IP-Adresse ändern unter Windows – Schritt für Schritt erklärt

Lesedauer: 14 Min
Aktualisiert: 28. November 2025 13:21

Mit dieser Anleitung kannst du deine IP-Adresse ändern und dein Windows-System gezielt für Heimnetz, Büro oder Fehlersuche anpassen.

Die Frage „Wie kann ich meine IP-Adresse ändern?“ taucht meist genau dann auf, wenn irgendetwas im Netzwerk nicht so funktioniert, wie du es dir wünschst: Der Drucker ist „unsichtbar“, das NAS ist weg oder ein Programm findet den Server nicht. Die Antwort lautet: Mit ein paar gezielten Einstellungen kannst du Windows so konfigurieren, dass die IP-Einstellungen perfekt zu deinem Netzwerk passen – ohne Spezialwissen, aber mit etwas Struktur.

In diesem Beitrag schauen wir uns an, wann es sinnvoll ist, die IP-Adresse zu ändern, welche Arten von IP-Adressen es unter Windows gibt und wie du Schritt für Schritt vorgehst. Du bekommst praxisnahe Beispiele, typische Fehlerquellen und mehrere Wege an die Hand, wie du deine IP-Adresse ändern kannst – von der grafischen Oberfläche bis zum Kommandozeilenweg.

Wann ist es sinnvoll, die IP-Adresse zu ändern?

Die meisten Heimnetzwerke arbeiten heute mit einem Router, der automatisch IP-Adressen verteilt. Das nennt sich DHCP und sorgt normalerweise dafür, dass du von IP-Adressen kaum etwas mitbekommst. Trotzdem gibt es Situationen, in denen du bewusst deine IP-Adresse ändern solltest oder möchtest.

Typische Beispiele:

  • Ein Netzwerkdrucker oder ein NAS soll immer unter derselben Adresse erreichbar sein
  • Ein Gerät hat plötzlich „keine Internetverbindung“, obwohl das WLAN verbunden ist
  • Du bekommst Hinweise auf „IP-Konflikte“ im Netzwerk
  • Du willst ein kleines Heim- oder Büronetz planvoll strukturieren
  • Bestimmte Anwendungen erwarten feste IP-Adressen (zum Beispiel Remote-Tools, Kameras, Smart-Home-Zentralen)

Das bedeutet konkret: Solange alles läuft, kannst du die automatische Vergabe lassen. Sobald du aber spezielle Anforderungen hast oder Fehler suchst, ist das gezielte Ändern der IP-Adresse ein sehr mächtiges Werkzeug.

Welche IP-Arten gibt es unter Windows überhaupt?

Bevor du deine IP-Adresse ändern kannst, lohnt sich ein kurzer Überblick: Windows kennt mehrere Ebenen, auf denen IP-Adressen eine Rolle spielen.

  • Private IP-Adresse: Das ist die Adresse deines PCs im lokalen Netzwerk (Heimnetz, Büro).
  • Öffentliche IP-Adresse: Das ist die Adresse, unter der dein Anschluss im Internet sichtbar ist. Die vergibt in der Regel dein Internetanbieter, nicht Windows.
  • IPv4 und IPv6: Windows vergibt in der Regel beide Varianten. Für die meisten Heimnetze reicht es, wenn du dich auf IPv4 konzentrierst, weil dort die typischen Adressen wie 192.168.0.10 oder 192.168.178.23 auftauchen.
  • Dynamische vs. statische IP: Dynamisch vom Router per DHCP vergeben oder von dir manuell als feste IP eingetragen.

Gerade wenn du IP-Adresse ändern möchtest, geht es meist um die private IPv4-Adresse, die dein PC vom Router bekommt. Diese kannst du von „automatisch beziehen“ auf „manuell festlegen“ umstellen.

Überblick: Welche Methode passt zu dir?

MethodeSchwierigkeitsgradGeeignet für
Windows-Einstellungen (Windows 10/11)LeichtHeimnutzer, einfache Anpassungen
Klassische SystemsteuerungMittelGewohnte Ansicht, ältere Anleitungen
Eingabeaufforderung mit netshMittel–hochFortgeschrittene, Skripte, schnelle Tests

Wenn du dir unsicher bist, starte mit der grafischen Oberfläche in den Windows-Einstellungen. Dort siehst du alle Optionen in Ruhe und kannst jederzeit wieder auf „automatisch“ zurückstellen.

