Windows 11: Kein Internetzugriff trotz WLAN – Lösungen

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 27. März 2026, zuletzt aktualisiert: 27. März 2026

Viele Nutzer haben mit dem Problem zu kämpfen, dass sie trotz einer aktiven WLAN-Verbindung keinen Internetzugang haben. Dies kann ärgerlich sein, insbesondere wenn man gerade auf das Internet angewiesen ist. Es gibt jedoch verschiedene Ansätze, um diese Schwierigkeiten zu beheben.

Diagnosemöglichkeiten

Wenn der Internetzugang nicht funktioniert, ist es entscheidend, zuerst einige grundlegende Diagnoseschritte durchzuführen. Überprüfen Sie, ob das WLAN ordnungsgemäß verbunden ist und ob andere Geräte im selben Netzwerk den Internetzugang nutzen können. Hier sind einige häufige Ursachen:

  • Falsche Netzwerkeinstellungen: Manchmal können fehlerhafte DHCP- oder IP-Einstellungen zu Verbindungsproblemen führen.
  • Treiberprobleme: Veraltete oder inkompatible Treiber können die Verbindung beeinträchtigen.
  • Hardwaredefekte: Ein defekter WLAN-Router oder -Adapter kann ebenfalls verantwortlich sein.

Schritte zur Behebung des Problems

Im Folgenden finden Sie mehrere Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um den Verlust des Internetzugangs zu beheben:

  1. Neustart des Routers und des Computers: Manchmal kann ein einfacher Neustart sowohl des Routers als auch des Computers die Verbindung wiederherstellen.
  2. WLAN-Adapter zurücksetzen: Gehen Sie zu den Netzwerkeinstellungen, suchen Sie den WLAN-Adapter und wählen Sie die Option, ihn zurückzusetzen.
  3. IP-Einstellungen überprüfen: Stellen Sie sicher, dass die IP-Einstellungen auf „automatisch“ stehen. Dies können Sie unter Netzwerk- und Interneteinstellungen > Ändern der Adapteroptionen überprüfen.

Erweiterte Schritte

Wenn die oben genannten Schritte nicht zu einer Lösung geführt haben, können Sie folgende erweiterte Maßnahmen in Betracht ziehen:

Treiberaktualisierung

Überprüfen Sie, ob Ihr WLAN-Adapter auf dem neuesten Stand ist. Dies können Sie über den Geräte-Manager tun. Suchen Sie den WLAN-Adapter, klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie „Treiber aktualisieren“.

Anleitung
1Neustart des Routers und des Computers: Manchmal kann ein einfacher Neustart sowohl des Routers als auch des Computers die Verbindung wiederherstellen.
2WLAN-Adapter zurücksetzen: Gehen Sie zu den Netzwerkeinstellungen, suchen Sie den WLAN-Adapter und wählen Sie die Option, ihn zurückzusetzen.
3IP-Einstellungen überprüfen: Stellen Sie sicher, dass die IP-Einstellungen auf „automatisch“ stehen. Dies können Sie unter Netzwerk- und Interneteinstellungen > Ändern….

Netzwerk zurücksetzen

Ein Netzwerkreset kann helfen, hartnäckige Verbindungsprobleme zu lösen. Dies finden Sie unter Netzwerk- und Interneteinstellungen > Netzwerk zurücksetzen. Beachten Sie, dass alle Netzwerkeinstellungen auf die ursprünglichen Werte zurückgesetzt werden, sodass Sie alle Passwörter neu eingeben müssen.

Typische Stolpersteine und deren Vermeidung

Es ist nicht ungewöhnlich, bei der Fehlersuche auf Schwierigkeiten zu stoßen. Vermeiden Sie häufige Fehler:

  • Die WLAN-SSID zu verbergen, was bedeutet, dass Sie manuell die Verbindung einrichten müssen.
  • Die Firewall-Einstellungen nicht zu überprüfen, da diese manchmal eingehenden Datenverkehr blockieren können.
  • Erst nach dem Überprüfen sämtlicher Geräte Einstellungen anpassen oder zurücksetzen.

