Standardbrowser, Audio, Anzeige: Was du in Windows 11 umstellen solltest

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 17. Mai 2026, zuletzt aktualisiert: 17. Mai 2026

Viele wichtige Einstellungen in Windows 11 verstecken sich in mehreren Menüs, lassen sich aber mit ein paar gezielten Handgriffen anpassen. Wenn du Standardbrowser, Ton und Anzeige sauber einrichtest, wirken Programme zuverlässiger, der Bildschirm angenehmer und Audio-Ausgaben deutlich stabiler.

Die folgenden Abschnitte führen dich durch alle relevanten Optionen, die du für Browser, Sound und Darstellung kennen solltest – inklusive typischer Stolperfallen und passenden Alternativen, falls etwas nicht wie erwartet reagiert.

Standardbrowser richtig einstellen und typische Fallen vermeiden

Die Einstellung für den Standardbrowser entscheidet, welches Programm Links aus E-Mails, Chats oder Dokumenten öffnet. In Windows 11 steckt diese Wahl in einem eigenen Einstellungsbereich, der für viele Dateitypen und Protokolle getrennt arbeitet.

Am sichersten richtest du den Standardbrowser über die Windows-Einstellungen ein. Der Ablauf sieht im Alltag meist so aus:

  • Öffne das Startmenü und wähle Einstellungen.
  • Gehe zu Apps.
  • Wechsle in den Bereich Standard-Apps.
  • Suche in der Liste nach dem gewünschten Browser (etwa Chrome, Firefox, Edge, Brave, Vivaldi).
  • Klicke auf den Eintrag und setze beim Punkt „Als Standard festlegen“ die Voreinstellung, sofern der Button angeboten wird.

Je nach Browser-Version zeigt Windows 11 zusätzlich eine Liste von Dateitypen und Protokollen wie .htm, .html, HTTP oder HTTPS. Wenn du merkst, dass einzelne Links immer noch im falschen Programm landen, lohnt es sich, diese Einträge kontrolliert durchzugehen und für jeden wichtigen Typ deinen Wunschbrowser auszuwählen.

Windows 11 erlaubt eine sehr feine Kontrolle darüber, welche Anwendung welche Inhalte öffnet. Das ist praktisch, wenn du zum Beispiel Webseiten in einem Browser, PDFs aber in einem anderen Programm oder Reader öffnen willst.

Du kannst Einstellungen gleich aus mehreren Blickwinkeln vornehmen:

  • Nach App: Im Bereich Standard-Apps deine bevorzugte Anwendung auswählen und ihr dann Dateitypen und Protokolle zuweisen.
  • Nach Dateityp: Im gleichen Menü nach .pdf, .html oder .htm suchen und dort jeweils die gewünschte App festlegen.
  • Nach Protokoll: Für http, https oder mailto festlegen, welches Programm beim Anklicken startet.

Wenn dir zum Beispiel Weblinks überall im richtigen Browser aufgehen, PDF-Anhänge aus E-Mails aber plötzlich im falschen Programm landen, deutet das auf eine Zuordnung auf Dateityp-Ebene hin. Dann hilft es, im Bereich Standard-Apps direkt nach .pdf zu suchen und dort die Anwendung umzuschalten.

Wenn der Browser sich immer wieder als Standard vordrängelt

Manche Browser fragen beim Start erneut nach, ob sie Standard sein sollen, oder schalten sich nach einem Update automatisch wieder vor. Das sorgt schnell dafür, dass Windows-Einstellungen und Programmwünsche gegeneinander arbeiten.

Die typische Abfolge, um das dauerhaft zu beruhigen, sieht so aus:

  • In den Einstellungen des Browsers die Option „Beim Start prüfen, ob Standardbrowser“ suchen.
  • Diese Abfrage abschalten, wenn du gerade einen anderen Standard festlegen möchtest.
  • Zurück in Windows 11 in den Bereich Standard-Apps wechseln und dort deinen Wunschbrowser noch einmal ausdrücklich als Standard setzen.
  • Den Browser neu starten und prüfen, ob beim Klick auf einen Link aus Mail oder Chat die richtige Anwendung startet.