Wie findest du die aktuellen IP-Einstellungen?

Bevor du deine IP-Adresse änderst, solltest du wissen, wie sie aktuell aussieht. So kannst du hinterher besser prüfen, ob alles so funktioniert, wie du es geplant hast.

Anleitung
1Öffne das Startmenü und tippe „Einstellungen“ ein.
2Wähle „Netzwerk & Internet“.
3Klicke je nach Verbindungstyp auf „WLAN“ oder „Ethernet“.
4Wähle dein verbundenes Netzwerk aus.
5Scrolle nach unten zu den Eigenschaften – dort siehst du IPv4-Adresse, Subnetzmaske, Standardgateway und DNS-Server.

Variante 1: IP-Adresse über die Einstellungen anzeigen

  1. Öffne das Startmenü und tippe „Einstellungen“ ein.
  2. Wähle „Netzwerk & Internet“.
  3. Klicke je nach Verbindungstyp auf „WLAN“ oder „Ethernet“.
  4. Wähle dein verbundenes Netzwerk aus.
  5. Scrolle nach unten zu den Eigenschaften – dort siehst du IPv4-Adresse, Subnetzmaske, Standardgateway und DNS-Server.

Variante 2: IP-Adresse per ipconfig prüfen

  1. Öffne das Startmenü, tippe „cmd“ ein.
  2. Klicke auf „Eingabeaufforderung“.
  3. Gib ipconfig ein und bestätige mit Enter.
  4. Unter „IPv4-Adresse“ findest du die aktuelle IP deines PCs.

Wenn du diese Werte notierst, hast du eine gute Ausgangsbasis, um später eine passende statische IP-Adresse festzulegen.

IP-Adresse ändern über die Windows-Einstellungen (Windows 10/11)

Der einfachste Weg, deine IP-Adresse zu ändern, führt bei Windows 10 und Windows 11 über die modernen Einstellungen. Dort stellst du ein, ob deine IP automatisch (DHCP) oder manuell vergeben wird.

Schrittweise IP-Änderung über die Netzwerkeinstellungen

  1. Öffne die Einstellungen.
  2. Gehe zu Netzwerk & Internet.
  3. Wähle links WLAN oder Ethernet, je nachdem, wie du verbunden bist.
  4. Klicke auf dein aktives Netzwerk (zum Beispiel den WLAN-Namen).
  5. Scrolle nach unten zu IP-Zuweisung und klicke auf Bearbeiten.
  6. Stelle den Modus von Automatisch (DHCP) auf Manuell um.
  7. Aktiviere IPv4.
  8. Trage nun folgende Werte ein:
    • IP-Adresse: eine freie Adresse in deinem Netz (z. B. 192.168.178.50)
    • Subnetzpräfixlänge: meist 24 (entspricht Subnetzmaske 255.255.255.0)
    • Gateway: IP deines Routers (z. B. 192.168.178.1)
    • Bevorzugter DNS: ebenfalls meist die Router-IP oder ein externer DNS
  9. Speichere die Einstellungen und trenne die Verbindung kurz, damit Windows die neuen Werte übernimmt.

Wichtig: Die IP-Adresse, die du einträgst, sollte nicht bereits von einem anderen Gerät genutzt werden. Im Zweifel wählst du einen höheren Wert im gleichen Adressbereich, der bisher nicht verwendet wird.

IP-Adresse ändern über die klassische Systemsteuerung

Manche Nutzer bevorzugen die klassische Ansicht, besonders wenn sie bereits seit Jahren mit Windows arbeiten oder alte Screenshots aus Foren nachbauen wollen. Auch hier kannst du die IP-Adresse ändern.

