CPU-Taktverhalten unter Windows 11: P-State vs. C-State analysieren

Lesedauer: 13 Min – Beitrag erstellt: 21. März 2026, zuletzt aktualisiert: 21. März 2026

Das CPU-Taktverhalten unter Windows 11 ist für die Leistung und Effizienz von entscheidender Bedeutung. Bei der Analyse kommen die beiden Energiemanagement-Methoden P-State und C-State ins Spiel. Während P-State für die Leistungs- und Geschwindigkeitsregulierung steht, bezieht sich C-State auf die verschiedenen Ruhezustände der CPU, die zur Energieeinsparung genutzt werden.

Was ist der Unterschied zwischen P-State und C-State?

P-States (Performance States) sind definiert als die verschiedenen Leistungsstufen, die eine CPU einnehmen kann. Diese Stufen sind für die Anpassung der Frequenz und Spannung zuständig. Je nach Last kann die CPU hoch- oder heruntergetaktet werden, um optimale Leistung zu liefern oder Energie zu sparen.

C-States (Idle States) hingegen beziehen sich auf den Energieverbrauch der CPU im Leerlauf. Diese Zustände zeigen an, wie lange eine CPU im Ruhezustand verweilen kann, ohne aktiv seine Operationen auszuführen. Je tiefer der C-State, desto weniger Energie verbraucht die CPU, allerdings kann es in tiefen Zuständen auch zu erhöhten Reaktionszeiten kommen.

Wie beeinflussen P-States und C-States die Leistung?

Die effektive Verwaltung von P- und C-States verbessert die Reaktionsfähigkeit und Energieeffizienz eines Systems. P-States ermöglichen der CPU dynamische Anpassungen, um auf hohe Leistungsanforderungen zu reagieren, während C-States den Energieverbrauch optimieren, indem sie die CPU in niedrigere Energieniveaus versetzen, wenn diese nicht aktiv genutzt wird.

Diagnose des CPU-Taktverhaltens

Um das Taktverhalten zu analysieren, können verschiedene Diagnosetools verwendet werden. Ein zuverlässiges Tool ist der Windows Ressourcemonitor, das eine Übersicht über die CPU-Leistung und deren Nutzung bietet.

  • Öffnen Sie den Task-Manager (Strg + Shift + Esc).
  • Gehen Sie auf den Reiter „Leistung“ und wählen Sie „CPU“.
  • Beobachten Sie die Auslastung und die Taktfrequenz.

Typische Fallbeispiele

Praxisbeispiel 1: Hochleistungsbedarf

Wenn ein Benutzer mit rechenintensiven Anwendungen arbeitet (wie Videobearbeitung oder Gameplay), steigert die CPU automatisch den P-State, um maximalen Takt zu erreichen, was zu einer Erhöhung der Leistungsaufnahme führt.

Anleitung
1PC komplett herunterfahren, kurz warten und erneut starten.
2Während des Startvorgangs die angegebene Taste drücken, um das UEFI-/BIOS-Menü aufzurufen.
3In den erweiterten Bereich wechseln, der CPU- oder Energieeinstellungen enthält.
4Optionen für CPU-Power-Management, C-States, SpeedStep, Precision Boost oder ähnliche Funktionen überprüfen.
5Einstellungen notieren, Anpassungen schrittweise vornehmen und jeweils speichern.

Praxisbeispiel 2: Energieeinspardropp im Leerlauf

In einem Szenario, in dem ein Computer über längere Zeit nicht genutzt wird, versetzt das System die CPU in einen niedrigen C-State, was den Energieverbrauch drastisch reduziert. Dies ist besonders vorteilhaft für tragbare Geräte.

Praxisbeispiel 3: Überhitzungsschutz

Bei anhaltend hoher Temperatur kann das System P-States regulieren, um die Taktfrequenz der CPU zu senken und dadurch die Wärmeentwicklung zu minimieren. Dies geschieht häufig, wenn eine CPU über ihre maximale Temperaturgrenze hinaus belastet wird.

