Diese Explorer-Option lässt Ordner in Windows 11 wieder anzeigen

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 17. April 2026, zuletzt aktualisiert: 17. April 2026

Ordner, die im Explorer von Windows 11 plötzlich verschwinden, sind fast immer durch eine bestimmte Anzeigeeinstellung verborgen oder durch Filter ausgeblendet. In den meisten Fällen reicht es, eine oder zwei Optionen im Explorer umzustellen, damit deine Ordner sofort wieder sichtbar werden. Auch wenn der Eindruck entsteht, Dateien seien gelöscht, stecken häufig nur Ansichts- oder Sortierfehler dahinter.

Entscheidend ist, systematisch vorzugehen: Zuerst prüfst du die Darstellungsoptionen im Explorer, dann Filter wie Gruppierung oder Suche und erst danach tiefergehende Ursachen wie OneDrive-Synchronisation, Rechte oder einen beschädigten Benutzerordner. So findest du schnell heraus, ob deine Ordner tatsächlich weg sind oder nur unsichtbar erscheinen.

Warum Ordner in Windows 11 scheinbar verschwunden sind

Wenn Ordner im Explorer fehlen, liegt die Ursache meistens im Bereich Ansicht, Filter oder Speicherort. Der Explorer kann Ordner ausblenden, anders sortieren, in Gruppen verstecken oder nur bestimmte Dateitypen und -namen anzeigen. Oft reicht eine kleine Änderung – etwa ein aktivierter Filter – und ein ganzer Ordner wirkt leer.

Daneben kommen verschobene Pfade, Cloud-Synchronisation, Berechtigungen oder eine defekte Explorer-Konfiguration in Frage. Hilfreich ist, zuerst zu prüfen, ob Ordner nur in einem bestimmten Verzeichnis fehlen oder überall. Sind die Ordner über die Suche noch auffindbar, liegt die Ursache fast immer bei der Ansicht.

Ansicht im Explorer anpassen und versteckte Ordner sichtbar machen

Die Darstellungseinstellungen im Explorer sind der schnellste Ansatzpunkt, wenn Ordner nicht angezeigt werden. Über das Menü für die Ansicht steuerst du, ob ausgeblendete Elemente sichtbar sind, wie Dateien sortiert werden und ob Inhalte gruppiert sind.

Probiere Schritt für Schritt folgende Abfolge innerhalb eines Explorer-Fensters aus:

  • Öffne einen betroffenen Ordner im Explorer.
  • Klicke oben auf den Reiter „Ansicht“ oder auf das Menü „Ansicht“ in der Symbolleiste.
  • Aktiviere die Option „Ausgeblendete Elemente“.
  • Stelle eine andere Sortierung ein, zum Beispiel nach „Name“.
  • Deaktiviere testweise „Gruppieren“ bzw. wähle „Keine“ bei der Gruppierung.

Sobald du ausgeblendete Elemente einblendest, erscheinen Ordner mit dem Attribut „versteckt“ leicht transparent. Diese sind weiterhin voll nutzbar, sie waren nur von der Anzeige ausgeschlossen.

Versteckte Ordner-Eigenschaften prüfen und ändern

Ein häufiger Grund für verschwundene Verzeichnisse ist das Attribut „Versteckt“, das Windows bei Systemordnern und manchmal auch durch Tools oder Backups setzt. Du kannst diese Eigenschaft für einzelne Ordner wieder entfernen.

Gehe im Explorer so vor:

  • Aktiviere im Menü „Ansicht“ die Anzeige für „Ausgeblendete Elemente“.
  • Suche den betroffenen Ordner oder ein übergeordnetes Verzeichnis.
  • Klicke mit der rechten Maustaste auf den Ordner und wähle „Eigenschaften“.
  • Wechsle im Reiter „Allgemein“ zum Bereich „Attribute“.
  • Entferne das Häkchen bei „Versteckt“ und bestätige mit „OK“.
  • Bei Rückfragen, ob Unterelemente einbezogen werden sollen, bestätige dies, wenn alle Inhalte wieder sichtbar sein sollen.

Wenn deine Ordner anschließend sofort erscheinen, war ausschließlich das Attribut die Ursache. Bleiben sie weiterhin unauffindbar, solltest du prüfen, ob du im richtigen Speicherort suchst.