So geht es über die Adaptereigenschaften

  1. Drücke Windows-Taste + R, gib ncpa.cpl ein und bestätige mit Enter.
  2. Es öffnet sich das Fenster „Netzwerkverbindungen“.
  3. Klicke mit der rechten Maustaste auf deinen aktiven Adapter (WLAN oder Ethernet) und wähle Eigenschaften.
  4. Markiere Internetprotokoll, Version 4 (TCP/IPv4) und klicke auf Eigenschaften.
  5. Standardmäßig steht hier „IP-Adresse automatisch beziehen“. Um deine IP-Adresse ändern zu können, wähle:
    • Folgende IP-Adresse verwenden
  6. Trage hier wieder IP-Adresse, Subnetzmaske und Standardgateway ein.
  7. Unter „Folgende DNS-Serveradressen verwenden“ kannst du einen DNS-Server deiner Wahl eintragen.
  8. Bestätige mit OK und schließe alle Fenster.

Die Änderung wird in der Regel sofort aktiv, manchmal hilft ein kurzer Neustart des PCs oder das Deaktivieren/Aktivieren des Adapters.

IP-Adresse ändern per Eingabeaufforderung – wann lohnt sich das?

Wenn du häufiger IP-Einstellungen anpassen musst oder mehrere Profile durchspielen willst, kann der Weg über die Kommandozeile sehr praktisch sein. Du kannst mit einem einzigen Befehl die komplette Konfiguration ändern.

Typischer Ablauf:

  1. Öffne die Eingabeaufforderung als Administrator (Startmenü → „cmd“ → Rechtsklick → „Als Administrator ausführen“).
  2. Prüfe mit ipconfig, wie der Adapter heißt und welche Einstellungen aktiv sind.
  3. Verwende einen netsh-Befehl, um die IP-Adresse zu ändern.

Der Vorteil: Du kannst dir Befehle notieren und bei Bedarf wiederverwenden. So wechselst du zum Beispiel blitzschnell zwischen „Heimnetz-Konfiguration“ und „Büro-Konfiguration“, ohne dich jedes Mal durch Menüs zu klicken.

Wie planst du eine sinnvolle IP-Konfiguration im Heimnetz?

Bevor du einfach eine IP-Adresse einträgst, lohnt es sich, dein Heimnetz einmal grob im Kopf zu strukturieren. Viele Probleme entstehen nicht durch Windows, sondern durch eine unklare Aufteilung der Adressen. Überlege dir zuerst, in welchem IP-Bereich dein Router überhaupt arbeitet. Das erkennst du meist daran, dass deine aktuelle IP-Adresse mit 192.168.0.x, 192.168.1.x oder 192.168.178.x beginnt. Die Adresse des Routers ist oft die .1 oder .254 am Ende. Wenn du deine IP-Adresse ändern möchtest, solltest du unbedingt im gleichen Bereich bleiben, damit dein PC noch mit dem Router sprechen kann. Ein einfacher Ansatz im Heimnetz ist: Der Router vergibt Adressen dynamisch, zum Beispiel von 192.168.178.20 bis 192.168.178.200, und du reservierst dir einen Bereich darüber für feste IPs, etwa 192.168.178.210 bis 192.168.178.250. In diesen Bereich legst du dann bewusst Geräte, die immer unter derselben IP erreichbar sein sollen, also NAS, Drucker, Smart-Home-Zentrale oder den PC, an dem du viel arbeitest.

Stell dir vor, du hast einen Netzwerkdrucker, der ständig seine IP vom Router bekommt und alle paar Tage ist er „verschwunden“, weil er eine andere Adresse bekommen hat. Wenn du dann auf die Suche gehst, ist das jedes Mal ein kleines Detektivspiel. Wenn du stattdessen für diesen Drucker eine feste IP aus deinem „statischen Bereich“ vergibst, weißt du dauerhaft: Unter dieser Adresse erreiche ich ihn. Gleiches gilt für ein NAS oder einen Mini-Server, auf dem Dateien oder Backups liegen. Wenn du weißt, dass dein Router zum Beispiel von 192.168.178.20 bis 192.168.178.200 automatisch verteilt, kannst du einen Blick in die Router-Oberfläche werfen und dir die aktuell vergebenen Adressen anschauen. Alles darüber kannst du dir als „manuell nutzbar“ merken. Wenn du dann deine eigene IP-Adresse ändern willst, gibst du zum Beispiel 192.168.178.220 ein, nimmst als Subnetzpräfixlänge 24 und als Gateway die Router-IP 192.168.178.1.