Wenn du regelmäßig mehrere Browser nutzt, lohnt sich eine klare Aufteilung: Ein Browser als Standard für alle Alltagslinks, der andere gezielt für bestimmte Aufgaben wie Online-Banking oder Entwicklung. In solchen Fällen öffnest du Seiten dann bewusst direkt in der jeweiligen Anwendung, statt dich auf Standardzuordnungen zu verlassen.

Verknüpfungen und Spezialfälle bei Browser-Zuordnungen

In manchen Szenarien greifen zusätzliche Mechanismen, die Einstellungen scheinbar übergehen. Einige Programme nutzen interne Web-Ansichten oder eigene Profile und öffnen Links deshalb nie im normalen Standardbrowser.

Typische Situationen sind:

  • E-Mail-Programme mit eingebautem Browserfenster, die Links zunächst intern anzeigen.
  • Unternehmensrechner mit Richtlinien durch die IT, die den Standardbrowser für bestimmte Dienste fest vorschreiben.
  • Apps aus dem Microsoft Store, die Webinhalte in einer eigenen Engine darstellen.

Wenn du feststellst, dass nur eine bestimmte Anwendung den Browser ignoriert, lohnt ein Blick in deren Einstellungen. Viele Tools besitzen einen Abschnitt für „Standardbrowser“ oder einen Haken wie „Links immer im externen Browser öffnen“.

Grundlegende Audio-Ausgabe in Windows 11 einrichten

Die Audio-Ausgabe in Windows 11 arbeitet mit einem Systemstandard, den einzelne Programme überschreiben können. Wichtig ist zunächst, dass du weißt, welches Gerät Windows als Hauptausgabe nutzt.

Um die grundlegende Ausgabegeräteeinstellung zu kontrollieren, gehst du üblicherweise so vor:

  • Klicke unten rechts in der Taskleiste auf das Lautsprecher-Symbol.
  • Öffne das kleine Pfeil-Symbol neben dem Lautstärkeslider.
  • Wähle in der Liste das gewünschte Ausgabegerät (zum Beispiel Lautsprecher, Kopfhörer, Monitor mit HDMI-Audio, USB-Headset).

Diese Auswahl wirkt wie ein Schnellwechsel. Dauerhaft steuerst du das in den Einstellungen von Windows 11 über System und anschließend Sound. Dort findest du alle verbundenen Geräte mit Ausgabenamen, Pegeln und weiteren Optionen.

Standard-Audiogerät, App-Lautstärke und Gerätepriorität

Windows 11 kann für Apps unterschiedliche Ausgabegeräte und Lautstärken verwenden. Das ist hilfreich, wenn du etwa Musik über ein Lautsprechersystem laufen lässt, während ein Meeting nur auf dem Headset landet.

Im Bereich System und Sound findest du den Punkt „Lautstärkemixer“ oder eine ähnliche Bezeichnung. Dort steuerst du:

  • Gesamtlautstärke des Systems.
  • Einzelne Lautstärken für Apps wie Browser, Spiele oder Kommunikationsprogramme.
  • Zuordnung, über welches Gerät eine bestimmte App ausgibt.

Wenn ein Programm „stumm“ wirkt, während andere Apps hörbar sind, deutet das häufig auf eine abweichende Mixereinstellung. In diesem Fall lohnt sich ein Blick in den Mixer, um zu sehen, ob die Lautstärke der App reduziert wurde oder ob sie auf ein nicht angeschlossenes Gerät geroutet ist.

Standardaufnahmegerät und Mikrofonrechte prüfen

Für Spracheingabe, Online-Konferenzen und Aufnahmen ist das richtige Mikrofon entscheidend. Windows 11 verwaltet dafür ein Standardaufnahmegerät und verteilt zusätzlich Rechte für einzelne Apps.

Die typische Einrichtung umfasst mehrere Schritte:

  • In den Einstellungen den Bereich System und dann Sound öffnen.
  • Unter Eingabe prüfen, welches Gerät als Standardaufnahmequelle angezeigt wird.
  • Das gewünschte Mikrofon auswählen und einen Test starten, um den Eingangspegel zu sehen.
  • Unter Datenschutz und Sicherheit und dann Mikrofon kontrollieren, ob Apps überhaupt auf das Mikrofon zugreifen dürfen.