Standardordner und Speicherorte in Windows 11 überprüfen

Viele Nutzer speichern Dateien an anderen Orten, als sie später suchen: etwa im OneDrive-Ordner statt im lokalen Dokumente-Ordner oder direkt auf dem Desktop statt im Benutzerverzeichnis. Windows 11 blendet Ordner nicht wahllos aus, sie liegen häufig einfach in einem anderen Pfad.

Um das auszuschließen, kannst du so vorgehen:

  • Öffne den Explorer und klicke links auf „Dieser PC“.
  • Öffne nacheinander die Ordner „Dokumente“, „Bilder“, „Downloads“ und „Desktop“.
  • Prüfe auch die Einträge für Cloud-Dienste wie OneDrive, falls vorhanden.
  • Nutze oben rechts im Explorer das Suchfeld und gib den genauen Ordnernamen ein.

Erscheint der gesuchte Ordner über die Suche, aber nicht im erwarteten Pfad, wurde der Speicherort geändert. In den Eigenschaften vieler Standardordner gibt es den Reiter „Pfad“, in dem du nachschauen kannst, wohin der Ordner aktuell verweist.

Auswirkungen von OneDrive und anderen Cloud-Diensten

OneDrive und ähnliche Dienste integrieren sich tief in den Explorer und können Verzeichnisse zeitweise nur online vorhalten. Dann sind Ordner zwar vorhanden, werden aber anders dargestellt oder wirken lokal leer. Symbole wie Wolke, Häkchen im Kreis oder gefüllter Kreis geben Hinweise auf den Synchronisationszustand.

Stelle bei Cloud-Ordnern sicher, dass die Inhalte lokal verfügbar sind:

  • Öffne den OneDrive-Ordner im Explorer.
  • Suche den betroffenen Ordner im OneDrive-Verzeichnis.
  • Klicke mit der rechten Maustaste darauf und wähle „Immer auf diesem Gerät behalten“.

Nach kurzer Zeit lädt OneDrive alle Inhalte auf deinen Rechner. So erkennst du, ob Ordner wirklich fehlen oder nur bisher nicht lokal synchronisiert wurden. Wenn die Symbole auf einen Synchronisationsfehler hinweisen, hilft oft ein Neustart oder eine erneute Anmeldung im OneDrive-Client.

Filter, Gruppierung und Sortierung als Ursache

Filtereinstellungen im Explorer können Ordner faktisch ausblenden, ohne dass sie gelöscht wurden. Besonders Gruppierung nach Datum, Typ oder Größe führt schnell dazu, dass Ordner in unerwarteten Bereichen auftauchen oder oberhalb der eigentlichen Liste einsortiert werden.

Um die Anzeige zu neutralisieren, kannst du diese Abfolge nutzen:

  • Öffne im Explorer den betroffenen Ordner.
  • Klicke im oberen Menü auf „Ansicht“.
  • Wähle bei „Sortieren nach“ die Option „Name“ und bei Bedarf „Aufsteigend“.
  • Setze bei „Gruppieren nach“ auf „(Keine)“ oder deaktiviere die Gruppierung.

Sobald Sortierung und Gruppierung zurückgesetzt sind, erscheinen Ordner wieder in einer einfachen, alphabetischen Liste. Taucht dein Ordner dann sehr weit unten auf, lag die Ursache lediglich in der Sortierung.

Voreinstellungen der Ordneransicht zurücksetzen

Windows 11 merkt sich für unterschiedliche Ordnerarten (Dokumente, Bilder, Musik) jeweils eigene Anzeigeoptionen. Wenn sich dort Einstellungen „verknoten“, kann es vorkommen, dass Inhalte nur noch teilweise sichtbar sind. Ein Reset der Ansicht beseitigt solche Darstellungsprobleme.

Die Rücksetzung gelingt über die Ordneroptionen:

  • Öffne den Explorer.
  • Klicke oben auf die drei Punkte und wähle „Optionen“.
  • Wechsle im neuen Fenster auf den Reiter „Ansicht“.
  • Klicke auf „Ordner zurücksetzen“, um die Ansicht für diesen Ordnertyp auf Standard zu setzen.
  • Bestätige mit „OK“.

Wenn die Probleme in vielen Ordnern auftreten, lohnt sich dieser Schritt besonders. Nach dem Zurücksetzen sind benutzerdefinierte Ansichten zwar weg, aber alle Inhalte, die lediglich verborgen waren, erscheinen wieder.