Optimierung von P- und C-States in Windows 11

Um die CPU-Leistung gezielt zu optimieren, können verschiedene Einstellungen in Windows 11 angepasst werden. Dazu gehören:

  • Stromsparpläne ändern: Wählen Sie einen kraftvollen Plan, wenn Leistung benötigt wird.
  • BIOS-Einstellungen: Überprüfen Sie, ob Intel SpeedStep oder AMD Cool’n’Quiet aktiviert sind, um P-State zu optimieren.
  • Mineral-Freigaben: Sorgen Sie für eine kühle Systemumgebung, um stabile C-State zu gewährleisten.

Durch das richtige Management von P- und C-States kann sowohl die Leistung als auch die Energieeffizienz eines Systems unter Windows 11 signifikant verbessert werden.

Erweiterte Steuerung über Energiesparpläne und Richtlinien

Die Einstellung der Energiesparpläne bildet die Basis dafür, wie Windows 11 P-States und C-States nutzt. Viele Probleme mit sprunghaftem Takt, hoher Latenz oder unerwartet hoher Leistungsaufnahme lassen sich über eine passend konfigurierte Kombination aus Höchstleistungs- und Energiesparparametern lösen, ohne das BIOS zu verändern.

Für eine gezielte Anpassung empfiehlt sich dieser Weg über die Oberfläche:

  • Schritt 1: Win + X drücken und den Eintrag für die Energieoptionen öffnen.
  • Schritt 2: Den aktiven Energiesparplan anzeigen lassen und über den Link zur Änderung der erweiterten Energieeinstellungen wechseln.
  • Schritt 3: Unter dem Bereich für die Prozessoreinstellungen die minimalen und maximalen Leistungszustände anpassen.

Über die erweiterten Optionen der Energiesparpläne lassen sich vor allem drei Parameter wirkungsvoll nutzen:

  • Minimaler Prozessorzustand: Dieser Wert legt fest, wie stark der Scheduler den Grundtakt absenken darf. Ein niedriger Prozentsatz erlaubt tiefe P-States und damit eine sehr geringe Leistungsaufnahme, während ein höherer Wert ein rasches Wiederansteigen des Taktes sichert.
  • Maximaler Prozessorzustand: Wird dieser Wert leicht unter 100 Prozent gesetzt, vermeiden manche Systeme unnötige Spannungsspitzen und damit eine frühzeitige thermische Drosselung. Gleichzeitig bleibt die Leistung für Alltagsaufgaben weitgehend unverändert.
  • Systemkühlrichtlinie: Diese Einstellung beeinflusst, ob Windows 11 zuerst die Lüfter hochregeln oder zuerst die Frequenz absenken soll. Für Systeme mit kräftiger Kühlung bietet sich eine aktive Kühlrichtlinie an, sodass die CPU länger in hohen P-States arbeiten kann.

Ein typischer Ansatz für Workstations mit leistungsfähigem Kühlsystem besteht darin, den minimalen Prozessorzustand im Netzbetrieb zwischen 20 und 40 Prozent zu wählen und den maximalen Zustand bei 99 oder 100 Prozent zu belassen. Laptops mit begrenzter Kühlkapazität profitieren häufig von 5 bis 10 Prozent Minimalwert und einer Systemkühlrichtlinie, die schonend mit der Drehzahl der Lüfter umgeht.

Wer mehrere Szenarien benötigt, kann sich eigene Energiesparpläne anlegen, die sich je nach Einsatzzweck auswählen lassen. Ein Plan für rechenintensive Anwendungen verwendet hohe Minimalwerte, um Umschaltzeiten zu verringern, während ein Plan für Office- und Surfaktivitäten den Minimalwert stark absenkt, um länger in sparsamen C-States zu verweilen.

