktualisiert wird. Bei 60 Hz geschieht dies nur 60‑mal pro Sekunde, was vor allem bei schnellen Bewegungen sichtbare Unterschiede erzeugt.
Die höheren Frequenzen machen sich beim Scrollen in Webseiten, beim Bewegen des Mauszeigers und natürlich in Spielen bemerkbar. Linien und Schriften wirken beim Bewegen ruhiger, Kanten flimmern weniger, und Eingaben werden direkter wahrgenommen.
Viele Nutzer berichten, dass sich insbesondere das Arbeiten mit viel Text oder das schnelle Durchblättern langer Dokumente deutlich angenehmer anfühlt. Wer einmal längere Zeit auf einem System mit 120 Hz gearbeitet hat, empfindet die Rückkehr zu 60 Hz oft als ungewohnt träge.
120 Hz einstellen: Typische Stolpersteine und ihre Ursachen
Wenn die gewünschte Frequenz in Windows 11 fehlt, steckt meist ein überschaubares Problem dahinter. Systematisch zu prüfen, was die Umstellung blockiert, spart viel Zeit und verhindert unnötige Fehlersuche.
Häufig sind es scheinbare Kleinigkeiten wie das falsche HDMI-Kabel oder eine bei der Monitorauflösung zu hoch angesetzte Einstellung. Es hilft, nacheinander die wichtigsten Punkte durchzugehen.
- Monitor kann nur 60 Hz: In den technischen Daten steht ausschließlich 60 Hz, dann lässt sich softwareseitig nichts erhöhen.
- Kabel oder Anschluss begrenzen die Bandbreite: Ein älteres HDMI-Kabel oder eine alte HDMI-Buchse am PC können die verfügbare Frequenz spürbar reduzieren.
- Auflösung zu hoch gewählt: Manche Monitore schaffen 120 Hz nur bei einer bestimmten Auflösung, etwa 1920×1080 statt 2560×1440.
- Falscher Anschluss am Monitor: 120 Hz sind oft nur am DisplayPort oder an einem bestimmten HDMI-Port verfügbar.
- Treiber sind veraltet: Ohne aktuellen Grafikkartentreiber zeigt Windows unter Umständen weniger Optionen an.
Wenn eine dieser Ursachen zutrifft, erscheint der gewünschte Wert gar nicht erst in der Auswahlliste. Erst wenn die tatsächlichen technischen Grenzen aufgehoben oder berücksichtigt sind, stellt Windows höhere Frequenzen bereit.
Monitorfähigkeiten richtig prüfen
Um zu klären, ob das Display 120 Hz unterstützt, lohnt sich ein Blick in die Monitorinformationen. Windows 11 bietet dafür eine eigene Ansicht in den erweiterten Anzeigeeinstellungen.
Dort werden Auflösung, aktuelle Frequenz und die durch den Monitor gemeldeten maximalen Werte dargestellt. Gleichzeitig lassen sich hier auch Eigenheiten wie unterschiedliche Fähigkeiten an einzelnen Anschlüssen erkennen.
- Öffne wie zuvor beschrieben die Anzeigeeinstellungen.
- Wechsle zu „Erweiterte Anzeige“.
- Klicke bei „Informationen zum Bildschirm“ oder einem ähnlich bezeichneten Abschnitt auf „Adaptereigenschaften für Bildschirm anzeigen“.
- Wechsle im neuen Fenster auf die Registerkarte „Monitor“.
- Im Feld „Bildschirmaktualisierungsrate“ werden alle vom Monitor gemeldeten Frequenzen aufgelistet.
Wenn dort kein Wert über 60 Hz auftaucht, meldet der Monitor der Grafikkarte derzeit keine höheren Möglichkeiten. Dann ist entweder die Hardware begrenzt oder die Verbindung verhindert das vollständige Auslesen der Fähigkeiten.
Das richtige Kabel und der passende Anschluss
Die Verbindung zwischen PC und Monitor entscheidet maßgeblich darüber, ob 120 Hz erreichbar sind. Unterschiedliche Kabeltypen bieten unterschiedliche Bandbreiten, und nicht jeder Port ist gleich leistungsfähig.
Besonders häufig tritt das Problem auf, dass zwar Monitor und Grafikkarte 120 Hz beherrschen, aber ein älteres oder unpassendes Kabel verwendet wird. In solchen Fällen hilft nur ein Tausch auf einen besser geeigneten Standard.
