Excel-Befehl: Kommagetrennte Liste einer Zeile in eine Spalte umwandeln – Lösung

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 6. März 2026, zuletzt aktualisiert: 6. März 2026

Eine kommagetrennte Liste aus einer Excel-Zelle lässt sich am einfachsten mit „Text in Spalten“ und anschließender Transponierung in eine Spalte umwandeln. In neueren Excel-Versionen geht das auch mit Funktionen wie TEXTTRENNEN, TEXTTEILEN oder FILTERXML in einer einzigen Formel.

Welche Methode am besten passt, hängt vor allem von deiner Excel-Version, der Struktur deiner Daten und davon ab, ob sich die Liste später automatisch aktualisieren soll.

Grundprinzip: Von der kommagetrennten Liste zur Spalte

Bevor du in Excel irgendetwas anklickst, ist wichtig zu verstehen, was eigentlich passieren soll. In der Ausgangssituation steht alles in einer Zelle, getrennt durch Kommas, etwa so: „Apfel,Birne,Banane“. Am Ende möchtest du jede dieser Angaben in einer eigenen Zeile untereinander haben – also eine ordentliche Spalte.

Dafür gibt es in Excel im Kern immer zwei Schritte: Erst werden die Einträge am Trennzeichen (Komma, Semikolon, Leerzeichen usw.) getrennt und nebeneinander verteilt. Danach werden die entstandenen Werte von der Zeile in eine Spalte gedreht, also transponiert. Je nach Excel-Version kannst du das mit Assistenten oder mit Formeln erledigen.

Wenn du eine stabile, einmalige Umwandlung brauchst, reichen die Assistenten. Wenn deine Listen aber dynamisch sind und sich laufend ändern, sind Formeln deutlich robuster, weil sie sich automatisch anpassen.

Standardweg in der Praxis: „Text in Spalten“ und Transponieren

Der Assistent „Text in Spalten“ ist seit vielen Excel-Versionen vorhanden und funktioniert auch in älteren Umgebungen zuverlässig. Er zerlegt eine kommagetrennte Liste in einzelne Zellen einer Zeile. Danach drehst du diese Zeile mit „Transponieren“ in eine Spalte.

Typischer Ablauf bei einer Liste in Zelle A1:

  1. Markiere die Zelle mit der kommagetrennten Liste (z. B. A1).
  2. Klicke im Menüband auf „Daten“ und dann auf „Text in Spalten“.
  3. Wähle „Getrennt“ und bestätige mit „Weiter“.
  4. Aktiviere das passende Trennzeichen (meistens „Komma“), entferne Häkchen bei anderen Trennzeichen.
  5. Bestätige, wähle bei Bedarf ein Ziel (z. B. Zelle A1 oder B1) und klicke auf „Fertig stellen“ – nun liegen die Werte nebeneinander in einer Zeile.
  6. Markiere diese erzeugten Werte in der Zeile und kopiere sie.
  7. Wähle eine Zielzelle für die Spalte (z. B. D1), klicke mit Rechtsklick und wähle „Inhalte einfügen“ → „Transponieren“.

Damit hast du die ursprüngliche kommagetrennte Liste als saubere Spalte vorliegen. Für viele Alltagssituationen – Importlisten, E-Mail-Adressen, Artikelnummern – ist das die schnellste Lösung.

Dynamische Lösung mit Formeln in neueren Excel-Versionen

Wenn deine Daten sich regelmäßig ändern, lohnt sich eine Formel-Lösung. Moderne Excel-Versionen mit dynamischen Arrays (Microsoft 365 und aktuelle Einzelversionen) stellen dafür TEXTTRENNEN, TEXTTEILEN oder ähnliche Funktionen bereit. Diese Formeln „verschütten“ (spillen) die geteilten Werte automatisch in benachbarte Zellen.

Angenommen, deine kommagetrennte Liste steht wieder in A1. Mit TEXTTRENNEN erzeugst du zuerst eine Zeile mit den Einzelwerten, die du anschließend per TRANSPONIEREN in eine Spalte umwandelst. Dadurch brauchst du kein manuelles Kopieren mehr: Wenn sich A1 ändert, passt sich die Spalte automatisch an.