Anpassung über lokale Gruppenrichtlinien

Über die lokalen Gruppenrichtlinien erhält man zusätzlichen Einfluss auf das Verhalten von Windows 11, auch hinsichtlich des Energiemanagements. Das ist sinnvoll, wenn mehrere Benutzerprofile bestehen oder ein Gerät Teil einer Domäne ist, in der Richtlinien zentral verteilt werden.

  • Schritt 1: Mit Win + R die Ausführen-Box öffnen und den Gruppenrichtlinien-Editor starten.
  • Schritt 2: Zu den administrativen Vorlagen navigieren und den Zweig für die System- oder Energieeinstellungen öffnen.
  • Schritt 3: Relevante Richtlinien für Energieoptionen aktivieren und dort Vorgaben für die Prozessorverwaltung hinterlegen.

Über Richtlinien lassen sich unter anderem die sichtbaren Optionen im Energiesparmenü einschränken oder Mindest- und Höchstwerte für Taktgrenzen vordefinieren. In Unternehmensumgebungen sorgt dies für ein einheitliches Verhalten mehrerer PCs und verhindert, dass P-States oder C-States durch individuelle Experimente ungünstig beeinflusst werden. Auf Einzelrechnern können derartige Vorgaben als zusätzliche Sicherheit dienen, damit wichtige Energieparameter nicht versehentlich verstellt werden.

BIOS- und UEFI-Einstellungen gezielt nutzen

Einen besonders großen Einfluss auf das Verhalten der Leistungs- und Ruhestandszustände haben die Optionen im Firmware-Menü des Mainboards. Dort steuern Hersteller häufig, ob und in welchem Umfang die Energiesparfunktionen des Prozessors aktiv sind. Wer hier gezielt vorgeht, kann viele Probleme mit instabiler Frequenz, Mikro-Rucklern oder unklaren Messwerten eingrenzen.

Der grobe Ablauf zum Prüfen der Firmware-Optionen sieht so aus:

  1. PC komplett herunterfahren, kurz warten und erneut starten.
  2. Während des Startvorgangs die angegebene Taste drücken, um das UEFI-/BIOS-Menü aufzurufen.
  3. In den erweiterten Bereich wechseln, der CPU- oder Energieeinstellungen enthält.
  4. Optionen für CPU-Power-Management, C-States, SpeedStep, Precision Boost oder ähnliche Funktionen überprüfen.
  5. Einstellungen notieren, Anpassungen schrittweise vornehmen und jeweils speichern.

Viele Mainboards bieten Optionen wie globale C-State-Steuerung, erweiterte Leerlaufzustände oder die Möglichkeit, einzelne Tiefschlafzustände abzuschalten. Für Diagnosezwecke ist es oft hilfreich, sämtliche tiefen C-States testweise zu deaktivieren und die CPU nur in leichten Ruhestandszuständen arbeiten zu lassen. Bleiben daraufhin Takt-Einbrüche, Latenzen oder Stabilitätsprobleme aus, ist klar, dass das Zusammenspiel tiefer C-States mit bestimmten Geräten oder Treibern untersucht werden muss.

Zur systematischen Fehlersuche hat sich ein schrittweises Vorgehen bewährt:

  • Ausgangszustand sichern: Vor Änderungen die ursprünglichen Werte fotografieren oder notieren.
  • C-States begrenzen: Zunächst die tiefsten Leerlaufzustände abschalten und nur grundlegende Ruhestandsstufen aktiv lassen.
  • Lasttests ausführen: Unter Windows 11 Mittel- und Volllast erzeugen und das Taktverhalten prüfen.
  • Energiesparstufen wieder aktivieren: Anschließend Schritt für Schritt zusätzliche C-States zuschalten und die Auswirkungen beobachten.

Bei manchen Plattformen lohnt sich ein Blick auf Optionen wie CPPC (Collaborative Processor Performance Control) oder spezifische Leistungsmodi des CPU-Herstellers. Diese Mechanismen legen fest, wie eng Betriebssystem und Prozessor bei der Wahl des passenden P-States zusammenarbeiten. Ist CPPC deaktiviert, reagiert die CPU oft weniger feinfühlig auf Lastwechsel, was zu sichtbaren Verzögerungen führen kann. In der Regel empfiehlt sich eine Konfiguration, in der diese Zusammenarbeit aktiv bleibt, während problematische Tiefschlafzustände bei Bedarf eingeschränkt werden.