System- und geschützte Dateien anzeigen

Bestimmte Ordner sind von Windows als Systemordner gekennzeichnet. Sie werden standardmäßig nicht angezeigt, um wichtige Dateien vor unbeabsichtigten Änderungen zu schützen. Dazu zählen beispielsweise Ordner im Root-Verzeichnis der Systempartition oder spezielle Konfigurationsordner im Benutzerprofil.

Falls du bewusst auf solche Verzeichnisse zugreifen möchtest, aktivierst du die Anzeige so:

  • Öffne im Explorer über die drei Punkte die „Optionen“.
  • Gehe auf den Reiter „Ansicht“.
  • Aktiviere „Ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke anzeigen“.
  • Entferne das Häkchen bei „Geschützte Systemdateien ausblenden (empfohlen)“.
  • Bestätige die Warnmeldung und schließe mit „OK“.

Damit werden sehr viele zusätzliche Ordner sichtbar. Für normale Nutzung sollte diese Einstellung nicht dauerhaft aktiv bleiben, weil das Risiko steigt, versehentlich wichtige Dateien zu löschen. Nach deiner Prüfung kannst du die Option daher wieder deaktivieren.

Suchfunktion im Explorer gezielt einsetzen

Die Suche im Explorer ist ein starkes Werkzeug, um herauszufinden, ob Ordner tatsächlich fehlen oder nur anderswo liegen. Durch die Eingabe von Ordnernamen oder Teilen davon kannst du übergreifend auf Laufwerken und in Unterordnern suchen.

Um die Suche effektiv zu nutzen, gehst du folgendermaßen vor:

  • Wechsle im Explorer auf „Dieser PC“ oder das betroffene Laufwerk.
  • Gib oben rechts im Suchfeld den Ordnernamen ein.
  • Nutze Platzhalter wie „Projekt*“, falls du den genauen Namen nicht mehr weißt.
  • Warte, bis die Suche abgeschlossen ist, und prüfe die angezeigten Pfade.

Wird der Ordner in einer anderen Verzeichnisstruktur gefunden, verschiebe oder kopiere ihn bei Bedarf in den gewünschten Bereich. Erscheint er gar nicht mehr, spricht vieles dafür, dass er tatsächlich gelöscht oder verschoben wurde.

Gelöschte Ordner über Papierkorb und Wiederherstellung retten

Sind Ordner auch über die Suche nicht auffindbar, solltest du prüfen, ob sie versehentlich gelöscht wurden. Der Papierkorb ist der erste Anlaufpunkt, bevor du zu umfangreicheren Wiederherstellungsmaßnahmen greifst.

Prüfe die Lage in dieser Reihenfolge:

  • Öffne den Papierkorb auf dem Desktop.
  • Sortiere nach „Datum gelöscht“, um aktuelle Vorgänge zu sehen.
  • Suche nach dem Ordnernamen in der Liste.
  • Klicke mit der rechten Maustaste auf den Eintrag und wähle „Wiederherstellen“.

Der Ordner erscheint dann an seinem ursprünglichen Speicherort. Wenn er auch dort nicht mehr vorhanden ist, kommen nur noch tiefergehende Wiederherstellungstools in Frage, etwa Datenrettungsprogramme, die gelöschte Dateien auf der Festplatte auslesen. Für den alltäglichen Gebrauch reichen Speicherorte, Suche und Papierkorb jedoch meist aus.

Rechte und Freigaben bei Netzwerk- und Freigabeordnern

In Netzwerkumgebungen oder bei geteilten Ordnern kann es vorkommen, dass du nicht alle Inhalte siehst, obwohl sie bei anderen Personen noch vorhanden sind. Hier spielt die Berechtigungsstruktur des Dateisystems und die Freigabe-Einstellungen eine zentrale Rolle.

Wenn andere Nutzer Ordner sehen, du aber nicht, solltest du Folgendes prüfen:

  • Frage, ob sich die Freigaberechte kürzlich geändert haben.
  • Lasse dir von einer Person mit Vollzugriff den Eigenschaften-Dialog des Ordners öffnen.
  • Unter „Sicherheit“ können Lese- und Schreibrechte für einzelne Benutzerkonten eingestellt sein.