Kurzfristiger Ausweg durch die Eingabeaufforderung

Ein weiterer effektiver Weg zur Fehlerbehebung besteht darin, zur Eingabeaufforderung zu wechseln und die folgenden Befehle nacheinander auszuführen:

  1. „ipconfig /release“
  2. „ipconfig /renew“
  3. „ipconfig /flushdns“

Diese Befehle helfen dabei, die Netzwerkkonfiguration zurückzusetzen und DNS-Probleme zu lösen.

Praktische Beispiele

Beispiel 1: Fehlende IP-Adresse

Ein Nutzer stellte fest, dass sein Laptop nicht mit dem Internet verbunden war. Nach der Überprüfung stellte er fest, dass keine IP-Adresse zugewiesen wurde. Durch die WLAN-Adaptereinstellungen konnte er den Adapter zurücksetzen und die Verbindung herstellen.

Beispiel 2: Treiberproblem

Ein anderer Nutzer hatte das Problem, dass seine WLAN-Verbindung nach einem Windows-Update nicht mehr funktionierte. Ein Blick in den Geräte-Manager zeigte, dass der Treiber nicht aktualisiert wurde. Nach dem Update des Treibers war die Verbindung problemlos wiederhergestellt.

Beispiel 3: Firewall-Einstellungen

Eine weitere Person hatte Schwierigkeiten mit einer aktiven Firewall, die den Internetzugang blockierte. Nachdem sie die Einstellungen überprüft und die Firewall temporär deaktiviert hatte, konnte sie wieder auf das Internet zugreifen.

Systematische Überprüfung der Netzwerkumgebung

Bevor tief in die Einstellungen von Windows 11 eingestiegen wird, lohnt sich ein genauer Blick auf die gesamte Umgebung, in der die Verbindung genutzt wird. Viele Störungen entstehen außerhalb des eigentlichen Rechners und lassen sich dort schneller lösen.

  • Der Router sollte dauerhaft mit Strom versorgt sein und alle Status-LEDs müssen normal leuchten.
  • Andere Geräte im selben WLAN sollten getestet werden, um festzustellen, ob das Problem nur auf dem eigenen System auftritt.
  • Die Entfernung zum Access Point und mögliche Störquellen wie dicke Wände oder Metallregale dürfen nicht unterschätzt werden.
  • Eine parallele Verbindung über ein anderes Netzwerk, beispielsweise einen mobilen Hotspot, hilft beim Eingrenzen des Fehlers.

Wenn andere Endgeräte problemlos online gehen, liegt der Schwerpunkt der Suche bei Windows 11. Lassen sich jedoch auch Smartphones oder Tablets nicht verbinden, deutet alles auf Router, Modem oder den Internetanschluss des Anbieters hin.

Für eine klare Eingrenzung hat sich folgende Vorgehensweise bewährt:

  1. Router beobachten und prüfen, ob eine LED auf einen Fehlerzustand hinweist.
  2. Falls verfügbar, mit einem zweiten WLAN auf einem anderen Gerät testen, ob Webseiten geladen werden.
  3. Falls nur der Windows-11-Rechner betroffen ist, an diesem Gerät mit den weiteren Schritten fortfahren.
  4. Falls mehrere Geräte offline sind, Router und Modem nacheinander neu starten und danach die Verbindung erneut überprüfen.

Ergibt sich dabei, dass lediglich ein bestimmtes WLAN Probleme verursacht, sollte zusätzlich geprüft werden, ob ein Gastnetz aktiv ist oder ob ein MAC-Adressfilter im Router eingerichtet wurde. In beiden Fällen kann der Zugang für einzelne Geräte blockiert sein, obwohl das Funknetz sichtbar bleibt.

Gezielte Kontrolle von Adaptereinstellungen und Energieoptionen

Selbst wenn die Verbindung zur Funkbasis stabil wirkt, kommt es unter Windows 11 häufig durch falsch gesetzte Adapteroptionen oder Energiesparfunktionen zu Abbrüchen und damit zu fehlendem Datenverkehr. Ein Blick in diese Bereiche schafft Klarheit und sorgt oft für dauerhafte Stabilität.

WLAN-Adapter in den erweiterten Eigenschaften prüfen

Viele Netzwerkkarten bieten in ihren Eigenschaften zahlreiche Optionen, die sich direkt auf Reichweite, Bandbreite und Stabilität auswirken. Ein ungünstiger Wert kann dazu führen, dass Webseiten nicht laden, obwohl ein Signal angezeigt wird.