Spannung, Temperatur und Boost-Verhalten

Ein häufig übersehener Aspekt besteht im Zusammenhang zwischen Spannungsregelung, Temperaturgrenzen und Boost-Algorithmen. Moderne Prozessoren passen ihre Taktfrequenz dynamisch an, solange thermische und elektrische Limits eingehalten werden. Werden die Grenzen erreicht, fällt der Takt zurück, was im Monitoring leicht mit einer Änderung der P-States verwechselt wird.

Zur Analyse lohnt sich ein strukturierter Check:

  • Temperaturverlauf beobachten: Unter Last sollte die CPU zwar ausgereizt, aber nicht dauerhaft am maximalen Temperaturlimit operieren.
  • Leistungsaufnahme prüfen: Die real gezogene Leistung gibt Hinweise darauf, ob das Power-Limit der CPU oder des Mainboards erreicht wird.
  • Boost-Frequenz vergleichen: Stimmen die gemessenen Werte mit den vom Hersteller genannten Boost-Takten überein, signalisiert das ein gesundes P-State-Verhalten.

Falls die Frequenz selbst bei moderater Last stark schwankt, obwohl weder Temperatur noch Leistungsaufnahme an der Grenze liegen, lohnt ein Blick auf im BIOS aktive Schutzmechanismen, die zusätzliche Limits vorgeben. Manche Hersteller bieten Kurzzeit- und Langzeitgrenzen für die CPU-Leistungsaufnahme an. Werden diese Grenzen unerwartet niedrig gesetzt, fällt der Prozessor schneller in sparsamere P-States zurück, als es für anspruchsvolle Anwendungen wünschenswert wäre. Die Lösung besteht darin, die Limits entsprechend den Spezifikationen des Prozessors zu konfigurieren und anschließend im Betrieb mit Monitoring-Werkzeugen zu prüfen, ob die Anpassung die gewünschte Stabilität bringt.

Feinjustierung über den Task-Manager und den Ressourcenmonitor

Viele Nutzer beobachten das Taktverhalten ausschließlich im Task-Manager. Für eine gründliche Analyse reicht das jedoch nicht immer aus. Trotzdem bildet der Task-Manager einen guten Startpunkt, um P-States, C-States und Scheduler-Verhalten gemeinsam zu betrachten und Engpässe im Alltag schnell zu erkennen.

Im Task-Manager bieten sich diese Schritte an:

  • Leistungsanzeige öffnen: Unter dem Tab für die CPU werden Auslastung, Taktfrequenz und logische Prozessoren dargestellt.
  • Ansicht anpassen: Zwischen Gesamtansicht und Anzeige pro logischem Prozessor wechseln, um zu sehen, wie das System Last verteilt.
  • Zeitskala verlängern: Eine längere Ansicht erleichtert das Erkennen von Mustern, etwa periodischen Taktabfällen oder häufigem Auf und Ab.

Zusätzlich liefert der Ressourcenmonitor feinere Details zur Auslastung einzelner Kerne. Dort wird sichtbar, ob Threads zu oft zwischen Kernen hin- und herwandern, was dazu führen kann, dass bestimmte Kerne nicht in tiefe C-States wechseln. Bleibt ein Kern dauerhaft leicht ausgelastet, weil ein Dienst immer wieder Arbeitspakete dorthin legt, verhindert dies längere Ruhestandsphasen.