Typische Kombination in einer Zelle, z. B. in C1:

=TRANSPONIEREN(TEXTTRENNEN(A1;“,“))

TEXTTRENNEN zerlegt den Inhalt von A1 am Komma, TRANSPONIEREN macht aus der Zeile eine Spalte. Excel füllt die Spalte automatisch nach unten, solange Inhalte vorhanden sind. Wenn die Liste kürzer oder länger wird, ändert sich auch die Länge der ausgefüllten Spalte.

Formellösungen für ältere Excel-Versionen ohne TEXTTRENNEN

Viele Nutzer arbeiten noch mit Versionen, in denen TEXTTRENNEN nicht verfügbar ist. Das ist kein Grund, auf eine Formel-Lösung zu verzichten. In diesen Fällen können Funktionen wie TEIL, SUCHEN, LÄNGE und WAHL oder auch FILTERXML (bei XML-fähigen Versionen) helfen, die kommagetrennte Liste zu zerlegen.

Anleitung
1Markiere die Zelle mit der kommagetrennten Liste (z. B. A1).
2Klicke im Menüband auf „Daten“ und dann auf „Text in Spalten“.
3Wähle „Getrennt“ und bestätige mit „Weiter“.
4Aktiviere das passende Trennzeichen (meistens „Komma“), entferne Häkchen bei anderen Trennzeichen.
5Bestätige, wähle bei Bedarf ein Ziel (z. B. Zelle A1 oder B1) und klicke auf „Fertig stellen“ – nun liegen die Werte nebeneinander in einer Zeile — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Eine robuste Möglichkeit ist es, zuerst die Positionen der Kommas zu ermitteln und dann die Teilstücke dazwischen auszuschneiden. Das wirkt auf den ersten Blick etwas verschachtelt, kann aber sehr stabil sein, wenn du immer dasselbe Muster verarbeitest.

Ein typisches Muster für ältere Versionen ohne dynamische Arrays:

  • Hilfsspalte, um das n-te Element zu bestimmen (z. B. mit einer fortlaufenden Nummerierung 1, 2, 3, …).
  • Formel, die für jede Nummer den entsprechenden Abschnitt aus der kommagetrennten Liste schneidet.

Ein Beispiel-Aufbau:

  1. In A1 steht die Liste, z. B. „A,B,C,D“.
  2. In B1 schreibst du die Zahl 1 und ziehst sie nach unten (1, 2, 3, 4, …).
  3. In C1 verwendest du eine Formel, die je nach Zahl in B1 das jeweilige Element zurückgibt.

Eine häufig genutzte Formelvariante (ohne alle Sonderfälle) könnte so aussehen:

=TEIL(„“&“,“&$A$1&“,“;SUCHEN(„[„;WECHSELN($A$1&“,“;“,“;“[„;B1))+1;SUCHEN(„]“;WECHSELN(„,“&$A$1;“,“;“]“;B1))-SUCHEN(„[„;WECHSELN($A$1&“,“;“,“;“[„;B1))-1)

Solche Formeln wirken technisch, sind aber oft die einzige formula-basierte Lösung ohne neuere Funktionen. Wenn du häufiger damit arbeitest, ist ein Upgrade auf eine modernere Excel-Version oder die Verwendung eines VBA-Makros meist entspannter.

Kommagetrennte Liste über FILTERXML in eine Spalte zerlegen

FILTERXML ist in einigen Excel-Versionen verfügbar und kann zweckentfremdet werden, um kommagetrennte Listen zu zerlegen. Der Trick besteht darin, die Liste in einen einfachen XML-String zu verwandeln und dann über einen XPath-Ausdruck wieder auseinanderzunehmen.

Angenommen, deine Liste steht in A1. Dann kannst du in B1 folgende Formel schreiben:

=FILTERXML(„“&WECHSELN(A1;“,“;““)&““;“//y“)

FILTERXML gibt dabei mehrere Zeilen zurück (dynamischer Array-Ausgabetyp), je nachdem, wie viele Elemente in der Liste stehen. Wenn deine Excel-Version dynamische Arrays unterstützt, verschüttet die Formel automatisch nach unten. Andernfalls musst du die Formel in jede Zelle kopieren, die du brauchst.