So wird auf die erweiterten Einstellungen des Adapters zugegriffen:

  1. Mit der rechten Maustaste auf das Startsymbol klicken und den Eintrag für die Systemsteuerung oder die Netzwerkeinstellungen öffnen.
  2. Zum Bereich für die Adapteroptionen wechseln, in dem die Netzwerkschnittstellen angezeigt werden.
  3. Die verwendete WLAN-Verbindung auswählen und mit der rechten Maustaste die Eigenschaften öffnen.
  4. Über die Schaltfläche für die Konfiguration des Netzwerkadapters in den Reiter für die erweiterten Optionen gehen.

In diesem Bereich sind unter anderem Funktionen wie Roaming-Aggressivität, bevorzugtes Band, Kanalbreite oder Energiesparmodi zu finden. Für eine stabile Verbindung empfiehlt sich bei Problemen zunächst eine möglichst neutrale Einstellung:

  • Roaming-Aggressivität auf eine mittlere Stufe stellen, damit der Adapter nicht ständig nach anderen Zugangspunkten sucht.
  • Das bevorzugte Band auf Auto oder auf das Band setzen, in dem der Router die stabilere Leistung bietet.
  • Die Kanalbreite auf einen Standardwert, etwa 20 MHz oder 20/40 MHz, einstellen, damit der Adapter mit typischen Routerkonfigurationen harmoniert.
  • Alle besonders aggressiven Energiesparoptionen deaktivieren, die die Sendeleistung reduzieren können.

Nach einer Anpassung dieser Parameter lohnt sich ein kurzer Test mit dem Browser oder einem Diagnosetool. Bleibt der Zugriff weiterhin aus, sollte die automatische IP-Adressvergabe noch einmal genauer betrachtet werden.

Einfluss der Energieverwaltung auf die WLAN-Verbindung

Windows 11 enthält mehrere Ebenen für Energiesparfunktionen, die sich teilweise überschneiden. In Kombination mit Treibern, die die Netzwerkschnittstelle beim Sparen sehr stark drosseln, kann die Verbindung scheinbar zufällig abbrechen oder überhaupt nicht aufgebaut werden.

Ein sinnvoller Prüfweg sieht so aus:

  1. Die Energieoptionen in den Systemeinstellungen öffnen.
  2. Das aktuell aktive Energieschema auswählen und dessen detaillierte Einstellungen anzeigen lassen.
  3. Im Bereich für die drahtlose Netzwerkkarte sicherstellen, dass der Energiesparmodus auf maximale Leistung oder eine ausgewogene Stufe gesetzt ist.
  4. Zusätzlich in den Eigenschaften des WLAN-Adapters auf der Registerkarte zur Energieverwaltung prüfen, ob das System das Gerät ausschalten darf, um Energie zu sparen. Bei dauerhaften Verbindungsproblemen sollte diese Option testweise deaktiviert werden.

Ist der Rechner ein Notebook, lohnt sich ein erneuter Test sowohl im Netzbetrieb als auch im Akkubetrieb. Manche Hersteller hinterlegen unterschiedliche Profile, die im Batteriebetrieb die Funkeinheit aggressiver drosseln. Wird der Datenverkehr nur im Akkubetrieb unterbrochen, liegt die Ursache meist in diesen Profilen.

DNS- und Protokollprobleme gezielt beheben

Es kommt häufig vor, dass die Funkverbindung vollständig steht, aber keine Domainnamen aufgelöst werden. Seiten lassen sich dann nicht aufrufen, obwohl die Symbole in der Taskleiste eine vorhandene Verbindung zeigen. In solchen Fällen führen gezielte Tests und Anpassungen der DNS-Einträge oft sehr schnell zum Ziel.

Namensauflösung prüfen und DNS-Server anpassen

Um festzustellen, ob die Namensauflösung gestört ist, kann sowohl ein Ping auf eine IP-Adresse als auch auf einen Domainnamen verwendet werden. Funktioniert der Zugriff auf IP-Adressen, während Domains nicht erreichbar sind, liegt das Problem sehr wahrscheinlich beim DNS-Dienst.