Ein weiterer Punkt ist die DNS-Konfiguration. Viele Nutzer lassen hier einfach den Router als DNS-Server eingetragen, was völlig okay ist. Du kannst aber auch gezielt einen anderen DNS-Server wählen, etwa weil du bestimmte Filter möchtest oder die Auflösung von Domainnamen beschleunigen willst. Dabei solltest du darauf achten, dass du dir die ursprüngliche Einstellung notierst, damit du jederzeit wieder zurück kannst. Gerade wenn du viel testest, ist ein kleiner Notizzettel oder eine Textdatei mit „Standardkonfiguration“ Gold wert. So kannst du nach einem gescheiterten Experiment schnell wieder zu „Automatisch beziehen“ oder zu deiner vorherigen statischen Einstellung zurückkehren.

Spannend wird es, wenn du mehrere Netzwerke gleichzeitig im Blick behalten musst, zum Beispiel weil du beruflich in einem Firmennetz und privat im Heimnetz unterwegs bist. Dann lohnt sich ein klares Schema: Vielleicht nutzt du im Büro einen ganz anderen IP-Bereich, zum Beispiel 10.10.0.x, während zu Hause 192.168.178.x aktiv ist. Wenn du hier bewusst unterscheidest und dir klar machst, in welchem Netz du gerade unterwegs bist, vermeidest du viele Fehler. Wenn du deine IP-Adresse ändern musst, weißt du schnell: Im Büro muss ich mich an die Vorgaben der IT halten, zu Hause bin ich flexibler und kann meine eigenen Regeln definieren. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dir ein kleines Blatt Papier oder eine Datei mit deiner „Heimnetz-Landkarte“ anzulegen? Darauf notierst du dir den Router, ein paar feste Geräte und mögliche freie Adressen. Damit wird das Thema IP-Adresse ändern plötzlich sehr greifbar und du verlierst die Scheu vor den Zahlenkolonnen.

Häufige Fehler beim Ändern der IP-Adresse

Wenn nach dem Ändern der IP-Adresse plötzlich gar nichts mehr geht, steckt fast immer einer von wenigen Klassikern dahinter. Die gute Nachricht: Mit einem kritischen Blick erkennst du diese Fallen schnell.

Typische Fehler:

  • Falscher IP-Bereich: Du trägst eine Adresse ein, die nicht zum Router passt (z. B. 10.0.0.5 im Netzwerk 192.168.178.x).
  • Subnetzmaske/Subnetzpräfix falsch: Statt 24 gibst du etwas anderes ein, wodurch der PC Geräte im gleichen Netz nicht mehr „sieht“.
  • Falsches Gateway: Ohne korrektes Standardgateway kommt dein PC nicht ins Internet.
  • DNS falsch eingetragen: Lokales Netzwerk funktioniert, aber Webseiten lassen sich nicht aufrufen.

Ein sehr verbreitetes Problem sind IP-Konflikte: Wenn zwei Geräte im Netz exakt dieselbe IP-Adresse nutzen, kommt es zu Aussetzern, Verbindungsabbrüchen oder merkwürdigen Effekten („mal geht es, mal nicht“). In diesem Fall lohnt sich ein kurzer Check, welche IPs bereits vergeben sind, und das konsequente Umstellen auf eine freie Adresse.

Wie stellst du wieder auf automatische IP-Vergabe um?

Manchmal probierst du verschiedene Einstellungen aus und möchtest danach einfach wieder den Ursprungszustand herstellen. Zum Glück geht das genauso schnell, wie die IP-Adresse zu ändern.

Der Weg ist in Windows-Einstellungen und klassischer Systemsteuerung gleich:

  • Wähle beim IPv4-Protokoll wieder IP-Adresse automatisch beziehen.
  • Stelle bei den DNS-Servern wieder DNS-Serveradresse automatisch beziehen ein.
  • Speichere die Einstellungen und trenne kurz die Netzwerkverbindung.

Damit übergibst du dem Router wieder die Kontrolle, und dein PC verhält sich so wie zuvor – praktisch, wenn du nur kurz etwas testen wolltest.

Praxisbeispiele: Wann hilft eine statische IP wirklich?

Es ist eine Sache, theoretisch über IP-Konfiguration zu sprechen. Spannender ist die Frage: In welchen Alltagssituationen bringt es dir wirklich etwas, deine IP-Adresse ändern zu können?