- HDMI: Ältere HDMI-Versionen sind bei höheren Auflösungen schnell auf 60 Hz begrenzt. Moderne Varianten mit entsprechend markierten High-Speed- oder Ultra-High-Speed-Kabeln schaffen deutlich mehr.
- DisplayPort: Dieser Anschluss ist in vielen Fällen die sicherste Wahl für hohe Bildwiederholraten, insbesondere bei hohen Auflösungen.
- USB‑C/Thunderbolt: Diese Anschlüsse leiten häufig DisplayPort-Signale weiter; entscheidend ist hier, dass sowohl Kabel als auch Port die volle Funktion unterstützen.
Ein praktischer Test besteht darin, den Monitor an einem anderen Anschluss der Grafikkarte oder mit einem anderen Kabel zu verbinden und anschließend in Windows erneut die Bildwiederholfrequenz zu prüfen. Erscheinen dort plötzlich höhere Werte, war die Ursache eindeutig die Verbindung.
Treiber und Firmware: Softwarebasis für 120 Hz
Aktuelle Treiber sind eine wesentliche Voraussetzung, damit Windows 11 die Fähigkeiten der Grafikkarte vollständig erkennt. Veraltete oder generische Treiber schränken die Anzeigeoptionen spürbar ein.
Die Aktualisierung der Grafikkartentreiber sorgt häufig dafür, dass bisher nicht sichtbare Frequenzen und Auflösungen auftauchen. Besonders nach einem Wechsel der Windows-Version lohnt sich ein gezieltes Update.
- Öffne den Geräte-Manager von Windows.
- Suche unter „Grafikkarten“ den Eintrag deiner Grafikeinheit.
- Starte die Treiberaktualisierung oder lade direkt von der Herstellerseite den aktuellen Treiber herunter.
- Starte Windows nach der Installation neu und überprüfe die Anzeigeeinstellungen erneut.
Zusätzlich veröffentlichen manche Monitorhersteller Firmware-Updates, die die Kompatibilität mit bestimmten Grafikkarten oder Windows-Versionen verbessern. Diese Updates werden über spezielle Tools oder über das On-Screen-Menü (OSD) des Monitors eingespielt, sofern der Hersteller dies vorsieht.
Nvidia-, AMD- und Intel-Einstellungen im Blick behalten
Neben den Windows-Einstellungen bieten die Treiber von Nvidia, AMD und Intel eigene Kontrollzentren für Auflösung und Bildwiederholfrequenz. Dort eingestellte Beschränkungen können verhindern, dass Windows 11 höhere Werte anbietet.
Es ist daher sinnvoll, einen kurzen Abstecher in die jeweilige Treibersoftware zu machen und zu prüfen, ob dort eigene Profile oder benutzerdefinierte Auflösungen eingetragen sind.
- Bei Nvidia über das „Nvidia-Systemsteuerung“-Programm die Rubrik „Anzeige“ und dann „Auflösung ändern“ aufrufen.
- Bei AMD über die Radeon-Software den Bereich „Anzeige“ bzw. „Display“ nutzen.
- Bei Intel-Grafik über das Intel-Grafik-Kontrollcenter den Abschnitt „Anzeige“ aufrufen.
In allen Fällen sollte dort die gewünschte Kombination aus Auflösung und 120 Hz ausgewählt oder freigeschaltet werden. Wenn die Treibersoftware eine Frequenz begrenzt, setzt sich diese Einstellung oft gegenüber der Windows-Konfiguration durch.
120 Hz auf Laptops mit Windows 11
Viele moderne Notebooks verfügen über Bildschirme mit hoher Bildwiederholfrequenz, insbesondere Gaming-Modelle. Unter Windows 11 gelten für diese Geräte prinzipiell die gleichen Einstellungen wie für Desktop-PCs.
Der Unterschied liegt darin, dass hier Monitor, Kabel und Grafikeinheit fest miteinander verbunden sind. Die Ursachen für fehlende 120 Hz sind deshalb eher in der Energieverwaltung, im Hybridgrafik-Betrieb oder in Herstellertools zu suchen.
Wer auf einem Notebook arbeitet, sollte zunächst prüfen, ob der Akku- oder Netzbetrieb unterschiedliche Profile verwendet. Manche Geräte begrenzen im Akkubetrieb die Bildwiederholrate automatisch, um Energie zu sparen. In den Energieoptionen oder im herstellereigenen Control-Center lässt sich diese Begrenzung meist einstellen oder aufheben.