FILTERXML hat Grenzen: Es funktioniert nur, wenn die Liste keine Zeichen enthält, die das XML zerstören könnten (z. B. unmaskierte spitze Klammern). Außerdem steht FILTERXML unter Umständen nicht in allen Excel-Editionen zur Verfügung, etwa in einigen rein webbasierten Varianten.

Power Query: Kommagetrennte Liste dauerhaft in Spalte verwandeln

Power Query eignet sich hervorragend, wenn du regelmäßig Daten aus Textdateien, CSVs oder anderen Quellen importierst und die Transformationsschritte reproduzierbar halten möchtest. Power Query kann Spalten nach Trennzeichen aufteilen und anschließend wieder als Spalte neu anordnen.

Im Standardfall importierst du deine Daten mit Power Query, wählst die Spalte mit der kommagetrennten Liste aus und nutzt „Spalte teilen nach Trennzeichen“. Das Ergebnis ist zunächst eine Aufteilung in mehrere Spalten. Anschließend kannst du einen Entpivotierungsschritt verwenden, um aus mehreren Spalten wieder eine Spalte mit den einzelnen Werten zu formen.

Power Query speichert diese Schritte. Wenn sich die Quelle ändert, aktualisierst du nur die Abfrage, und die Umwandlung in die Spalte wird automatisch neu berechnet. Für wiederkehrende Reports, Datenexporte aus Fremdsystemen oder größere Listen ist das sehr angenehm.

Direkt in eine Spalte aufteilen mit dynamischen Arrays

Mit dynamischen Arrays kannst du die Umwandlung von der Liste direkt in eine Spalte aus einer einzigen Formel heraus steuern. Du brauchst keinen Zwischenschritt über eine Zeile mehr, weil TRANSPONIEREN gleich in der Formel kombiniert werden kann.

Angenommen, die Liste steht in A1. Eine typische Formel in B1 könnte sein:

=TRANSPONIEREN(TEXTTRENNEN(A1;“,“))

Excel erzeugt nun automatisch so viele Zeilen nach unten, wie es Einträge in der Liste gibt. Wenn du in A1 etwas änderst, wird die gesamte Spalte automatisch angepasst. Du musst nur darauf achten, dass unterhalb der Zielzelle ausreichend Platz ist und keine anderen Daten im Weg stehen.

Wenn du mehrere kommagetrennte Listen untereinander hast (z. B. in A1 bis A10) und jede Liste in eine eigene Spalte umwandeln möchtest, kannst du mit BYROW, MAP oder ähnlichen Funktionen in Office 365 arbeiten, um die Aufteilung je Zeile automatisiert durchzuführen. Für viele Alltagsaufgaben reicht aber der einfache Einzelfall pro Zelle völlig aus.

Umgang mit Leerzeichen, doppelten Trennzeichen und leeren Elementen

In der Praxis sind kommagetrennte Listen selten perfekt. Häufig kommen Leerzeichen nach dem Komma oder sogar leere Elemente vor, etwa „Apfel, Birne, , Orange“. Wenn du das ignorierst, landen nach der Aufteilung unschöne Leerzellen oder abgeschnittene Texte in deiner Spalte.

Typische Probleme und was du tun kannst:

  • Leerzeichen nach dem Komma: „Apfel, Birne, Orange“ führt zu Einträgen mit führenden Leerzeichen („ Birne“). Nutze dann in Formeln die Funktion GLÄTTEN oder TRIM und bei „Text in Spalten“ die Option „Leerzeichen entfernen“, falls verfügbar.
  • Doppelte Kommas: „Apfel,,Birne“ erzeugt leere Elemente. In Formeln kannst du mit FILTER oder mit WENN-Funktionen leere Zellen ausblenden oder ersetzen.
  • Gemischte Trennzeichen: Wenn sowohl Komma als auch Semikolon verwendet werden, musst du dich zuerst für eines entscheiden und das andere über WECHSELN anpassen.

Wenn du wiederkehrend mit denselben typischen Fehlern zu tun hast, lohnt sich eine kleine Vorverarbeitungsformel, die alle Leerzeichen bereinigt und Trennzeichen einheitlich macht, bevor du die eigentliche Aufteilungsformel einsetzt.