Ein paar typische Szenarien:

  • Heim-NAS immer unter derselben Adresse: Du richtest eine feste IP ein, damit Backup-Software und Mediaplayer das NAS zuverlässig finden.
  • Netzwerkdrucker für mehrere PCs: Alle Rechner greifen auf denselben Drucker zu, der eine statische IP hat. Die Einstellungen müssen dann nicht ständig angepasst werden.
  • Remote-Verbindungen im eigenen Netz: Du greifst von Laptop oder Tablet auf einen Desktop-PC im Arbeitszimmer zu und willst ihn immer unter derselben IP erreichen.
  • Kleine Testumgebung: Du probierst Software aus, die bestimmte Netzwerkstrukturen erwartet, und richtest dir dafür ein Mini-Netz mit fixen Adressen ein.

In all diesen Fällen ist IP-Adresse ändern kein Selbstzweck, sondern ein ganz konkretes Werkzeug, damit dein Netzwerk berechenbar und zuverlässig wird.

Wichtige Tipps für eine stabile IP-Konfiguration

Damit deine Anpassungen nicht im Chaos enden, helfen ein paar einfache Grundregeln:

  • Bleibe im IP-Bereich deines Routers.
  • Notiere dir alle Änderungen, bevor du sie durchführst.
  • Lege dir einen kleinen Bereich für feste IPs fest (zum Beispiel .210–.250).
  • Vermeide Überschneidungen mit dem DHCP-Bereich des Routers.
  • Teste nach jeder Änderung: Internetzugang, Zugriff auf lokale Geräte, Ping auf den Router.

Wenn du diese Punkte im Hinterkopf behältst, kannst du deine IP-Adresse ändern, ohne jedes Mal Angst vor einem Totalausfall zu haben.

Häufige Fragen zur IP-Adresse unter Windows

Was ist der Unterschied zwischen statischer und dynamischer IP-Adresse?

Eine dynamische IP-Adresse bekommt dein PC automatisch vom Router zugewiesen, meist bei jeder neuen Verbindung oder nach Ablauf einer bestimmten Zeit. Eine statische IP-Adresse trägst du selbst ein, und sie bleibt so lange bestehen, bis du sie wieder änderst. Dynamische Adressen sind bequem und für die meisten Standardnutzer ausreichend, während statische Adressen für Geräte gedacht sind, die du immer unter derselben Adresse erreichen möchtest. In kleinen Netzen ist eine Mischung aus beiden Varianten oft ideal.

Muss ich die IP-Adresse im Router ebenfalls ändern?

In vielen Heimnetzen reicht es, die IP-Adresse direkt in Windows anzupassen, solange du im gleichen Adressbereich wie der Router bleibst. Für besonders saubere Lösungen kannst du im Router feste Zuordnungen (DHCP-Reservierungen) einrichten, die deinem PC immer dieselbe Adresse zuweisen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn du mehrere Geräte verwaltest und den Überblick behalten willst. Wenn du unsicher bist, ist der erste Schritt meistens die reine Anpassung unter Windows.

Was passiert, wenn zwei Geräte die gleiche IP-Adresse haben?

Wenn zwei Geräte im gleichen Netzwerk exakt dieselbe IP-Adresse nutzen, entsteht ein IP-Konflikt. Das führt typischerweise dazu, dass die Verbindung instabil wird: Mal funktioniert der Zugriff, mal bricht er ab, manchmal ist eines der Geräte gar nicht erreichbar. In Windows bekommst du dazu nicht immer eine klare Fehlermeldung, die Symptome können sehr unterschiedlich wirken. In so einem Fall hilft es, alle festen IPs zu prüfen und sicherzustellen, dass jede Adresse nur einmal vergeben ist.

Wie setze ich meine IP-Einstellungen wieder auf automatisch zurück?

Um wieder zur automatischen Konfiguration zurückzukehren, öffnest du entweder die Windows-Einstellungen oder die klassische Systemsteuerung und gehst zu den Eigenschaften des Netzwerkadapters. Dort stellst du sowohl für IP-Adresse als auch für DNS wieder „automatisch beziehen“ ein. Nach einem kurzen Neustart der Verbindung – zum Beispiel durch Deaktivieren und erneutes Aktivieren des Adapters – holt sich dein PC alle Daten wieder direkt vom Router. Diese Rückkehr zur Automatik ist die einfachste Methode, um nach Tests schnell wieder in einen stabilen Zustand zu kommen.