Wenn eine Anwendung trotz sichtbarer Ausschläge im Sound-Menü nichts aufzeichnet, liegt die Ursache oft in den App-Berechtigungen oder in einer internen Einstellung des Programms. Viele Konferenzlösungen besitzen eine eigene Mikrofonliste, die nicht immer automatisch auf das Windows-Standardgerät zeigt.

Typische Audioprobleme durch falsche Standardgeräte

Viele Soundfehler in Windows 11 gehen auf falsch gewählte Standardgeräte oder wechselnde Anschlussreihenfolgen zurück. Neue Headsets werden bevorzugt, Monitore bringen eigene Audiofunktionen mit, und Bluetooth-Geräte wechseln manchmal zwischen Stereo- und Headset-Profil.

Ein häufiger Ablauf sieht so aus: Du schließt einen Monitor per HDMI an, Windows aktiviert dessen Lautsprecher automatisch, und der Ton verschwindet scheinbar, weil du deine gewohnten Boxen erwartest. In diesem Moment hilft es, im Schnellmenü der Lautsprecherauswahl auf dein bisheriges Gerät zurückzuwechseln und in den Sound-Einstellungen nachzusehen, ob dort die richtige Standardausgabe gesetzt ist.

Ähnlich verhalten sich Bluetooth-Headsets mit mehreren Profilen. Wenn Sprache in Telefonqualität, aber Musik blechern klingt, verwendet Windows meist ein Headset-Profil mit eingeschaltetem Mikrofon. Abhilfe schafft hier der Wechsel auf das Stereo-Profil oder die gezielte Auswahl des Headsets in der gewünschten Betriebsart im Soundmenü.

Anzeigeeinstellungen: Auflösung, Skalierung und Schärfe optimieren

Die Darstellung auf dem Bildschirm bestimmt, wie angenehm Text, Bilder und Programme wirken. Windows 11 bietet dafür mehrere Stellschrauben wie Auflösung, Skalierung und Bildwiederholrate.

Im Bereich Einstellungen, System und Anzeige findest du für jeden Monitor Angaben zur Auflösung und Skalierung. Für eine scharfe Darstellung ist es sinnvoll, die empfohlene Auflösung zu verwenden, die in den meisten Fällen der nativen Auflösung des Displays entspricht. Die Skalierung steuert hingegen, wie groß Bedienelemente und Schrift erscheinen.

Wenn Texte winzig wirken, kannst du die Skalierung stufenweise erhöhen, etwa auf 125 oder 150 Prozent. Zu starke Abweichungen von der Empfehlung können allerdings dazu führen, dass manche Programme unscharf wirken oder Fenster nicht mehr vollständig in den Bildschirm passen.

Mehrere Monitore in Windows 11 sauber arrangieren

Wer mit zwei oder mehr Bildschirmen arbeitet, profitiert enorm von einer sauberen Einrichtung im Anzeige-Menü. Windows 11 merkt sich Positionen und primäre Anzeige, orientiert sich dabei aber an den angeschlossenen Ports.

Im Abschnitt Anzeige erkennst du deine Monitore als nummerierte Kästen. Dort kannst du:

  • Die Anordnung per Drag-and-drop so verschieben, dass sie der tatsächlichen Aufstellung auf dem Schreibtisch entspricht.
  • Eine Anzeige als Hauptbildschirm festlegen, damit Taskleiste und Anmeldefenster dort erscheinen.
  • Für jeden Monitor getrennt Auflösung, Skalierung und Ausrichtung definieren.

Wenn die Maus scheinbar „hängen bleibt“ oder über eine Kante nicht auf den anderen Monitor wechselt, passt die virtuelle Anordnung in den Einstellungen nicht zur Realität auf dem Tisch. Das lässt sich meist mit einem kurzen Verschieben der Monitorkästen beheben.

Farbdarstellung, Nachtmodus und Lesekomfort

Für längere Arbeitsphasen lohnt sich ein Blick auf Farbtemperatur, Helligkeit und Blaulichtanteil. Windows 11 bringt einen Nachtmodus mit, der abends die Farbdarstellung wärmer macht, um die Augen zu entlasten.

Im Anzeige-Menü kannst du:

  • Den Nachtmodus einschalten und Zeitpläne festlegen, zum Beispiel von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.
  • Die Stärke des Effekts anpassen, sodass Farben nicht zu gelb wirken.
  • Im Abschnitt Helligkeit mit der Monitor-eigenen Steuerung kombinieren, wenn dein Display die automatische Regelung unterstützt.