Praxisbeispiele aus dem Arbeitsalltag

Viele Probleme mit kommagetrennten Listen wirken theoretisch ähnlich, fühlen sich im Alltag aber anders an. Ein paar typische Szenarien helfen, die passende Methode zu wählen.

Praxisbeispiel 1: E-Mail-Liste aus einem CRM exportieren

Angenommen, du exportierst aus einem CRM-System E-Mail-Adressen, erhältst sie aber in einer Zelle als „mail1@firma.de,mail2@firma.de,mail3@firma.de“. Du möchtest jede Adresse in einer eigenen Zeile haben, um sie etwa zu deduplizieren oder für Serienbriefe zu nutzen.

In diesem Fall reicht meistens die „Text in Spalten“–Methode mit anschließendem Transponieren aus, weil du bewusst einen statischen Export verarbeitest. Wenn du den Export aber täglich durchführst, ist eine Power-Query-Abfrage deutlich entspannter, weil du sie nur aktualisieren musst und alle Schritte automatisch neu durchlaufen werden.

Praxisbeispiel 2: Produktnummern aus einer Datenbankabfrage

Du bekommst aus einer Datenbankabfrage in A1 eine Liste wie „1001,1002,1003,1004,1005“, die sich regelmäßig ändert. Du möchtest jederzeit automatisch eine Spalte mit allen Produktnummern haben, um sie z. B. zu filtern oder als Grundlage für SVERWEIS, XVERGLEICH oder andere Funktionen zu nutzen.

Hier ist eine dynamische Formellösung ideal. Mit der Formel in B1

=TRANSPONIEREN(TEXTTRENNEN(A1;“,“))

entsteht automatisch eine Spalte mit allen Produktnummern. Sobald du einen neuen Wert in A1 hinzufügst oder entfernst, ist die Spalte ohne weiteren Klick aktuell.

Praxisbeispiel 3: Mehrere Listen in einer Tabelle aufbereiten

Stell dir vor, in einer Spalte A stehen mehrere kommagetrennte Listen untereinander, beispielsweise A1: „Kunde1,Kunde2“, A2: „Kunde3,Kunde4,Kunde5“, A3: „Kunde6“. Du möchtest alle Kunden in einer einzigen Spalte untereinander haben, ohne zu wissen, wie viele Einträge jede Zeile enthält.

In modernen Excel-Versionen kannst du dafür mit einer Kombination aus TEXTTRENNEN, TRANSPONIEREN und einer Aggregation arbeiten, etwa indem du jede Zeile einzeln zerlegst und mit VSTAPELN oder ähnlichen Funktionen zusammenführst. Alternativ eignet sich Power Query hervorragend: Spalte mit Listen importieren, nach Trennzeichen aufteilen und dann alle Werte unpivotieren, sodass am Ende eine einzige Spalte mit allen Kunden steht.

Vorgehen je nach Excel-Version wählen

Für die Wahl der besten Methode spielt die Excel-Version eine zentrale Rolle. Nicht jede Funktion ist überall verfügbar, und manche Arbeitsweisen sind in älteren Versionen unnötig aufwendig.

Typische Einordnung:

  • Excel 365 / Excel 2021 und neuer: Ideal für TEXTTRENNEN, FILTERXML, dynamische Arrays und elegante Formellösungen. Power Query ist ebenfalls mit an Bord.
  • Excel 2016 / 2019: Häufig bereits mit Power Query ausgestattet, FILTERXML ist oft verfügbar. Dynamische Arrays sind eingeschränkt oder fehlen, je nach Edition.
  • Ältere Excel-Versionen (2010, 2013): „Text in Spalten“, TEIL/SUCHEN/WECHSELN-Konstrukte und gelegentlich FILTERXML, aber keine dynamischen Arrays.

Wenn du unsicher bist, kannst du einfach ausprobieren, ob Excel dir TEXTTRENNEN als Funktion anbietet. Wenn sie nicht verfügbar ist, bist du auf ältere Werkzeuge angewiesen und solltest eher zu „Text in Spalten“, Power Query oder VBA greifen.

Typische Fehler und Stolperfallen bei kommagetrennten Listen

Beim Umwandeln von Listen in Spalten passieren immer wieder ähnliche Fehler. Wenn du weißt, worauf du achten musst, sparst du dir einige Runden Rückgängig.