Kann ich meine öffentliche IP-Adresse in Windows ändern?

Die öffentliche IP-Adresse deines Internetanschlusses wird in der Regel von deinem Provider vergeben, nicht von Windows. Du kannst sie daher nicht einfach mit einem Klick in den Windows-Einstellungen ändern. In manchen Fällen bekommst du eine neue öffentliche Adresse, wenn du den Router für eine gewisse Zeit vom Strom trennst oder bei deinem Provider eine feste öffentliche IP buchst. Für die meisten Anwendungsfälle reicht es jedoch, im lokalen Netzwerk die IP-Adresse zu ändern und damit die Kommunikation innerhalb deines Netzes zu steuern.

Ist es gefährlich, die IP-Adresse manuell zu ändern?

Wenn du innerhalb deines Heimnetzes bleibst und dich an den IP-Bereich deines Routers hältst, ist das Ändern der IP-Adresse in der Regel unkritisch. Die größten Risiken sind eher praktischer Natur: keine Internetverbindung, kein Zugriff auf andere Geräte oder IP-Konflikte, wenn du versehentlich Adressen doppelt vergibst. Solange du dir Notizen machst und weißt, wie du wieder auf „automatisch beziehen“ zurückstellst, kannst du mit überschaubarem Risiko experimentieren. Eine bewusste Planung macht deine Konfiguration eher sicherer als unsicherer.

Welche IP-Einstellungen brauche ich für ein typisches Heimnetz?

In vielen Heimnetzen reicht es, wenn du die IP-Adresse automatisch vom Router beziehen lässt und nichts anfasst. Wenn du allerdings feste Adressen für bestimmte Geräte möchtest, bietet sich ein Bereich im oberen Adresssegment an, der nicht vom Router-DHCP genutzt wird. Die Subnetzmaske ist oft 255.255.255.0 bzw. Präfixlänge 24, das Gateway ist die IP deines Routers. Als DNS-Server kannst du entweder den Router nutzen oder einen anderen Anbieter eintragen. Entscheidend ist, dass alle Geräte im gleichen IP-Bereich mit identischer Subnetzmaske arbeiten.

Zusammenfassung

Wenn du deine IP-Adresse ändern kannst und die grundlegenden Zusammenhänge verstehst, wird dein Netzwerk von einer „Blackbox“ zu einem System, das du aktiv steuern kannst. Du weißt, wie du Windows-Einstellungen oder die klassische Systemsteuerung nutzt, um IP-Adresse, Subnetzmaske, Gateway und DNS zu setzen. Du erkennst typische Fehlerquellen wie IP-Konflikte oder falsche Masken und kannst sie gezielt beheben. Gleichzeitig profitierst du von festen Adressen für Geräte, die immer unter derselben Adresse erreichbar sein sollen.

Fazit: Mit wenigen Schritten zur passenden IP-Adresse

Am Ende ist IP-Adresse ändern kein Zaubertrick, sondern eine Frage von Struktur und ein bisschen Aufmerksamkeit. Wenn du dir deinen IP-Bereich einmal sauber aufmalst, die Rollen von Router, PC, NAS und Drucker verstehst und weißt, wie du zwischen „automatisch“ und „manuell“ wechselst, bist du deinem Netzwerk nie wieder ausgeliefert. Stattdessen triffst du bewusste Entscheidungen: Welche Geräte brauchen feste IPs, wo reicht DHCP, wann lohnt sich eine Anpassung? Vielleicht nimmst du dir nach diesem Artikel ein paar Minuten Zeit und schaust dir deine aktuelle Konfiguration an – oft ist der Weg zur besseren Struktur nur eine einzige geänderte Zahl in den Einstellungen entfernt.

Checkliste
  • Ein Netzwerkdrucker oder ein NAS soll immer unter derselben Adresse erreichbar sein
  • Ein Gerät hat plötzlich „keine Internetverbindung“, obwohl das WLAN verbunden ist
  • Du bekommst Hinweise auf „IP-Konflikte“ im Netzwerk
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