Zusätzlich gibt es Farbprofile, die häufig vom Monitor oder Grafikkartentreiber bereitgestellt werden. Wenn Farben auf einem Bildschirm deutlich anders wirken als auf einem anderen, kommt dafür eine unterschiedliche Profilwahl in Frage. In der systemweiten Verwaltung kannst du Profile je Monitor zuordnen und so eine gleichmäßigere Darstellung erreichen.

Skalierungsprobleme bei älteren Programmen

Einige ältere oder sehr spezialisierte Programme sind nicht auf hohe Auflösungen und hohe DPI-Skalierung ausgelegt. Auf modernen Displays wirken Menüs dann winzig oder sehr unscharf.

Windows 11 bringt dafür Kompatibilitätsoptionen mit. Du findest sie, indem du mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung oder die Programmdatei klickst, Eigenschaften öffnest und in den Kompatibilitätseinstellungen nach Skalierungs-Optionen suchst. Dort lässt sich häufig einstellen, dass Windows die Skalierung statt der jeweiligen Anwendung übernimmt.

Wenn du viel mit solchen Anwendungen arbeitest, hilft manchmal auch eine moderate Senkung der Auflösung oder der Skalierung nur für die Dauer der Arbeit. Danach stellst du wieder auf die gewohnte Darstellung zurück.

Fenster-Layout, Snap-Funktionen und Arbeitsflächen

Die Darstellung von Fenstern beeinflusst, wie effizient sich der Desktop nutzen lässt. Windows 11 nutzt dafür unter anderem eine erweiterte Fang-Funktion, oft als Snap bezeichnet, mit der Fenster automatisch an Bildschirmränder oder definierte Bereiche andocken.

Bewegst du ein Fenster an den Rand oder in eine Ecke, zeigt dir Windows mögliche Layouts an, etwa eine Zweiteilung oder Dreiteilung des Bildschirms. Über diese Layouts kannst du:

  • Browser, Datei-Explorer und Office-Anwendungen nebeneinander anordnen.
  • Fest definierte Arbeitsbereiche schaffen, zum Beispiel links Recherche, rechts Textverarbeitung.
  • Mehrere virtuelle Desktops nutzen, um Arbeitsumgebungen zu trennen.

Gerade an großen Monitoren oder bei Multimonitor-Setups macht eine durchdachte Anordnung mit Snap-Funktionen einen großen Unterschied, weil Fenster nicht ständig überlagern und du wichtige Informationen dauerhaft im Blick behältst.

Beispiel: Homeoffice mit zwei Monitoren und Headset

Ein typisches Szenario ist ein Arbeitsplatz mit zwei Bildschirmen, einem USB-Headset und einem Laptop. Auf dem ersten Monitor läuft die eigentliche Arbeit, auf dem zweiten Chat- und Konferenzsoftware.

Für eine stabile Nutzung gehst du oft so vor: Zuerst definierst du im Anzeige-Menü, welcher Monitor Hauptanzeige ist und wie beide Bildschirme zueinander stehen. Danach legst du in den Sound-Einstellungen das USB-Headset als Standardkommunikationsgerät und deine Lautsprecher als allgemeine Standardausgabe fest. Im Konferenzprogramm wählst du ausdrücklich das Headset für Ein- und Ausgabe aus, während Systemtöne weiterhin über die Lautsprecher laufen.

So liegen Meeting-Geräusche und Kollegenstimmen nur auf den Kopfhörern, während Benachrichtigungen und Medienwiedergabe bei Bedarf weiterhin über dein Lautsprechersystem kommen.

Beispiel: Gaming-PC mit separatem Browser für Streaming

Viele nutzen beim Spielen einen zweiten Bildschirm für Streaming, Chat oder Anleitungen. In diesem Fall bietet es sich an, eine klare Trennung zwischen Spiel und Hilfsprogrammen zu bauen.

Du kannst etwa einen Browser als Standard für normale Weblinks lassen und einen anderen Browser hauptsächlich für Streams und Overlays nutzen. Die Spiele laufen im Vollbild auf dem Hauptmonitor mit hoher Auflösung und Bildwiederholrate, während der zweite Monitor im Anzeige-Menü eine abweichende Skalierung für besser lesbare Chats erhält. Im Lautstärkemixer senkst du dann die Spiel-Lautstärke leicht ab und hebst den Browser an, damit Kommentare aus dem Stream nicht untergehen.