Ohne ausreichende Rechte erscheint ein Ordner im Extremfall gar nicht oder nur ohne Inhalte. Änderungen an diesen Einstellungen sollten in Unternehmensumgebungen nur von Administratoren vorgenommen werden, um ungewollte Zugriffe zu vermeiden.

Beschädigte Explorer-Konfiguration reparieren

In seltenen Fällen ist nicht der Ordner selbst, sondern die Explorer-Umgebung beschädigt. Das kann durch fehlerhafte Shell-Erweiterungen, Add-ons oder unvollständige Updates passieren. Dann wirkt die Darstellung insgesamt instabil: Ordner erscheinen und verschwinden, der Explorer hängt oder startet neu.

Als erste Maßnahme hilft oft ein Neustart des Explorers:

  • Öffne den Task-Manager mit Strg+Umschalt+Esc.
  • Suche in der Liste nach „Windows-Explorer“.
  • Klicke mit der rechten Maustaste darauf und wähle „Neu starten“.

Wenn das Verhalten sich danach bessert, lag das Problem im laufenden Prozess. Bleibt es bestehen, kann ein neuer Benutzeraccount helfen, um zu testen, ob die Konfiguration deines Profils beschädigt ist.

Neues Benutzerkonto als Testumgebung nutzen

Ein zusätzliches Benutzerkonto lässt sich als saubere Testumgebung verwenden. Dort gelten Standardeinstellungen für den Explorer, sodass sich Störungen aus deinem eigentlichen Profil gut abgrenzen lassen. Siehst du im neuen Konto alle Ordner normal, liegt die Ursache vermutlich an individuellen Einstellungen oder Erweiterungen.

Um ein neues Konto anzulegen, gehst du über die Einstellungen:

  • Öffne „Einstellungen“ über das Startmenü.
  • Wechsle zu „Konten“.
  • Wähle „Familie und andere Benutzer“ oder einen ähnlich benannten Eintrag.
  • Füge ein lokales Konto oder ein Microsoft-Konto hinzu.

Melde dich mit diesem neuen Konto an und öffne den Explorer. Sind alle Ordner dort sichtbar, kannst du deine wichtigen Daten schrittweise übernehmen und die defekte Umgebung später entfernen, falls sich die Probleme im alten Profil nicht mehr zufriedenstellend lösen lassen.

Typische Missverständnisse bei der Ordneranzeige

Viele Anzeigeprobleme im Explorer beruhen auf kleinen Missverständnissen, etwa über die Funktion von Schnellzugriff, Bibliotheken oder Pseudo-Ordnern wie „Dieser PC“. Nicht jeder sichtbare Eintrag im linken Navigationsbereich entspricht einem echten Ordnerpfad auf der Festplatte.

Drei typische Stolpersteine tauchen immer wieder auf:

  • Der Schnellzugriff zeigt zuletzt verwendete oder angeheftete Ordner, nicht zwingend den aktuellen Speicherort.
  • Bibliotheken wie „Bilder“ fassen Inhalte aus mehreren realen Ordnern zusammen, ohne selbst Dateien zu enthalten.
  • Virtuelle Ordner, etwa aus Cloud-Diensten, sind eigentlich Verknüpfungen und können bei Verbindungsproblemen leer wirken.

Wenn ein Eintrag im Navigationsbereich plötzlich leer erscheint, lohnt sich daher immer ein Blick auf den tatsächlichen Pfad in der Adresszeile des Explorers. Darüber erkennst du, ob du dich in einem echten Ordner oder in einer virtuellen Ansicht befindest.

Ordnerstruktur sinnvoll organisieren, um Fehler zu vermeiden

Eine klare Ordnerstruktur hilft nicht nur bei der Übersicht, sondern reduziert auch die Wahrscheinlichkeit, Ordner versehentlich zu verschieben oder falsch zuzuordnen. Gerade in Kombination mit Cloud-Diensten kann eine saubere Struktur verhindern, dass Inhalte unbemerkt in Synchronisationsordner rutschen.

Ein bewährter Ansatz besteht darin, feste Hauptordner für Arbeit, Privat, Projekte und Archiv anzulegen und innerhalb dieser Bereiche maximal zwei bis drei Ebenen zu verwenden. Vermeide es, wichtige Ordner nur als Verknüpfung abzulegen oder auf mehrere Orte zu verteilen. Je eindeutiger deine Struktur, desto leichter kannst du Anzeigeprobleme eingrenzen.