Zur Verbesserung der Situation ergeben sich mehrere Möglichkeiten:

  • Störende Hintergrundprozesse identifizieren: Prozesse mit minimaler, aber dauerhafter CPU-Last prüfen und bei Bedarf deaktivieren, aktualisieren oder auf einen anderen Dienst umstellen.
  • Autostart aufräumen: Nicht benötigte Programme im Autostart entfernen, damit das System im Leerlauf tatsächlich in sparsame C-States gelangt.
  • Dienstekonfiguration anpassen: Zeitpläne von Wartungsaufgaben und Scans so konfigurieren, dass sie gebündelt und nicht permanent über den Tag verteilt starten.

Im Zusammenspiel von Task-Manager, Ressourcenmonitor und Energiesparplänen wird deutlich, ob die CPU überwiegend in leistungsstarken P-States verweilt oder ob sie regelmäßig Gelegenheit erhält, in tiefe Ruhestandszustände abzutauchen. Ziel ist ein Verhalten, bei dem die CPU unter Last rasch hoch taktet und im Leerlauf klar nachweisbar in sparsamen Zuständen verweilt, ohne durch unnötige Hintergrundaktivitäten wachgehalten zu werden.

Tools von CPU-Herstellern und erweiterte Tuning-Ansätze

Neben den Bordmitteln von Windows 11 existieren spezialisierte Werkzeuge der Prozessorhersteller, die zusätzliche Stellschrauben für Takt, Spannung und Energieprofile bereitstellen. Damit lässt sich sehr präzise steuern, wie aggressiv der Prozessor auf Lastspitzen reagiert und welche P-States bevorzugt werden sollen. Wer Leistungsreserven ausreizen oder ein besonders leises System aufbauen möchte, kann hier wichtige Feinabstimmungen vornehmen.

Typische Funktionsbereiche solcher Tools umfassen:

  • Profilverwaltung: Vordefinierte Leistungs-, Ausgewogen- und Sparprofile, die P-States, Spannungen und Limits koordinieren.
  • Undervolting: Reduktion der Betriebsspannung bei gleicher Frequenz, wodurch die Verlustleistung sinkt und die CPU mehr Spielraum für hohe

Häufige Fragen zu P-States, C-States und Windows 11

Wie erkenne ich, ob meine CPU in Windows 11 korrekt taktet?

Öffnen Sie den Task-Manager, wechseln Sie zum Reiter Leistung und beobachten Sie den Taktverlauf der CPU während Leerlauf und Last. Ergänzend können Sie mit Tools wie HWiNFO oder CPU-Z den effektiven Takt, die Auslastung pro Kern und den Energieverbrauch kontrollieren, um ein stimmiges Gesamtbild zu erhalten.

Kann ich P-States in Windows 11 direkt einstellen?

Windows 11 steuert die P-States dynamisch über den Energiesparplan, den Scheduler und die Richtlinien der CPU selbst. Sie beeinflussen das Verhalten über die erweiterten Energieoptionen, indem Sie etwa minimale und maximale Prozessorleistung, Systemkühlungsrichtlinie und bevorzugte Energieschemas anpassen.

Wie ändere ich die C-State-Einstellungen auf meinem System?

C-States werden in der Regel im UEFI- oder BIOS-Menü konfiguriert, oft unter Menüpunkten wie Advanced, CPU Configuration oder Power Management. Suchen Sie dort nach Einträgen wie C1E, C3, C6 oder Global C-State Control und passen Sie die Optionen schrittweise an, wobei Sie nach jeder Änderung das Systemverhalten beobachten sollten.

Warum taktet meine CPU unter Windows 11 dauerhaft hoch?

Häufig sorgen Hintergrundprozesse, Telemetriedienste oder aktive Überwachungsprogramme dafür, dass einzelne Kerne ständig beschäftigt sind und der Takt folglich oben bleibt. Prüfen Sie im Task-Manager die CPU-Spalte, deaktivieren Sie unnötige Autostarts und testen Sie anschließend mit einem ausgewogenen oder energiesparenden Plan, ob der Basistakt wieder sinkt.

Wie stelle ich unter Windows 11 eine möglichst hohe Leistung für Spiele ein?