Beispiel: Bürorechner mit wechselnden Monitoren und Dockingstation

Am Arbeitsplatz treten häufig wechselnde Konstellationen auf: Mal ist der Laptop allein im Einsatz, mal steckt er an einer Dockingstation mit zwei externen Displays. Windows 11 speichert vieles, orientiert sich aber stark an der Anschlusssituation.

Um hier Ruhe hineinzubringen, lohnt ein fester Ablauf: Sobald der Rechner angedockt ist, öffnest du die Anzeige-Einstellungen, aktivierst beide externen Monitore und legst einen als Hauptanzeige fest. Danach kontrollierst du Auflösung und Skalierung, damit Textgröße und Schärfe stimmen. Wird der Laptop ohne Dock genutzt, stellt er automatisch auf das eigene Display um, behält aber die letzten Einstellungen für die externen Monitore im Hintergrund, bis diese wieder verbunden sind.

Typische Irrtümer bei Standard-Apps, Sound und Anzeige

Viele vermeidbare Probleme entstehen durch Annahmen darüber, wie Windows 11 Entscheidungen trifft. Das System folgt oft festen Regeln, die sich allerdings nicht immer klar zeigen.

Ein häufiger Irrtum: Ein einmal gesetzter Standard gilt für alles. In Wirklichkeit unterscheidet Windows nach Dateitypen und Protokollen. Außerdem mischen Programme gerne eigene Abfragen hinein. Ähnlich beim Ton: Ein scheinbar „neues“ Gerät ist für Windows manchmal nur ein anderes Profil eines bekannten Headsets. Bei der Anzeige sorgen automatische Anpassungen über Grafiktreiber gelegentlich für unerwartete Änderungen an Auflösung und Farbprofilen.

Wer sich dieser Mechanismen bewusst wird, findet die Ursache deutlich schneller, wenn sich Verhalten über Nacht geändert hat oder sich ein Programm anders als erwartet verhält.

FAQ zu Standardbrowser, Audio und Anzeige in Windows 11

Wie stelle ich in Windows 11 sicher, dass mein bevorzugter Browser überall genutzt wird?

Öffne die Einstellungen, wechsle zu Apps und dort zu Standard-Apps, wähle deinen Browser und ordne ihm nacheinander alle relevanten Dateitypen und Protokolle zu. Achte besonders auf http, https, .htm, .html und PDF, damit Links aus Programmen und Dokumente einheitlich im gewünschten Browser öffnen.

Warum öffnen immer noch einzelne Links im falschen Browser?

Manche Programme speichern intern die Browserauswahl oder besitzen eigene Vorgaben. Prüfe in solchen Anwendungen die Optionen für Weblinks oder Internetzugriff und ändere dort die Zuordnung, wenn sie die Windows-Einstellungen übersteuern.

Wie kann ich für jede App ein anderes Audiogerät nutzen?

In den Sound-Einstellungen findest du unter Lautstärke- und Gerätepräferenzen eine Liste aller Apps mit Ton. Dort lässt sich für jede Anwendung separat ein Ausgabegerät und bei Bedarf ein Aufnahmegerät zuweisen, sodass du zum Beispiel Musik über die Lautsprecher und Sprachchat über ein Headset laufen lässt.

Was mache ich, wenn nach dem Anstecken von Kopfhörern kein Ton zu hören ist?

Öffne das Lautstärkesymbol in der Taskleiste und wähle über den kleinen Pfeil das richtige Ausgabegerät aus. Kontrolliere anschließend in den System-Soundeinstellungen, ob dieses Gerät als Standard gesetzt ist und ob es nicht stummgeschaltet wurde.

Wie richte ich ein bestimmtes Mikrofon als Standard für alle Programme ein?

Wechsle in den Systemton zu den Eingabeeinstellungen und markiere das gewünschte Mikrofon als Standardgerät für Kommunikation und Aufnahme. Überprüfe zusätzlich, ob Apps Zugriff auf das Mikrofon haben und erlaube den Zugriff für klassische Desktop-Programme und Apps aus dem Store.