Spezialfall: Ordner tauchen nur manchmal auf

Gelegentlich tritt das Phänomen auf, dass Ordner nach einem Neustart plötzlich sichtbar sind, beim nächsten Öffnen aber wieder fehlen. In solchen Fällen spielen häufig Caches und temporäre Explorer-Daten eine Rolle, die beim Start neu aufgebaut werden.

Um diesen Effekt zu entschärfen, kannst du folgende Schritte kombinieren:

  • Explorer neu starten oder den PC vollständig herunterfahren und wieder hochfahren.
  • Ordneransichten über die Ordneroptionen zurücksetzen.
  • Prüfen, ob Drittanbieter-Tools den Explorer erweitern oder verändern.

Wenn ein spezielles Tool oder eine Erweiterung direkt mit der Anzeige von Dateien interagiert, solltest du testweise deren Deinstallation oder Deaktivierung in Betracht ziehen. Verbessert sich das Verhalten danach, kennst du den Auslöser und kannst gezielter nach Alternativen suchen.

Anzeichen für echte Datenverluste erkennen

Auch wenn vieles auf Anzeigeprobleme zurückgeht, gibt es Situationen, in denen Ordner tatsächlich gelöscht oder überschrieben wurden. Typische Anzeichen dafür sind Fehlermeldungen beim Zugriff, fehlende Einträge im Papierkorb oder neue Ordner mit identischem Namen, die jedoch leer sind.

In solchen Fällen solltest du nicht weiter auf dem betroffenen Laufwerk speichern, um die Chancen auf eine Datenrettung nicht zu verschlechtern. Datenrettungsprogramme lesen gelöschte Einträge aus den ungenutzten Bereichen der Festplatte aus. Jeder neue Schreibvorgang kann die dort noch vorhandenen Strukturen überschreiben.

Häufige Fragen zur Explorer-Option und fehlenden Ordnern in Windows 11

Warum bleiben Ordner im Explorer verschwunden, obwohl sie noch existieren?

In vielen Fällen blendet der Explorer Ordner nur aus, statt sie zu löschen, etwa durch Filtereinstellungen, versteckte Attribute oder angepasste Ansichtsoptionen. Prüfen Sie deshalb immer zuerst Anzeigeoptionen, Filter, Sortierung und die Ordnerattribute, bevor Sie von einem Datenverlust ausgehen.

Welche Explorer-Option ist für das Einblenden versteckter Ordner entscheidend?

Entscheidend ist die Einstellung, mit der Sie versteckte Dateien und Ordner anzeigen lassen, sowie die Option für geschützte Systemdateien. Beides stellen Sie im Menü für die Ordneroptionen im Reiter Ansicht beziehungsweise im Bereich der erweiterten Einstellungen ein.

Wo finde ich in Windows 11 die Ordneroptionen im Explorer?

Öffnen Sie zunächst den Explorer und wechseln Sie oben zum Reiter Ansicht, danach zu den Anzeige- oder Layout-Optionen. Dort gelangen Sie über die erweiterten Einstellungen oder den Punkt Optionen zu den Ordner- und Suchoptionen, in denen Sie alle relevanten Anzeigeparameter anpassen können.

Wie mache ich versteckte Ordner wieder dauerhaft sichtbar?

Aktivieren Sie in den Ordneroptionen die Anzeige versteckter Dateien und Ordner und entfernen Sie bei Bedarf die Ausblendung geschützter Systemdateien. Anschließend können Sie bei betroffenen Ordnern im Eigenschaften-Dialog das Attribut Versteckt deaktivieren, damit sie auch mit Standardanzeige sichtbar bleiben.

Was kann ich tun, wenn einzelne Ordner trotz angepasster Ansicht nicht erscheinen?

In diesem Fall sollten Sie prüfen, ob Filter, Gruppierungen oder ein ungewöhnliches Sortierkriterium die Anzeige einschränken. Hilft das nicht, kontrollieren Sie den genauen Pfad, die Ordnerrechte und ob ein Cloud-Sync-Client wie OneDrive oder Google Drive den Speicherort verschoben hat.

Kann eine beschädigte Explorer-Konfiguration Ordner ausblenden?