Beispielszenario: Gaming-Monitor mit 144 Hz unter Windows 11
Angenommen, ein PC mit einer aktuellen Grafikkarte ist über DisplayPort an einen Gaming-Monitor mit maximal 144 Hz angeschlossen, aber Windows zeigt nur 60 Hz an. In den technischen Daten wird die gewünschte Frequenz aber klar genannt.
In so einer Situation bietet es sich an, nacheinander die relevanten Punkte zu prüfen: Zuerst wird kontrolliert, ob der richtige Eingang am Monitor verwendet wird, denn bei manchen Geräten sind hohe Frequenzen nur an einem bestimmten Port möglich. Anschließend erfolgt der Blick in die erweiterten Anzeigeeinstellungen und in die Grafikkartensoftware, ob dort eventuell eine feste Begrenzung auf 60 Hz eingetragen ist.
Wenn sich im Laufe dieser Überprüfung herausstellt, dass ein älteres Kabel mit einem höheren Standard verwechselt wurde, ist der Fall klar. Ein Wechsel auf ein passendes DisplayPort- oder hochwertiges HDMI-Kabel führt dann fast immer dazu, dass 120 Hz oder mehr unmittelbar auswählbar sind.
Beispielszenario: Büro-Monitor mit Full-HD-Auflösung
Ein typisches Einsatzfeld sind Bürorechner mit Full-HD-Monitoren, die laut Herstellerangabe 75 oder 100 Hz bieten. Windows 11 erkennt diese Geräte in vielen Fällen automatisch und stellt dennoch nur 60 Hz ein.
Hier lohnt sich der gezielte Blick in die Monitoreigenschaften über die Adaptereinstellungen. Dabei fällt oftmals auf, dass ein generischer Monitor-Treiber statt des spezifischen Herstellerprofils geladen ist. Nach der Installation der passenden Monitortreiber zeigt Windows plötzlich weitere Stufen bis zu dem im Datenblatt genannten Wert an.
In solchen Konstellationen lässt sich die Anzeige mit wenigen Handgriffen deutlich flüssiger gestalten, ohne dass neue Hardware angeschafft werden muss. Gerade bei langem Arbeiten mit Text und Tabellen sorgt das für angenehmeres Sehen.
Beispielszenario: Notebook mit 120-Hz-Panel und Dockingstation
Bei einem modernen Notebook mit 120‑Hz-Panel und Dockingstation tritt häufig das Phänomen auf, dass das interne Display zwar mit hoher Frequenz läuft, der angeschlossene externe Monitor aber auf 60 Hz limitiert bleibt. Auf den ersten Blick wirkt es so, als sei der zweite Bildschirm technisch eingeschränkt.
In vielen Fällen stellt sich heraus, dass die Dockingstation nicht die benötigte Bandbreite für die gewählte Kombination aus Auflösung und Bildwiederholfrequenz bereitstellt. Wird der Monitor direkt per HDMI oder DisplayPort am Notebook angeschlossen, stehen plötzlich höhere Frequenzen zur Verfügung.
Wer dauerhaft mit Dockingstation arbeiten möchte, sollte daher prüfen, welche Display-Standards die Station offiziell unterstützt. Ein Modell mit voller DisplayPort-Unterstützung auf allen Ausgängen ermöglicht meist deutlich bessere Ergebnisse als einfache USB‑Adapterlösungen.
Zusammenspiel von Auflösung, Farbtiefe und Bildwiederholrate
Die Bildwiederholfrequenz steht immer in direktem Zusammenhang mit Auflösung und Farbtiefe. Ein Monitor kann in vielen Fällen zwar theoretisch 120 Hz, aber nur in Kombination mit bestimmten anderen Parametern.
Windows 11 versucht, eine sinnvolle Kombination zu wählen, stößt dabei jedoch an technische Grenzen. Wenn die gewünschte Frequenz nicht auftaucht, kann eine vorübergehende Anpassung von Auflösung oder Farbdarstellung helfen.
- In den erweiterten Anzeigeeinstellungen die Auflösung des Monitors leicht reduzieren und prüfen, ob 120 Hz dann angeboten werden.
- In den Adaptereigenschaften die Farbqualität (z. B. von 10‑Bit auf 8‑Bit) reduzieren, sofern die Grafikkarte dies erlaubt.
- Danach testweise wieder zur ursprünglichen Konfiguration zurückwechseln, wenn die gewünschte Kombination stabil läuft.