Die Umstellung der DNS-Server erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Die Netzwerkeinstellungen öffnen und zur Liste der Netzwerkadapter wechseln.
  2. Den verwendeten WLAN-Adapter auswählen und dessen Eigenschaften aufrufen.
  3. In der Liste der Protokolle den Eintrag für IPv4 markieren und erneut Eigenschaften auswählen.
  4. Statt der automatischen DNS-Serveradresse eine manuelle Adresse eintragen, beispielsweise einen öffentlich verfügbaren Dienst.
  5. Optional für IPv6 analog vorgehen, falls dieses Protokoll aktiv verwendet wird.

Nach dem Speichern der Änderungen sollte der DNS-Cache geleert werden, damit alte Einträge nicht weiterverwendet werden. Dazu kann in einer Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten ein Befehl zur Bereinigung der zwischengespeicherten Namensauflösung ausgeführt werden. Anschließend werden Webadressen erneut aufgelöst und die Verbindung sollte wieder funktionieren, sofern keine anderen Hindernisse vorliegen.

Protokollstapel und Bindungen auf Inkonsistenzen prüfen

In manchen Fällen sind die eigentlichen Protokollbindungen beschädigt oder falsch gesetzt. Selbst wenn eine IP-Adresse zugewiesen wurde, kann das System dann nicht korrekt mit dem Router kommunizieren. Eine sorgfältige Kontrolle der aktivierten Protokolle hilft, Konflikte zu finden.

Für diesen Kontrollgang haben sich folgende Schritte bewährt:

  1. Die Eigenschaften des WLAN-Adapters aufrufen.
  2. In der Liste prüfen, ob sowohl IPv4 als auch gegebenenfalls IPv6 aktiviert sind.
  3. Überflüssige oder doppelte Dienste, die von Drittsoftware stammen, vorübergehend deaktivieren, um Konflikte auszuschließen.
  4. Falls ein VPN-Client installiert ist, dessen virtuelle Adapter kurzzeitig deaktivieren und prüfen, ob sich der Internetzugriff normalisiert.

Nach Änderungen an den Protokollbindungen ist ein Neustart des Rechners sinnvoll, damit alle Dienste mit der neuen Konfiguration starten. Bleibt die Verbindung weiterhin ohne Funktion, sollte zusätzlich in den Protokollen des Routers nach Hinweisen gesucht werden, etwa nach abgelehnten Verbindungsversuchen oder auffälligen Fehlermeldungen.

Einfluss von Benutzerkonten, Profilen und Sicherheitssoftware

Neben Treibern, Protokollen und Routern spielen auch Benutzerprofile und Schutzprogramme eine wichtige Rolle. Falsch übernommene Einstellungen oder zu streng konfigurierte Sicherheitssoftware blockieren regelmäßig den Zugriff, obwohl das Funknetz einwandfrei arbeitet.

Neues Benutzerprofil als Testumgebung nutzen

Beschädigte Profile oder ungewöhnliche Gruppenrichtlinien können dafür sorgen, dass die Netzwerkkonfiguration auf einem einzelnen Benutzerkonto nicht mehr korrekt arbeitet. Ein frisches Profil zeigt schnell, ob die Ursache an solchen Einstellungen liegt.

Ein sinnvoller Testablauf sieht so aus:

  1. In den Kontoeinstellungen ein neues lokales Benutzerkonto mit Standardrechten anlegen.
  2. Vom aktuellen Konto abmelden und sich mit dem soeben erstellten Konto anmelden.
  3. Das WLAN in diesem Konto verbinden und prüfen, ob Seiten aufgerufen werden können.
  4. Falls der Zugriff im neuen Konto funktioniert, liegt das Problem sehr wahrscheinlich an benutzerspezifischen Einstellungen, Tools oder Skripten.

In diesem Fall lohnt sich ein Vergleich der Autostartprogramme, der installierten Erweiterungen und der individuellen Firewallregeln zwischen dem alten und dem neuen Profil. Auf diese Weise lassen sich Konflikte sauber identifizieren, ohne gleich das gesamte System neu aufzusetzen.

Schutzprogramme und Filter driver bewusst testen

Viele Sicherheitslösungen hängen sich tief in den Netzwerkverkehr ein und überwachen Datenpakete bereits auf Treiberebene. Diese Filter können den gesamten Datenfluss unterbrechen, wenn eine Regel falsch interpretiert wird oder eine Komponente beschädigt ist.