Weshalb wirkt die Anzeige auf meinem Monitor unscharf?

Kontrolliere zuerst, ob die empfohlene Auflösung des Monitors aktiv ist und ob die Skalierung in einem sinnvollen Bereich liegt. Anschließend kannst du in den erweiterten Anzeigeeinstellungen die Bildfrequenz anpassen und für ältere Programme die Kompatibilitätseinstellungen nutzen, um die Schärfe zu verbessern.

Wie bekomme ich zwei Monitore richtig angeordnet, wenn die Maus an unerwarteten Kanten hängen bleibt?

Öffne die Anzeigeeinstellungen und verschiebe die Monitorsymbole per Maus so, dass sie der tatsächlichen physischen Anordnung entsprechen. Achte darauf, ob ein Monitor höher oder seitlich versetzt steht, und richte die Kacheln im Schema passend aus, damit Mausbewegungen logisch übergehen.

Welche Einstelllungen verbessern das Arbeiten bei langen Bildschirmzeiten?

Aktiviere den Nachtmodus oder eine warmere Farbtemperatur und passe die Helligkeit an die Umgebungsbeleuchtung an. Zusätzlich hilft eine angepasste Skalierung und ein größerer Text, um Augen zu entlasten, insbesondere auf hochauflösenden oder kleinen Displays.

Kann ich für Spiele andere Anzeige- und Audioeinstellungen verwenden als für den Desktop?

Viele Spiele besitzen eigene Grafik- und Soundoptionen, die von den Windows-Vorgaben abweichen dürfen. Über die Lautstärke- und Gerätepräferenzen weist du Spielen getrennte Audioausgänge zu, während Auflösung, Vollbildmodus und Bildwiederholrate direkt im Spiel angepasst werden.

Was tun, wenn nach einem Windows-Update Browser-, Audio- oder Anzeigeeinstellungen verändert sind?

Überprüfe nach größeren Aktualisierungen die Bereiche Standard-Apps, Systemton und Anzeige, da Updates gelegentlich Voreinstellungen anpassen. Stelle dort deine bevorzugten Programme, Geräte und Auflösungen erneut ein und sichere bei Bedarf Monitor- und Audio-Profile in den jeweiligen Hersteller-Tools.

Wie vermeide ich typische Konflikte bei wechselnden Geräten wie Dockingstationen und USB-Headsets?

Lege eine klare Reihenfolge für Standardgeräte fest und prüfe nach dem An- oder Abstecken die automatische Zuweisung in den Sound- und Anzeigeeinstellungen. Häufig hilft es, nur die tatsächlich genutzten Geräte aktiviert zu lassen und nicht benötigte Einträge zu deaktivieren, um Verwechslungen zu reduzieren.

Lohnt sich die Einrichtung von virtuellen Desktops und Snap-Layouts für den Alltag?

Mit Arbeitsflächen trennst du unterschiedliche Aufgabenbereiche, etwa Arbeit, Freizeit und Kommunikation, und behältst besser den Überblick. Snap-Layouts erleichtern dir die Fensteranordnung, sodass Browser, E-Mail, Tools und Medien optimal nebeneinander platziert sind und du weniger Zeit mit Verschieben und Anpassen verbringst.

Fazit

Mit einer sauberen Konfiguration von Standardbrowser, Audiogeräten und Anzeige schöpfst du die Möglichkeiten von Windows 11 deutlich besser aus. Wer die passenden Einstellungen für Apps, Ton und Bild einmal gründlich durchgeht, vermeidet viele typische Stolpersteine im Alltag. Nimm dir dafür bewusst Zeit, ordne die Geräte und Programme systematisch und passe die Oberfläche an deinen Arbeitsstil an. So arbeitet das System im Hintergrund zuverlässig nach deinen Vorstellungen.

Checkliste
  • Öffne das Startmenü und wähle Einstellungen.
  • Gehe zu Apps.
  • Wechsle in den Bereich Standard-Apps.
  • Suche in der Liste nach dem gewünschten Browser (etwa Chrome, Firefox, Edge, Brave, Vivaldi).
  • Klicke auf den Eintrag und setze beim Punkt „Als Standard festlegen“ die Voreinstellung, sofern der Button angeboten wird.

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