Diese Anpassungen sind besonders dann hilfreich, wenn über ein einziges Kabel sehr hohe Auflösungen, hohe Bildwiederholraten und zusätzliche Datenströme wie USB gleichzeitig übertragen werden sollen. Eine leicht angepasste Einstellung kann den Betrieb deutlich stabiler machen.
Adaptive Frequenzen: Dynamische Bildwiederholrate und VRR
Windows 11 unterstützt Technologien wie eine dynamische Bildwiederholrate oder Variable Refresh Rate (VRR). Diese Funktionen passen die Frequenz je nach Inhalt an, um Energie zu sparen oder Darstellungsfehler in Spielen zu reduzieren.
Bei der dynamischen Bildwiederholrate springt das System beispielsweise nur bei bewegten Inhalten auf 120 Hz und reduziert im Standbild auf einen niedrigeren Wert. VRR sorgt hingegen dafür, dass der Monitor seine Aktualisierung an die Bildausgabe der Grafikkarte angleicht, um Ruckler und Bildzerreißen zu minimieren.
In den Systemeinstellungen von Windows und in der Treibersoftware der Grafikkarte gibt es Schalter, um diese Funktionen zu aktivieren oder zu deaktivieren. Wenn die Anzeige unerwartet zwischen verschiedenen Frequenzen wechselt, lohnt sich ein Blick in diese Optionen, um das Verhalten an die eigenen Vorlieben anzupassen.
Besondere Fälle mit integrierter Grafik und älteren Systemen
Bei PCs mit integrierter Grafik in der CPU oder im Chipsatz kommt es häufiger vor, dass die maximale Bildwiederholfrequenz durch den verbauten Grafikanschluss auf dem Mainboard begrenzt wird. Selbst wenn der Prozessor theoretisch mehr könnte, begrenzen die Anschlüsse die mögliche Datenrate.
Hier hilft oft nur ein Blick ins Handbuch des Mainboards oder in die technischen Daten. Wenn dort bei den Videoausgängen lediglich 60 Hz genannt sind, wird ein Wechsel auf eine dedizierte Grafikkarte mit moderneren Anschlüssen nötig, um 120 Hz zuverlässig nutzen zu können.
Wer hingegen einen etwas älteren Monitor an eine aktuelle Grafikkarte anschließt, kann manchmal über benutzerdefinierte Auflösungen in der Treibersoftware experimentieren. Allerdings sollten solche Eingriffe vorsichtig erfolgen, da nicht jede Kombination vom Monitor unterstützt wird. Im Zweifel empfiehlt sich die Verwendung der vom Gerät offiziell angegebenen Werte.
Typische Fehlannahmen rund um hohe Bildwiederholraten
Beim Thema 120 Hz kursieren einige Annahmen, die in der Praxis zu Verwirrung führen. Wer hier Klarheit gewinnt, erkennt schneller, ob ein Problem an den Erwartungen oder an der Technik liegt.
Ein verbreitetes Missverständnis besteht darin, dass allein die Installation von Windows 11 höhere Frequenzen freischaltet. In Wirklichkeit entscheidet weiterhin die verwendete Hardware über die Möglichkeiten. Das Betriebssystem stellt nur die Optionen bereit, die über Monitor und Grafikkarte technisch realisierbar sind.
Eine weitere Annahme ist, dass ein Monitor mit 144 Hz im Datenblatt immer automatisch mit diesem Wert betrieben wird. Zwar wählen viele Geräte eine hohe Frequenz, wenn sie können, aber falsche Kabel, Profile oder Energiesparfunktionen können diese theoretischen Werte deutlich begrenzen.
FAQ: Häufige Fragen zu 120 Hz unter Windows 11
Wie erkenne ich, ob mein Monitor wirklich mit 120 Hz läuft?
Öffne die Anzeigeeinstellungen, klicke auf Erweiterte Anzeige und überprüfe den Eintrag zur Bildwiederholfrequenz. Zusätzlich kannst du im OSD-Menü des Monitors nachsehen, welche Frequenz dort angezeigt wird.
Warum wird mir nur 60 Hz angeboten, obwohl der Monitor mehr kann?
In vielen Fällen liegt es am verwendeten Anschluss oder Kabel, etwa wenn ein altes HDMI-Kabel eingesetzt wird. Prüfe außerdem, ob die korrekte Auflösung eingestellt ist und der passende Grafikkartentreiber installiert wurde.
Kann ich 120 Hz auch bei Dual-Monitor-Setups nutzen?