Um hier Klarheit zu gewinnen, empfiehlt sich ein schrittweises Vorgehen:

  1. Die Oberfläche der installierten Sicherheitssoftware öffnen und alle Netzwerkfilter oder Webschutzmodule suchen.
  2. Den Webschutz sowie etwaige Firewallmodule kurzzeitig deaktivieren, ohne den Echtzeitschutz für Dateien komplett auszuschalten.
  3. Im Browser testen, ob der Zugriff auf mehrere Webseiten funktioniert.
  4. Falls der Datenverkehr jetzt wieder läuft, die Regeln in der Sicherheitssoftware anpassen oder ein Update beziehungsweise eine Neuinstallation der Schutzlösung durchführen.

Sollte keine Übersicht über die aktiven Filter vorliegen, lohnt sich ein Blick in die Liste der installierten Programme sowie in die Treiberdetails der Netzwerkkarte. Viele Filter tauchen dort als zusätzliche Komponente auf, die sich ebenfalls vorübergehend abschalten lässt. Nach dem Test muss der Schutz wieder vollständig aktiviert werden, damit das System nicht unnötigen Risiken ausgesetzt wird.

Wenn alle beschriebenen Bereiche – von der Umgebung über Adapteroptionen, Protokolle, Benutzerprofile bis hin zur Sicherheitssoftware – sorgfältig geprüft und angepasst wurden, lässt sich in den meisten Fällen wieder stabil auf das Internet zugreifen, selbst wenn das WLAN-Symbol ursprünglich eine Verbindung ohne funktionierenden Datenverkehr angezeigt hat.

Häufige Fragen rund um WLAN ohne Internet in Windows 11

Warum zeigt Windows 11 „verbunden“, aber kein Internet an?

Windows kann eine erfolgreiche WLAN-Verbindung zum Router melden, obwohl keine Daten das Netzwerk oder das Internet erreichen. Ursache sind häufig falsche IP-Einstellungen, DNS-Probleme, Routerfehler oder Sicherheitsprogramme, die die Verbindung blockieren. Prüfen Sie deshalb immer sowohl den Router als auch die Netzwerkkonfiguration in Windows.

Wie erkenne ich, ob das Problem am Router oder an Windows 11 liegt?

Testen Sie zunächst, ob andere Geräte im selben WLAN ins Internet kommen, etwa ein Smartphone oder Tablet. Funktioniert der Zugriff dort, liegt der Fehler meist in Windows, beispielsweise bei Treibern, Firewall oder DNS. Haben alle Geräte Ausfälle, sollten Sie Router, Modem und die Internetleitung prüfen und kurz vom Strom trennen.

Was kann ich tun, wenn nur bestimmte Webseiten nicht laden?

Wenn einzelne Seiten nicht erreichbar sind, liegt häufig ein DNS-Problem vor. Stellen Sie testweise in den Adaptereigenschaften alternative DNS-Server ein und leeren Sie anschließend mit einem passenden Befehl in der Eingabeaufforderung den DNS-Cache. Bleibt das Problem bestehen, überprüfen Sie Browser-Erweiterungen und Sicherheitstools, die Inhalte filtern.

Hilft es, den Netzwerkadapter in Windows 11 zu deaktivieren und wieder zu aktivieren?

Das kurze Deaktivieren und anschließende Aktivieren des WLAN-Adapters kann fehlerhafte Zustände im Treiber zurücksetzen und so die Verbindung wiederherstellen. Sie erreichen den Adapter über die Einstellungen oder die klassische Systemsteuerung unter den Netzwerkverbindungen. Wenn dies regelmäßig nötig ist, sollten Sie zusätzlich den Treiber aktualisieren oder neu installieren.

Warum bricht die WLAN-Verbindung unter Windows 11 immer wieder ab?

Abbrüche hängen häufig mit Energiesparoptionen, gestörter Funkumgebung oder nicht optimalen Routereinstellungen zusammen. Passen Sie in den Energieoptionen die Einstellungen für den WLAN-Adapter an und testen Sie, ob ein anderer WLAN-Kanal am Router stabiler läuft. In manchen Fällen verbessert auch ein Wechsel auf das 5-GHz-Band oder eine feste IP-Konfiguration die Stabilität.

Kann meine Sicherheitssoftware den Internetzugang blockieren?