Ja, defekte Cache-Dateien oder fehlerhafte Registry-Einträge können dazu führen, dass Ordner nicht mehr wie erwartet angezeigt werden. Sie können die Ansicht zurücksetzen, die Explorer-Historie löschen und bei Bedarf die betroffenen Registry-Schlüssel neu anlegen oder ein Systemdatei-Check-Werkzeug ausführen.

Wie stelle ich sicher, dass System- und Programmordner im Explorer auftauchen?

Aktivieren Sie in den Ordneroptionen die Anzeige versteckter Elemente und heben Sie optional die Ausblendung geschützter Systemdateien auf, wenn Sie gezielt Systemordner untersuchen möchten. Gehen Sie anschließend vorsichtig vor, da Änderungen in diesen Verzeichnissen die Stabilität von Windows beeinflussen können.

Welche Rolle spielt OneDrive bei scheinbar verschwundenen Ordnern?

OneDrive kann Ordner in den Cloud-Speicher verschieben und sie lokal nur bei Bedarf herunterladen, was den Eindruck erweckt, dass sie zeitweise fehlen. Prüfen Sie, welche Ordner in OneDrive verwaltet werden, ob die Dateien nur online vorhanden sind und ob die Synchronisation vollständig abgeschlossen wurde.

Wie hilft die Suchfunktion, wenn ein Ordner nicht mehr am erwarteten Ort liegt?

Nutzen Sie die Suchleiste im Explorer und geben Sie den Ordnernamen ein, während Sie auf übergeordneter Ebene wie Dieser PC oder im Benutzerprofil suchen. So finden Sie auch versehentlich verschobene Verzeichnisse und können den tatsächlichen Speicherort überprüfen oder den Ordner zurück an die gewünschte Stelle verschieben.

Wann sollte ich ein neues Benutzerkonto testen, um Anzeigeprobleme einzugrenzen?

Ein zusätzliches Benutzerkonto eignet sich, wenn nur ein einziges Profil von Anzeigefehlern betroffen ist und systemweite Maßnahmen bisher nicht geholfen haben. Tauchen die Ordner im neuen Konto normal auf, deutet das auf ein lokales Profilproblem hin, das Sie gezielt über Profilbereinigung oder ein neu angelegtes Konto lösen können.

Woran erkenne ich, ob Ordner wirklich gelöscht wurden und nicht nur ausgeblendet sind?

Fehlt ein Ordner auch in der Suche, im Papierkorb, in der Datenträgerverwaltung und in Cloud-Verläufen, spricht vieles für eine tatsächliche Löschung oder einen Hardwarefehler. In dieser Situation helfen Backup-Lösungen, Dateiversionsverläufe oder spezialisierte Rettungsprogramme, sofern noch keine umfangreichen Schreibvorgänge den Speicherbereich überschrieben haben.

Wie beuge ich erneuten Anzeigeproblemen im Explorer vor?

Eine übersichtliche Ordnerstruktur, eindeutige Namen und bewusst gewählte Speicherorte reduzieren die Fehlerquellen deutlich. Ergänzend sollten Sie die Explorer-Ansicht regelmäßig prüfen, auf extreme Filter verzichten und wichtige Ordner zusätzlich in einer Sicherungslösung abbilden.

Fazit

Mit den passenden Ordner- und Ansichtsoptionen holen Sie ausgeblendete Verzeichnisse in Windows 11 zuverlässig zurück in die Übersicht. Wenn Sie Anzeigeeinstellungen, Attribute, Cloud-Synchronisation und Rechte systematisch prüfen, lösen Sie nahezu alle scheinbaren Verluste direkt am System. Bleiben Ordner trotz aller Maßnahmen unsichtbar, hilft eine gründliche Suche kombiniert mit Sicherungen und Tools zur Wiederherstellung. So behalten Sie Ihre Daten im Griff und vermeiden künftige Überraschungen bei der Explorer-Anzeige.

Checkliste
  • Öffne einen betroffenen Ordner im Explorer.
  • Klicke oben auf den Reiter „Ansicht“ oder auf das Menü „Ansicht“ in der Symbolleiste.
  • Aktiviere die Option „Ausgeblendete Elemente“.
  • Stelle eine andere Sortierung ein, zum Beispiel nach „Name“.
  • Deaktiviere testweise „Gruppieren“ bzw. wähle „Keine“ bei der Gruppierung.

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