Ja, du kannst mehrere Displays betreiben, wobei nicht alle die gleiche Bildwiederholrate nutzen müssen. Achte allerdings darauf, beide Monitore an leistungsfähige Anschlüsse der Grafikkarte zu stecken und im Zweifel die hohe Frequenz zuerst für deinen Hauptbildschirm zu aktivieren.
Senkt eine höhere Bildwiederholrate die Spieleleistung?
Die Grafikkarte muss mehr Bilder pro Sekunde berechnen, was die durchschnittlichen FPS senken kann. Dafür wirkt die Darstellung flüssiger, was vor allem bei schnellen Bewegungen und Shootern als Vorteil wahrgenommen wird.
Ist 120 Hz auch für Office-Arbeit und Browser sinnvoll?
Ja, das Scrollen in Texten und Webseiten wirkt deutlich weicher, was die tägliche Nutzung angenehmer machen kann. Auch Mausbewegungen und Animationen in der Oberfläche erscheinen sauberer und reagieren direkter.
Reicht HDMI für 120 Hz oder brauche ich DisplayPort?
Das hängt von der HDMI-Version von Grafikkarte, Kabel und Monitor ab. Unterstützen alle beteiligten Geräte mindestens HDMI 2.0 beziehungsweise HDMI 2.1, sind selbst bei höheren Auflösungen oft 120 Hz oder mehr möglich; DisplayPort bietet jedoch häufig etwas mehr Reserven.
Was mache ich, wenn Windows nach einem Neustart wieder auf 60 Hz zurückspringt?
Stelle sicher, dass die gewünschte Frequenz in den Anzeigeeinstellungen dauerhaft gespeichert ist und kein Hersteller-Tool eigene Profile lädt. Aktualisiere außerdem die Grafikkartentreiber und prüfe, ob Monitor-spezifische Software oder Treiberprofil eine andere Einstellung überschreiben.
Kann eine integrierte Grafikeinheit 120 Hz ausgeben?
Viele moderne iGPUs schaffen 120 Hz, vorausgesetzt, der Ausgang am Mainboard unterstützt genügend Bandbreite. Prüfe die technischen Daten des Prozessors und des Mainboards und senke bei Bedarf die Auflösung, um die Bildwiederholrate zu erhöhen.
Sollte ich für 120 Hz die Auflösung reduzieren?
Das kann sinnvoll sein, wenn die Schnittstelle oder die Grafikkarte an ihre Grenzen stößt. Teste, ob eine Stufe unterhalb der nativen Auflösung bereits 120 Hz freischaltet und bewerte, ob das Bild für dich noch ausreichend scharf ist.
Wie beeinflusst HDR die maximale Bildwiederholrate?
HDR benötigt zusätzliche Bandbreite, vor allem bei hoher Farbtiefe, was die verfügbare Frequenz begrenzen kann. In manchen Fällen erreichst du 120 Hz nur dann, wenn du HDR deaktivierst oder die Farbtiefe reduzierst.
Warum zeigt mein Gaming-Monitor 144 Hz an, obwohl ich 120 Hz in Windows eingestellt habe?
Einige Monitore passen intern auf ihre maximale Frequenz an und zeigen diese im OSD-Menü an. Entscheidend ist, welche Frequenz im Betriebssystem sowie im jeweiligen Spiel beziehungsweise in der verwendeten Anwendung genutzt wird.
Gibt es Vorteile, 120 Hz statt 144 Hz zu verwenden?
Der Unterschied zwischen 120 Hz und 144 Hz ist für viele Nutzer nur gering wahrnehmbar, vor allem außerhalb kompetitiver Spiele. Manchmal sind 120 Hz im Zusammenspiel mit Auflösung, Farbtiefe und Kabelstandard stabiler nutzbar, was eine zuverlässige Konfiguration erleichtert.
Fazit
Mit der richtigen Kombination aus Monitor, Kabel, Grafikkarte und Einstellungen lässt sich die Darstellung unter Windows 11 deutlich flüssiger gestalten. Wenn alle Komponenten abgestimmt sind und du die passenden Optionen in System und Treiber aktivierst, profitierst du von einer klar sichtbar geschmeidigeren Anzeige im Alltag und bei Spielen. Nimm dir die Zeit, jeden der beschriebenen Punkte aufmerksam zu prüfen, dann steht einer stabilen Nutzung mit hoher Bildwiederholrate nichts im Weg.