  • Überschreiben vorhandener Daten: „Text in Spalten“ schreibt standardmäßig rechts neben der Ausgangszelle weiter. Wenn dort bereits Daten stehen, werden sie einfach überschrieben. Prüfe also vorher, ob rechts genug Platz ist, oder gib im Assistenten ein anderes Ziel an.
  • Falsches Trennzeichen: Gerade bei internationalen Windows-Einstellungen werden manchmal Semikolon statt Komma als Listentrennzeichen verwendet. Wenn du im Assistenten das falsche Trennzeichen auswählst, bleibt die Liste am Stück.
  • Fehlende Aktualisierung: Nach einer manuellen Aufteilung über „Text in Spalten“ sind die Werte statisch. Wenn sich die Ursprungsliste ändert, ändert sich die Spalte nicht mit. Für dynamische Szenarien brauchst du Formeln oder Power Query.
  • Gemischte Datentypen: Kommagetrennte Listen enthalten oft Zahlen, Texte, Datumswerte und Codes gemischt. Excel versucht beim Aufteilen häufig, automatisch Datumsformate zu erkennen. Das kann zu unerwünschten Umwandlungen führen. In „Text in Spalten“ kannst du daher für die Zielspalten den Datentyp explizit auf „Text“ stellen.

Wenn du häufiger mit solchen Daten arbeitest, lohnt es sich, eine kleine Testdatei anzulegen, in der du neue Methoden erst einmal mit wenigen Zeilen ausprobierst, bevor du sie auf deine echten Daten loslässt.

Alternative: VBA-Makro für wiederkehrende Umwandlungen

Wenn du regelmäßig dieselbe Art von kommagetrennter Liste in eine Spalte umwandeln musst und deine Umgebung VBA erlaubt, bietet sich ein kleines Makro an. Ein Makro kann beliebige Schritte – von „Text in Spalten“ über das Transponieren bis hin zur Bereinigung von Leerzeichen – in einem Knopfdruck zusammenfassen.

Ein typischer Ablauf in einem Makro:

  • Aktuelle Zelle auslesen und Inhalt zwischenspeichern.
  • String mit SPLIT am Komma aufteilen.
  • Die erzeugten Array-Elemente von oben nach unten in eine freie Spalte schreiben.
  • Optional: Leerzeichen mit TRIM entfernen oder leere Einträge überspringen.

Der Vorteil: Du musst dich nicht mehr um unterschiedliche Excel-Versionen kümmern, wenn das Makro nur Standardfunktionen nutzt. Der Nachteil: In streng gesicherten Umgebungen sind Makros oft deaktiviert, und nicht jeder möchte Code pflegen. Für technisch versiertere Nutzer ist es aber ein sehr komfortabler Weg.

Häufige Fragen zur Umwandlung kommagetrennter Listen in Spalten

Wie finde ich den passenden Excel-Befehl, um eine kommagetrennte Liste in eine Spalte umzuwandeln?

Die Wahl des passenden Excel-Befehls hängt vor allem von deiner Excel-Version und der Art deiner Daten ab. In neueren Versionen bieten dynamische Arrayfunktionen wie TEXTTRENNEN und WAHLSPALTE eine sehr komfortable Lösung, während in älteren Versionen Funktionen wie TEIL, SUCHEN und WENNFEHLER oder der Assistent „Text in Spalten“ kombiniert mit Transponieren die wichtigsten Werkzeuge sind.

Welche Methode ist für Einsteiger am einfachsten?

Für Einsteiger ist der Weg über „Text in Spalten“ und anschließendes Transponieren meist am leichtesten nachzuvollziehen. Diese Methode führt dich Schritt für Schritt durch einen Assistenten, erfordert keine komplizierten Formeln und liefert schnell eine saubere Spalte aus deiner kommagetrennten Liste.

Wann sollte ich Power Query statt Formeln verwenden?

Power Query eignet sich besonders dann, wenn du dieselbe Umwandlung regelmäßig mit neuen Daten durchführen musst. Du definierst die Schritte einmal, speicherst die Abfrage und kannst sie bei neuen Daten mit einem Mausklick aktualisieren, ohne jedes Mal Formeln oder Assistenten neu aufzusetzen.