Ja, Sicherheitsprogramme mit eigener Firewall oder Webschutzfunktion sperren bei strengen Regeln teilweise den Datenverkehr, obwohl das WLAN verbunden bleibt. Deaktivieren Sie testweise nur die Schutzfunktionen für das Netzwerk, ohne den Echtzeitschutz gegen Malware auszuschalten. Wenn der Zugriff danach wieder funktioniert, passen Sie die Regeln an oder nutzen dauerhaft die integrierte Windows-Sicherheit.

Wann lohnt sich ein kompletter Netzwerk-Reset in Windows 11?

Ein vollständiger Netzwerk-Reset ist sinnvoll, wenn einzelne Maßnahmen wie Treiberupdate, IP-Erneuerung und Routerneustart das Problem nicht dauerhaft lösen. Windows setzt dabei alle Netzwerkkomponenten zurück, entfernt Adapter und erstellt sie neu, was tiefsitzende Konfigurationsfehler beheben kann. Planen Sie danach einen Neustart und halten Sie WLAN-Passwörter bereit, da diese neu eingegeben werden müssen.

Wie gehe ich vor, wenn nach einem Windows-Update kein Internet mehr verfügbar ist?

Prüfen Sie zunächst, ob für den WLAN- oder LAN-Adapter ein neuer Treiber vorliegt, der mit der aktuellen Windows-Version abgestimmt ist. Hilft das nicht, können Sie über die Update-Verwaltung das letzte problematische Update deinstallieren und beobachten, ob die Verbindung wieder funktioniert. Zusätzlich sollten Sie die Update-Historie im Blick behalten und künftige Treiberupdates bewusst steuern.

Warum hilft das Leeren des DNS-Caches bei Verbindungsproblemen?

Im DNS-Cache speichert Windows aufgelöste Domainnamen, um Webseiten schneller zu öffnen. Sind dort veraltete oder fehlerhafte Einträge hinterlegt, kommt trotz funktionierender Leitung keine korrekte Namensauflösung zustande, was den Eindruck einer gestörten Internetverbindung erzeugt. Durch das Leeren dieses Zwischenspeichers erzwingen Sie neue, aktuelle DNS-Abfragen.

Wie kann ich testen, ob nur der DNS-Dienst betroffen ist?

Nutzen Sie die Eingabeaufforderung, um per Ping die IP-Adresse eines bekannten Servers zu erreichen und vergleichen Sie dies mit einem Ping auf dessen Domainnamen. Wenn die IP erreichbar ist, der Domainname jedoch nicht, liegt fast immer ein Problem im Bereich DNS vor. In diesem Fall hilft meist das Umstellen des DNS-Servers oder ein Neustart des entsprechenden Dienstes.

Was mache ich, wenn nur mein Windows-11-Laptop im Gäste-WLAN nicht online geht?

In öffentlichen oder Gäste-Netzen gelten oft besondere Anmeldeportale und Filterregeln, die sich von Ihrer Heimumgebung unterscheiden. Öffnen Sie einen Browser und prüfen Sie, ob zuerst eine Anmeldeseite erscheint, und deaktivieren Sie VPNs oder strikte Firewalleinstellungen, die diese Seite blockieren könnten. Wenn andere Geräte funktionieren, lohnt sich zudem ein Blick in die MAC-Filter- oder Zugriffslisten des jeweiligen Routers.

Hilft ein VPN bei Problemen mit der Internetverbindung in Windows 11?

Ein VPN kann nur dann helfen, wenn zwar die Verbindung ins Internet grundsätzlich besteht, aber einzelne Dienste im eigenen Netzwerk blockiert werden. Besteht hingegen bereits auf IP-Ebene oder bei der Namensauflösung ein Fehler, verschärft ein zusätzliches VPN die Lage oft eher. Nutzen Sie VPNs erst wieder, wenn der normale Zugang stabil funktioniert.

Fazit

Störungen beim Internetzugriff über WLAN in Windows 11 lassen sich in den meisten Fällen mit systematischer Diagnose und einigen gezielten Einstellungen beheben. Wer Router, IP-Konfiguration, DNS, Treiber und Sicherheitssoftware schrittweise überprüft, findet die Ursache meist schnell. Mit den beschriebenen Wegen zur Fehlersuche und den passenden Korrekturen bauen Sie eine stabile und zuverlässige Verbindung auf und sind für zukünftige Netzwerkprobleme gut gewappnet.

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