Aktivieren Sie im Bereich Energieoptionen den Modus Höchstleistung oder den entsprechenden Gaming-Plan Ihres Mainboard- oder Notebook-Herstellers. Deaktivieren Sie im UEFI gegebenenfalls tiefe C-States, lassen Sie den maximalen Prozessorzustand bei 100 Prozent und achten Sie auf eine leistungsfähige Kühlung, damit der Turbo-Takt stabil bleibt.

Wie optimiere ich mein System auf leisen und sparsamen Betrieb im Alltag?

Wählen Sie in Windows 11 den Energiesparmodus oder den ausgewogenen Plan und senken Sie bei Bedarf den maximalen Prozessorzustand auf 70 bis 90 Prozent. Lassen Sie im UEFI alle gängigen C-States aktiviert, damit der Prozessor im Leerlauf weit herunterfahren kann und so sowohl Temperatur als auch Lüfterdrehzahl reduziert werden.

Ist es sinnvoll, alle C-States dauerhaft zu deaktivieren?

Eine vollständige Deaktivierung der C-States sorgt zwar für eine sehr direkte Reaktionszeit, erhöht aber in der Regel den Energieverbrauch und die Wärmeentwicklung deutlich. In den meisten Fällen reicht es aus, nur besonders tiefe Schlafzustände testweise zu deaktivieren oder die C-State-Stufe schrittweise anzupassen, um einen guten Kompromiss aus Reaktionsgeschwindigkeit und Effizienz zu erhalten.

Wie teste ich, ob meine Änderungen an P- und C-States wirklich etwas bringen?

Führen Sie wiederholbare Benchmarks durch, etwa mit Cinebench, 3DMark oder einem fest definierten Spiele-Szenario, und protokollieren Sie dabei Takt, Temperatur und Lautstärke. Parallel sollten Sie Messungen im Leerlauf mit denselben Monitoring-Tools vornehmen, um zu sehen, wie sich Strombedarf und Temperaturen nach Ihren Anpassungen verändert haben.

Welche Rolle spielt das BIOS-Update für P-State- und C-State-Verhalten?

Aktuelle UEFI-Versionen enthalten häufig Microcode-Updates und Optimierungen, die das Zusammenspiel von CPU, Energiesparmodi und Windows-11-Scheduler verbessern können. Prüfen Sie die Änderungsprotokolle des Mainboard-Herstellers und testen Sie nach einem Update, ob Taktwechsel, Turbo-Verhalten und Schlafzustände stabiler und effizienter funktionieren.

Was mache ich, wenn mein System nach Änderungen an den C-States instabil läuft?

Setzen Sie die betreffenden Optionen im UEFI zunächst auf Auto oder auf die vorherige Einstellung zurück und testen Sie das System einige Zeit im Alltag. Treten weiterhin Instabilitäten auf, laden Sie die UEFI-Standardwerte, prüfen Sie Speicher- und CPU-Stabilität mit Tools wie MemTest oder Prime95 und nähern Sie sich anschließend nur vorsichtig neuen Energieeinstellungen an.

Wie kann ich Latenzen durch zu aggressive Energieeinsparungen verringern?

Reduzieren Sie im UEFI die Tiefe der zugelassenen C-States oder wählen Sie nur die moderaten Stufen wie C1 und C3. Unter Windows 11 können Sie zusätzlich einen leistungsorientierten Energiesparplan verwenden und in den erweiterten Optionen eine höhere minimale Prozessorleistung vorgeben, um Aufwachzeiten zu verkürzen.

Fazit

Wer Leistungsaufnahme und Geschwindigkeit in Einklang bringen möchte, kommt an einer bewussten Konfiguration von P-States und C-States unter Windows 11 nicht vorbei. Mit einer sinnvollen Kombination aus Energieplan, UEFI-Optionen und gezielten Tests lässt sich das Verhalten des Prozessors auf den eigenen Einsatzzweck zuschneiden. So erreichen Sie im Alltag eine ausgewogene Balance aus Reaktionsfreude, Effizienz und Temperaturentwicklung.

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