Wie gehe ich mit zusätzlichen Leerzeichen nach den Kommas um?

In vielen Fällen kannst du beim Aufteilen eine Option wählen, die Leerzeichen nach dem Trennzeichen automatisch entfernt, oder später mit der Funktion GLÄTTEN bzw. WECHSELN nachbereinigen. Alternativ lässt sich in Formellösungen der Text zunächst mit WECHSELN oder GLÄTTEN „aufgeräumt“ in eine saubere Basisversion bringen, bevor er in die Spalte zerlegt wird.

Kann ich mehrere kommagetrennte Listen in einem Schritt aufspalten?

Ja, mit Power Query oder dynamischen Arrays kannst du mehrere Zeilen mit Listen in einem Schritt bearbeiten. In der Praxis bedeutet das, dass du entweder alle Zeilen einer Tabelle in Power Query auftrennst oder eine Formel so aufbaust, dass sie auf einen gesamten Bereich angewendet wird.

Was mache ich, wenn in den Werten selbst Kommas vorkommen?

Wenn deine Daten Kommas als Teil des Inhalts enthalten, solltest du prüfen, ob ein anderes Trennzeichen wie Semikolon, Pipe-Zeichen oder Tab verwendet werden kann. Wenn das nicht möglich ist, brauchst du eine eindeutige Logik, etwa Anführungszeichen um Felder mit Kommas, und musst diese Struktur in Formeln, Power Query oder einem Makro gezielt berücksichtigen.

Warum bleiben beim Aufteilen manchmal leere Zeilen übrig?

Leere Elemente entstehen oft durch doppelte Trennzeichen wie „,,“ oder ein Trennzeichen am Ende der Liste. In Formellösungen lassen sie sich mit FILTER oder WENN-Funktionen ausblenden, während du in Power Query beim Aufteilen die Option nutzen kannst, leere Werte zu entfernen oder später aus der Tabelle zu filtern.

Kann ich die Umwandlung wieder rückgängig machen und aus der Spalte eine kommagetrennte Zeile erzeugen?

Ja, du kannst mit Funktionen wie TEXTVERKETTEN, VERKETTEN oder dem Textverbinden-Feature in Power Query aus einer Spalte wieder eine kommagetrennte Liste erzeugen. So kannst du Daten nicht nur aus Zeilen in Spalten aufteilen, sondern bei Bedarf auch wieder zu einer Liste zusammenfassen.

Wie automatisiere ich die Umwandlung für wiederkehrende Berichte?

Für wiederkehrende Berichte ist ein VBA-Makro oder eine gespeicherte Power-Query-Abfrage besonders geeignet. Ein Makro lässt sich beispielsweise per Schaltfläche starten und führt alle notwendigen Umwandlungsschritte in einem Ablauf aus, wodurch du manuelle Klickarbeit einsparst.

Gibt es Leistungsgrenzen bei sehr großen kommagetrennten Listen?

Bei sehr langen Texten mit vielen Tausend Elementen können Formeln und Filterfunktionen langsam werden oder an Arraygrenzen stoßen. In solchen Fällen ist Power Query oder ein Makro meist performanter, da sie für größere Datenmengen optimiert sind und den Speicher effizienter nutzen.

Wie stelle ich sicher, dass meine Formeln in anderen Excel-Versionen funktionieren?

Wenn du Dateien mit anderen teilst, solltest du prüfen, welche Excel-Versionen im Einsatz sind und ob dort dynamische Arrays verfügbar sind. Im Zweifel ist es sinnvoll, eine Variante mit klassischen Funktionen oder Power Query zu nutzen, die ab einer bestimmten Excel-Version standardmäßig bereitstehen.

Fazit

Mit dem richtigen Excel-Befehl lässt sich eine kommagetrennte Liste aus einer Zeile problemlos in eine übersichtliche Spalte umwandeln. Je nach Excel-Version, Datenmenge und Aktualisierungshäufigkeit kannst du zwischen Assistent, Formellösungen, Power Query oder VBA wählen und so einen Workflow etablieren, der zu deinem Arbeitsalltag passt. Wenn du die typischen Stolperfallen wie Leerzeichen, doppelte Trennzeichen und Sonderfälle im Blick behältst, wird die Umwandlung schnell zur Routineaufgabe.

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